Details zu Futurama

Auf dem MTV Movies Blog gibt es erste Details zum ersten der vier direct-to-DVD-Futurama-Filme: Bender trifft Al Gore bei der Präsidentschaftsauszählung 2000, es gibt ein mysteriöses Tatoo auf Frys Arsch, ein Crewmitglied wird peinlicherweise geköpft und mehr. Ich kann den 27. November wirklich kaum erwarten!

Mit Kanonenkugeln auf Spatzen

Weil eine 19-jährige 20 Sekunden der Transformers mit ihrem Mobiltelefon aufzeichnete, um den Clip ihrem kleinen Bruder zu zeigen, drohen der jungen Frau bis zu einem Jahr Knast und 2.500 Dollar Strafe. Via BoingBoing.

Bei diesen Summen frage ich mich, wie eigentlich der Schaden, den die Piraterie angeblich anrichtet, berechnet wird. Wenn ein 20-Sekunden-Clip 2.500 Euro wert sein soll – eine Annahme, weil ich keine anderen Daten habe – dann ist das Abfilmen eines ganzen Films von 90 Minuten demnach 675.000 Dollar wert. Bei einem Gesamtschaden von 18,2 Mrd. Dollar (gesamt für 2005, genannt im Artikel) resultiert dieser folglich aus 26.963 Raubkopien. Eine übersichtliche Angelegenheit, wie ich meine, nur ein wenig teuer. Man will den Film ja nur sehen, nicht drehen.

Irgendwie ist das alles schief. Man sollte das mal gründlich hinterfragen, insbesondere die Schadensberechnung. Denn die junge Frau hatte ja bereits Eintritt bezahlt, ihr kleiner Bruder durfte wohl ohnehin nicht ins Kino. Tatsächlicher Schaden also: Null. Oder?

PS: Lustig übrigens, auch wenn heutige Bedrohungen nicht wirklich mit der des Dritten Reiches verglichen werden können, die ebenfalls dort verlinkte Gedankenspielerei, wie der 2. Weltkrieg gelaufen wäre, wenn Roosevelt damals so fähig gewesen wäre wie Bush heute.

PPS: Außerdem kann man im Fernsehen mehr als 20 Sekunden der Transformers sehen. Klar sollte Piraterie bestraft werden, aber Piraterie fängt woanders an, finde ich.

Zwei Filmrätsel, eines als Stöckchen

In der Blogosphäre, Bloggingen und wie auch immer die Gemeinschaft aller Blogger so genannt wird, gibt es sogenannte Stöckchen. Nüchtern betrachtet, sind das einfach nur Online-Kettenbriefe, doch im Gegensatz zu den früheren Leite-das-hier-sofort-weiter-sonst-wirst-Du-schon-morgen-von-einem-Zementmischer-überfahren-Briefen sind die Stöckchen eigentlich ganz witzig: Dank der Trackbacks, die üblicherweise in den Kommentaren des jeweiligen Blogs auftauchen, kann man leicht die Spur des jeweiligen Stöckchens verfolgen.

Nun bin ich auf zwei Filmrätsel gestoßen: Das eine ist echt spannend (und läuft noch bis zum 4. August), das andere ist ein Stöckchen-Derivat: Wer die Lösung zur aktuellen Frage als erster findet, darf die nächste Frage in seinem eigenen Blog stellen. Der nächste Gewinner darf dann die nächste Frage… Nur: Leider ist kein Ende definiert. Das könnte also spannend werden – oder langweilig. Wer einsteigen will, hier geht’s los!

Das Verfolgen ist nicht immer einfach, manchmal findet sich der nächste Link irgendwo in den Kommentaren. Wer sich nicht mühsam durch alle Kommentare klicken will, findet hier den derzeitig aktuellen Stand der Dinge mit allen bisherigen 28 Stationen, einfach die einzelnen Buchstaben des Swoosh anklicken. Um 21:30 Uhr geht’s dann beim letzten Gewinner weiter, denn der sitzt gerade beim Abendessen…

PS: Noch nie hab ich mich dermaßen über die Copy-Paste-Funktion gefreut wie jetzt: SSSSSWWWOOOOOOOOOOOOSSSSHHH +1 +1. Danke, Abspannsitzenbleiber!

Update: Für heute ist Schluß, morgen um 10 Uhr geht’s bei Knurrunkulus weiter.

Nachtrag vom 6.8.: Bei dhaunsch gibt es einen Eintrag, der das Stöckchen mit allen Stationen verfolgt. So muß man eben nicht ständig dem weißen Hasen folgen…

Two Thumbs Up!

Die gesammelten Filmkritiken von Roger Ebert, Gene Siskel und Richard Roeper sind ab sofort online einsehbar. Über 5000 Reviews aus den Sendungen Opening Soon at a Theater Near You, Sneak Previews und At the Movies wurden digitalisiert und unter AtTheMoviesTV.com online gestellt.

Obwohl Roger Ebert derzeit mit einer häßlichen Krebserkrankung zu kämpfen hat, ließ er es sich im April nicht nehmen, an seinem eigenen Filmfestival teilzunehmen.

Äpfel und Birnen

Was ich ja schon in diesem und diesem Beitrag anmerkte, ist das Spiel mit den Besucherzahlen ein oftmals irreführendes. Während ich jedoch bisher nur auf die Gefahr der Mißinterpretation der gemeldeten Zahlen durch uns Journalisten hinwies, hier nun ein konkretes Beispiel für einen Vergleich von Äpfeln mit Birnen in einer Publikation. In diesem Fall gab es nichtmal eine Pressemeldung, die Fehlinterpretation ist allein auf dem Mist der Kollegen gewachsen.

Michelangelo Antonioni: 1912 – 2007

Der Meisterregisseur Michelangelo Antonioni ist verstorben. Scheißwoche.

Google, Google News, Wikipedia engl., dt., ital., Süddeutsche, Spiegel Online, Focus Online, Welt Online, Stern.de, N-TV, Deutsche Welle.

Und hier noch das Ende von Zabriskie Point, aus der SZ:

Die 50 besten Filmroboter aller Zeiten

BenderIm Sommerloch oder zu anderen Gelegenheiten belieben vorgesetzte Redakteure den unbescholtenen Untergebenen gern mit der Beauftragung einer „Best Of“-Liste zu überraschen.

Oftmals führt dies dazu, daß die entstandenen Listen jeglicher Neutralität entbehren, wurden sie doch schnellstmöglich zusammengeschustert.

Manchmal gibt es Leserumfragen oder sowas, doch das ist natürlich auch nicht neutral, da so eine Umfrage nie und nimmer auf einem repräsentativen Schnitt durch die Weltbevölkerung fußt.

Deutlich zu merken ist dies zum Beispiel bei den Userbewertungen in der IMDb: Um abstimmen zu können, muß man sich registrieren, doch dazu lassen sich meist nur wahre Filmfans treiben.

So entsteht natürlich keine repräsentative Bewertung, sondern eine durch eine kleine Filmfangruppe „gefilterte“ Variante davon. Dies muß nicht immer schlecht sein, siehe zum Beispiel die Mechanismen der Oscarabstimmung.

Nun, diesmal sind es die Top 50 der Roboter im Film, gestaffelt nach den Kriterien

  • Plausibilität (Mit welcher Wahrscheinlichkeit könnte so ein Roboter wohl einmal gebaut werden?)
  • Coolness (Wie gut paßt der Roboter in seine Umgebung, fügt sich ein?)
  • Gefährlichkeit (Wie gefährlich ist die Bewaffnung des Roboters? Aber auch: Wie niedrig liegt die Toleranzschwelle des Roboters, den Abzug zu drücken?)
  • Comic Relief (Wie effektiv trägt der Roboter bisweilen zur Erheiterung des Filmpublikums bei?).

Nun, bei der Times findet sich also diese Hitliste, gefunden habe ich sie über BoingBoing. Dort findet sich zu jedem Roboter ein passender Filmausschnitt (weitestgehend), und bei Chime.tv kann man (coole Idee!) einfach die (in diesem Fall) Times-Webadresse eingeben und alle Clips in Reihe gucken.

Dennoch habe ich noch einige Fragen:

  • The Iron Giant fehlt leider völlig. YouTube hier.
  • Wieso ist C3-PO nur auf Platz 45? Und R2-D2 weit abgeschlagen auf der 11?
  • Und warum schafft es Johnny 5 sogar auf die 35?
  • Die Zylonen sogar auf der 32… Heul…
  • Warum um Himmels Willen ist Kitt auf der 3? Er sollte mit C3-PO tauschen, finde ich.
  • Auch fehlen Huey, Dewey & Louie aus Silent Running. Der Trailer bei YouTube. (Die Roboter wurden übrigens gespielt von Beinlosen)
  • Und nun der größte Hammer: Wo ist Bender aus Futurama? Es darf ja wohl nicht sein, daß der absolut kultigste Roboter der letzten Jahre überhaupt nicht auftaucht. Okay, neben Arnie vielleicht noch, der heute 60 wird, als Terminator – Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Da muß gleich nachgeholfen werden. Hier meine persönliche Hommage an den unvergleichlichen Bender, dem ich die Punktwertung 3-10-10-10 zuteile:

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Go ahead, make my day.