Archiv der Kategorie: Review

Cloverfield ist nur noch geil!

Entschuldigung, aber ich habe selten einen so genialen Film gesehen. Heute war die Münchner PV von Cloverfield, leider auf deutsch, aber das tut dem Film nur einen geringen Abbruch.

Beware: Here be Spoilers!

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Eröffnung des Asia Filmfest 2007

Asia Filmfest 2007 LogoSoeben bin ich von der Eröffnungsparty des Asia Filmfest 2007 heimgekommen, zuvor habe ich der Premiere von Vexille beigewohnt.

Ganz kurz: Der Film ist ein klassischer Mainstream-Anime, der den Eindruck erweckt, man hat ihn nur deshalb animiert, weil er unmöglich real zu drehen gewesen wäre. Die Handlung (fanatischer Forscher mit Gott-Komplex gegen aufrichtige Mitglieder einer Spezialeinheit, die auch noch Liebeswirren über die Kontinente hinweg ausgesetzt Vexille Bild Asia Filmfestsind, in einer Materialschlacht oberster Kajüte mit nichts weniger auf dem Spiel als der Rettung unserer Welt) reißt einen nicht weiter vom Hocker, denn so liefen die tagträumerischen Weltrettungsepen der 80er auch ab.

Die Animation ist dahingegen faszinierend, denn sie unterscheidet sich gewaltig von der Perfektion, die wir durch Pixar-Werke mittlerweile gewohnt sind:

Die Leute, die die 3D-Landschaften erschaffen haben, müssen während der Gestaltung sicherlich einige Mäuse (und Sehnenscheiden) aufgearbeitet haben, so beeindruckend ist das, was man sehen kann (ich gehe hier nicht auf Details ein, da man sofort zu spoilern gezwungen ist).

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Into the Wild

Into the Wild PosterAm gestrigen Mittwoch gab es die Pressevorführung zu Sean Penns Into the Wild. Ein sehr beeindruckender Film, sofern man die Hintergründe kennt. Kennt man diese nicht (so wie ich vor der Vorführung), hat man während des Films einen völlig anderen, und zwar völlig falschen Eindruck.

— Ab hier Spoiler! —

Die Handlung des Films ist bestechend einfach: Ein junger Mann, aus sicheren Verhältnissen stammend, und gesegnet mit einer ordentlichen Portion Hirnschmalz, beschließt, das College noch zu Ende zu machen und dann der verhaßten, spießigen und sinnentleerten Gesellschaft seiner Umgebung (dies erstreckt sich praktisch auf ganz Amerika) den Rücken zu kehren und seinen inneren Frieden in der weiten Natur zu suchen. Nach ersten Erfahrungen abseits der Zivilisation verwirklicht er seinen großen Traum, sich in den Weiten Alaskas mit der Natur zu messen. Er läßt sich in der Einsamkeit aussetzen, wandert einen Tag geradeaus und entdeckt einen verlassenen Bus, den er als Wohnstatt nutzt. Into the Wild weiterlesen

Mein Traum oder Die Einsamkeit ist nie allein – Versuch einer Interpretation

Roland Reber ist ein Filmemacher, der sich nicht schert um Konventionen, Regeln und Grundsätze. Er läßt seine Filme ja nicht einmal fördern. Stattdessen dreht er, was er will und wie er es will. Und es hat schon wieder funktioniert. Ein Dogma ohne Tamtam?

Mein Traum PosterAls dieser Blog noch jung (jünger) war und ich grün (grüner) hinter den Ohren, da habe ich berichtet, daß WTP diesen Film nun abgedreht habe, und was ich mir vom neuesten Film erwarte, nein, erhoffe. Verspreche. Mir vorstelle, daß kommen könnte.

Vor knapp zwei Wochen hat man mir die Presse-DVD zugeschickt, und ich habe sie liegenlassen. Weil ich tierisch viel um die Ohren hatte, beruflich wie privat. Das wird man mir kaum glauben, denn wo Zeit ist, nach Hamburg zu fahren, Jesse James in Überlänge zu gucken und dann auch noch fett drüber zu bloggen, da sollten doch irgendwo die Stunde, neununddreißig Minuten und dreiunddreißig Sekunden drin sein, die Roland Reber und sein Team mir so freundlich geschickt haben. Ich schäme mich.

Nun habe ich mir die Zeit genommen und den Film angesehen: Ich bin… ich bin unsicher, was ich sagen soll.

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Ein paar Worte zur Ermordung des Jesse James

Heute fand die PV zu Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, Originaltitel The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford mit Brad Pitt und Casey Affleck statt. Der Film hat schon im Vorfeld durch seinen sperrigen Titel für etwas Verwirrung gesorgt.

Dies dürfte allein daran liegen, daß die Person des Jesse James hierzulande kein bekannter Nationalheld, sondern allenfalls aus einem Lucky Luke-Band aus Kindertagen hängengeblieben ist. Natürlich streift der halbwegs fundierte Geschichtsunterricht auch diese Biographien, doch man muß schon ein besonderes Augenmerk auf das Amerikanische Pioniertreiben legen, um genauer Bescheid zu wissen. Der Mann auf der Straße dürfte hierzulande von Jesse James noch nie gehört haben (aber wohl genausowenig vom Jennerwein, fürchte ich). Auch die Buchvorlage unter gleichem Titel dürfte hierzulande einen geringeren Bekanntheitsgrad haben als in der Neuen Welt: Derzeit gibt es das Buch von Ron Hansen bei Amazon in der deutschen Ausgabe von 1996 lediglich gebraucht, das aber immerhin ab 19 Cent, der Verkaufsrang zum heutigen Tage: 1.632.891.

In den USA, wo der Film seit rund drei Wochen läuft, steht das Buch (1997er-Ausgabe) immerhin bei Verkaufsrang 12.646, die Ausgabe zum Film hat es dahingegen nicht so weit nach oben geschafft. Doch kommen wir zum Film zurück, denn der will mich einfach nicht loslassen.

Der Titel ist Programm, das stimmt, doch darum geht es nicht. Denn daß Jesse James durch Robert Fords Hand sterben muß, ist im Amerikanischen Grundwissen derart verwurzelt, daß der potentielle Zuschauer dadurch nicht gespoilt wird. Etwas anderes ist es auf dem europäischen Markt, wo der Film auch unter dem Titel Jesse James oder auch Die Ermordung des Jesse James gut, vielleicht sogar besser funktioniert hätte.

Tatsächlich behandelt der Film nicht die Ermordung des Banditen als Schwerpunkt, sondern konzentriert sich auf die komplexen sozialen Verflechtungen zwischen Jesse James und seinem Fan sowie späteren Mörder Robert Ford, auf den letzten Eisenbahnüberfall, den eine bunt zusammengewürftelte Bande mit den James-Brüdern durchführt und eher noch auf die Folgen, die dieser Überfall für alle Beteiligten hat. Der Film ist kein Western im klassischen Sinne, sondern eher das melancholische Psychogramm eines ganzen Landes, erzählt durch Person und Handlung zweier Schlüsselfiguren dieser Zeit, und beleuchtet die Folgen dieses geradezu epochalen Ereignisses nach dem Tod des Jesse James für weitere Jahre.

Jesse James Age 17Ich konnte nicht umhin, mich im Internet ein wenig nach Frank und Jesse James umzusehen, um den wahren Gesichtern hinter Brad Pitt und Casey Affleck auf die Spur zu kommen. Ich finde das Leben dieser und anderer Spät“helden“ des Wilden Westen überaus interessant, da der klassische Wilde Westen ja praktisch nahtlos in die Gegenwart übergegangen ist. Die Großeltern oder Urgroßeltern heutiger Amerikaner lebten seinerzeit zur gleichen Zeit mit Menschen, die man von ihrer gesellschaftlichen Rolle her subjektiv in die graue Vorzeit einstufen würde.

Klar, Amerika holt seine Geschichte komprimiert nach, während die neuzeitlichen Blüten an allen Ecken sprießen und gedeihen, da kann einem schon mal schwindelig werden. Während sich hierzulande die eigenen Wurzeln meist im nahen Umkreis des Geburtsortes im Grau der Geschichte verlieren und bisweilen zu den alten Römern zurückreichen, kämpfen die Amerikaner sicherlich mit kollektiven Identitätskrisen: Die Vorfahren kamen alle mit dem Schiff von irgendwoher, bekamen auf Ellis Island, wo sie mit nichts eintrafen, meist sogar einen neuen Namen, zogen mit einem Trek gen Westen, machten sich auf dem Weg durch das Erschießen von Indianern und Ausrotten von Büffeln gleich so richtig beliebt und ließen sich dann irgendwo nieder – so stellt sich unsereins das zumindest gerne vor.

Volkshelden des alten Europa mit demselben Bekanntheitsgrad wie die Westernhelden in Amerika liegen weit länger in der Vergangenheit zurück: Robin Hood, Wilhelm Tell oder selbst der Schneider von Ulm sind Figuren der Geschichte, nicht der jüngsten Vergangenheit. Jesse James, Calamity Jane oder Billy the Kid dahingegen haben so kurz vor unserer Zeit existiert, daß man sie fast noch persönlich treffen hätte können. Wären diese Menschen nicht durch unnatürliche Umstände gestorben, hätten sie zum Beispiel noch bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs leben können. Jesse James‘ älterer Bruder Frank James beispielsweise verstarb 1915, da stand das Haus, in dem ich diese Zeilen schreibe, schon drei Jahre.

Der Amerikanische Westen ist viel greifbarer, viel näher am Jetzt als unsere Vergangenheit. Das macht seine Faszination aus. Diese wird nicht durch Ehrfurcht vor den Sedimentschichten der Geschichte ausgelöst, sondern durch die Tatsache, daß er eben noch da war, bis gerade eben, man kann fast noch den Schatten sehen. Die Fotos dieser Zeit lassen den Blick auf eine bereits völlig fremde Welt zu. Während hier die Geschichte von den Wänden tropft (der Keferloher Markt hier in der Nähe zum Beispiel findet seit über 1000 Jahren statt), was einem – versteht mich nicht falsch – definitiv ein Gefühl der tiefsten Verwurzelung und Heimatverbundenheit gibt, tobt in der Neuen Welt gerade noch die Völkerwanderung mit all ihren Auswüchsen. Brutal.

Zurück zum Film: Stilistisch eine Mischung aus Cold Mountain, Open Range und diesem jüngeren Western, wo eine Frau einen Gangster, der ihr Kind entfüht hat, verfolgt, baut die Erzählung bewußt den Mythos Jesse James für den Zuschauer neu auf. Durch eine geschickte Erzählstruktur (mit Off-Sprecher und absichtlich unscharfer Linse) sowie wohl gewählten Rückblenden wird der Zuschauer zusammen mit der Figur des Robert Ford zuerst an die Faszination des Jesse James, dann an den Verbrecher und seine Taten herangeführt. Im letzten Teil des 156-Minüters (ein Viertel oder ein Fünftel vielleicht) wird dann auf die Folgen der Tat eingegangen, die auch Jahre nach der Beerdigung des Jesse James noch alle Beteiligten verfolgt. Ein beklemmendes Portrait, überaus wertvoll und definitiv ein Stück Zeitgeschichte.

Wer nach Originalbildern der Beteiligten oder Informationen sucht, wird hier fündig:

Und wer eine Review des Films möchte, kann mich gern beauftragen.

Shut Up & Sing

Jeder dürfte den Niedergang der Dixie Chicks in den USA mitbekommen haben, nachdem sie 2003 bei einem Konzert in London verlautbaren ließen:

Just so you know, we’re on the good side with y’all. We do not want this war, this violence, and we’re ashamed that the President of the United States is from Texas.

Abgesehen davon, daß es hier in Europa wohl nur den allerwenigsten einfallen würde, sich an Kritik am eigenen Staatsoberhaupt auch nur zu stören, will ich gar nicht näher auf die Kontroverse eingehen, denn das Recht der Meinungsfreiheit darf in unserer Zivilisation unter keinen Umständen angerührt werden.

Pressebild Shut up and Sing c Senator FilmDoch die Realität sieht natürlich ein wenig anders aus: Der Respekt vor fremden Meinungen ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, im Alltag bilden sich Gruppen und Grüppchen von Leuten, die „miteinander können“, eben weitgehend ähnlicher Ansichten sind.

Im Internet ist es leicht, auf anonyme Weise Andersdenkende anzufeinden, manche Trolle scheinen sich das Beleidigen anderer geradzu zum Sport gemacht zu haben. Die Motivation dahinter wird mir wohl immer verborgen bleiben.

Der Dokumentarfilm Shut Up & Sing von Barbara Kopple und Cecilia Peck greift genau dieses Thema auf: Es geht nicht um Amerika, es geht nicht um Bush oder den Irak“krieg“, sondern es geht um dieses feine, unsichtbare Räderwerk zwischenmenschlicher Reize und Reaktionen, um die Kaskaden von unkontrollierbaren und keinesfalls vorhersehbaren Abläufen aufgrund bisweilen nichtigster Anlässe. Die schier unendlich komplexe Maschinerie und deren kompetentes Manipulieren erlaubt es Schwerstverbrechern, frei herumzulaufen, während gleichzeitig völlig belanglose Ereignisse zu Horrorszenarien aufgeblasen werden können, blown out of proportion, wie man so schön sagt.

Gerade dies macht den Film so empfehlenswert: Er erzählt die Geschichte einer Äußerung und deren Folgen, aber von der anderen Seite. Jahre, nachdem Natalie Maines den oben zitierten Satz aussprach, kann der (in diesem Fall politisch) interessierte Zuschauer verfolgen, wie die Dixie Chicks sich mit der so plötzlich eskalierenden Situation konfrontiert sahen und letztlich ihren Musikstil änderten, um nicht mehr so stark von den right wing conservative rednecks abzuhängen – vielleicht nicht unbedingt allein, wohl aber auch deswegen.

Besonders berührt hat mich die Unsicherheit, mit der die Band und ihre Mitstreiter kämpften, als sie sich auf einen gemeinsamen Kurs zur Schadensbegrenzung zu einigen versuchen. Im Grunde ist es ja lächerlich, daß man in so einem Fall überhaupt an Schadensbegrezung denken muß, aber die leider oftmals durch die Medien irregeführte bzw. beeinflußte US-Öffentlichkeit revoltiert gerne, aber tendenziell eher gemeinsam, gegen etwas offiziell als Böse ausgewiesenes, also aus einer gewissen Sicherheit heraus. Alleingänge sind offenbar nur heroisch, wenn sie mit den Doktrinen des Amerikanischen Traumes vereinbaren lassen. Doch ich spekuliere schon wieder…

Ich empfehle jedermann diesen Film. Man muß weder Fan der Chicks sein, noch Country-Musik leiden können, die hier behandelte Thematik hat mit Musik rein gar nichts zu tun. Und am Ende schließt sich der Kreis, zur Zufriedenheit hoffentlich aller, auf jeden Fall aber gut für ein Schmunzeln.

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Fido

Heute konnte ich in einer Fantasy Filmfest-PV Fido sehen.

Ganz kurz gesagt, und das werden auch einige der Kollegen so schreiben: Pleasantville meets Dawn of the Dead.

Dazu muß man die Hintergründe ein wenig beleuchten: Zombiefilme sind nicht einfach nur Filme, in denen Tote umhertorkeln und Menschenfleisch oder Hirn fressen wollen, sondern Zombiefilme sind, oder können dies zumindest sein, Gesellschaftskritik.

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Black Sheep

Heute konnte ich die Pressevorführung von Black Sheep (zu sehen beim Fantasy Filmfest) genießen. Allem vorweg: Ich hab mich amüsiert wie seit Braindead nicht mehr!

Natürlich gibt es bei diesem Thema, den bisher so veröffentlichten Bildern und der Tagline „Get ready for the Violence of the Lambs!“ nicht mehr viel zu spoilern, daher kann ich ja nun frank und frei erzählen:

Die Handlung folgt dem klassischen Muster des Horrorfilms: Eine Gruppe bunt zusammengewürftelter Fremder findet sich überraschend in einer bedrohlichen Situation wieder und wird beim Kampf ums Überleben drastisch dezimiert. Diesmal spielt der Film auf einer Neuseeländischen Schaffarm, Hauptfigur ist Henry, der kleine Bruder des jetzigen Eigentümers Angus, der eigentlich nur kurz zur Farm seiner schon lange toten Eltern gekommen ist, um sich seinen Erbteil auszahlen zu lassen.

Ebenfalls auf der Farm: Die alte Mrs. Mac, gute Seele des Betriebs, Tucker, eine Art Großknecht („Farm Manager“) sowie das Ökoaktivistenpärchen Experience und Grant. Sie Feng-Shui- und Chakrenspezialistin mit Notfall-Aromatherapiekerze im Gepäck, er ein impulsiver Öko, der wohl schon eine Dekade keinen Friseur mehr gsehen hat und sich zwischenzeitlich offenbar auch noch das Hirn rausgekifft hat. Dazu kommen einige Wissenschaftler mit einem ambitionierten Gentechnik-Projekt in einem abgelegenen Labor sowie eine Gruppe potentieller Investoren, die zur Überraschungspräsentation einer Art Superschaf angereist sind.

Während die bei der Schafzüchtung entstandene fleischfressende Abart des Superschafes nicht wie geplant fachgerecht entsorgt werden kann und sich deren Raubtier-Eigenschaften auch noch wie ein Virus und in Windeseile unter den anderen Schafen verbreitet, glaubt Angus noch an den großen Erfolg seines Traumschafes. Seine Präsentation vor den Investoren läuft bereits, während anderswo auf der Farm Menschen schon um ihr Leben blöken, die Katastrophe scheint vorprogrammiert.

Die Handlung ist im Grunde nichts neues, schon der Genreklassiker Braindead wartete mit so ziemlich derselben Geschichte auf, doch das ist völlig egal. Was diesen Film so großartig macht, ist (neben den hemmungslos zelebrierten Blut- und Organorgien) die perfekte Führung dieser wunderbaren Schauspieler. Ob sie nun selbst unbedarft sind oder nur unbedarft spielen, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Doch wer so tapfer durch die einsamen, schafverseuchten Weiten Weiden entlang irgendeiner neuseeländischen Küste stapft und noch in der größten Totale eine Resignation vermitteln kann, wie ich sie zuletzt bei den Rittern der Kokosnuß erleben konnte, hat mein Herz schon gewonnen. Bää-ää-ääh!

Harry Potter und die Heiligkeit der Buchvorlage

Ich bin Harry Potter-Fan.

Ein glühender.

Meine persönliche Begegnung mit dem Zauberlehrling kam erst mit dem ersten Potter-Hype in Deutschland zustande, das war so um den dritten Band herum, glaube ich. Als plötzlich jeder Potter las, war ich überzeugt, daß es sich um ein Pop-Strohfeuer handelte und maß dem ganzen keine weitere Bedeutung bei. Doch als selbst die größten Couch Potatoes mir, einer alten Leseratte, empfahlen, mehr zu lesen, war mir klar: Dem muß ich auf den Grund gehen. Harry Potter mußte ein triviales Rührstück sein, das den kleinsten gemeinsamen Nenner aller potentiellen Kunden anspricht. Pulp Fiction also. Ich wollte Harry Potter hassen. Harry Potter und die Heiligkeit der Buchvorlage weiterlesen