Archiv der Kategorie: Review

Viel Akte, wenig X

Heute war die Pressevorführung von Akte X – Jenseits der Wahrheit, dem zweiten Akte-X-Film. Der Film startet diesen Donnerstag, also in drei Tagen.

Pater Joe, im Bild ganz vorne, ist ein verurteilter Pädophiler und zugleich katholischer Geistlicher. Er lebt zurückgezogen in einer Art Wohneinrichtung für entlassene Straftäter. Nur, dass er Visionen hat, scheint seinem Leben einen Sinn zu geben.

Besagte Visionen erlauben es dem Mann, dem FBI zu einer Serie von Leichen(teil)funden in einer zugefrorenen Winterlandschaft zu verhelfen. Doch eine entführte Agentin, auf der das eigentliche Hauptaugenmerk des FBI liegt, bleibt verschollen, auch wenn sie laut Pater Joes Visionen immer noch am Leben ist.

Bei Scully wird angefragt, ob sie nicht Mulder anhauen könnte, wieder mit auf die übernatürliche Pirsch zu gehen – als unbewaffnete Zivilisten. Beide Ex-Agenten, noch immer ein Paar, zurückgezogen in einer langweiligen und wenig spektakulären Einsamkeit lebend, beginnen, an dem Fall mitzuarbeiten. Mulder glaubt („I want to believe“) an die Visionen von Pater Joe und das generell Übernatürliche (kein Wunder nach dem letzten Film), Scully sieht in dem Mann nur den Päderasten, der nun versucht, sich sein Gewissen halbwegs reinzuwaschen, indem er der Justiz hilft.

Es dauert nicht lang, und Mulder stößt tatsächlich auf einige merkwürdige Umtriebe. Natürlich klappt sein Alleingang nicht so, wie er sollte, und die Standard-Dramaturgie nimmt ihren Lauf.

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Lesetipp: Trick or Treatment

Schon lange bin ich ein Fan des indischstämmigen, britischen Wissenschaftsautors Simon Singh. Sein Fermats letzter Satz hätte mir, wäre es mir in der Schulzeit begegnet, die Motivation zu einer wissenschaftlichen Karriere gegeben, und ich wäre heute Physiker, Biologe, Chemiker oder Genetiker.

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You don’t mess with the Zohan

Wenn Adam Sandler einen Film dreht, dann erwartet der Filmjournalist seichteste Unterhaltung für die Masse und einen langweiligen Kinobesuch mit wenigen Lachern auf unterem Niveau. Ein Garant für Kasse ist der Mann ja schon immer gewesen, doch waren seine bisherigen Auftritte oft ein gutes Stück jenseits der Grenze des guten Geschmacks. Was ein Monty Python nur andeutet, braucht ein Adam Sandler nicht zu zeigen.

Nundenn, mit entsprechend gemischten Gefühlen fand ich mich bei der heutigen Pressevorführung von Leg Dich nicht mit Zohan an ein und erwartete seichte Unterhaltung, die meinen Geschmack mehr oder weniger knapp verfehlen würde. Knapp zwei Stunden später war ich begeistert.

Kurz zum Inhalt: Zohan, ein israelischer Anti-Terror-Agent (interessanterweise in der englischen Originalfassung korrekt, aber deutlich als „Counter-Terrorist“ bezeichnet) ist es leid, für sein Land immer die Kohlen aus dem Feuer zu holen, da die festgenommenen Bösewichte (nämlich das „Phantom“) meist nur wenige Wochen später gegen entführte Israelis wieder ausgetauscht werden. Er inszeniert seinen Tod, fliegt nach New York und verfolgt seinen heimlichen Traum, der beste Friseur der Stadt zu werden.

In einem entsprechenden Stadtviertel stellt er fest, das Juden neben Arabern (Palästinensern) friedlich leben und arbeiten, findet seinen ersten Job bei Dalia, ausgerechnet einer Palästinenserin. Bald darauf holt Zohan seine Vergangenheit wieder ein, das Phantom ist wieder da, und seine Agenten-Fähigkeiten werden gebraucht.

Was nach einer klassischen Dramaturgie im Schenkelklopfer-Milieu anmutet, entwickelt sich schnell zu einer spritzigen, überdrehten Burleske mit immer härteren Seitenhieben gegen den Nahost-Konflikt und jede Menge gewissenlose Idioten in gehobenen politischen und wirtschaftlichen Positionen. Die Kernaussage, dass nämlich eigentlich nur die großen Politiker und Machtmenschen miteinander im Clinch liegen, und dass das einfache Volk beider (aller) Seiten sehr wohl völlig friedlich mit den Nachbarn auskommen würde, schleicht sich im Lauf der 112 Minuten eher unbemerkt ein. Der Film startet als klassicher amerikanischer anti-arabischer anti-palästinensicher anti-muslimischer fremdenfeindlicher Agentenfilm mit typischer Schwarz-Weiß-Trennung zwischen Gut und Böse und endet exakt in der Realität. Zwischendrin werden dermaßen viele Klischees aufs Korn genommen, dass wirklich kein Auge trockenbleibt. Die Bluetooth-Mac-Handy-Szene mit Mariah Carey allein lohnt Nerds den Kinobesuch.

Äußerst geschickt verballhornt Zohan unter anderem den Zensurwahn der amerikanischen Kinoindustrie und umschifft die Klippen der Altersfreigabe mit kreativem Jiddisch aller Art (man denkt an Borat). Da wird zum Beispiel niemals Bullshit gesagt, sondern stets Bullshlabach, und die Message ist klar, der Film dennoch für Jüngere genießbar – für uns Erwachsene durch dieses Schnippchen sowieso umso mehr. Die Frage, ob Zohan vielleicht schwul sei, wird auf englisch-jiddisch gekonnt mit „Are you a Fagele?“ gestellt – zum Brüllen! Die Drehbuchautoren schafften es, wirklich jede noch so dreckige Fantasie, jedes Schimpfwort und alle „banned“ Ausdrücke auf jiddisch (natürlich meist erfundene Wortschöpfungen) einzuflechten und in den Fällen, in denen die Bedeutung nicht eindeutig klar ist, der verdrehten Fantasie jedes Zuschauers einfach freien Lauf zu lassen. Das schlimmste Wort im Film dürfte „Bush“ sein, bezugnehmend auf die prominente Schambehaarung der Hauptfigur.

Eine Auswahl an unerwarteten, aber fähigen Schauspielern füllen den Film, neben John Turturro und Rob Schneider im regulären Cast findet sich auch Cameos von (angeblich) Robin Williams ganz am Anfang, Chris Rock, Kevin James, John McEnroe, Mariah Carey, George Takei, diesem Boxkampf-Ansager und sicher vielen mehr. Die meisten sind leicht erkennbar und manchmal wohl auch gar keine echten Cameos, Robin Williams jedoch habe ich übersehen.

Durch die Story werden eine ganze Menge Themen humoristisch angerissen, zum Beispiel Frisuren der 80er (hilarious!), doch zu meiner großen Freude wurden sämtliche Gag-Handlungsfäden wieder aufgenommen und zu einem Abschluß geführt, anstatt sie, wie so oft, im Sande verlaufen zu lassen.

Natürlich stoßen mir auch Dinge auf, persönliche Unzufriedenheiten gibt es ja in jedem Film, aber hier habe ich praktisch keine gefunden, außer: In Palästina wird sicher nicht aus Holz und Pappe gebaut wie in Amerika, das fällt einem bei einer Schlägerei durch eine Wand auf, und dass es – Spoiler – doch immer wieder auf den Bau einer Mall hinausläuft, ist einfach kacke und typisch amerikanisch, und leider, leider, leider wohl der Realität am nähsten. Übrigens: Das offenbare israelische Kultgetränk Fizzy Bubbelech will ich unbedingt auch mal probieren. Die erfundene Marke ist ja schon durch den Film etabliert, da kann man das Zeug ja auch gleich herstellen.

Alles in Allem rutscht Zohan gekonnt an der Grenze des guten Geschmacks entlang, allerdings stets auf unserer Seite, nie auf der anderen, nichteinmal bei sexuellen Themen, bei denen übrigens auch die Beschneidung nicht unerwähnt bleibt. Die Pointen sitzen, zumindest in der englischen Originalfassung (deutsche Synchro auf eigenes Risiko!), und der klassische Hänger im dritten und bisweilen vierten Akt bleibt völlig aus. Der Film bedient nicht nur das Schenkelklopfer-Publikum, sondern auch den leicht gehobenen Geschmack und verfügt über einige tiefere Anspielungen, die eine gut konzipierte Vielschichtigkeit (im kleinen Rahmen, wollen wir mal nicht übertreiben) erkennen lassen.

Am liebsten möchte ich mich hinreißen lassen, den Film „ein Lehrstück für Komödien“ zu nennen, doch dann fällt mir Some like it Hot ein und dass Billy Wilder möglicherweise im Grab rotieren könnte. Also einige ich mich (das geht!) auf „ein Lehrstück für Mainstream-Komödien, die ihr Geld mehrfach wieder einspielen müssen und dennoch ambitioniert genug sind, dem Zuschauer maximales Vergnügen bei hierbei noch maximal möglichem Tiefgang zu bieten“. Also: Viel Spaß im Kino!

Wall•E

Wie könnte ich Wall•E sehen und nicht darüber schreiben? Ich mach es kurz und so spoilerfrei wie irgend möglich:

Aus den Trailern wissen wir, dass ein kleiner Roboter namens Wall-E nach einer nicht genannten (aber erahnbaren) globalen Katastrophe auf der in Müll erstickenden Erde „aufräumt“, und das seit Jahrhunderten. Einst waren es wohl Heerscharen seiner Art, nun scheint er der einzige zu sein. Zu Besuch aus dem All kommt ein weiterer Roboter, offenbar weit höherentwickelt und damit jünger, Eva. Eva und Wall-E lernen sich kennen und scheinbar auch lieben, bekommen aber Probleme mit den Menschen, die im All auf einem Raumschiff mit dem bezeichnenden Namen Axiom leben. Soweit das, was aus den Trailern herauszulesen ist.

Die Geschichte des Films ähnelt der in den Trailern vermittelten genau, im Film gibt es natürlich noch mehr Lagen, Handlungsstränge und Motivationen, und natürlich zeigen die Trailer nur Ausschnitte. Auch wurden für die Trailer Szenen gerendert, die so nicht oder nur in ähnlicher Form im Film auftauchen (z.B. das Händchenhalten auf der Bank). Dies würde ich nicht als Irreführung interpretieren, sondern als legitime Informationsvorenthaltung zum Zwecke des Wasser-im-Mund-Zusammenlaufen-lassens-ohne-unnötig-zuviel-zu-verraten.

Man sollte Wall•E genießen, wie man ale Kind E.T. genossen hat. Man sollte nicht hinterfragen, wie all die technischen Wunder funktionieren. (von denen ich 99% für absolut realisierbar halte, wenn auch nicht in diesem Jahrtausend). Man sollte nicht über die seltsame Kommunikation zwischen den Maschinen wundern und andere Kleinigkeiten. Man sollte unbedingt loslassen, sich wieder jung fühlen, am besten an die erste Kindergartenliebe zurückdenken und den ersten Kuss, auf den man so lange gebangt und gehofft hat, und der einen dann völlig aus den Latschen gehauen hat, egal, wie keusch er auch gewesen sein mag, und der damals noch „Kuß“ hieß. Man sollte keinen Alkohol konsumieren und keinen Schenkelklopferfilm mit lustigen Sidekicks erwarten. Man sollte seine Kinder mitnehmen, denn dieser Film eignet sich bestens zur Einstimmung junger Geister auf großes Kino, menschliche Gefühle, leichte Gesellschaftskritik und die Liebe. Man sollte sich das Weinen (vor Freude) nicht verkneifen, sofern man nah am Wasser gebaut ist, und in diesem Fall vielleicht Taschentücher mitnehmen. Und, um Himmels Willen, unbedingt die Logik abschalten, sonst kann Wall•E nicht funktionieren.

Die Handlung ist unwichtig, es geht um Mutter Erde und was wir Arschkrampen ihr angetan haben, um Machthunger und Gier, um galoppierenden Kapitalismus (falsch! falsch! falsch!) und um die armen Verlierer, die uns hinterherputzen.

Ich weiß, das klingt total kitschig, ist aber genau so. Wer sich emotional schon nicht auf diesen Blogeintrag einlassen kann, sollte den Film gänzlich meiden, weil er sonst dem restlichen Publikum zur Last fallen wird.

Bild © Disney

Sex and the City oder Barbie: Der Film

Ich will mich ja wirklich nicht unbeliebt machen. Aber manche Kluft zwischen Männern und Frauen scheint wirklich unüberbrückbar. Doch das macht das Zusammenleben auf unserem kleinen blauen Planeten ja gerade so spannend, so zuckersüß und manchmal so verzweifelt.

Als Mann über Sex and the City – The Movie zu schreiben, ist in neutraler, wertfreier Form schlichtweg nicht möglich. Natürlich liegt das daran, dass der Film (wie schon die Serie natürlich) seine Kraft aus den Unterschieden zwischen den humanen Genotypen XX und XY zieht. Nach unendlich vielen Testosteronfilmen, die nur für Männer gemacht werden (spontan springen mir The Rock oder Commando oder der Terminator ins Bewußtsein) und einer noch viel größeren Zahl von Schleppnetzfilmen emotional ausgeglichenen Filmen, die diesbezüglich die Emotionen beider Geschlechter zugleich bedienen, um möglichst viel Zuschauer zu finden (seien dies King Kong, Some like it Hot oder auch Léon, der Profi) gibt es eben immer wieder reine Östrogenf Frauenfilme, seien dies The Joy Luck Club oder eben Sex and the City. So einen Film zu verreißen, wäre, wie einem Kind den Schnuller wegzunehmen, und ausserdem schlichtweg nicht fair.

Im Kino verfolgte ich brav und aufmerksam und vor allem so unvoreingenommen wie möglich die Filmhandlung und versuchte mich in die Gefühls- und Gedankenwelt der angesprochenen Zuschauerinnen hineinzufinden, was mir jedoch sehr schwer fiel. Wie können Klamotten und Schuhe dermaßen wichtig sein? Wieso ist ein begehbarer Schrank ein Schlüsselargument für den Kauf einer Wohnung? Wieso stochern alle immer nur im Salat herum und essen nie etwas? Wieso wirft man im Zorn sein Telefon? Wieso muß da nie jemand arbeiten, verbringt aber die meiste Zeit mit Shopping in überteuerten Boutiquen? Warum gehen die nicht erstmal zu Ikea, wenn sie eine Kommode suchen?

Gut, das war jetzt überspitzt und im Grunde unnötig, aber wie ich schon sagte: Es ist für einen Mann nicht möglich, wirklich wertneutral über so einen Film zu berichten. Ständig ist man versucht, über die weibliche Gefühlswelt herzuziehen. Ich kann daher nur über den Mann-in-der-Frauenwelt-Konflikt berichten, den man(n) im Kino erlebt, über die feuchten Augen der Kolleginnen, wenn auf der Leinwand mal wieder irgendein rosa Kleinmädchentraum nicht in Erfüllung geht. Und über die in uns Männern tobenden Konflikte, wenn sich die Kollegin rüberbeugt und nach dem Pärchenstreit auf der Leinwand verschwörerisch knurrt: „Geschieht Ihm recht, diesem Schwein“, obwohl man selbst gerade dabei war sich zu wünschen, dass im Film doch bitte Sie, die dumme Kröte, spontan vom Bus überrollt werden sollte. So groß sind die Unterschiede, und an diesem Film werden sich viele Geister scheiden. Und genau das ist das Erfolgsrezept des Films, er ist auf Konfrontation aus, nicht so wie z.B. Desperate Housewives, wo versucht wird, beide Seiten der ach so menschlichen Gewühlswelt zu beleuchten. Oder es ist den Machern einfach wurscht, was Männer denken, kann auch gut sein.

Für mich als Kerl bleibt im Östrogensturm nur, mich über das pastellfarbene Gewitter auf der Leinwand und die Alltagsprioritäten ansonsten erwachsener Frauen zu wundern, mich dabei nicht mit Diabetes anzustecken, mein Bier* zu schlürfen und mich darüber zu freuen, dass ich durch den partnerschaftlichen Besuch im Kino bei meiner Liebsten sicher bald genug Steine im Brett haben werde, um sie in Hellboy 2 zwingen zu können. Auch muss ich mich schwer beherrschen, beim Bloggen nicht polemisch zu werden, denn, knirsch, Geschmäcker sind eben verschieden. Aber nochmal werde ich mir Barbie: der Film sicher nicht ansehen.

Noch härter trifft mich übrigens die hintergründige Erkenntnis, für was für Neanderthaler uns die Frauen halten müssen, wenn dieser Film das Gefühlsleben der Frauen auf den Punkt bringt. Liebe Frauen, im Namen aller Männer danke ich Euch, dass Ihr es mit uns aushaltet!

*Das war metaphorisch gemeint, zu einer Pressevorführung um elf Uhr morgens trinke ich garantiert kein Bier. Das gibts maximal ab 18 Uhr, an heißen Sommertagen auch schonmal um 16 Uhr.

Cloverfield ist nur noch geil!

Entschuldigung, aber ich habe selten einen so genialen Film gesehen. Heute war die Münchner PV von Cloverfield, leider auf deutsch, aber das tut dem Film nur einen geringen Abbruch.

Beware: Here be Spoilers!

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Eröffnung des Asia Filmfest 2007

Asia Filmfest 2007 LogoSoeben bin ich von der Eröffnungsparty des Asia Filmfest 2007 heimgekommen, zuvor habe ich der Premiere von Vexille beigewohnt.

Ganz kurz: Der Film ist ein klassischer Mainstream-Anime, der den Eindruck erweckt, man hat ihn nur deshalb animiert, weil er unmöglich real zu drehen gewesen wäre. Die Handlung (fanatischer Forscher mit Gott-Komplex gegen aufrichtige Mitglieder einer Spezialeinheit, die auch noch Liebeswirren über die Kontinente hinweg ausgesetzt Vexille Bild Asia Filmfestsind, in einer Materialschlacht oberster Kajüte mit nichts weniger auf dem Spiel als der Rettung unserer Welt) reißt einen nicht weiter vom Hocker, denn so liefen die tagträumerischen Weltrettungsepen der 80er auch ab.

Die Animation ist dahingegen faszinierend, denn sie unterscheidet sich gewaltig von der Perfektion, die wir durch Pixar-Werke mittlerweile gewohnt sind:

Die Leute, die die 3D-Landschaften erschaffen haben, müssen während der Gestaltung sicherlich einige Mäuse (und Sehnenscheiden) aufgearbeitet haben, so beeindruckend ist das, was man sehen kann (ich gehe hier nicht auf Details ein, da man sofort zu spoilern gezwungen ist).

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Into the Wild

Into the Wild PosterAm gestrigen Mittwoch gab es die Pressevorführung zu Sean Penns Into the Wild. Ein sehr beeindruckender Film, sofern man die Hintergründe kennt. Kennt man diese nicht (so wie ich vor der Vorführung), hat man während des Films einen völlig anderen, und zwar völlig falschen Eindruck.

— Ab hier Spoiler! —

Die Handlung des Films ist bestechend einfach: Ein junger Mann, aus sicheren Verhältnissen stammend, und gesegnet mit einer ordentlichen Portion Hirnschmalz, beschließt, das College noch zu Ende zu machen und dann der verhaßten, spießigen und sinnentleerten Gesellschaft seiner Umgebung (dies erstreckt sich praktisch auf ganz Amerika) den Rücken zu kehren und seinen inneren Frieden in der weiten Natur zu suchen. Nach ersten Erfahrungen abseits der Zivilisation verwirklicht er seinen großen Traum, sich in den Weiten Alaskas mit der Natur zu messen. Er läßt sich in der Einsamkeit aussetzen, wandert einen Tag geradeaus und entdeckt einen verlassenen Bus, den er als Wohnstatt nutzt. Into the Wild weiterlesen

Mein Traum oder Die Einsamkeit ist nie allein – Versuch einer Interpretation

Roland Reber ist ein Filmemacher, der sich nicht schert um Konventionen, Regeln und Grundsätze. Er läßt seine Filme ja nicht einmal fördern. Stattdessen dreht er, was er will und wie er es will. Und es hat schon wieder funktioniert. Ein Dogma ohne Tamtam?

Mein Traum PosterAls dieser Blog noch jung (jünger) war und ich grün (grüner) hinter den Ohren, da habe ich berichtet, daß WTP diesen Film nun abgedreht habe, und was ich mir vom neuesten Film erwarte, nein, erhoffe. Verspreche. Mir vorstelle, daß kommen könnte.

Vor knapp zwei Wochen hat man mir die Presse-DVD zugeschickt, und ich habe sie liegenlassen. Weil ich tierisch viel um die Ohren hatte, beruflich wie privat. Das wird man mir kaum glauben, denn wo Zeit ist, nach Hamburg zu fahren, Jesse James in Überlänge zu gucken und dann auch noch fett drüber zu bloggen, da sollten doch irgendwo die Stunde, neununddreißig Minuten und dreiunddreißig Sekunden drin sein, die Roland Reber und sein Team mir so freundlich geschickt haben. Ich schäme mich.

Nun habe ich mir die Zeit genommen und den Film angesehen: Ich bin… ich bin unsicher, was ich sagen soll.

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