Archiv für die Kategorie: “Tipp”

Der Spagat zwischen Traum und Alptraum des Familienlebens ist auf einer italienischen Sonneninsel al dente bestens und vergnüglich zu ertragen. Siehe Review von stefe.

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Wer gibt, dem wird gegeben; diese Erfahrung macht der eigenwillige Gänserich Peng – und wer ein Egoist ist, der geht leer aus. Siehe Review von stefe.

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In freundlichem Lichte.

Kein radikal-fundamentaler Einblick in die Welt des Tanzes, aber für Aficionados zeigt dieser Film plastisch die Schattierungen, Hell- und Dunkelseiten des Tanzglanzes.

Es geht um das Abschiednehmen von Karrieren, die den physiologischen Grenzen der Tänzer und Tänzerinnen geschuldet sind; kein Mensch kann ein Leben lang Hochleistungssport treiben. Ein solcher ist der Tanz. Er verlangt radikale Hingabe, lässt kaum Zeit, sich Gedanken über das Darnach zu machen. Mit 40 spätestens kommt generell der Zeitpunkt des Abschiedes.

Florian und Jörg Richter haben sich in ihrem tanzfreundlichen Essay (Redaktion ORF: Karin Veitl, Redaktion BR: Armin Kratzert), einige noch aktive oder ehemalige Spitzentänzer vor allem der Wiener und der Münchner Staatsoper vorgeknöpft.

Vom jungen Talent, das seine Jugendenergie zu 100 Prozent in den Tanz investiert bis zum ehemaligen Spitzentänzer, der eine Ballettschule gegründet hat, ein anderer arbeitet längst als Physiotherapeut für Tänzer.

Dazwischen ein aktiver Tänzer, der bereits Choreographien entwickelt und sich so eine Karriere nach dem aktiven Tanz absichert oder eine Tänzerin, die nebenher noch Abitur gemacht hat und inzwischen Senioranalystin bei einer alternativen Investmentfirma ist. Oder eine der wenigen Glücklichen, die eine staatliche Pension erhält.

Einen Tänzer begleiten sie bei seinem letzten aktiven Auftritt. Der weiß noch nicht, was morgen sein wird. Er ist zuversichtlich, in den Nebengefilden von Tanz und Theater Beschäftigung zu finden und seine Erfahrung einzubringen.

Themen wie Tanz und Hochleistungssport, Tanz und Radikalität, Tanz und Familie, Tanz und Arbeitsbedingungen, Tanz und Verletzungsgefahr, Tanz und Schmerz kommen in den Porträts zur Sprache.

In mildem Lichte werden Einblicke in einige Tänzer- und Tänzerinnenschicksale gegeben. So schlimme Sachen wie in Bolschoi-Babylon werden nicht gezeigt. Es gäbe sicher auch tristere Stories zu erzählen, von ehemaligen Tänzern, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, dass sie wenig Begabten Ballettunterricht erteilen oder die als Sozialfälle enden. Im trüben November sind solche Geschichten, die garantiert zu finden wären, eher weniger gefragt.

Zwischendrin gibt es Ausschnitte aus modernen und klassischen Tanzchoreographien und Hinter-den-Kulissen-Impressionen.

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Hier werden Kanalinselcharme mit Liebes- und Literaturcharme zu einem genussvollen Kinostück verbunden vor dem Hintergrund eines Literaturzirkels und eines Kartoffelschalenauflaufes. Siehe Review von stefe.

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Da wird man doch allein vom Schauen dieser DVD mit dem heilausstrahlenden Ayurveda-Doktor halb gesund! Siehe Review von stefe.

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Mario Götze, ein Bundesligafußballer von Weltformat, über den ein Film zu machen sich durchaus lohnt, nicht nur für den Fan – vielleicht auch unter dem Aspekt, wie Deutschland – hier am Beispiel des Fußballes – mit Sondertalenten umgeht.

Siehe Review von stefe.

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Klein aber oho!

Am Mittwoch eröffnet zum 10. Mal das Filmfestival Pantallalatina in St. Gallen, dem einladenden Universitätsort in der Schweiz. Eines der charmantesten Filmfestivals.

Die Filme
MI OBRA MAESTRA
Argentinien.
Kunsthändler und Maler im kreativen Clinch.

CONDUCTA
Kuba.
Elfjähriger muss ganze Familie versorgen.

LA JAULA DE ORO
Mexiko.
Der Traum von Amerika und die Realität für drei Teens.

LIQUID TRUTH
Brasilien.
Wie flüchtig die Wahrheit in Zeiten moderner Kommunikationsmittel ist – am Beispiel erfundenen Missbrauchs.

EL SILENCIO DEL VIENTO
Puerto Rico / Dominikanische Republik.
Schlepperdrama.

RELATOS SALVAJES
Argentinien.
Episodenfilm zum Thema Revenge.

IXCANUL
Guatemala.
Fluchtträume einer 17-Jährigen.

TEATRO DE GUERRA
Argentinien.
Falklandkriegsaufarbeitungs-Doku.

UNA MUJER FANTASTICA
Chile.
Großartiges Frauenporträt,
siehe Review von stefe

ANINA
Uruguay/Kolumbien.
Nomen-Omen-Palindrom-Animation.

EL LUGAR MAS PEQUENO
Mexiko.
Erinnerungsdoku.

EL ABRAZO DE LA SERPIENTE
Kolumbien.
Einzigartige Ethnoreise den Amazonas hinauf,
siehe Review von stefe

LAS HEREDERAS
Paraguay/Uruguay/Brasilien.
Schicksalskampf. Preisgekrönt auf der Berlinale.
Siehe auch die Review von stefe.

COMPRAME UN REVOLVER
Mexiko/Kolumbien.
Mädchen muss sich in korruptem Drogenmilieu durchsetzen.

NO
Chile.
Spannendes Historiendrama. Über die Kampagne gegen die Pinochet-Wahl.
Siehe Review von stefe

KURZFILMBLOCK I
Kurzfilme aus Peru, Argentinien, der Dominikanischen Republik, Mexiko, Kolumbien, Panama
zu den Themen: Transgender und Selbstverteidigung, das Geheimnis einer 60-jährigen Ehe, ein Doppelleben, Road-Trip gegen Beziehungskrise, ein Vater im Gefängnis, Präsidentschaftswahlrhethorik in Panama, Miniatur von einem Mann vor dem Nachtessen.

KURZFILMBLOCK II
Kurzfilme aus Argentinien, Brasilien, Chile, Guatemala, Mexiko, Kolumbien
zu den Themen: Beziehungsende, Dichterwunsch, Lynchmob, Zwang zu frühem Erwachsenwerden, Evolutionsfantasie, auf sich selbst gestellter Bub.

KURZFILMBLOCK III
Kuba, Argentinien, Guatemala, Brasilien, Chile, Mexiko
zu den Themen: Tattoo und Revolution, Ruhmgier, Kinderkampf unter Indigenen, Essay zu einer Sportübetragung, Belästigung am Arbeitsplatz, unerwünschte Schwangerschaft.

Die Kurzfilme setzen sich einem Publikumswettbewerb aus mit einem Preis für den Gewinnerfilm und einem ausgelosten Preis für das Publikum.
Außerdem bietet das Festival ein ansprechendes Rahmenprogramm.
Mehr und Details unter Pantallalatina.

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Per Annonce gefundene, über 100-Jährige, also relativ wache und aktive, geben der Filmemacherin Dagmar Wagner („Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe“) mit teils stupenden Statements Auskunft darüber, wie sie ihre doch absehbar endliche Zeit verbringen. Siehe stefes Review.

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Omas Horror-Symphonie des erblichen Seins zum Horror – und die Gefährdung des Realitätsbegriffes. Siehe stefes Review.

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Nach Zonda: Folclore Argentina präsentiert Carlos Saura einen weiteren Film á la „Fine Art of Movies“ zu spanisch-lateinamerikanschem Tanz und Gesang, wieder in der edlen, abwechslungsreich gestalteten Studioatmosphäre wie ein preziöses Handbuch, diesmal zum Jota. Über diesen schreibt er zu Beginn des Filmes:

„The „“Jota“ belongs by rights to the province of Aragon, but it is also presents throughout most of Spain, Latin America and the Philippines.
This vigorous and rhythmic genre of song and dance has attracted the attention of such prestigious composers as Liszt, Saen Saens, Massenet, Ravel, Glinka, Granados, Albéniz, Tárrega and Bretón.
Where does it com from? Most believe it has Arab and Oriental influences, and that the word „Jota“ comes from the Arabic „Xotar“: to jump.
Akin to Fandango and the „Bolera“school, ist clearly related to Flamenco.“

Es ist ein Hochgenuss, Saura, einem profunden Kenner der spanisch-lateinamerikanischen Kultur und einem Hochschätzer dazu, zuzuschauen, wie er eine fesselnde Nummernshow mit Ansagetiteln daraus arrangiert, immer im Ambiente einer Studiobühne, die für jeden Gesang, jeden Tanz, jede Musik variabel gestaltet wird, mal gibt es Aquarellzeichnungen auf den Projektionsflächen, mal tauchen dahinter Musiker auf, mal läuft ein Stück filmgeschichtlicher Footage, es gibt Seniorentanz und ab und an ist auch ein Publikum zu spüren, zu hören, einmal unterhalten die sich sogar – inszeniert – über den Film „Nobleza Baturra“ von Florián Rey von 1935.

Oder es sitzt eine Lateinklasse vor einem Lehrer und soll „rosa“ deklinieren; über die drei Seitenwände wird dabei Archivmaterial vom spanischen Bürgerkrieg in dreifacher Ausführung laufen; ein Bürgerkrieg, der mit der anschließenden Franco-Diktatur bis heute nicht aufgearbeitet ist – zu dem Thema kam eben erst ins Kino die Dokumentation „Franco vor Gericht: das spanische Nürnberg?“ Dazu läuft der Song „rosa, rosae“ – eine tief beeindruckende Sequenz.

Manchmal geht es auch lustiger zu oder es gibt reine Orchesternummern, eine Tanzschule kommt eingangs vor, es gibt Silhouettentanz bis hin zum finalen El Pueblo en Fiestas, das große Fest mit Masken zum Schluss.

„Der Rhythmus des Jota erreicht Dein Herz.“

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