Fido

Heute konnte ich in einer Fantasy Filmfest-PV Fido sehen.

Ganz kurz gesagt, und das werden auch einige der Kollegen so schreiben: Pleasantville meets Dawn of the Dead.

Dazu muß man die Hintergründe ein wenig beleuchten: Zombiefilme sind nicht einfach nur Filme, in denen Tote umhertorkeln und Menschenfleisch oder Hirn fressen wollen, sondern Zombiefilme sind, oder können dies zumindest sein, Gesellschaftskritik.

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Die Hard 12 – Die Hungry

Mit nur 12 Folgen ist die Ben Stiller Show von 1992 und 1993 wohl eine der am kürzest laufenden Shows im Fernsehen. Doch Weitblick haben die vier Macher damals bereits bewiesen: Schon seit einem Jahr ist dieser geniale Trailer für Die Hard 12 – Die Hungry bei YouTube online, ein nostalgisches Fundstück also gewissermaßen.

Ich muß sagen: Die dortigen Projektionen haben einige Ähnlichkeit mit den erst später produzierten Die Hard 3 und 4 und den Modelblick, aus dem er Zoolander gemacht hat, hat Ben Stiller auch schon drauf. Viel Spaß!

So geht’s ja nicht!

Free Nathaniel TanNachdem er politische Satire in Form einer Fotomontage auf seinem malayischem Blog veröffentlich hat, wurde der 26-jährige Blogger Nathaniel Tan von der Polizei ohne Angaben von Gründen verhaftet.

Die Grafik links ist eine Solidaritätsbekundung der Blogosphäre und darf frei kopiert werden. Mehr Infos bei BoingBoing, oder auf den auch dort genannten Seiten. Hier ein paar erste Details:

13. Juli: Bericht bei Metroblogging Kuala Lumpur

15. Juli: Mehr Details bei Metroblogging Kuala Lumpur

Laufende Berichterstattung auch bei jelas.info, aktuell wird dort eine Mahnwache organisiert.

Eine gute Übersicht gibt es auch bereits bei Wikipedia, eine klasse Erfindung, wie ich meine.

Und hier noch für die Bequemen: Google-Suche nach „Nat Tan“ sowie „Nathaniel Tan„.

Wenn jemand die betreffende Satire finden sollte, bitte melden!

Nachtrag vom 20. Juli: Er ist wieder frei. Ich hoffe mal, daß das ein Nachspiel haben wird.

Die Kunst der Synchronisation

Während deutsche Synchronbücher früher wirklich punkten konnten, muß heute meist alles schnell, schnell gehen. Qualität in Buch und Synchronregie werden meiner Meinung nach zu oft zur Nebensache degradiert.

Heute bin ich bei YouTube über drei sympathische neue Synchronisationen bekannter Filmszenen gestolpert (Datenvandalismus sei Dank). Wer auch immer diese Szenen synchroniert hat – auf schwäbisch! – hat einen brillianten Job gemacht! Die Kunst der Synchronisation weiterlesen

Black Sheep

Heute konnte ich die Pressevorführung von Black Sheep (zu sehen beim Fantasy Filmfest) genießen. Allem vorweg: Ich hab mich amüsiert wie seit Braindead nicht mehr!

Natürlich gibt es bei diesem Thema, den bisher so veröffentlichten Bildern und der Tagline „Get ready for the Violence of the Lambs!“ nicht mehr viel zu spoilern, daher kann ich ja nun frank und frei erzählen:

Die Handlung folgt dem klassischen Muster des Horrorfilms: Eine Gruppe bunt zusammengewürftelter Fremder findet sich überraschend in einer bedrohlichen Situation wieder und wird beim Kampf ums Überleben drastisch dezimiert. Diesmal spielt der Film auf einer Neuseeländischen Schaffarm, Hauptfigur ist Henry, der kleine Bruder des jetzigen Eigentümers Angus, der eigentlich nur kurz zur Farm seiner schon lange toten Eltern gekommen ist, um sich seinen Erbteil auszahlen zu lassen.

Ebenfalls auf der Farm: Die alte Mrs. Mac, gute Seele des Betriebs, Tucker, eine Art Großknecht („Farm Manager“) sowie das Ökoaktivistenpärchen Experience und Grant. Sie Feng-Shui- und Chakrenspezialistin mit Notfall-Aromatherapiekerze im Gepäck, er ein impulsiver Öko, der wohl schon eine Dekade keinen Friseur mehr gsehen hat und sich zwischenzeitlich offenbar auch noch das Hirn rausgekifft hat. Dazu kommen einige Wissenschaftler mit einem ambitionierten Gentechnik-Projekt in einem abgelegenen Labor sowie eine Gruppe potentieller Investoren, die zur Überraschungspräsentation einer Art Superschaf angereist sind.

Während die bei der Schafzüchtung entstandene fleischfressende Abart des Superschafes nicht wie geplant fachgerecht entsorgt werden kann und sich deren Raubtier-Eigenschaften auch noch wie ein Virus und in Windeseile unter den anderen Schafen verbreitet, glaubt Angus noch an den großen Erfolg seines Traumschafes. Seine Präsentation vor den Investoren läuft bereits, während anderswo auf der Farm Menschen schon um ihr Leben blöken, die Katastrophe scheint vorprogrammiert.

Die Handlung ist im Grunde nichts neues, schon der Genreklassiker Braindead wartete mit so ziemlich derselben Geschichte auf, doch das ist völlig egal. Was diesen Film so großartig macht, ist (neben den hemmungslos zelebrierten Blut- und Organorgien) die perfekte Führung dieser wunderbaren Schauspieler. Ob sie nun selbst unbedarft sind oder nur unbedarft spielen, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Doch wer so tapfer durch die einsamen, schafverseuchten Weiten Weiden entlang irgendeiner neuseeländischen Küste stapft und noch in der größten Totale eine Resignation vermitteln kann, wie ich sie zuletzt bei den Rittern der Kokosnuß erleben konnte, hat mein Herz schon gewonnen. Bää-ää-ääh!

Die Sache mit dem Blick durch fremde Augen

Gute Journalisten formulieren ihre Beiträge so, daß Außenstehenden einen Sachverhalt oder ein Detail davon auf verständliche Weise vermittelt bekommen. So ein Text muß Unwissende informieren, darf gleichzeitig aber Informierte nicht langweilen.

Dies zu bewerkstelligen ist eine Fähigkeit, die uns unter anderem mit Filmemachern und anderen Erzählern, Lehrern, Marketingleuten und nicht zuletzt Eltern verbindet. Sie läßt sich mit einer Autobahnauffahrt vergleichen, die ja mit ihrer meist langen Kurve und dem (oft, aber leider nicht immer) folgenden Beschleunigungsstreifen auch dazu dient, den Fahrer an Richtung und Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Fahrbahn hinzuführen, so daß er sich am Ende der Auffahrt problemlos in den fließenden Verkehr einreihen kann und nicht blinkend vor einer vorbeirauschenden Blechlawine verhungern muß.

Dreh- und Angelpunkt dieser Kunst ist die Fähigkeit, sich in andere Leute versetzen zu können und so z.B. den eigenen Text aus fremer Sicht probelesen zu können, oder eben auch eine Werbekampagne aus dem Blick der gewünschten Zielgruppe wahrnehmen zu können – eine anspruchsvolle Sache. Die Sache mit dem Blick durch fremde Augen weiterlesen

Filmpiraterie in Kanada ins rechte Licht gerückt

Ich habe ja auch schon mal berichtet, daß manche US-Studios aus Angst vor Piraterie in Kanada keine Previews ihrer Filme mehr veranstalten. Nun hat sich der Jurist Dr. Michael Geist hingesetzt und auch einmal ein paar Fakten zusammengetragen, die die andere Seite der Angelegenheit beleuchten. Das Video ist mit Musik unterlegt und kann auch ohne Ton genossen werden:

(Quelle übrigens BoingBoing)

Moore vs. Gupta

Ich will eigentlich nicht schon wieder ein Michael Moore-Video posten, doch die Schlammschlacht in den Staaten ist einfach zu faszinierend. Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, daß diese Art der Öffentlichkeitsarbeit, auch wenn sie in der antiken Tradition der freien Rede steht, weitgehend Augenwischerei ist, denn die Fakten sind ja schon gesagt, alles weitere ist im Grunde Zeitverschwendung. Nun müssen die reden, die etwas bewegen können.

Wie sagte doch Fred Allen so bittersüß: „Television is a device that permits people who haven’t anything to do watch people who can’t do anything.

Hier also Michael Moore vs. Sanjay Gupta: Moore vs. Gupta weiterlesen

10.000 B.C.

Nun ist es schon soweit, daß sogar Filmtrailer nur zur Hälfte herausgegeben werden, um die Neugier zu erhöhen. Seit heute ist der Trailer zu Roland Emmerichs neuestem Werk, 10.000 B.C., in voller Länge zu sehen. Und zwar hier in HD, hier und natürlich auf YouTube.

To boldly go where no man has gone before

Ich bin wahrlich kein fanatischer Trekkie, doch sollte nicht unerwähnt bleiben, daß William Shatner in Star Trek 11 (in der Pipeline) nicht dabei sein wird, wohl aber Leonard Nimoy. Meldet zumindest Beyond Hollywood. Dies wirft Fragen auf, denn a) ist Kirk tot und b) ist Star Trek XI ein Prequel.

Auch wenn Vulkanier wesentlich älter werden als Menschen, würde mich ein faltiger junger Spock doch etwas stören. Aber ich begebe mich hier auf extrem dünnes und rutschiges Glatteis, denn wenn schon die oberflächliche Recherche ergibt, daß z.B. bei Wikipedia offenbar eine Diskussion tobt, ob etwas namens T’plana-hath in die Vulkanier-Sektion des großen dortigen Star Trek-Portals aufgenommen werden soll oder nicht (es handelt sich hierbei wohl um eine natürlich fiktive vulkanische Philosophin), daher bekenne ich mich zur nahezu kompletten Unwissenheit und halte die Klappe.

Hier jedenfalls eine Videoaufzeichnung von William Shatner (auf seinem eigenen Videochannel, wie es scheint), der von den neuen Entwicklungen in Star Trek XI erzählt, und als Ausgangspunkt Star Trek bei Wikipedia. Die offizielle Seite sollte hier natürlich auch erwähnt werden. Dieses älteren YouTube-Video hier scheint wohl die erste Erwähnung des Prequels zu sein, in dem Shatner wohl noch mitspielen sollte wollte:

Go ahead, make my day.