Kurze Pause

So, ich verabschiede mich in den Kurzurlaub. Eine günstige Gelegenheit, nach Irland zu kommen, wollte ich nicht sausenlassen, und so sitze ich, während dieser Blogeintrag automatisch online geht, bereits im Flieger auf die grüne Insel. Dort besuche ich per Zubringer meinen Bruder und natürlich einige Freunde, atme ein wenig von der saubersten Luft, die es in Europa gibt und erhole mich für immerhin ganze vier Tage. Am Freitag komm ich nämlich schon wieder. Bis dahin gibt’s hier nur das tägliche Zitat, denn um andere Beiträge vorzubereiten, fehlt mir leider die Zeit.

Wer selbst einmal Lust auf Irland hat, dem sei hier Gelegenheit gegeben, wenigstens mit der Maus auf Google Maps zu reisen. Der gute alte „Finger auf der Landkarte“ hat wohl ausgedient. Mancherorts sind die Satellitenbilder übrigens so gut wie hier bei uns, anderswo ist noch die alte Auflösung zu sehen. Viel Spaß!


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Streik der Autoren

Pencils Down - WGAAb dem heutigen Montag stehen in Hollywood die Tastaturen still: Denn die Autoren streiken. Hintergrund des ersten Streiks der Writer’s Guild of America (West und Ost) seit 1988 ist die Weigerung der Studios, die Ende Oktober abgelaufenen Tarifverträge neu zu verhandeln. In diesen waren unter anderem die Themen Zweitverwertung im Internet sowie Online-Erstveröffentlichungen deutlich zu kurz gekommen bzw. nicht vorhanden. 90,3% der fast 12.000 Gewerkschaftsmitglieder stimmten in Konsequenz für den Streik. Die ersten Folgen werden im US-Fernsehen zu spüren sein, wenn tagesaktuelle Geschehnisse in den Night-Shows nicht mehr parodiert oder kommentiert werden, manche Sender werden daher Wiederholungen bringen.

Writers Strike in HollywoodAuch wenn hierzulande ebenfalls über den Streik berichtet wird (1, 2, 3, 4, 5, Google News), ist der Impact dieses Streiks in Amerika natürlich weit größer. (Dort berichtet ja auch kaum einer über unseren Lokführerstreik, aber die fahren ja auch nicht mit unseren Zügen, nichtmal auf DVD.) Beyond Hollywood, von denen ich auch das Bild zitiert habe, schreibt höchst passend über die Verhandlungen: „In a word, ist’s all fubar.“ Mehr Info hier.

Doch dieser Streik setzt auch für uns ein Zeichen: Hierzulande ist es ja zum Beispiel gang und gäbe, die Weiterverwertungsrechte für seine Arbeit unentgeltlich an den Brötchengeber abzutreten. Dies passiert meist zu Beginn einer vertraglichen Bindung, wenn der Autor vielleicht sogar noch jung und unerfahren ist, sich auf jeden Fall aber nicht gleich zu Beginn der Partnerschaft unbeliebt machen möchte. Das muß nicht sein.

Ich will hier zwar nicht zum Streik aufrufen, aber tendenziell könnte man durchaus anmerken, daß es bei uns noch Potenzial gibt, was die gewerkschaftliche Organisation der schreibenden Zunft gibt. Aber was red‘ ich, ich geh jetzt sofort aus Solida

Über ein Filmquiz und das Blogmarketing dazu

Bei der Welt steht ein Filmquiz online: Auf den Punkt gebracht – Das Kino-Quiz heißt das gute Stück, doch ein wirkliches Quiz ist es nicht wirklich. Es gibt zwar Fragen zu beantworten, doch gibt es weder Feedback über die Richtigkeit der Lösung noch eine Möglichkeit, Punkte zu sammeln. Multiple Choice und Punktesammeln gehören zwar nicht unbedingt zwingend zu einem Quiz, aber wenn man nur „weiter“ klicken braucht, ist der Anreiz, mitzumachen, eher gering. Man kann keinen Highscore erreichen, sich nachher nicht als Kenner feiern lassen, sondern lediglich die 38-seitigen Frage-und-Antwort-Strecke durchklicken. Dabei sind die Fragen auch nicht unbedingt der Knaller: Auf jede Frage passen viele Filmantworten, doch richtig ist nur eine. Rückwirkend betrachtet kann der Zusammenhang Frage-Film maximal als lose oder vage bezeichnet werden.

Wer käme schon bei der Frage „Zwei Drittel Peng-Peng, ein Drittel murmel, murmel“ zwingend auf Apocalypse Now? Oder kann von „Fiese Männer in dunklen Zimmern“ auf den Paten? Und vom Godard-Zitat „Ein Film muß ein Anfang, eine Mitte und ein Ende haben – aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge“ ausgerechnet auf Pulp Fiction? Als gäbe es keine anderen Filme, auf die diese Bezeichnungen zuträfen.

Und genau das ist das Problem, wenn in nur eine Richtung gedacht wird: 6 plus 3 ergibt immer 9, doch 9 kann ja auch 3 mal 3 sein. Oder auch 4 mal 2 plus 1. Die „Quizfragen“ treffen zwar auf den jeweils gesuchten Film zu, lassen aber praktisch immer eine andere, ebenso berechtigte richtige Lösung zu. Doch die wäre laut der willkürlichen Auswahl der „richtigen“ Ergebnisse dann falsch. Ein gutes Quiz zeichnet sich m.E. dadurch aus, daß die Fragen nur eindeutige Antworten zulassen, oder es sind mehrere Ergebnisse möglich. Aber einfach nur undifferenzierte Fragen (wie Stammzellen) willkürlich mit Filmen zu verknüpfen und das Ganze ohne Bewertungsmechanismus als Quiz zu verkaufen, ist meiner Meinung nach unschön. Dabei können eindeutige Fragen ja auch gewaltig knifflig sein, siehe das jährliche Rätselrennen der SZ.

Doch warum rege ich mich so auf, es ist doch nur ein weiteres Filmquiz irgendwo im Internet? Der Grund ist einfach: Mir wurde eine e-Mail geschickt, in der ich auf dieses Quiz hingewiesen wurde, angeblich würde meine Seite, die „Appetit auf Popcorn macht“, durch das Quiz „noch unterhaltsamer und informativer“. Gelinde gesagt, halte ich das bei diesem Quiz für ein Gerücht.

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1. Europafilmfest in München

Die Cinemaids haben soeben bekanntgegeben, daß es ein neues Filmfest in München geben wird: Vom 28. November bis 5. Dezember 2007 wird erstmals das Europa Filmfest im Gloria stattfinden.

Europafilmfest LogoLaut Pressemeldung soll das Festival sich auf Europa als Identität konzentrieren anstatt auf Filmgenres. Auch finden sich mit Shadows, Control, Le Héros de la famille, Big Nothing und anderen bereits einige Hinweise auf die ca. 35 Filme, die ins Programm gelangen werden. Das Festival soll über die cineastische Vielfalt des europäischen Kinos informieren und mit dem Vorurteil aufräumen, daß europäische Filme nur Arthouse-Kino wären. (Die derzeitige Motivauswahl auf der Webseite sieht aber leider genauso aus, dies aber nur als persönliche Meinung am Rande…)

Die Veranstalter des Filmfests sind Sebastian Muhr und Konstantin Kiefer. Laut Webseite können Kurzfilme noch eingereicht werden. Ob es irgendeine Art von Wettbewerb oder Preise geben wird, ist derzeit auf der Webseite nicht zu finden.

Big Super Happy Fun Fun

Japan kenne ich eigentlich nur durch diverse Zeichentrickserien meiner Kindheit, zusätzlich und hauptsächlich jedoch durch Satiren verschiedener Qualitäten auf die scheinbar höchst schrille Gesellschaft des Inselreichs. Dieses habe ich noch nie persönlich kennenlernen dürfen, doch was nicht ist, kann ja noch werden.

Viel interessanter finde ich jedoch den Trailer zum Simpsons-Spiel, den ich bei Gametrailers gefunden habe (bessere Qualität als bei YouTube unten in normal und HD). Ganz offensichtlich eine Satire auf japanische Medien. Wären Trailer zu Kinofilmen ähnlich heftig, würde ich mir wohl keine mehr anschauen…

(via Datenvandalen)

Go ahead, make my day.