Archiv für die Kategorie: “Tipp”

Toleranz/Intoleranz als Humorobjekt und dazu noch den Wert des Vaterlandes getestet. Erfolgskino aus Frankreich. Siehe Review von stefe.

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Eindrückliche Langzeit-Doku, die zeigt, dass Widerstand gegen die Arroganz und Rücksichtslosigkeit von Konzernen nicht umsonst sein muss. Sie Review von stefe.

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Schnüffel, schnüffel, sie erschnüffelt selbst Chips mit Kinderpornos drauf – und auch einen künftigen Geliebten, aber da sind erst mal Würmer dazwischen. Siehe die Review von stefe.

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Ein Ausnahmefilm aus Deutschland über Ausnahmemenschen aus Deutschland“ (stefe).

Dieses aus Archivmaterialien komponierte Biopic über die beiden Gründer des berühmten amerikanischen Labels „Blue Note“ bringt einen diese Menschen so nahe, dass man meinen könnte, sie persönlich kennengelernt zu haben. Siehe die Review von stefe.

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Autor Rainer Boller (Wilder Westen Made in Germany) platziert seinen Leser in einen wohligen Sessel in einer mexikanischen Bar. Den Whisky oder besser den Margarita oder den Tequila, die Tortillas und die Enchiladas muss er sich schon selber besorgen, ist aber auch gar nicht nötig in der dicht genre- und anekdotengeschwängerten Atmosphäre, die Boller mit seinem Buch herstellt.

Das ist eine ganz eigene Gattung: Er lässt über das Motiv der mexikanischen Bar legendäre und weniger bekannte Filme, wie Film Noir, Western, Abenteuerfilm, Revue passieren, in denen Szenen mit einer mexikanischen Bar vorkommen, auch wenn die ab und an in den USA gedreht worden sind, denn die mexikanische Zensur war streng und wollte unbedingt, dass die Filme ein gutes Bild des Landes verbreiten.

Man kann sich den Autor am Tresen sitzend vorstellen und aus seinen langen Reisen durch die Filmgeschichte und durch Mexiko munter erzählen hören. Er verfügt über einen enormen Anekdotenschatz, den er sich aus Archiven der unterschiedlichsten Art, aus Schauspielerbiographien, aus Gesprächen mit an den Filmen Beteiligten oder Verwandten von Berühmtheiten oder mit Berühmtheiten selbst, aus Drehbüchern, Korrespondenzen, Sichtungs- und Drehberichten zusammengesammelt hat, eine unerschöpfliche Kiste und dazu gibt er auch noch die Credits der Filme an und immer auch wieder Kritiken, da wird auch mal eine besonders witzige (deutsche) Synchronisation gelobt oder über verwechselte Filmrollen bei der Premiere berichtet.

Zudem stellt er einige der Protagonisten in knappen Biographiepunkten vor. Es ist eine Welt, in die sich trefflich versinken lässt, so fern und so nah zugleich oder wie man auch sagen könnte, Lektüre zum Abschalten ganz ohne Weltflucht oder Eskapismus. Denn es ist immer wieder das Menschliche, was fasziniert, sowohl im Film als auch hinter den Kulissen.

Widrige Drehbedingungen, Isolation im Dschungel. Wenn beim Dreh mit Richard Widmark plötzlich ein richtiger Kampf mit einem Dobermann oder gar einer Boa Constrictor wird – Widmark, der sich selbst als „zweite Garnitur“ bezeichnet.

Wenn Humphrey Bogart um die Teilnahme am „Transpacific Yacht Race“ mit seiner Yacht Santana bangt, weil der Dreh am „Schatz der Sierra Madre“ mit John Huston sich hinzieht und hinzieht. Oder Mitchums höchst distanzierter Blick auf Hollywood oder wie Humphrey Bogart skeptisch über Schauspielerpreise denkt (es müssten ja alle die selbe Rolle spielen, um Vergleichbarkeit herzustellen): „Akademie-Preise sind Schaumschlägerei für die Öffentlichkeit“.

Dann die Info, dass der Autor nach einer Begegnung mit Jane Russel auf die Idee mit diesem Buch kam. Aber auch cineastische Wunder, wenn Robert Rodriguez in zwei Wochen für 7′ 500 Dollar einen Film dreht, der über 2 Millionen einspielt.

Andererseits die Äußerung von John Payne, der das Drehen nur als lässigen Brotjob ansieht: „ Ich habe meine Filmarbeit nie richtig ernst genommen. Alles war eine Art Spaß. Ein einträglicher Beruf.“. Bunuels heidnischer Spaß, sein Team im Dschungel in Panik zu versetzen.

Dann die Liebesaffären oder katatrophale Drehbedingungen. Oder der ewig geheimnisvolle Autor B. Traven, ein Deutscher, der in Mexiko lebte. Und immer wieder die Zensur in Hollywood und dann auch noch in Mexiko.

Zwischendrin fügt Boller aktuelle Reisetipps zu von ihm erwähnten Drehorten bei. Das ausführlichste Kapitel ist jenes über John Hustons „The Treasure of Sierra Madre“, bei dessen Dreh „alle spürten, dass ein außergewöhnlicher Film entstehe“.

Erhältlich über den Mühlbeyer Filmbuchverlag.

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Kölner Unikum mit Charakter und Musik: Jürgen Zeltinger. Siehe die Review von stefe.

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Das macht einen Unterschied, ob der Coming-of-Age Partner eines Teens ein Pferd (wie in den deutschen Filmen) oder ein weißer Löwe (wie hier in Südafrika) ist. Siehe die Review von stefe.

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Ein flankierender Film zu Apollo 11, der derzeit in den Kinos läuft und aus reinem Archivmaterial den Hype dieses ersten bemannten Mondfluges spannend wiedergibt.

In diesem Fernsehbeitrag von Elias von Salomon geht es um einen Wissenschaftler, der maßgeblich, von der medizinischen Seite her, dafür verantwortlich ist, dass der Mensch den Raumflug überhaupt überleben kann mit Raumanzug, Druckkammern.

Es war der Wissenschaftler Hubertus Strughold, ein Forscher, der schon in Weimar und in der Nazizeit ein Spitzenforscher war und die KZs für Menschenversuche nutzte für erste Unterdruckversuche.

Nach Kriegsende suchte die USA händeringend brillante Forscher in Deutschland, um wissenschaftliche Kapazitäten in den eigenen Dienst zu stellen und Deutschland ihrer zu berauben. Talentscout war Leo Alexander. Durch seinen Auftrag kam er diesen Menschenversuchen auf die Spur. Es handelte sich um ein ganzes Netz von Wissenschaftlern in direktem Auftrag von Himmler (erst die Entedeckung von dessen Privatarchiv erschloss die ganze Tragweite der Versuche).

Leo Alexander trug dazu bei, dass einige dieser Ärzte in Nürnberg verurteilt wurden. Aber Strughold blieb außen vor, er war zu unentbehrlich für die USA im Raumfahrtswettbewerb mit Russland auf dem Weg zum Mond,. Schon 1945 wurde Strughold in die USA geholt und war in San Antonio ein wichtiger Kopf in den Vorbereitungen, die 1969 zum ersten bemannten Mondflug führten; er wurde zum „Vater der Weltraummedizin“. Von seiner Nazivergangenheit wollte damals keiner was wissen; diese wurde erst viel später in den USA aufgearbeitet, ein nach ihm benannter Preis aufgelöst, sein Eintrag in der Hall of Fame der Raumfahrt getilgt. Ein eindrückliche Dokumentation, die einen bitteren Schatten auf die Mondflugeuphorie wirft.

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Leiden an den Theorien zur Kunst. Das wird in einer theatralen Installation kompetent und spannend dargestellt von Weltstar Cate Blanchett. Siehe Review von stefe.

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4K-Restauration eines Filmes von Henry Bean von 2001 mit dem faszinierenden 21-jährigen Ryan Gosling, brillant in der Hauptrolle des hochintelligenten, von Widersprüchen im Judentum umgetriebenen Danny.

Dannys Problem entzündet sich an der Problematik Abhrahams, der seinen Sohn auf Gottes Geheiß töten soll. Wie das als Liebesbeweis zu verstehen sei. Was das mit der Allmacht Gottes zu tun habe, mit der Auserwähltheit und dem einzigartigen Leid des jüdischen Volkes. Schon in der Schule quält ihn das Thema, als erwachsenen Intellektuellen nicht weniger.

Weil Danny keine Lösung findet, lässt er, der erzogene und geschulte Jude, sich faszinieren von den Antisemiten, macht bei einer Gruppe von Skinheads mit, will unbedingt einen Juden töten.

Die Neonazis wissen nichts über seinen Hintergrund. Er fällt mit seinen Argumentationen auf, weil er so beschlagen ist, weil er sagt, man müsse sich über seinen Gegner erkundigen, sich Wissen über ihn holen. Er soll sogar für eine Gruppe mondäner, wohlhabender Bürger, Faschisten, in der feinen Gesellschaft Referate halten und sie für die antisemitischen Ideen begeistern. Aber in ihm sträubt sich die jüdische Erziehung dagegen, auch die Faszination durch die Schrift. Wie er mit seinen Neonazis eine Synagoge verunstalten soll, greift seine Ehrfucht vor der Thora, vor dem geschriebenen Wort ein.

Ein Film von besonderer Brisanz und Wichtigkeit in einer Zeit, in der aggressive Agitationsgruppen semitischer wie antisemitscher Couleur den ungelösten und unlösbar scheinenden Nahostkonflikt immer mehr auch zu uns zu tragen versuchen.

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