Ich ringe schon seit Tagen mit mir, ob ich hier veröffentlichen soll, wie ich Watchmen fand. Nun, hier meine Gedanken, allerdings mit massiven Spoilern:
Daniel Silva: The Messenger
Nachdem ich monatelang die komplette, absolut geniale John Rebus-Reihe von Ian Rankin gelesen hatte, um im letzten Buch nur 3 Kapitel vor dem großen, sich über die letzten Bände aufbauenden Showdown im Radio bei einer absolut inkompetenten Buchbesprechung zu hören, wie es ausgeht, empfand ich plötzlich eine innere Leere, als ich einmal ohne Taschenbuch in der U-Bahn saß.
Ich hielt es nur zwei Stationen aus, sprang ins Pep, um mir im Hugendubel Lesestoff zu holen. Da ich als freier Journalist natülrich traditions- und standesgemäß unter extremer Geldknappheit zu leiden gezwungen bin, zog der %-Tisch meine besondere Aufmerksamkeit auf sich. Da ich schon so schön im Fluss des Englisch-Lesens war, habe ich mich letztlich für The Messenger von Daniel Silva entschieden.
Nun weiß ich auch, warum es runtergesetzt war:
Coens drehen Satire-Werbespot
Die Coen-Brüder haben für die (sehr gut gemachte) Awareness-Seite This Is Reality einen satirischen Fake-Werbespot zum Thema „Clean Coal“ gedreht. Hintergrund: Die US-Kohleindustrie benutzt diesen Euphemismus, um das Image weiterer Kohlekraftwerke zur Energiegewinnung zu fördern, was nicht nur ich jedoch wegen der garantierten CO2-Belastung für absolute Augenwischerei halte. Ich finde, der Spot bringt es auf den Punkt, und Hamburg kann sich da was abschneiden.
Oscar-Gedanken
Ich habe mir beim (etwas späten) Angucken (der Aufzeichnung) der Oscarverleihung natürlich so meine Gedanken gemacht:
Red Carpet-Show von Pro7:
- Haben die bei Pro7 nicht wenigstens zwei Mikros? Eines wird fest am Gätjen montiert, das andere kann er dem jeweiligen Gast vor die Nase halten. Besonders deutlich traten die Nachteile der Ein-Mikro-Technik beim Grüßen der Baader-Meinhof-Delegation an die schlafende Heimat zu Tage, also schon zu Beginn. Das besserte sich dann langsam, doch besser wäre es mit zwei Mikros. Dann hört man wenigstens zuverlässig alles.
- Heidi Klum sieht aus, als hätte man ihr zwei Fleischpflanzerl unter die Backen implantiert (so auch auf diesem aktuellen Plakat
, in dem sie einen Schwarm Fische als Rock trägt, ). Ich bin aber auch voreingenommen, weil ich sie nicht besonders mag. Sie sieht süß aus und alles, aber die Augen lächeln nie mit, sie wirkt trotz aller Schönheit kalt und abweisend. Auch ist sie unhöflich, wenn sie das Interview einfach so verlässt, trotz allem Starrummel. - Bullys Anwesenheit war eine echte, nette Überraschung. Man sieht ihn allerdings dann nicht mehr, was ich verstehen kann, weil er ja bei den Oscars, zumindest dieses Jahr, wenn überhaupt, nur Zuschuer ist. Oscar-Gedanken weiterlesen
Herr der Ringe 4
Dieser hübsche Sketch mit etwas zu rabiatem Ende behandelt eine wirklich drängende Frage aus Lord of the Rings. Gut beobachtet, sehr lustig – und sicher einigen schon gut bekannt, viel Spaß!
Deutscher Oscar-Pessimismus: Eine selbsterfüllende Prophezeihung?
Auch wenn sich das rote Zitat im Artikel relativiert, hat die Kombination der beiden oberen Zeilen auf den ersten Blick dann doch eine völlig andere Bedeutung. Aus der täglichen Rundmail von Spiegel Online:
Im Artikel wird erklärt, wieso die „sechs“ deutschen Filme, die im Rennen um einen Oscar stehen, auf extrem harte Konkurrenz treffen werden. Ach was, „harte Konkurrenz“ bei den Oscars? Für unsere tollen deutschen Filme? Nicht doch. Der Rest der Welt dreht ja auch nicht unbedingt schlechte Filme, was ja hinlänglich bekannt sein dürfte.
Viel interessanter finde ich jedoch die Tatsache, dass in solchen Fällen plötzlich jeder Coproduktions-Credit einen Film zu einem deutschen Film macht, oder gar Österreich zu diesem Zwecke quasi wieder annektiert wird. Was ist überhaupt ein deutscher Film?
Deutscher Oscar-Pessimismus: Eine selbsterfüllende Prophezeihung? weiterlesen
Meine Oscar-Tipps
Nachdem dieses Jahr scheinbar kein nennenswertes Oscar-Toto zustandegekommen ist und auch im Freundeskreis noch niemand einen Vorstoß bezüglich der Oscar-Nacht oder eines entsprechenden Videofrühstücks gemacht hat, schreibe ich ganz einfach hier nieder, was ich so denke – ich habe einfach schamlos die IMDb-Seite kopiert:
Winners to be announced on Sunday, February 22nd.
Best Motion Picture of the Year
Nominees:
Neuer Filmjournalisten-Blog
Seit ich aktiver twittere (warum sagt mir auch niemand, dass es selbst-aktualisierende Software gibt? Ich dachte immer, ich muss die Webseite offen haben und ständig Reload klicken), habe ich für mich ein völlig neues Medium entdeckt. Tatsächlich schließt Twitter eine Lücke zwischen Chat und Blog.
Twitterern sage ich damit nichts Neues, aber während ein Chat nicht-öffentlich und persönlich ist, ein Blog dahingegen total öffentlich aber eher ohne persönliche Ansprache (wenn man von den Kommentaren mal absieht), ist Twitter genau das Ding dazwischen. Jeder schreit in den Raum, was er so macht. Was alleine ziemlich doof ist, macht Spaß, wenn man Follwer hat und selbst anderen followt followen tut folgt. Wer in der Grundschule bei der Mengenlehre aufgepasst hat, kapiert’s schnell: Die Menge derer, die einem folgen, ergibt die eigenen Empfänger, also den persönlichen „Sendekreis“, und die Menge derer, denen man folgt, sind die Sender, die man empfängt. Das können völlig unterschiedliche Gruppen sein. Wenn ich also über Twitter etwas erfahre, und das dann selber nochmal twittere, hat sich diese Nachricht ein Stück weiter verbreitet, zumindest für die Empfänger, die mir folgen, nicht aber denen, denen ich folge. Capisce? Nicht uninteressant, aber natürlich ist einfach nur Tweets nachplappern doof.
Doch es ist ziemlich interessant, zu sehen, wieviel Aktivität ständig stattfindet. So twittert der Schauspieler Stephen Fry oft und gerne, gerade hat er uns (seinen Followern) erzählt, wie er momentan auf dem Weg zu einem Dreh in Mexiko in Tijuana am Zoll steht. Das ist zwar keine Nachricht, aber es ist interessant, die Bewegungen und Tätigkeiten mancher Leute zu verfolgen, während man selber am Computer sitzt und was völlig anderes macht. Hat was … urbanes. Fühlt sich so 21. Jahrhundert an.
Nun, was ich eigentlich erzählen wollte: Bei Twitter habe ich Daniela Leistikow gefunden, eine Hamburger Filmjournalistin, die unter filmkritikerin.de einen eigenen Blog zum Thema Film führt. Der ist zwar noch recht jung, aber Danielas Aktivität ist stetig und offenbar voller Energie, und auch bei Twitter schickt sie unter ihren derzeit 37 Followern sehr aktiv Filmthemen herum. Nach einigen Berlinale-Einträgen in ihrem Blog gibt es nun nicht wenige Oscar-relevante Einträge, insbesondere möchte ich hier auf die schöne Zusammenstellung der Trailer der Filme, die für den Golden Raspberry Award ausgezeichnet sind, hinweisen. Da kann man sich nochmal auf der Zunge zergehen lassen, was für ein Käse gedreht wird…
Und nun hör ich auf, denn ich muss…
Oscar-Vorfreude
Die Oscars rollen an (bei uns auf Pro7), die Tweets, den ich seit ca. einer Woche regelmäßig „followe“, sind voll von Artikeln zum Thema. Die Fine Brothers (siehe dieser Post) spoilen in diesem Video alle Best Picture-Gewinner … ever. Sehr nett.
Auch leicht geeky, aber nicht uninteressant, sind diese fünf Filmhelden, die erst durch das mehr oder weniger bewusste Nichtstun den Tag retten.
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The Hunt for Gollum
Hartgesottene Fans drehen ein 40-minütiges Spin-Off zum Herrn der Ringe, nämlich The Hunt for Gollum. Ich bin eben erst über das Projekt gestolpert, doch bereits ein Blick auf den Trailer zeigt, dass hier professionelle Arbeit geleistet wird. Ich bin sehr auf das Endprodukt gespannt. (Webseite, IMDb, Blog, Twitter)
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