Archiv der Kategorie: TV

Wichtiger Serien-Hinweis

Die ausgezeichnete „Dark Comedy“-Serie Dead Like Me, zu schlecht Deutsch So Gut wie tot, wurde von SciFi keine 14 Tage nach Auslaufen der Show wieder ins Programm gehievt. Der neue Sendeplatz ab heute: 15.35. Ich kann nur jedem Fan gut gemachter Serien-Unterhaltung mit Mystery-, Comedy- und Drama-Elementen nur empfehlen, reinzuschauen und Fan zu werden. Dead Like Me brachte es zwar nur auf zwei Staffeln, wird aber zur Stunde Direct-to-DVD fortgesetzt.

Corey & Corey

Guten Tach! Leicht verspätet, aber besser als nie, meldet sich der neue Mitblogger erstmals beitragstechnisch zu Wort. Um kurz zusammenzufassen, was die werte Leserschaft von mir erwarten kann – nun, ich möchte einerseits Obskuritäten aus der Kuriositätensammlung des Kinos vorstellen (was vermutlich das ein oder andere Crossover mit badmovies.de mit sich bringen wird…), andererseits natürlich auch das aktuelle Kinogeschehen kritisch kommentieren, und dritterseits auf versteckte Perlen hinweisen, die sich auf einen der umpfzig Digital-Sender verirrt haben und größeres Publikum verdient hätten.

Der Debütbeitrag geht gleich in die dritte Richtung – The Biography Channel (zu finden im Premiere/Kabel Deutschland-Paket des geringsten Misstrauens) wird ab Juni die Reality-TV-Serie The Two Coreys unter dem Titel Corey & Corey ausstrahlen. Futter für 80er-Jahre-Fans, denn Corey Haim und Corey Feldman galten für ein paar kurze hektische Jahre in eben dieser Dekade als Komik-Traumpaar (eingedenk Daddy’s Cadillac aka License to Drive). Die Prämisse der Show: nach mehreren Jahren, in denen sich die beiden Coreys nicht gesehen haben, zieht Haim bei Feldman ein, mit den üblichen mehr oder weniger Reality-TV-mäßigen Hilariositäten. Gerüchterhalber ist die Show zwar ähnlich Hogan Knows Best gescripted, wird aber nach ersten Recherchen recht positiv aufgenommen. 80er-Nerds wie meinereiner sollten also mal reinschauen. Ich werde rechtzeitig die Sendedaten mitteilen.

The Mighty Boosh

In England grassiert schon eine ganze Weile das Mighty Boosh-Fieber. Ich kannte die Serie bis vor kurzem überhaupt nicht, und nun kann ich mich ganz einfach selbst schlaumachen. YouTube machts möglich, und dort stellt sogar die BBC höchstselbst kurze Sketche aus der Serie ein. Hierzulande wird man für sowas noch öffentlich gevierteilt, in England ist man wohl nicht so verspannt. (gevierteilt – verspannt! haha, kapiert?) Hier ein kurzer, nicht-repräsentativer Ausschnitt aus The Mighty Boosh, und wer sich weiter informieren will, der findet in der deutschen Wikipedia wenig, in der englischen dafür um so mehr.

Nachtrag: Leider kann ich den Ausschnitt nicht einbinden, das hat die BBC dann doch verboten. Also bitte hier klicken. Ich hab den Möbelwagen auch schon wieder abbestellt und gehe doch nicht nach England.

Medienberufe: Ein heißes Pflaster

So hart wie die Medienlandschaft in Korea (Süd) ist es hierzulande zum Glück noch nicht: Die hier gezeigte Moderatorin wurde wegen unangebrachten Kicherns von ihrem Posten als News Anchor enthoben, schreibt BoingBoing. So schnell kann’s gehen. Damit man den hysterischen Ausbruch überhaupt bemerkt, sollte der Ausschnitt mehrmals angesehen werden…

Was die wohl mit Uli Wickert gemacht hätten? Das ist ja nur noch krank, wenn Ihr mich fragt. Zum Vergleich: Hier ein im Internet nicht ganz unbekannter Ausschnitt einer auropäischen Talkshow, bei der bisweilen auch an unpassenden Stellen leicht gekichert wird (fällt kaum auf):

Huch! Kaum recherchiert man ein bißchen, kommt raus, daß das zweite Video offenbar ein Fake ist. Trotzdem lustig, und die Aussage dieses Posts wird dadurch auch nicht geschmälert.

Star Trek auf HD DVD

James T Kirk Star TrekNeu ist die Nachricht ja nicht, aber daß Star Trek (die Originalserie, mit Kirk, Spock und Pille) auf HD-DVD rauskommt (am 29.11. geht’s los), ist schon eine Meldung wert. So wird ein Trekkie-Kinoabend mit der Doppel-Episode Talos IV – Tabu (Englisch: The Menagerie) in Düsseldorf und in München am 28. November stattfinden, in anderen Städten schon früher. Inhaltsangabe hier und hier. Die Kontaktdaten für Pesseanfragen gebe ich an Journalisten gerne weiter.

Mit Vorsicht zu genießen ist jedoch die Ankündigung, daß es sich um eine digital aufgepeppte Version handelt. Paramount Home Entertainment schreibt dazu auf der Webseite:

Rechtzeitig zur Veröffentlichung von Raumschiff Enterprise als komplett überarbeitete „Remastered-Version“ – mit neuen digitalen Effekten, überarbeitetem Sound und hochauflösendem HD Bildmaterial – zeigt Paramount Home Entertainment die einzige Doppelfolge der Serie in ausgewählten Kinos.

Die Frage ist natürlich, ob der Fan überhaupt neue Effekte und neuen Sound will. Denn den Charme der Serie machen natürlich die Originaleffekte und der Originalsound aus. Hoffen wir, daß Paramount sich nicht in die Nesseln setzt wie ein gewisser George Lucas, der seinen Klassiker in den Augen der meisten Fans völlig verhunzt hat, indem er ihn 1997 verschlimmbessert hat, von der „Han shot first„-Debatte ganz zu schweigen.

Human Nature

Eine Perle unter den Filmgenres ist das kleine, stark umgrenzte Genre der Mockumentaries: Mock Documentaries, also inszenierte Dokumentationen. Manch einer mag Michael Moores Filme zu diesem Genre zählen, doch abgesehen von dieser Diskussion gibt es in der Filmgeschichte eine Menge frei erfundener Dokus. Zu den bekannteren gehören zum Beispiel This is Spinal Tap (über die fiktive Geschichte der realen Band Spinal Tap) und natürlich Peter Jacksons Forgotten Silver, der sich Jahre nach seiner Produktion als technische Machbarkeitsstudie für die Produktion des Herrn der Ringe herausstellen sollte. Forgotten Silver hatte Kontroversen über die Frage der Glaubwürdigkeit von bewegten Bildern ausgelöst, da die Manipulierbarkeit des Medium Films und somit des Zuschauers besonders drastisch zu Tage tritt.

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Dahoam is Dahoam

Dahoam is Dahoam KopfbildFrüher galt das Bayerische (und bairische) im Rest des Landes als exotisch-verschroben, hinterwäldlerisch und irgendwie nicht dazugehörig. Dank Größen wie dem Karl Valentin, dem Roider Jackl, dem Walter Sedlmayr, dem Gerhard Polt und (für die Schickeria) auch dem Rudolph Moshammer (und natürlich vielen, vielen anderen!) sowie der Tatsache, daß nun schon lang weltweit ausschließlich bayerische Insignien wie Oktoberfest, Lederhosen, (süffiges) Bier und Brezln als „typisch deutsch“ gesehen werden, hat sich das geändert. Nicht zuletzt durch den durchschlagenden Erfolg von Wer früher stirbt, ist länger tot ist das Bayerische nun ziemlich sexy, und damit ziemlich in. Griabig!

Während Produzenten bayerische Filmemacher früher beknieten, doch bitte zwegns der besseren landesweiten Auswertbarkeit den Dialekt wegzulassen, hat sich der Spieß mittlerweile umgedreht, um volle 180°: Heute Abend startet mit Dahoam is Dahoam die erste bayerische Soap. (Ist die Lindenstraße bayerisch? Ich weiß nicht…)

Die Nachrichten zu diesem Ereignis machten schon im April und Mai die Runde (Auswahl: 1, 2, 3), und nun ist es also soweit. Ich selbst bin kein großer Soap-Fan, da mich die billige Dramaturgie und das oft laienhafte Schauspiel nicht so „mesmerizen“, um dranbleiben zu müssen, aber DiD, wie der Kenner die neue Daily nennt, werde ich eine Chance geben.

Eine unserer Kolleginnen schreibt übrigens den DiD-Blog Watching Lansing, natürlich corporate, aber dennoch sympathisch. Im Gegensatz zu manch aufdringlichen „Hey Fans ich hab wieder toll exklusives Material für Euch ausgegraben„-corporate Blogs zu Blockbustern findet sich hier noch eine größere Themenvielfalt und nicht ein permanentes Hinweisen auf die neue Serie in Kombination mit einer guten Schreibe. Also: Mal Reinklicken. Und gucken: heute Abend 19:45 Uhr, BR.

Jetzt muß also nur noch die Serie was taugen… Hoffen wir’s! Lesern von auswärts kann ich übrigens nur dieses (leider unvollständige) Bairisch-Wiki hier empfehlen!

Nachtrag: Und prompt habe ich die Sendung versäumt. Das kommt davon, wenn man den BR nicht über DVB-T empfangen und die Sendung bequem am Computer aufnehmen kann, sondern den durch das Corporate Branding von Kabel Deutschland leider völlig verkrüppelten Humax-Festplattenrecorder bemühen müßte – und dies wegen der PV des neuen Wes Anderson völlig verschwitzt. Auwei.

Pimp yo Brain!

Deutschland braucht mehr Stars! Die geradezu schmerzhafte Knappheit an VIPs, Prominenz, diversen Boxen- oder Roten-Teppich-Ludern und erfrischend hirnverbrannten Moderatoren ist ja kaum mehr auszuhalten! Keine Fernsehshow, in der nicht ständig Prominentenmangel herrscht, man merkt es ja schon am Niveau. Mehr Stars müssen her, die können wenigstens was!

Pimp yo Style-SpamAls Sofortlösung kann man nun wenigstens so aussehen wie ein echter VIP-Star, indem man sich nämlich mit Glitzersteinchen behängt.

Aber bitte natürlich erst, nachdem man sich schlankgekotzt und braunverbrannt hat. Das Arschgeweih ist allerdings schon wieder out, hab ich mal gehört, also besser Finger weg vom Tätowierer!

Aber keine Sorge: Die stolze Flut der deutschen Eigenproduktionen und Showformate schwillt derzeit noch an. Qualitativ werden sämtliche importierten Shows, Serien und Filme natürlich locker in den Schatten gestellt.

Tatsächlich ist der mediale Aufwind allüberall zu spüren. Wir haben ja jetzt zum Beispiel auch bessere Bands, dank unseres effektivierten Castingmodells: Am Ende dürfen uns die Gewinner der Show brav mit den neuesten Hits indoktrinieren, über den Chartshow-Mechanismus entgeht kaum ein Radiohörer den neuesten Superhits. Die stammen natürlich allesamt aus der Feder unserer musikalischen Geheimwaffe, einem Superhirn der Popmusik, neben dem selbst gewachsene Bands wie die Beatles, die Stones, Pink Floyd, Led Zeppelin oder U2 echt alt aussehen.

Nachdem ich vor einiger Zeit die Spammail mit obiger Grafik bekommen habe, die mich zum Besuch der Webseite pimp-mystyle.com anregen sollte (erfolglos), kam vorgestern eine Pressemeldung zum gleichen Thema, diesmal deutlich seriöser:

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Über den Final Cut und das Offenhalten aller Möglichkeiten

Soeben habe ich die folgende Pressemeldung von der Constantin Film erhalten:

Die Constantin Film nimmt zu der aktuellen Diskussion in der Medienbranche zu Spielfilmen bei denen neben der Kinoversion auch eine längere 2-teilige TV-Fassung hergestellt wird wie folgt Stellung:

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