Archiv der Kategorie: TV

Über den Final Cut und das Offenhalten aller Möglichkeiten

Soeben habe ich die folgende Pressemeldung von der Constantin Film erhalten:

Die Constantin Film nimmt zu der aktuellen Diskussion in der Medienbranche zu Spielfilmen bei denen neben der Kinoversion auch eine längere 2-teilige TV-Fassung hergestellt wird wie folgt Stellung:

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Die Hard 12 – Die Hungry

Mit nur 12 Folgen ist die Ben Stiller Show von 1992 und 1993 wohl eine der am kürzest laufenden Shows im Fernsehen. Doch Weitblick haben die vier Macher damals bereits bewiesen: Schon seit einem Jahr ist dieser geniale Trailer für Die Hard 12 – Die Hungry bei YouTube online, ein nostalgisches Fundstück also gewissermaßen.

Ich muß sagen: Die dortigen Projektionen haben einige Ähnlichkeit mit den erst später produzierten Die Hard 3 und 4 und den Modelblick, aus dem er Zoolander gemacht hat, hat Ben Stiller auch schon drauf. Viel Spaß!

Die Kunst der Synchronisation

Während deutsche Synchronbücher früher wirklich punkten konnten, muß heute meist alles schnell, schnell gehen. Qualität in Buch und Synchronregie werden meiner Meinung nach zu oft zur Nebensache degradiert.

Heute bin ich bei YouTube über drei sympathische neue Synchronisationen bekannter Filmszenen gestolpert (Datenvandalismus sei Dank). Wer auch immer diese Szenen synchroniert hat – auf schwäbisch! – hat einen brillianten Job gemacht! Die Kunst der Synchronisation weiterlesen

Moore vs. Gupta

Ich will eigentlich nicht schon wieder ein Michael Moore-Video posten, doch die Schlammschlacht in den Staaten ist einfach zu faszinierend. Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, daß diese Art der Öffentlichkeitsarbeit, auch wenn sie in der antiken Tradition der freien Rede steht, weitgehend Augenwischerei ist, denn die Fakten sind ja schon gesagt, alles weitere ist im Grunde Zeitverschwendung. Nun müssen die reden, die etwas bewegen können.

Wie sagte doch Fred Allen so bittersüß: „Television is a device that permits people who haven’t anything to do watch people who can’t do anything.

Hier also Michael Moore vs. Sanjay Gupta: Moore vs. Gupta weiterlesen

Journalismus liegt mir wohl im Blut

Die Meldung, daß die halb vergessenen Young Indiana Jones Chronicles (offizielle Seite) nun auf DVD erscheinen werden (nach 15 Jahren!) hat mich an eine amüsante Episode aus meiner, naja, journalistischen Vergangenheit erinnert.

Ich war noch Schüler, als ich 1992 hörte, daß George Lucas nach München kommen würde, um seine neue TV-Serie, eben die Young Indiana Jones Chronicles, vorzustellen. Damals (vor der unsäglichen Star Wars Special Edition von 1997, in der Greedo zuerst schießt, und den für Fans gewöhnungsbedürftigen Episoden I, II und III) hatte ich noch gewaltige Ehrfurcht vor dem Mann, der die Holy Trilogy erschaffen hatte, und der nur drei Jahre zuvor zusammen mit Steven Spielberg den genialen Indiana Jones and the Last Crusade ins Kino gebracht hatte. Zu einer Zeit, als digitale Tricks übrigens noch furchtbar aussahen. Journalismus liegt mir wohl im Blut weiterlesen

Echte Journalisten

Hut ab vor Mika Brzezinski, MSNBC-Nachrichtenmoderatorin, die sich On Air entschied, die „Lead Story“ der Sendung über eine gewisse Paris Hilton nicht vorzulesen.

Man kann Mika die innere Spannung deutlich ansehen (spätestens, als sie die Meldung verbrennen will), daher halte ich dies nicht für einen PR-Gag. Außerdem kann ich ihren Kollegen nur beipflichten: „What a statement. A statement about the state of Journalism in our country.“ und „You have changed the world, Mika Brzezinski!“ murmeln die in ihre Mikros, scheinbar gänzlich in Unkenntnis darüber, welch ein Statement dieses Verhalten tatsächlich darstellt.

In einem Land, das manche Live-Sendungen seit Nipplegate (deutsch hier) verzögert ausstrahlt, um rechtzeitig zum Schutze der Zuschauer Zensur üben zu können, und in dem die Nachrichtenwürdigkeit einer Meldung nur durch die Faktoren Geld, menschliches Leid, Blut, Pseudo-VIPs und ihre Skandälchen und ähnlichen kleingeistigen und global gesehen völlig unwichtigen Kram bestimmt wird, ist so eine Reaktion aufsehenerregend. Mich würde es nicht wundern, wenn Mika ihren Job verlöre, aber auf YouTube und anderen Seiten wird dieses Statement immer erreichbar bleiben:

Das ist meines Erachtens Journalismus von Weltklasse. Dieser Meinung ist auch Rogelio Perea, der das Video schon am Mittwoch bei YouTube eingestellt hat am Donnerstag und in seinem Blog Stellung bezog, etwas zurückhaltender formuliert es die Medienhure. Auch beim Spiegel findet sich ein Bericht.

Tschechische Performancekunst

Möglicherweise inspiriert durch „Jericho“, hat die tschechische Kunstgruppe / Künstler Ztohoven sich an einer Panoramakamera zu schaffen gemacht und bei der Wetterschaltung statt des Livebildes ein eigenes Video eingespielt. Ob dieser Scherz Folgen haben wird, ist noch unbekannt, doch erste Berichte gibt es bereits im Internet.

Jericho wird fortgesetzt

Publikumsprotest kann wirksam sein: Nachdem die TV-Endzeitserie Jericho abgesetzt worden war, hatten sich Fans in einer beispiellosen Aktion an CBS gewandt – mit Erfolg: Bei USA erklärt habe ich erfahren, daß die Serie nun wieder aufgenommen wird.

Der Endverbraucher ist also nicht unmündig, auch wenn der Sender wohl eher das Geld denn den Zuschauer bei der Entscheidung im Hinterkopf hatte…

Cuba Gooding Jr. ist sich für nichts zu schade

Das nenne ich mal humorvoll: Cuba Gooding Jr., seit Jerry Maguire Oscar-gekrönt, ist sich nicht zu gut, in einem recht unzweideutigen Werbespot für Cialis, ein Mittel gegen erektile Dysfunktion, mitzuspielen. Sehr sympathisch! Die meisten Gags haben wir zwar schon im Kino gesehen, aber es macht doch immer wieder Spaß:

Via Marketing Blog und National Banana.

PS: Entschuldigt die wenigen Einträge der letzten Tage, aber ich war anderweitig beschäftigt.