Filmland Tirol

Unsere südlichen Nachbarn verfügen nicht nur über eine märchenhafte Landschaft, sondern auch über ein überzeugendes Angebot an Filmlocations. Einem Newsletter, den ich heute erhalten habe, läßt sich z.B. entnehmen, daß nicht nur der Bulle von Tölz in Tirol dreht (am großen Ahornboden, ist immer einen Ausflug wert), sondern auch bereits über 60 Bollywoodproduktionen angelockt werden konnten. In Thiersee gibt es ein Filmmuseum, und der Filmverband Cine Tirol, wohl eine Unterabteilung der Tirol Werbung, hat auch ein Showreel online:

[quicktime]http://homes.tiscover.com/prjt/cine-tirol/240_160_1400.mov[/quicktime]

Alles in allem  finde ich, daß der Verband einen sehr schönen Online-Auftritt hingelegt hat, und auch Kompetenz vermittelt. Das einzige, was mich stört, ist, daß der Newsletter erst heute einging, am Tag der Tatort-Premiere am Achensee. Ein wenig spät für die Berichterstattung, zumindest bei allen Offline-Medien.

Cineman.ch startet Deutsche Dependance

Das Schweizer Filmportal cineman.ch hat soeben seine deutsche Filiale eröffnet: Unter cineman.de findet man nun neben den Reviews, Interviews, Star-News, Trailern und Making Ofs auch die deutschen Spielzeiten, sowie einen Video-Podcast (iTunes), allerdings nur auf Schwyzerdütsch (Pirates of the Caribbean: „Am Endi vo dr Welt„, sehr schrill)! Nett finde ich auch die Rollover-Fotoshow bei den Stills. Betreiber von cineman.de ist die Schweizer Cinergy AG, offizieller Start wird der 21. Juni sein.

Ich freue mich sehr über diesen neuen „Player“ in der „Szene“, die Spielregeln sind einfach: Jeder darf mitmachen, doch Qualität setzt sich durch. Ich werde gern immer mal wieder reingucken, doch für meine Trailer gehe ich auch weiterhin zu MovieMaze, denn mehr Auswahl gibt’s kaum.

Hier noch die Pressemeldung, (oder als PDF): Cineman.ch startet Deutsche Dependance weiterlesen

Grimme Online Award 2007: Ich weiß etwas, was Du noch wählst!

Nichts geringeres als ein Debakel ist die Verleihung des Grimme Online Awards 2007: Die Preisträger wurden a) über zwei Tage zu früh bekanntgegeben (und das auch noch kühn im Präteritum formuliert) und, was noch schlimmer ist, b) zu einem Zeitpunkt, zu dem man angeblich noch abstimmen konnte – zumindest, wenn man Kalendertage von 0 Uhr bis 24 Uhr rechnet. Stefan Niggemeier, einer der Preisträger, ist (zu Recht) sauer, Rechtsanwalt Udo Vetter hält sich zwar vornehm zurück, spricht durch die Blume aber Bände.

Nachtrag: Mittlerweile ist die oben verlinkte, den Skandal auslösende Webseite wieder offline, und von außen ist es, als wäre nichts gewesen. Lediglich Screenshots auf einigen der hier verlinkten anderen Blogs zeugen noch von dem Erlebten.

Michael Moore stört sich nicht an Raubkopien

Laut heise online (nun auch Spiegel online) stört es Michael Moore offenbar nicht weiter, daß sein neuester, „Sicko„, illegalerweise online verfügbar ist (wie berichtet). Offen bleibt natürlich weiterhin, ob Moore das wirklich so sieht oder nur seinem eigenen Image gegenüber Linientreue zeigt.

Für beide Fällen ist sein Verhalten jedoch löblich, denn verhindern läßt sich das Internet und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Änderungen ohnehin nicht mehr (genaugenommen wurde es ja ursprünglich für genau diesen Zweck entwickelt). Es werden dennoch sicherlich genug Leute in die Kinos strömen, um die Produktion aus den roten Zahlen zu heben. Es gibt jedoch auch weit innovativere und mutigere Modelle für die Online-Vermarktung, zum Beispiel dieser kleine Spielfilm.

Hier der Beweis für Mister Moores Einstellung:

Tschechische Performancekunst

Möglicherweise inspiriert durch „Jericho“, hat die tschechische Kunstgruppe / Künstler Ztohoven sich an einer Panoramakamera zu schaffen gemacht und bei der Wetterschaltung statt des Livebildes ein eigenes Video eingespielt. Ob dieser Scherz Folgen haben wird, ist noch unbekannt, doch erste Berichte gibt es bereits im Internet.

Schnick und Schnack

Seit einiger Zeit gehen Schnick und Schnack im Internet (und nun auch im TV!) um: Die zwei lieblos zusammengeklebten Maskottchen eines nicht wirklich existierenden Online-Ramschladens betäuben mit ihrer Techno-Hymne nebst psychedelischem Farbenspiel ihre Zuschauer Opfer, vom maximal hirnverbrannten Text mal ganz zu schweigen. (Gibt’s auch bei YouTube)

Da man online nur T-Shirts und andere Devotionalien mit der grünen Wärmflasche und dem blauen Müllsack kaufen kann, wittere ich einen Versuch, eine Art Kult zu etablieren, wie einst mit Flat Eric.

Doch warum steht das ausgerechnet hier im Blog? Der Webseitenbetreiber scheint bei Nordmedia als Character Designer zu arbeiten – oder er hat auch nur einen Namensvetter dort. Vielleicht ist ja eine kranke Late-Night-Show nach der Mache von Meet the Feebles (Trailer) geplant, und dies ist nur ein Test? Man wird sehen.

PS: 100 Blogeinträge – Jubiläum!

Nachtrag vom 22. Juni 2007: Eine Blogleserin hat mich auf diese Invasion von Schnick und Schnack beim RTL Teleshop hingewiesen, was darauf hindeutet, daß die beiden Knallchargen mehr sind als nur ein kleiner privater Internetgag: Schnick und Schnack weiterlesen

Jericho wird fortgesetzt

Publikumsprotest kann wirksam sein: Nachdem die TV-Endzeitserie Jericho abgesetzt worden war, hatten sich Fans in einer beispiellosen Aktion an CBS gewandt – mit Erfolg: Bei USA erklärt habe ich erfahren, daß die Serie nun wieder aufgenommen wird.

Der Endverbraucher ist also nicht unmündig, auch wenn der Sender wohl eher das Geld denn den Zuschauer bei der Entscheidung im Hinterkopf hatte…

Prinzessinnenbad rockt Berlin

Laut der heutigen PM des PR-Büros, das Prinzessinnenbad (im Verleih von Reverse Angle) betreut, haben schon über 20.000 Besucher den Film gesehen, alleine in Berlin über 1.000 Zuschauer pro Abend. Geplant ist außerdem eine große Open-Air-Vorführung im Prinzenbad Kreuzberg.

Ich freue mich sehr über diesen Erfolg, denn gerade solch lokale Filme sind es, die die Kinolandschaft (hierzulande wie überall) im Fundament stärken. Ich erinnere da nur an Wer früher stirbt, ist länger tot, der über die lokalen Grenzen hinaus berühmt wurde, oder auch Grenzverkehr, der auch sehr süß war.

Leider hab ich Prinzessinnenbad auch nicht gesehen – aber ich bin derzeit zeitlich gewaltig ausgelastet.

Go ahead, make my day.