Bitfilm: Online-Filmfestival

Bitfilm Festival LogoEigentlich wollte ich schon vor einiger Zeit darüber berichten, doch ich bin noch nicht dazugekommen. Ich hab soviel zu tun, ich komm eigentlich zu kaum noch was, wenn man von seltenen, aber umso genialeren Tagesausflügen einmal absieht. Wie dem auch sei:

Derzeit findet das Bitfilm-Festival statt, bei dem jeder, der sich auf der Webseite anmeldet (huch! Es gibt neue iPods!), mit abstimmen kann. Mehr Infos über Bitfilm gibt es auf deren Webseite.

Das Logo mit der Roboterdame finde ich übrigens ein wenig provokativ, und die Wettbewerbsbeiträge kann man auch anderswo begutachten. Besonders bemerkenswert ist hierbei das Pro-Datenschützer-Contra-Schäuble-Video „Big Brother State“ der FH Augsburg, das sowieso schon eine Weile durchs Netz geistert.

Ich selbst sitze diesbezüglich zwischen den Stühlen, einerseits bin ich sehr wohl für einen umfassenden, uneingeschränkten Datenschutz für jedermann (hier geht es nur um Kameraüberwachung im öffentlichen Raum), doch persönliche Erfahrungen mit dem Thema Internetkriminalität lassen mich sehr wohl auch die Pro-Argumente nachvollziehen. Mehr dazu zu gegebener Zeit.

Auch bei Spiegel Online findet sich eines der Videos, ebenfalls von der FH Augsburg, übrigens Stadt der Herkunft meiner Familie.

Katastrophe: Nur 4 Mrd. $ diesen Sommer

Daß Hollywood ein Haifischbecken ist, in dem echte Nemos keine Chance haben, ist uns ja allen klar. Daß das Business in der heute 226-jährigen Stadt knallhart und gnadenlos ist, können wir selbst hier spüren, sei es durch Von-Ganz-Oben-Entscheidungen der Verleiher rund um das Marketing eines Films gegenüber der Presse, oder aber durch die Suppen-Entsalzung fast jeder größeren Produktion, das „Streamlinen“ des Films für eine maximal breite Zielgruppe. Natürlich auf Kosten der Originalität, wer braucht schon sowas.

Der cinematische Einheitsbrei der Gegenwart enthält viel Schon-Gesehenes, Wiedergekäutes, eben Bewährtes. Kein Wunder, wie mir ein Kollege neulich erzählte, daß die Filmstudenten von heute sich am Wochenende am liebsten die dramaturgisch anarchischen wie archaischen Bud Spencer und Terence Hill-Filme von vor Jahrzehnten reinziehen. Damals hat man sich noch nicht so sehr ums Einspielergebnis geschissen und lieber einen Film gedreht, der Spaß macht.

Nun lese ich über den Defamer einen bemerkenswerten Artikel in der NY Times, laut dem ganz Hollywood lamentiert, daß die Einnahmen dieses Sommers trotz Rekordhöhe hinter den Erwartungen zurückblieben. Hintergrund dieses öffentlichen Wehklagens sind wohl die anstehenden Gewerkschaftsverhandlungen der Unterhaltungsindustrie, die natürlich bei Rekordmeldungen positiver für die zu Bezahlenden verlaufen würden. Wie formuliert es der Defamer doch so schön:

„To keep public opinion from favoring the avaricious guilds, who are unreasonably demanding to be paid when their work is selflessly released onto the faddish internets platform, the studios are going to need to step up their „Movies: A Decades-Old Business Where No One Has Ever Made Any Money“ PR campaign.“

Wie traurig es doch ist, dieses öffentliche Eingeständnis, daß die Filme für die Heuschrecken von Hollywood-Executives wirklich nichts weiter sind als nur Mittel zum Zweck, also zu unserem Geld. Sozusagen die Karotte, die man vor uns Esel hängt, damit wir den Karren ziehen. Und sich dann auch noch beschweren, wenn nicht so viel hereinkommt wie erträumt oder nur so tun, um die Kosten zu drücken. Armselig.

Erstaunlich eigentlich, daß es überhaupt noch Filmemacher gibt, die tatsächlich eine Geschichte erzählen wollen. Sonst gäbe es wohl nur noch Genre-Pornos, so wie The Fast and the Furious es für die Pimp-meinen-fahrbaren-Untersatz-Community gewesen ist.

Just like the Movies

WTC 1993 Julian

Am 11. September kommt die Ausstellung „Just like the Movies“ nach Berlin, in die Oranienstraße 164. In der dortigen Galerie Sakamoto Contemporary wird die mehrfach ausgezeichnete Ausstellung von Michael Kosakowski gezeigt.

Anhand der Pressemeldung (siehe unten) läßt sich nicht unbedingt sofort erschließen, was genau die Ausstellung ausmacht, doch der Beispielfilm von der Webseite sagt in wenigen Bildern alles – und beeindruckt zutiefst.

Anbei ein (im September 1993 von mir geschossenes) Foto vom (Dach des) World Trade Center, das diesen Post thematisch untermalen soll.

Man muß die oft so stark betonte amerikanische Betroffenheit(sromantik), meist vertreten durch patriotische Insignien vor der stolz wehenden US-Flagge, nicht generell nachvollziehen können, um diese künstlerische, aber doch konkrete Auseinandersetzung mit den schrecklichen Terroranschlägen vom 11. September 2001 annehmen zu können.

Hier zuerst noch der Trailer, unten dann die Pressemeldung.

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Asia Filmfest 2007

Plakat Asia Filmfest 2007Wie soeben gemeldet wird, findet das diesjährige Asia Filmfest vom 25. Oktober bis 1. November im Gloria Palast und dem Mathäser am Stachus statt.

Laut der Pressemeldung (s.u., oder PDF) wird es eine komplette Kim Ki-Duk Retrospektive geben, Actionknaller wie Invisible Target und neue Animes wie Vexille.

Ab dem 5. Oktober steht das Programm, und kann online eingesehen werden. Alle Filme werden im Original mit deutschen oder englischen Untertiteln laufen.

Ich wünsche uns viel Spaß!

PS: Für Fans habe ich das Plakat mit der wunderschönen Zhang Ziyi Yukie Nakama in höchster mir vorliegender Auflösung bereitgestellt, einfach draufklicken.

Die Pressemeldung:

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Die Crux mit den Kurzfilmen

Als ich noch Regisseur großen Hollywoodkinos werden wollte, war ich nur einer unter einer Unzahl ähnlich Ambitionierter. Ein Heer von Hoffnungsvollen, das den Filmschulstudenten als willige, unbezahlte Arbeitkräfte rund um die Uhr zur Verfügung stand, was natürlich ausgiebig genutzt wurde. Der Deal war immer derselbe: Erfahrung und Kontakte gegen Arbeitskraft und Zeit. So läuft das Spiel eben.

Auch ich war ein Teil dieses Heeres, und ich habe meinen Teil geleistet. In der Preproduction von Produktionen organisierte unserseins Dienstleistungen und Material. (Meine persönliche Meisterleistung war die kostenlose Organisation eines Sattelschleppers für Matthias Lehmanns „Low Season“ 1995, und zwar für mehrere Wochen.) In der Produktion fuhren wir Cast, Crew oder Equipment, kochten Kaffee, sperrten Straßen und tankten Gennies (Mann, die sind Schwergewichte auf der Straße!) oder hatten andere, vielfältige Aufgaben. In der Postproduction wurden wir meist nicht mehr gebraucht, außer einige wenige für Sekretariatstätigkeiten und ähnliches.

Der große Trick beim Anlocken der edlen Sach- und Dienstleistungsspender bestand immer darin, ihnen zu verklickern, daß der fertige Film im regulären Kinoprogramm vor einem Hauptfilm gezeigt werden würde und dies Werbung für das jeweilige Unternehmen darstellte. Product Placement also, ganz offen.

Nur: Ich hab noch nie einen Kurzfilm vor dem regulären Programm im Kino gesehen. Noch nie. Außer bei Pixar, okay, aber das gilt nicht.

Kurzfilme fristen also eine Art Schattendasein. Als „Übungsgenre“ der Filmschüler, in nächtlichen Kultuprogrammen der Dritten, auf ein paar Festivals und neuerdings im Internet (natürlich illegal), doch wirtschaftlich wohl eher unrentabel, wahrscheinlich sogar bei den Oscarprämierten.

Nun wagt die Kurzfilmagentur Hamburg den DRM-freien Downloadvorstoß: Für drei Euro kann man sich den gewünschten Film als Disk-Image samt Menustruktur und Cover zum Selberdrucken herunterladen. Ob man das Image dann tatsächlich als DVD brennt oder sich den Film nur auf seinen digital Entertainment Hub (z.B. AppleTV) rippt, ist jedem natürlich freigestellt.

Ich finde das einen guten Schritt, denn Kurzfilme haben eigentlich keinen wirklichen Markt. Diese Entscheidung, und die Erfahrungen, die die Kurzfilmagentur mit dem Downloadservice machen wird, könnte Signalwirkung auf die Filmverleiher haben. Schade ist nur, daß man den Film nicht online vorab ansehen kann, um die Kaufentscheidung zu treffen. So bleibt das Dilemma, daß man den Film erst kennen muß, um in kaufen zu wollen – doch woher?

Ich persönlich bin gegen einen dauernden Krieg von DRM vs. Hacker und für eine vernunftorientierte Regelung. Auch denke ich, daß die große Mehrzahl aller Kunden grundsätzlich bereit ist, für gutes Programm auch zu zahlen, aber die goldenen Zeiten des Sahne-Abschöpfens sind für Verleiher vorbei. Langfristig hoffe ich sogar, daß auch die Star-Gagen wieder auf ein weniger perverses Maß zurücksinken werden, aber das ist wohl nur eine wilde Fantasie von mir. Ein paar Euro für einen Film, den ich mit Freunden teilen kann, wären fair. Immerhin sind wir 6 Milliarden potentielle Kunden, es läppert sich also in jedem Fall, und mehr als gut Leben kann (und braucht) keiner.

Nun, Schluß mit meinen halbgebildeten und tagträumerischen wirtschaftsphilosophischen Exkursionen, hier die Pressemitteilung der Kurzfilmagentur, DRM-frei und zum Selberlesen (Verlinkungen von mir), oder als PDF:

Neuer Kurzfilmdownload!

Die KurzFilmAgentur Hamburg bietet Kurzfilme als Download-to-Burn

Hamburg, 30.08.2007

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Unterbesuchte PVs

Es ist meines Erachtens das erste Mal, daß ein Pressebüro in einer Mail derart deutlich die Unzufriedenheit über eine schlecht besuchte Pressevorführung zum Ausdruck bringt:

Sehr geehrte Damen und Herren !

Ehrlich gesagt: In den ersten Pressevorführungen waren Sie nicht so zahlreich. (Trotz unserer begründeten Empfehlungen.) Die anwesenden Kolleginnen waren umso begeisterter, weshalb wir Ihnen eine weitere Chance einräumen wollen, (Red: Filmtitel) dort anzusehen wo er hingehört: Im Kino.

Wir können Ihnen versichern (Red: einige Filmdetails); dass sein Film uns vor allem aber einen spannenden, abwechslungsreichen, filmisch innovativen und unterhaltsamen Kinoabend verschafft hat. So jetzt aber mal.

Anliegend erhalten Sie eine Übersicht der bundesweiten Previews. Da wir -anders als bei Pressevorführungen- Ihren Besuch bei den Kinos ankündigen müssen, bitten wir um möglichst baldige Rückmeldung, welche der Vorstellungen Sie besuchen wollen.

Trauen Sie uns.

Mit freundlichen Grüßen

(Red: Pressebüro)

Dies macht mich stutzig.

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Peter Jackson, ein wahrer Enthusiast

Peter Jackson hat die Möglichkeit, eine neue Kamera zu testen, dazu verwendet, ein kleines Drama rund um den Ersten Weltkrieg zu drehen. Während andere Filmemacher lustlos ein paar Farb- und Schärfetafeln zwischen zweitem Frühstück und Lunch vor besagter Kamera umherwedeln würden, zeigt sich der ungefilterte Enthusiasmus des offenbar wahrhaft getriebenen Peter Jackson im Kurzfilm Crossing the Line, der bis dato noch nichtmal in seiner IMDb-Filmografie aufgetaucht ist. Hier die Hintergründe, hier Kamera-Testbilder und hier eine Art Trailer zu Crossing the Line:

The Tripods

Soeben habe ich erfahren, daß… Aber ich sollte besser etwas ausholen:

Als ich noch ein junger Teenager war, schenkte man mir Die Dreibeinigen Monster von John Christopher, ein Wahnsinnsbuch. Ein Wahnsinnsbuch, echt. Eine Science Fiction-Endzeitgeschichte, in der die Menschheit in Unterwerfung lebt, geknechtet und versklavt, geistig kontrolliert von Außerirdischen, in einer Art neuem Mittelalter.

Die Dreibeinigen Monster Cover ArtworkDie Geschichte erzählt die Reise des 14-jährigen Will Parker, der sich im Jahr vor seiner Weihe (dem Implantieren der „Kappe“, einem Drahtgeflecht, das die Kontrolle der Menschen erst ermöglicht) Fragen über die Rechtmäßigkeit der Herrschaft der Dreibeiner, der Tripoden, über die Menschen und ihre Welt stellt. Das Zusammentreffen mit einem ungeweihten Erwachsenen läßt in ihm den Entschluß reifen, sich dem kleinen Widerstand der Menschheit gegen die außerirdische Übermacht anzuschließen.

Die drei Bücher, die ich als Sammelband besaß, erzählten die Reise von Will und einem Cousin von England nach Süden, in die Schweizer Alpen, wo der Widerstand in einem ehemaligen Bergbahntunnel zuhause ist. Der nächste Band spielt in der Stadt der Außerirdischen, wo die Hauptfiguren in giftiger, grüner Atmosphäre als nur scheinbar geweihte Sklaven Spionagearbeit betreiben. Der dritte Band erzählt schließlich von den Versuchen des Widerstandes, die Außerirdischen zu vernichten.

Ich liebe dieses Buch so sehr, daß ich es den Kindern eines befreundeten Paares schenken wollte, die sich gerade im richtigen Alter befinden (und außerdem gerade Das Raumschiff der Kinder lesen). Andererseits wollte ich mein Exemplar nicht wirklich hergeben. Also guckte ich bei eBay, und stellte fest: Offenbar gab es nur einmal einen Sammelband, und der geht heute zu Liebhaberpreisen über den Ladentisch, Restbestände von Neuexemplaren kosten um die 35 Euro. Ich brauchte ein geschlagenes halbes Jahr, um endlich eines für mich zu einem vernünftigen Preis zu ersteigern.

Als ich es letzte Woche endlich in der Post hatte, kam es, wie es kommen mußte: Aus dem kurzen Reinblättern zur Qualitätskontrolle wurde eine Schmökerstunde, und bevor ich mich’s versah, war ich wieder mittendrin. Heute Nacht um halb vier bin ich fertiggeworden, und das Leseerlebnis war so fantastisch wie in meiner Jugend.

Heute habe ich ein wenig im Internet gestöbert; dabei fand ich nicht nur heraus, daß es neben der Tripods-Trilogie des Autor John Christopher The White Mountains (1967), The City of Gold and Lead (1967) und The Pool of Fire (1968) auch noch das mir bis dato unbekannte Prequel When the Tripods came (1988) gibt, sondern auch, daß nach der (von mir strikt verweigerten, weil nicht zu Ende verfilmten und garantiert gekürzten) Fernsehserie des BBC (Wikipedia.de, hier online anschauen) nun auch eine Verfilmung fürs Kino in Arbeit ist! Regie scheint Gregor Jordan zu führen, der mit Buffalo Soldiers schon ganz gut zeigen konnte, was er draufhat.

Auch wenn die Tripoden ganz eindeutig von War of the Worlds inspiriert wurden – im vorliegenden Buch wurde die Idee der Eroberung der Erde einfach nur zu Ende gesponnen, und meines Erachtens könnten The Tripods einem jungen Peter Hamilton als Inspiration für unsere freundlichen Nachbarn in Pandora’s Star gedient haben (ein Hammerbuch übrigens!), egal, diese Geschichte ist es wert, gelesen und verfilmt zu werden. Nur hoffentlich eben ordenlich, und nicht – wie so oft – nur als Ausweidung glühender Jugenderinnerungen einer ganzen Generation zur kurzfristigen Gewinnmaximierung in einem lauen 89-Minuten-Abklatsch.

Ich kann die Produktionsfirma nur beknien, sich an das Original zu halten und keine allzu wilde Adaptionsversuche vorzunehmen, allein schon, weil sich die Geschichte so, wie sie ist, in die Gehirne der Leser eingebrannt hat, und nicht anders.

Virales Marketing

Neulich habe ich ja zum Thema Synchronisation auch auf die Verschwäbelung bekannter Film- und TV-Szenen hingewiesen. Nun bin ich beim Werbeblogger auf diese geniale Variante von Star Wars gestoßen:

Und wo ich schon dabei bin, hier noch ein echt gutes Beispiel für die Kapazitäten, die bei der Dramaturgie der deutschen TV-Produktionen offenbar noch brach liegen. Ich glaub, ich habe noch nie was derart hirnverbranntes gesehen! Es ist ja verständlich, daß die Produzenten wollen, daß auch der letzte TV-Zuschauer dramaturgisch noch mitkommt, aber immer dieses kleinste-gemeinsame-Nenner-TV fügt allen anderen richtige Schmerzen zu! Daß das noch niemandem aufgefallen ist…

UFOs über Haiti

Es gab eine Zeit, da galten die Filmtricks aus Hollywoods Schmieden noch als pure Magie. Laien brachten sich durch ihr Hobby schon an den Rande der Privatinsolvenz, wenn sie nur Schnittsysteme für ihre VHS-, S-VHS-, Video8- oder Hi8-Kameras kauften. An Tricks war gar nicht erst zu denken. Abgesehen von fest in der Kamera verbauten Gimmicks, (echten) Explosionen oder Stop Motion-Animationen mit der alten S8-Kamera (Einzelbildschaltung ist noch heute ein Vorrecht der Filmkamera oder einer Capture-Software) konnten Spezialeffekte getrost vergessen werden.

Die Einführung des iMac DV mit IEEE1394-Schnittstelle, von Apple schlicht wie sexy FireWire genannt, brachte ab Oktober 1999 zusammen mit iMovie jedermann den digitalen Videoschnitt mit ersten kleinen Effekten in die Wohnzimmer. Was bis September an Studioeinrichtung noch zehntausende gekostet hatte, war nun für einen Bruchteil des Preises zu haben. Auch wenn sich mit der 10GB-Festplatte noch keine großen Sprünge machen ließen, war eine Zeitenwende eingeläutet.

Heute bin ich bei diesem Spiegel-Artikel über ein selbstgemachtes Video gestolpert, das meines Erachtens am besten zeigt, wie stark sich die Welt in diesen acht Jahren verändert hat. Nicht nur die Technik ist besser geworden, auch das Bewußtsein der Menschen hat sich verändert. Nur die wenigsten hätten in den 90ern ihre selbstgedrehten Filme öffentlich gemacht, wer heute bei den üblichen Videoportalen nachschaut, findet Millionen und Abermillionen von teilweise wirklich katastrophal schlechten Filmchen. Doch manche Perlen sind dabei, und diese UFO-Sichtung, angeblich über Haiti, symbolisiert für mich, daß die Flußrichtung großartiger Arbeiten nicht mehr nur allein von großen Studios hinaus in die Welt geht, sondern nun allüberall zu spüren ist. Allein das *gasp* am Anfang wirkt gekünstelt, beim Rest muß man schon sehr genau hinsehen. Hätte der Autor, barzolff814, statt Ufos Autos animiert, hätte wohl kaum jemand einen Fake vermutet. Großartig!

Go ahead, make my day.