Prinzessinnenbad rockt Berlin

Laut der heutigen PM des PR-Büros, das Prinzessinnenbad (im Verleih von Reverse Angle) betreut, haben schon über 20.000 Besucher den Film gesehen, alleine in Berlin über 1.000 Zuschauer pro Abend. Geplant ist außerdem eine große Open-Air-Vorführung im Prinzenbad Kreuzberg.

Ich freue mich sehr über diesen Erfolg, denn gerade solch lokale Filme sind es, die die Kinolandschaft (hierzulande wie überall) im Fundament stärken. Ich erinnere da nur an Wer früher stirbt, ist länger tot, der über die lokalen Grenzen hinaus berühmt wurde, oder auch Grenzverkehr, der auch sehr süß war.

Leider hab ich Prinzessinnenbad auch nicht gesehen – aber ich bin derzeit zeitlich gewaltig ausgelastet.

Der Alptraum aller Filmhändler

wurde wahr: Sicko von Michael Moore ist online erhältlich, und das zwei Wochen, bevor der Film (in den USA) ins Kino kommt. Nun mag es einerseits sein, daß dies „absichtlich passiert“ ist und eine Art virales Marketing darstellen soll, andererseits denke ich nicht, daß Herr Moore sich freiwillig um Millioneneinnahmen beschneiden wird – allein der guten Sache wegen. So ein Engel ist er nun auch wieder nicht.

Wie dem auch sei, an dieser Stelle sei ausnahmsweise die Presse gerügt, die es natürlich nicht ausläßt, an prominenter Stelle anzugeben, wo und über welchen Service der Film denn nun herunterzuladen sei. Für die Internet-Nullchecker unter den Lesern hat man sogar brav das www vorne drangelassen, damit nur ja jeder zum kostenlosen, illegalen Filmdownload findet.

Tatsächlich könnte ich den Film jetzt holen – mach ich aber nicht, ich will ihn im Kino sehen und nicht verpixelt in einem kleinen Player. (Qualität so eines Videos siehe Ode an die Action) Außerdem bin ich ehrlich.

Ode an die Action…

Fox hat gerade drei Clips (1, 2, 3) aus „Live Free or Die Hard“ freigegeben (Stirb Langsam vier-punkt-null ist ’ne deutsche Erfindung), und einer davon ist eine „Ode an die Action“ – und ein gelungener Miniaturüberblick über die bisherigen Teile sowie den aktuellen Die Hard:

[quicktime]http://kino.20thcenturyfox.de/ExterneFreigaben/DIEHARD4/DIVTRAILER/ONLINEMATERIAL1/DH40_OdeToAction_2Min11_MPG.mpg[/quicktime]

PS: Das mit den schwarzen Balken war nicht meine Idee…

Fan Fiction

Mit gemischten Gefühlen erwarte ich die Verfilmung der TV-Serie „Transformers„: Ich erwarte mir geniale Effekte, platte Sprüche, bleibende Hirnschäden durch markerschütternde Logiklöcher, alles in allem also Kurzweil mit Popcorn, mehr aber auch nicht: ein typisches Michael Bay-Millionenvehikel nach altrömischer Brot-und-Spiele-Manier. Ein gewisser Ruben Martinez scheint sich jedoch vor Vorfreude kaum halten zu können, denn er produzierte sogar einen kleinen Stop Motion-Transformers-Film mit Spielzeug aus Zeit der Serie – und das ist irre aufwendig:

Es gibt natürlich einen YouTube-Channel, und eine MySpace-Seite, Trailer zum echten Film hier.

Nachtrag vom 16.6.07: Laut diesem Bericht bei AICN gab es bereits eine Pressevorführung in den USA. Wir werden sicher wieder bis zwei Tage vor Start warten müssen, fürchte ich…

First Steps meets Deutsche Filmakademie

Nachdem ich die Pressemeldung nun zum vierten Mal erhalten habe, schreib ich nun doch was drüber: Der Deutsche Nachwuchspreis „First Steps Award„, der ausschließlich an Abschlußfilme deutscher Filmschulen vergeben wird, wird von Unternehmen der Wirtschaft (auch hier) getragen. Die nun bekanntgegebene Verpartnerung mit der Deutschen Filmakademie, die seit 2005 an der Vergabe des Deutschen Filmpreis „Lola“ maßgeblich beteiligt ist, zeigt scheinbar eine Synergie zwischen Wirtschaft und Kultur an.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutscher Filmakademie und First Steps (ein irreführender Name, denn wer es in eine Filmschule schafft und dort dann auch noch bis zum Abschlußfilm, hat seine ersten Schritte schon längst hinter sich) soll durch das Stellen von Mentoren für Filmprojekte die Fähigkeiten der Nachwuchsregisseure fördern. Grundsätzlich ist es eine feine Sache, mal sehen, wie das weitergeht. Es wirkt fast so, als hätte die Filmakademie einem Wirtschaftspreis nun eine Art Segen gegeben und ihn somit auf das Niveau eines anerkannten Kulturpreises gehoben.

Pressearbeit vs. PR-Arbeit: Podiumsgespräch

Bei der täglichen Arbeit treffen wir, die Vertreter der Presse, stets auf PR-Agenten. Dies führt natürlich zwangsmäßig zu Interessenskonflikten: Die PR-Seite veranstaltet, lädt ein, läßt zu und wirbt. Die Presse interessiert sich, berichtet, wertet.

Klar, daß die PR-Vertreter nur das Beste für ihre Kunden, die Filmverleiher, wollen. Ebenfalls klar, daß die Leser, Hörer und Zuschauer der Presse neutrale Berichterstattung aus kompetenter Quelle erwarten. Absolut klar, daß sie das auch erwarten dürfen. Pressearbeit vs. PR-Arbeit: Podiumsgespräch weiterlesen

Cuba Gooding Jr. ist sich für nichts zu schade

Das nenne ich mal humorvoll: Cuba Gooding Jr., seit Jerry Maguire Oscar-gekrönt, ist sich nicht zu gut, in einem recht unzweideutigen Werbespot für Cialis, ein Mittel gegen erektile Dysfunktion, mitzuspielen. Sehr sympathisch! Die meisten Gags haben wir zwar schon im Kino gesehen, aber es macht doch immer wieder Spaß:

Via Marketing Blog und National Banana.

PS: Entschuldigt die wenigen Einträge der letzten Tage, aber ich war anderweitig beschäftigt.

Benefizkonzert für Afrika

Im Schlachthof München wird es am 20. Juli das zweite Benefizkonzert Diaspora for Africa geben, dessen Einnahmen in Hilfsprojekte der WasserStiftung fließen.

Die WasserStiftung steht für das Grundrecht auf sauberes Trinkwasser, zu dem noch immer 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang haben. Interviews mit den Verantwortlichen sind möglich, hier der Pressekontakt. Die Gäste und Musiker des Konzerts umfassen: Benefizkonzert für Afrika weiterlesen

5 Jahre mec-Film

Beim täglichen Rennen der Selbständigen um Schreibaufträge, das parallel zur PR-Schlacht um die bestmögliche Positionierung aller Filme stattfindet, vergißt man schnell, daß auf beiden Seiten des schmalen wirtschaftlichen Grates Menschen arbeiten, Menschen wie Du und ich. Und alle wollen in der Lage sein, ihre Miete zu bezahlen und vielleicht auf eine schmale Rente zu sparen.

Daher finde ich es mehr als fein, wenn ein Verleih einfach mal so einlädt – naja, immerhin steht der 5. Geburtstag von mec-Film an. Der kleine Verleih hat sich auf Filme aus dem Nahen Osten spezialisiert, ein Konzept, das vielleicht nicht unbedingt den finanziellen Überflug ermöglicht, aber das für die kulturelle Vielfalt im Land unerläßlich ist. 5 Jahre mec-Film weiterlesen

Go ahead, make my day.