Schweizer Melodram über ein Ponzi Scheme. Der Begriff Ponzi Scheme wurde zuletzt berühmt durch das Schneeballsystem des Milliardenbetrügers Bernie Madoff, der den Anlegern Traumrenditen mit frei schwadronierten Superanlagegelegenheiten vom Himmel runter versprach. In der Schweiz lebt man auf kleinerem Fuß. Da wird von Lutz Konermann das Buch „Ich, der Millionenbetrüger Dr. Adler“ von Hanspeter Streit und Philipp Probst als „sehr freie“ Vorlage für das Drehbuch, das er mit Hilfe von Felix Benesch geschrieben und dann inszeniert hat, angegeben. Es handelt sich dabei um die Geschichte des Millionenbetrügers Hanspeter Streit.
Da die Regie am Set halbwegs solide und zumindest privatfernsehkompatibel ist, interessiert mehr die Frage: was versteht Lutz Konermann und sein Mitautor Felix Benesch unter Roman- oder Biographieverfilmung?
Konermann und Benesch haben sich für viel Voice-Over und verschachtelte Rückblenden entschieden, um so die Kosten einer genauen Konfliktanalyse zu sparen. Das erscheint gelegentlich fast wie ein Heftpflaster, das die offene Wunde der mangelnden Charakter- und Konfliktanalyse der Hauptfigur überdecken soll. Die Rückblenden haben etwas von einer dieser russischen Mamuschka-Puppen, unter jeder kommt eine praktisch identische zum Vorschein; und so sind die Geschichten dieses Millionenbetrügers ja auch: es ist immer dasselbe Muster, dasselbe Schema, wie er immer wieder ähnliche, anfällige Leute zwangshaft vereinnahmt, ihnen praktisch die Wünsche nach leichtem Gewinn von den Augen abliest und damit ihr Geld entlockt. Das könnte einen großen Reiz entwickeln, wenn es denn als System kenntlich gemacht und mit klar erkennbaren Nuancen bereichert würde; dann könnte es bei jeder neuen – quasi-identischen Szene beim Zuschauer „Klick“ machen; Konermann verzichtet darauf und inszeniert durchgehend gleich, außerdem noch mit sehr ähnlichen Besetzungen.
Zurück zum Drehbuch. Die klassische Dramendramaturgie würde vielleicht vorschlagen, sich erst den Protagonisten vorzuknüpfen, ihn vorzustellen mit seinem Charakterhauptmerkmal, mit der Charaktereigenschaft, die ihm im Leben zur ständigen Stolperfalle wird. Zuerst den Ausgangspunkt und anschließend sein Ziel zu definieren, um einen Bogen zu spannen. Das hieße in unserem Falle: Vorstellen der Charaktereigenschaft von Hans-Peter Stadler, sein krankhafter Zwang zur Lügerei und Angeberei und dem die bürgerliche Welt gegenüber stellen, die allzugerne gutgläubige Welt. Kann das gut gehen, wäre dann die Frage, die den Zuschauer bei der Stange hält. – Ein insgesamt arbeitsintensives Verfahren, aus einem Roman oder einer Biographie einen spannenden Spielfilm zu machen, das analytisches Denken und anspruchsvolles dramaturgisches Handwerk erforderte.
Konermann und Benesch haben sich für ein energiesparendes, vereinfachtes Verfahren entschieden, das der Illustrierung. Sie arbeiten mit verschachtelter Rückblendetechnik, kommen aber nie bis zu jenem Punkt zurück, der Ankerpunkt für das eine Ende des Spannungsbogen sein könnte: nämlich die klare Vorstellung der problematischen Charaktereigenschaft, die Stadler zwingend in die Bredouille mit den Gesetzen und der Gesellschft bringt. Wobei es sowieso ratsam wäre, diese an den Beginn der Filmerzählung zu stellen. Nehmen wir „Amadeus“ von Milos Forman nach Peter Shaffer, wie hier gleich zu Beginn das unbändige Genie wie ein Tennisball in die steife Hofgesellschaft förmlich reinspringt, Spannung vom ersten Moment an, wie reagieren die, wie geht das aus. Eine einfache Erzähltechnik, aber bewährt; sicher gibt es auch andere Möglichkeiten.
Wie gehen nun Konermann und Benesch vor in ihrer Film-Erzählung?
Als erstes lassen sie die Stimme von Roeland Wiesnekker, der dem Millionenbetrüger Hans-Peter Stadler Physis und Mimik (vor allem Ausdruck des begossenen Pudels) leiht, der aber zu diesem Zeitpunkt mal wieder anders heißt, einen Brief lesen: „Liebe Conny, ich weiß vielleicht nicht viel, aber eines weiß ich sicher, wir alle sehen gerade mal so weit, wie wir sehen wollen, aber hinter jeder Wahrheit, und mag sie auch noch so klar und eindeutig erscheinen, steckt eine andere, eine neue Wahrheit, nichts ist so wie es scheint.“ Sätze, die erkenntnistheoretische Erörterungen sind, philosophische Sätze, die zwar einen möglichen, aber keinen zwingenden Hinweis auf das Thema des Filmes geben. Sätze also, die erst eine halbe oder eine mehrdeutige Klarheit schaffen. Der erste dramaturgische Pflock, den Konermann und Benesch einschlagen, ist ein schwankender, ein vielseitig interpretierbarer. Daran versuche man nun mal ein Seil für einen Spannungsbogen zu befestigen, an einem Abstraktum.
Als nächstes sehen wir Bilder aus einem Zirkus. Eine raffinierte Tellerjongliernummer auf Stäben. Wollen uns die Autoren damit eine Illustration ihrer erkenntnistheoretischen Ausführungen von eben bieten? Ist Jonglage Sinnestäuschung; hat Jonglieren und Zirkus mit Wahrheit zu tun? Die Antwort der Autoren auf unsere Frage ist die: sie zeigen uns einen verschwitzten Zuschauer (und noch wissen wir nicht, was es mit diesem Mann auf sich hat, dass er unser Protagonist sein wird). Was hat ein verschwitztes Zuschauergesicht im Zirkus mit Erkenntnistheorie zu tun? Schwitzt der Zuschauer, weil er nicht weiß, ob es sich beim Jonglier-Akt um Wahrheit handelt? Also schon beim zweiten Bild, kommt der Zuschauer, der die Behauptungen des ersten ernst nimmt, ganz furchtbar ins Rotieren. Das ist aber erst den Anfang. Denn, ups, was ist jetzt passiert? Jetzt sehen wir den Jongleur plötzlich und es ist der Zuschauer von eben mit dem gleichen verschwitzten Gesicht. Habe ich jetzt kurz nicht aufgepasst? Habe ich was verpasst? Bin ich einer Sinnestäuschung erlegen? Oder wollen mich die Autoren trietzen? Oder darf man die Behauptungen dieser Autoren gar nicht ernst nehmen? Haben die sich einfach etwas „einfallen“ lassen, um das Thema „Millionenbetrüger“ originell, sprich möglichst verwirrend, illustrierend statt spannungserzeugend einzuführen?
Nach wenigen Bildern ist uns nun bereits Stoff für riesige Themen, für einen ganzen Kosmos, angetippt worden, für Erkenntnistheorie und Zirkus und die Kunst des Jonglierens, und allfälligen Schwitzens dabei, aber noch nicht ein einziger zwingender Hinweis auf das angekündigte Thema des Filmes: auf Millionenbetrügerei, auf Schneeballsysteme und die Beteiligten.
Wie kommen die Autoren aus diesem Fehlstart wieder raus? Es gibt immer das Mittel des Traumes. Und niemand sagt, dass ein Millionenbetrüger von Millionenbetrügereien träumen muss. Richtig. Nun ist eben ein Unterschied zwischen dem „Real Life“ und der gekonnten Erzählung, die uns Step by Step von einem Ausgangspunkt an einen Zielpunkt führen möchte, uns sachte in das Thema einführt und uns auf dieser Reise etwas über die Menschen und ihre Eigenschaften berichten.
Unser Protagonist also, von dem wir immer noch nicht wissen, dass er der Protagonist ist, der erwacht schweißgebadet aus diesem Zirkustraum. Nach unserer Lebenserfahrung müsste er Artist sein, der einen der üblichen Angstträume hatte. Vielleicht wollen uns die Autoren damit auch nur erzählen, dass dieser Millionenbetrüger sich als Künstler sieht, der immer Balancen wahren muss. Nur ist die Frage, ob die Entscheidung für das Herausheben ausgerechnet dieser Eigenschaft für das Ingangsetzen einer filmischen Erzählung und deren Spannungsbogen klug ist.
Der Protagonist erwacht also und neben ihm im Bett erschrickt eine Frau. Wer ist jetzt das und was hat die damit zu tun?
Nächste Szene: die Voice-Over verbreitet „aber wie im Leben, so ist im Sterben alles eine Frage des Timings“, ups, was hat das jetzt mit der Erkenntnistheorie, mit dem Jonglieren, mit dem Angsttraum zu tun? Erkenntnis und Timing, wohin wird das führen?
Schnitt. Unser Protagonist ist inzwischen aus dem Knast abgehauen, sitzt auf einer Brücke und scheint ins Wasser springen zu wollen. Er wirft Papiere weg. Statt Beschreibung der Kerneigenschaft, die das Drama und den Konflikt vorwärtstreiben, Illustrierung einer möglichen Folge dieser uns bislang vorenthaltenen Eigenschaft. Und gleich noch ein Themenwechsel: ein Auto hält auf der Brücke, damit ist wohl das Timing gemeint, der Fahrer beschimpft den Selbstmordkandidaten, er vermülle die Umwelt. Jetzt haben wir schon einige Szenen und jede Menge Bilder und Texte und Infos hinter uns, und den Umweltschutz als weiteres Gigathema eingeführt, aber immer noch nicht einen Hinweis darauf, dass das Thema des Filmes ein Ponzi Scheme, resp. deren Beteiligte sein soll.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Erzählung bis jetzt thematisch ohne jede Kontur, ohne jedes Profil, ohne jede deutliche Artikulation eingeführt worden ist, richtig konfus. Und dass sich die Erzählung davon bis zum ex nihilo herbeigeflunkerten Happy-End mit Hochzeit im Knast nicht wieder erholen wird, kann vorausgreifend schon angeführt werden. Wenn das alles besonders schön oder besonders originell oder signifikant wäre, dann könnte man es ja nachsehen. Ist es aber nicht.
Und schon ist unser Protagonist zuhause und wird von einem Polizisten höflich gebeten, mit aufs Revier zu kommen. Dort fängt er dann an, seine Geschichte zu erzählen. Diese Geschichte von ihm und Moser, dem (erfundenen) Finanzdirektor der Chemie Schweiz AG, der über einen Geheimcode verfüge, wie sich Geld unendlich vermehren lasse, so in etwa. Jetzt ist zwar immer noch keine Charaktereigenschaft präsentiert, aber immerhin Ansätze zu einer Lüge, zu einem Straftatbestand. Das ist doch schon mal was.
Im Laufe des Filmes wird es viele Beispiele geben, wie Stadler oder Lenz oder wie immer er sich nennt, treudoofen und geldgierigen Zeitgenossen die Story auftischt, gegen welche sie sich mit Barem, oft unquittiert oder bestenfalls mit handgefertigen Aktien abspeisen lassen.
Für diesen Fächer an Begegnungen mit geldgierigen Männern und verführbaren Frauen wurden einer Reihe ähnlicher Frauen und ähnlicher Männer gecastet, was durchaus sinnig ist, Wiederkehr des ewig Gleichen, die dann alle auch ähnliche Szenen spielen durften, wie schon erwähnt, nämlich auf ihn reinfallen; da Konermann diese ähnlichen Szenen aber nicht pointiert differenziert inszeniert hat, entsteht eher den Eindruck einer Art Casting-Show, die noch dazu nicht besonders raffiniert gestaltet wurde.
Dass Stadler Menschen vereinnahmen kann, zeigen auch die vielen Verhältnisse zu Frauen, Orsina, Beatrice, Ines, die kann man alle auch schon von der Besetzung her, problemlos durcheinander bringen; oder die bewusst in Szene gesetzte Austauschbarkeit aus der Sicht des Betrügers.
Wer keinen Spannungsbogen erzeugt, der kann daran auch nichts aufhängen, der muss statt dessen Sätze und Szenen erfinden, die Löcher in der Spannung füllen, wie hier mit vielen Allgemeinplatzsätzen geschehen, für die niemand haftbar gemacht werden kann, über „die da oben“ und „die unten“, die Großen und die Kleinen, übers Timing, über Erkenntnisteoretisches, darüber, dass das Leben ein Spiel sei, jeden Tag eine neue Runde, über Regeln, an die wir uns alle zu halten hätten, wer wolle, der könne (der Satz zu Wenger, den dieser Stadler später wieder auftischt), es gebe Momente im Leben, da sei die Flucht nach vorne die einzige Lösung, alles sehr geschwätzig und allgemeinplatzhaft, so dass sie auch nicht Anlass für eine ernste Diskussion geben könnten, eher gelegentlich stoffunabhängiges Signalisiseren einer politischen Ecke, in der man vielleicht gerne gesehen werden möchte.
In Roeland Wiesnekker hat Konermann für sein Portrait, was der Film mangels Konfliktanalyse der Hauptfigur doch eher ist, das Portrait eines Millionenbetrügers, einen wunderbar schwerenötigen Typen gefunden, der immer das Gute will und das Böse schafft, der doch nur die Menschen glücklich machen will und sie dabei ins Elend stürzt, der ein krankhafter Lügner ist und sich nach nichts mehr sehnt als nach einer geordneten bürgerlichen Existenz, die ihm aber vermutlich aufgrund seiner Charaktereigenschaft nie vergönnt sein dürfte. In Konermanns Melodram wird ihm diese immerhin in Aussicht gestellt.
Im übrigen haben es die Darsteller durchaus schwer in dieser Art von Stoffbearbeitung, weil sie die Spielsituationen fast brechtisch aus dem Ärmel schütteln müssen, weil keine der Figuren mehr als das Portrait des Millionenbetrügers illustrierenden Charakter hat.
Fazit: dieser Filme ist geradezu ein Parade-Beispiel dafür, wie man sich mit Literaturverfilmung verheddern und verrennen kann, wenn man nicht ganz genau die Mechanik des Hauptproblems der Hauptfigur und deren unerbittlichen Folgen durch das daraus resultierende (in unserem Falle: zwanghafte) Handeln der Hauptfigur (und die Anfälligkeit der Umwelt, hier auf die Gewinnversprechungen oder Liebe) und damit Erzeugung dramatischer Handlung studiert, wie wenig hilfreich Voice-Over und Rückblenden sind, wenn sie lediglich als Ersatz für das Studium der dramatischen Struktur dienen sollen und so das Kinopublikum in Schwulitäten bringen.
Gegen Ende hin ergreifen die Autoren Konermann und Benesch dann direkt Partei für den Betrüger, indem sie die Reingelegten vor Gericht reihenweise der Lächerlichkeit preisgeben. Der Betrüger war eben doch ein guter Mensch, der im rahmengebenden Zirkustraum beim Abgehen als Jongleur dem Publikum zuzwinkert, oder will das erzählen, die Autoren hätten eine Komödie beabsichtigt? Dieses Augenzwinkern schien mir der einzig bewusst gesetzte Gag zu sein, der den Begriff Komödie rechtfertigte. Was wollen uns die Autoren damit erzählen? Wir haben unser Geld verdient mit der Angelegenheit und wenn Du liebes Publikum damit nichts anfangen kannst, dann bist Du selber schuld?
Running-Gag-Satz, den der Betrüger zu Aschwander sagt: Nicht hängen lassen, Aschwander, wer will, kann viel.“ Fraglich, warum dieser Satz hier so prominent behandelt wird, was hat er mit dem Thema „notorische Angeberei“ zu tun, die ist doch krankhaft und nicht ein Willensakt. Folge einer nicht sauberen Analyse des Grundkonfliktes durch die Autoren.
Bei einer Frühstücksszene ist Ovomaltine so deutlich erkennbar im Bild, dass ich das als direkte Produktwerbung empfunden habe.
Weitere Running-Gag-Plattitüden „Bei den Großen da oben wird nach ganz anderen Regeln getrickst, auch die Kleinen haben ein Recht auf ein bisschen Glück.“ , „Wer an so einem Ort jammert, der hatte Geld“ oder „Die Banker und Spekulanten machen, was sie wollen, die denken nur an den eigenen Profit“. Auch die Probepredigt des Betrügers, dass unser Land eines der reichsten der Welt sei, finanziell reich, Kapital verpflichtet. Rettet Euren Profit und Euch wird Profit zuteil (also das ist bestenfalls gut gemeintes Schülerkabarett; dafür müssen echt keine Gebührengelder fließen), vor allem hat das nun gar nichts mit dem Thema Millionenbetrüger mit Ponzi Scheme zu tun. Es ist auch nie als Problem eingeführt worden, dass Stadler darunter leidet, dass er klein ist, dass er die Betrügereien nur aus Geldgier mache, weil er reich sein wolle. Es ist auch nicht eingeführt worden, dass er so arm war, dass Armut das Motiv war, seine Betrügereien anzufangen. Da ist er doch, so wie es der Film zeigt, reingerutscht; wegen seiner Veranlagung. Unsaubere Denke der Autoren. Mit dem Satz von den Großen und Kleinen leisten sie keinen Beitrag zum Thema. Denn der Satz hat mit der Dynamik oder der dramaturgischen Entwicklung im Film nichts zu tun. Wie denn überhaupt die Geschwätzigkeit in den Dialogen dominiert. Eine Geschwätzigkeit, die lieber Allgemeinplätze drischt statt Sätze benutzt, die einerseits die Figuren charakterisieren auch hinsichtlich des Themas des Filmes und andererseits die Handlung vorwärts bringen, was allerdings wohl illususorisch ist, wenn nicht mal ein Pflock zur Befestigung des Spannungsseils eingeschlagen worden ist. Wenn das Buch mit einem Zirkuszelt vergleichbar wäre, dann würde dieses hier am Boden liegen und unser Protagonist als Zirkuszuschauer und Jongleur wäre schon bevor der Film begonnen hätte, darunter begraben und würde zappeln wie ein Gespenst.
Charaktereigenschaft der Protgonisten: er will die Wahrheit sagen, aber er lügt weiter. Vormittags ist er Aushilfslehrer und nachmittags Fürsorger und über den Fürsorgerjob kommt er mit der Betrügrerei in Berührung und auf den Geschmack.
Und: „Dass ich andere glücklich machen konnte, das hat mich am meisten gefreut“ (zu Orsina).
Potpourri aus dem Film: Immer wieder die Familienflashs, das rührende Familienleben. Der Verbrecher als besorgter und liebender Familienmensch. Die gutmütigen Frauen: Beatrice hat ihn innert zwei Monaten aus der U-Haft rausgeboxt. Die Kellnerin in Zürich. Anbandeln mit Denise in der Kneipe. Das kleine Glück, immer wieder, das bisschen Zeit bis zum Gefängnis genießen, und Country-Musik. Die Fabuliererei geht weiter bei den Eltern von Ines, Vater Kirchenratspräsident, die glücklich sind, einen Nachwuchsprediger, der auch Psychologie studiert, als Schwiegersohn in Aussicht zu haben. Die Probepredigt: hat auch nichts mit dem Thema des Filmes zu tun (siehe weiter oben). Verlobung mit Ines. Selbsterkenntnis: ich weiß, Ines, ich bin ein Schwein. Fußbälle im Knast nähen. Die einfachen Frauen: dass Du mich nie belügst, versprichst Du mir das? Wieder neu anfangen, richtig glückliche Kleinfamilie in Adelmatten, und das Betrügerrad dreht sich schon wieder, denn Wenger taucht auf. Für einen Mückenschiss nach Adelschwanden. Mein Name ist Lenz, Dr. Claudius Lenz. Wenger ist ein richtig origineller Typ ein richtiger Spielertyp (den speist er mit einem Taxiunternehmen ab) und hatte damit auch einen Privatchauffeur. „Es ist auch nicht leicht, sich den ganzen Tag mit Alterssparbüchlein rumzuschlagen, während andere mit der Hochfinanz“. Orsina: „Wieso machst Du das. Das ganze Geld, wozu brauchen wir das eigentlich?“. (Groschenromaninszenierung und –text); ich kann dieses ganze Geld nicht mehr sehen…. Amore.. „die Verantwortung wuchs, aber das Eis, auf dem ich wanderte wurde dünner und dünner“. Spaziergang mit Hund, großer Leidensmann wie er unterm Baum zusammenbricht, was ist der Sinn der Szene, Mitleid erregen? „Mein Gott, warum hatte ich soviel Scheiße gebaut?“ Orsina: Du musst mir eins versprechen, Du darfst jetzt keine Dummheit machen, (Melodram, groschenheftmässig)
Urteil: Hans-Peter Stadler, 1997, 11 Jahre Zuchthaus, „hier drinnen endlich mal Zeit, das eine und andere in Ordnung zu bringen“
Heirat im Knast. Schweizer Alpengroschenmelodram.
Schweizer Melodram über ein Ponzi Scheme. Der Begriff Ponzi Scheme wurde zuletzt berühmt durch das Schneeballsystem des Milliardenbetrügers Bernie Madoff, der den Anlegern Traumrenditen mit frei schwadronierten Superanlagegelegenheiten vom Himmel...