Archiv der Kategorie: People

Happy Birthday, Sir Arthur!

Arthur C. Clarke (c Shahidul Alam)Am heutigen Tag feiert niemand geringeres seinen 90sten Geburtstag als Sir Arthur Charles Clarke.

Erst im späten Teenageralter habe ich angefangen, seine Bücher zu lesen: Da ich als Jugendlicher 2001 – A Space Odyssey gesehen hatte und diese eine Stelle derart abgedreht fand, hab ich den ganzen Autor gleich mitabgekanzelt, ohne die Kubrick’schen Metaphern auch nur ansatzweise als solche zu erkennen. Was für eine Schande, doch ich konnte sie vor meinem 20sten Geburtstag weitestgehend ausbügeln.

Nun wird er also 90, einer der einflußreichsten Autoren der Neuzeit. Dieser Mann hat maßgeblich dazu beigetragen, die Wissenschaften in der breiten Bevölkerung populär zu machen. Der heutigen Jugend dürfte Arthur C. Clarke (auch ACC genannt) jedoch weitgehend unbekannt sein, doch gibt es nur wenige, die mehr bewegt haben als er. Wer sonst kann schon in seinen Lebenslauf schreiben, die Satelliten erfunden zu haben?

Thilina Heenatigala aus Sri Lanka (wo Sir Clarke wohnt) hat zu Ehren des Jubilars einen eigenen Geburtstagsblog ins Leben gerufen, über den Glückwünsche per Kommentar zuverlässig und sicher an Sir Clarke übermittelt werden können.

Wer noch ein paar Lesetipps möchte: Ich habe die großen Klassiker in einer Amazon-Leseliste zusammengestellt – natürlich in der englischen Ausgabe. Ich lese seine Romane wirklich gern – auch wenn ich immer wieder feststellen mußte, daß der Gute manche meiner besten Ideen schon selbst verarbeitet hat. Naja, wenigstens hab ich so ab und zu eine Rückbestätigung, daß ich nicht ganz blöde Ideen habe.

Wie ich auf Thilinas Blog entdecken konnte, hat Sir Clarke auch eine kleine Memoiren-Ansprache aufgezeichnet. Hört gut zu, was er zu sagen hat:

Foto-Credit: Shahidul Alam.

Eröffnung des Asia Filmfest 2007

Asia Filmfest 2007 LogoSoeben bin ich von der Eröffnungsparty des Asia Filmfest 2007 heimgekommen, zuvor habe ich der Premiere von Vexille beigewohnt.

Ganz kurz: Der Film ist ein klassischer Mainstream-Anime, der den Eindruck erweckt, man hat ihn nur deshalb animiert, weil er unmöglich real zu drehen gewesen wäre. Die Handlung (fanatischer Forscher mit Gott-Komplex gegen aufrichtige Mitglieder einer Spezialeinheit, die auch noch Liebeswirren über die Kontinente hinweg ausgesetzt Vexille Bild Asia Filmfestsind, in einer Materialschlacht oberster Kajüte mit nichts weniger auf dem Spiel als der Rettung unserer Welt) reißt einen nicht weiter vom Hocker, denn so liefen die tagträumerischen Weltrettungsepen der 80er auch ab.

Die Animation ist dahingegen faszinierend, denn sie unterscheidet sich gewaltig von der Perfektion, die wir durch Pixar-Werke mittlerweile gewohnt sind:

Die Leute, die die 3D-Landschaften erschaffen haben, müssen während der Gestaltung sicherlich einige Mäuse (und Sehnenscheiden) aufgearbeitet haben, so beeindruckend ist das, was man sehen kann (ich gehe hier nicht auf Details ein, da man sofort zu spoilern gezwungen ist).

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Free Rainer: Kinotour

Zu Hans Weingartners neuem Film Free Rainer – Dein Fernseher lügt wird es eine Kinotour geben. In Anwesenheit des Regisseurs und / oder Moritz Bleibtreu bzw. Elsa Sophie Gambard mit anschließendem Publikumsgespräch zu folgenden Terminen:

Termine Kinotour Free Rainer

Loriot beneidet heutiges Rat Race nicht

Altmeister Vicco von Bülow, bekannt natürlich als Loriot, wird keine Szenen oder Sketche mehr fürs Fernsehen schreiben, meldet Spiegel Online.

Ich wundere mich, wie überhaupt jemand dies von ihm erwarten bzw. ihn dies fragen konnte: Zum einen ist der Mann mit fast 84 Jahren bald 20 Jahre im wohlverdienten Rentenalter, zum anderen ist in der heutigen Welt kein Platz mehr für seine Späße.

Ich meine das nicht abwertend, vielmehr bedauere ich selbst das Absinken das Niveaus der TV-Lustbarkeiten vom Level der (meist) gehobenen Unterhaltung hin zum gegenwärtigen Standard.

Während wenige Kabarettisten sich abmühen, auf Kleinkunstbühnen hintergründiges und doppeldeutiges Programm zu machen (drei meiner Lieblinge), steigt die Zahl der Comedians rapide an. Deren bisweilen abgründige Unterhaltung auf Schenkelklopfnievau unterster Kajüte zielt fast ausschließlich auf den Massenmarkt, sprich: den kleinsten gemeinsamen Nenner, also den niedrigsten Instinkt. Dies mag oft genug amüsieren, doch die Industrie, die sich hinter diesen Auftritten aufgebaut hat, ist erschreckend.

Im Video zu diesem Blogbeitrag gibt es einen Satz, der mich schwer beeindruckt hat, und der mehr denn je auf die heutige Unterhaltungsindustrie zutrifft. Sinngemäß:

Heute arbeitet das Mädchen für den Zuhälter, doch früher arbeitete der Zuhälter für das Mädchen.

Während es heute praktisch keine Tabus mehr gibt und die Producer immer nur mehr, mehr, mehr wollen, brennen die Künstler so schnell aus wie nie zuvor. Dies wurde im Popmusikformat mit Shows wie dem Superstar (noch immer nicht gefunden, wenn man mich fragt) institutionalisiert und beweist die Kurzsichtigkeit der Branche: Anstatt feinfühlig und langfristig die Musik wieder besser zu machen, kannibalisiert die Branche sich selbst und verkauft selbst diesen Ausverkauf als Show, und die Leute gucken, was sie vorgesetzt bekommen. Dabei sollten doch eigentlich wirklich die Produzenten nervös darauf warten, daß der Künstler ein Werk gebiert, anstatt am Niveau zu schrauben, so daß der Künstler zur Inspiration gezwungen werden kann, denn nun gibt es keinen Grund mehr, auf selbige zu warten. Und die Leute kaufen das auch noch.

Daß ein Vicco von Bülow es weder nötig hat, sich diesem Erfolgsdruck in Kombination mit einer unvergleichlichen Niveaulosigkeit auszusetzen, noch vielleicht einfach keine Lust hat, seinen wohlverdienten Ruhestand für Leute, denen mehrheitlich noch das Hinterletzte zu gefallen scheint, zu unterbrechen, kann ich mehr als gut verstehen.

Was ich nicht verstehen kann, sind dahingegen Claims wie „witzig ist witzig“, kann mir den mal einer erklären? Was soll das heißen? Zwei ist zwei? Geiz ist geil?

Hier noch ein Klassiker: Trübtauber Hain am Musenginst: Krawehl, Krawehl:

Mehr bei den Videos von Rialto Film.

Sieh mal einer an…

Durch einen kleinen Blitz der Erinnerung (keine Ahnung, woher) am Nachmittag draufgekommen, habe ich mich einmal umgesehen, was Hermes Phettberg eigentlich gerade so treibt.

Hermes PhettbergWährend es nicht besonders erbaulich war zu lesen, daß Herr Phettberg Anfang dieses Jahres einen weiteren Schlaganfall erlitten hat, so ist es doch ein ziemlicher Zufall, daß in vier Tagen auf der Viennale die 85-Minuten-Doku Hermes Phettberg, Elender über dieses Original Premiere hat.

Regulär wird der Film in Österreich dann am 7. Dezember anlaufen, wenn man der IMDb glauben darf. Auf der obengenannten Seite zum Film gibt es übrigens eine „grindige Navigation“ (sehr sympathische Bezeichnung) sowie eine „leiwande“ 3D-Navigation (ebenso sympathische Bezeichnung), die ich sehr kreativ und gelungen finde und die zu manchem Horrorfilm passen würde (bei der Seite zu Rob Zombies Halloween ist es übrigens auch ein Messer, das durchs Menu führt). Bei der grindigen Navigation sieht man übrigens die Vielzahl von Film(?)ausschnitten übrigens bequemer, einen Trailer gibt es natürlich bei YouTube und unten.

Während ich mich nicht zu Hermes Phettbergs Art und Wesen äußern kann, denn dazu kenne ich ihn und sein Werk zu schlecht, ist mir die schiere Präsenz dieses Mannes aus seiner Blütezeit im Fernsehen noch sehr gut bekannt. Damals redete wirklich alles und jeder über diesen skurrilen Österreicher, die meisten meiner Kommilitonen zerrissen sich jedoch unreflektiert das Maul. Ich wollte schon damals nicht mitreden, hatte ich doch kaum etwas von und mit ihm gesehen und hielt mich für schlicht noch nicht reif genug, mir eine Meinung bilden zu können.

Ungeachtet aller möglichen geschmacklichen Differenzen, die man zu ihm und seinem Werk haben kann, wünsche zumindest ich ihm gute Genesung und persönliche Zufriedenheit, dem liaben Schneck.

Dem Sinnspruch auf der Granitplatte im Bild kann ich mich übrigens nur anschließen.

Happy Birthday, Peter!

Peter SellersHeute vor 82 Jahren wurde Peter Sellers geboren, meiner Meinung nach einer der besten Schauspieler, die das Komödienfach je gesehen hat.

Bei ihm können sich sämtliche noch so fantastischen Akteure noch heute einiges lernen, sein Talent und seine Wandlungsfähigkeit sind unerreicht. In meinen Augen ist Peter Sellers, der im Privatleben eher schwierig und cholerisch gewesen sein soll, das Ideal, dem heutige Schauspieler nacheifern sollten, wissend, daß sie sein Genie ohnehin nie erreichen können werden.

Sein unzeitiges Ableben im Jahre 1980 erschütterte die Welt, sein Werk ist unvergessen, sein Name gehört zu den Fundamenten der Filmkunst und ist Schwergewichten wie Jack Lemmon, Walter Matthau, aber auch Billy Wilder, Carl Laemmle oder Samuel Goldwyn ebenbürtig, gleichauf mit den Unvergeßlichen, zu denen ich Charlie Chaplin oder Stan Laurel zähle.

Wer über den Tellerrand der von ihm nicht einmal so sehr geliebten Pink Panther-Reihe hinwegblickt, entdeckt zuerst einmal natürlich Dr. Seltsam, dann aber auch das Komödien-Bonbon Die Maus, die brüllte mit Peter Sellers in einer Dreifachbesetzung, und den wirklich genialen Ladykillers. Ich persönlich fand seinen großen Knaller Der Party-Schreck übrigens gar nicht so gewaltig, wenn auch streckenweise urkomisch.

Auch ich als großer Fan habe bis heute nur die Minderzahl seiner Filme gesehen, doch ich setze große Stücke auf (legales) Video on Demand über das Internet. Das Urnengrab von Peter Sellers befindet sich bei London, genauergenommen exakt hier. Ich habe es besucht, als ich vor einigen Jahren in London war.

Zur bequemen Auseinandersetzung mit Peter Sellers habe ich Euch, wie könnte es auch anders sein, ein paar Links und Videos zusammengetragen.

Allen voran zum herzlichen Lachen dieser Ausschnitt aus The Return of the Pink Panther, mit dem Burt Kwouk als Clouseaus Butler Cato. Ganz kurz ist auch Herbert Lom als Chief Inspector Dreyfus zu sehen. Zum einen ein gutes Beispiel für eine gute deutsche Synchro (der Originalton wurde nämlich weitgehend erhalten), und aus meiner Sicht allein den Oscar für Sounddesign und Tonschnitt wert. Ein tolles Spiel von Zeitraffer und Zeitlupe, von objektiver und (naja, fast) subjektiver Kamera. Ganz nebenbei so ziemlich die einzige Filmszene, bei der ich mir regelmäßig und zuverlässig fast in die Hose mache vor Lachen, während mir die Lachtränen die Wangen runterlaufen.

Peter Sellers in der IMDb, bei Wikipedia, seine offizielle Webseite, eine große Fanwebseite. Ein WDR-Artikel, von dem ich das Bild stibitzt habe, zu seinem 80sten vor zwei Jahren hier.

Als Videos finden sich ein großartiges Interview mit Michael Parkinson hier, Teil 1, 2, 3 und 4. Ein Making of zu „The Life and Death of Peter Sellers“ (für den Sacha Baron Cohen besser gecastet gewesen wäre als Geoffrey Rush, wie ich meine), Teil 1 und 2. Zu Dr. Strangelove dieser Interviewausschnitt, in dem Peter Sellers verschiedene englische Akzente vorführt, und sein Auftritt bei der Muppet Show darf natürlich auch nicht fehlen. Eine aufwendige BBC-Doku, hier der erste Teil, der Rest über die Related Search-Funktion dorten. Ein Ausschnitt mit Peter Sellers als seekranker, durch die Umstände geradezu hypnotisierter Soldaten aus Die Maus, die brüllte hier. Sein letztes Engagement in einer Serie von Werbespots für Barclays, die Ausgezehrtheit durch seine Herzkrankheit ist Peter Sellers hier, kurz vor seinem Tode, deutlich anzusehen.

Ein persönlicher Traum ist für mich in Erfüllung gegangen, als ich nach einem Gruppeninterview Julie Andrews persönlich meine Aufwartung machte und ihr mit wohlformulierten Worten meine Ehrerbietung für das Werk ihres Mannes darbrachte, welche ich sie ihm auszurichten bat, was sie, erfreut meine Hand schüttelnd, versprach.

An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, daß die Neuverfilmung des Pink Panther einfach nur stinkt. Steve Martin kann, so genial er sein mag, Peter Sellers definitiv nicht das Wasser reichen, nicht in diesem Fall.

Farmer John kommt!

Neulich gab es die PV eines sympathischen kleinen Dokumentarfilms: The Real Dirt on Farmer John, hierzulande wohl nur Farmer John. (offizielle Webseite)

The real dirt on Farmer John PostermotivDa geht es um einen amerikanischen Bauern, der den Hof erbt und wirtschaftlich abstürzt. Dann versucht er es mit einer Künstlerkolonie, schließlich mit Bio-Erzeugnissen. Heute sind die Angelic Organics gut situierte Lieferanten einer Biokiste in der Gegend von Chicago.

Alles in allem ein interessanter, sehenswerter Film. Wäre da nicht die kleine Tatsache, daß der Autor des Films niemand anderes ist als Farmer John selbst. Hier steckt also irgendwie mehr dahinter als eine simple Doku, die ein Filmemacher über ein würdiges Subjekt gemacht hat. Wer macht schon Filme über sich selber?

Doch wenn man das erstmal geschluckt hat, kann man den Film umso mehr genießen. Denn die Lebensgeschichte des Farmer John ist wirklich weder uninteressant, noch ereignislos, zumal sie die Modeströmungen der durchlebten Zeiten widerspiegelt – daher auch die Tagline „Mit Mistgabel und Federboa“, und gehört tatsächlich verfilmt. Ich kann den Film nur empfehlen.

Wer nun Farmer John Peterson persönlich kennenlernen will, kann dies tun: Auf einer „KulTour“ wird der Film in Deutschland von ihm persönlich vorgestellt. Livemusik gibt’s von Lesley Littlefield, mehr erfahrt Ihr weiter unten bei der Pressemeldung, die unter dem Trailer kommt.

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Der Schlöndorff-Eklat

Bei der Constantin-Pressemeldung von neulich wußte ich noch nicht, welche Diskussion da zwischen Regie und Produktion tobte, den Artikel in der SZ hatte ich verpaßt.

Mittlerweile ist der Streit und die daraus entstandene Diskussion in der Öffentlichkeit angekommen. Hier also eine Übersicht für alle, die nachlesen wollen:

  • 5. Oktober 2006: Die Constantin Film gibt bekannt, daß Schlöndorff bei der Päpstin Regie führen wird, aber auch, daß parallel ein TV-Zweiteiler entstehen soll. Pressemeldung (so nehme ich an) gefunden im Forum von DVD-Sucht.
  • zu einem mir noch unbekannten Zeitpunkt am 12. Juli 07 schreibt Volker Schlöndorff in der Süddeutschen Zeitung den aus Sicht der Constantin anstößigen Artikel Vorhang auf, Vorhang runter. Wer hat den Link?
  • 19 Juli 2007: Günter Rohrbach antwortet auf den oben erwähnten Artikel (kostenpflichtig).
  • 23. Juli 2007: Um 10.29 Uhr geht der o.a. Schlöndorff-Artikel Vorhang auf, Vorhang runter online und ist nun auch kostenfrei zu lesen.
  • 23. Juli 2007: Um 10.40 Uhr ist der Rohrbach-Artikel Das Kino bleibt ein Traum auch ohne E-Paper-Abo online erhältlich.
  • Nur zwei Minuten später (ein Zufall) geht Fritz Göttlers Schlöndorff-Interview zum Thema online.

Seit heute stapeln sich die Meldungen online:

Und auch die ersten Kommentare der Blogger lassen nicht lange auf sich warten:

Mal sehen, wie’s weitergeht – und was wohl den größeren Imageschaden an der Päpstin angerichtet hat: Schlöndorffs Artikel in der SZ oder das Theater danach?

kleine Presseschau

Ich mag es ja eigentlich nicht, mehrere Infos in einen Post zu quetschen, aber manches muß eben doch gesagt werden:

  • Ich hätte nie, nie, niemals geglaubt, daß es den Comic Book Guy (übrigens das Alter Ego von Matt Groening, hab ich mal irgendwo in einem Interview gelesen) wirklich gibt.
  • Al Gores Sohn wurde verhaftet – wenigstens in einem umweltfreundlichen Toyota Prius mit Hybridmotor. Das wird natürlich Wasser auf den Hämemühlen der Klatschblätter sein und man wird sehen können, wie ernst es denen dann doch mit ihren teilweise recht großspurigen Umweltschutzglaubensbekenntnissen ist.
  • Für Michael Bay zu arbeiten, scheint anstrengender zu sein als unter anderen Regisseuren.
  • Eine interessante Zusammenstellung von Recyclingbemühungen bei Disney-Klassikern hier, Quelle BoingBoing.
  • Diese schöne Zusammenstellung der 20 Best „That Guys“ of All Time lohnt sich wirklich, leidet aber unter schlechtem HTML: Die Namen der Personen korrespondieren nicht immer mit ihren Bildern, so heißt Danny Trejo (#15) in der mir vorliegenden Ansicht noch Noah Emmerich (#14). Und leider fehlt Jeffrey Jones, der mir vom Gewicht abgesehen angeblich ähnlich sieht, gänzlich.

Echte Journalisten

Hut ab vor Mika Brzezinski, MSNBC-Nachrichtenmoderatorin, die sich On Air entschied, die „Lead Story“ der Sendung über eine gewisse Paris Hilton nicht vorzulesen.

Man kann Mika die innere Spannung deutlich ansehen (spätestens, als sie die Meldung verbrennen will), daher halte ich dies nicht für einen PR-Gag. Außerdem kann ich ihren Kollegen nur beipflichten: „What a statement. A statement about the state of Journalism in our country.“ und „You have changed the world, Mika Brzezinski!“ murmeln die in ihre Mikros, scheinbar gänzlich in Unkenntnis darüber, welch ein Statement dieses Verhalten tatsächlich darstellt.

In einem Land, das manche Live-Sendungen seit Nipplegate (deutsch hier) verzögert ausstrahlt, um rechtzeitig zum Schutze der Zuschauer Zensur üben zu können, und in dem die Nachrichtenwürdigkeit einer Meldung nur durch die Faktoren Geld, menschliches Leid, Blut, Pseudo-VIPs und ihre Skandälchen und ähnlichen kleingeistigen und global gesehen völlig unwichtigen Kram bestimmt wird, ist so eine Reaktion aufsehenerregend. Mich würde es nicht wundern, wenn Mika ihren Job verlöre, aber auf YouTube und anderen Seiten wird dieses Statement immer erreichbar bleiben:

Das ist meines Erachtens Journalismus von Weltklasse. Dieser Meinung ist auch Rogelio Perea, der das Video schon am Mittwoch bei YouTube eingestellt hat am Donnerstag und in seinem Blog Stellung bezog, etwas zurückhaltender formuliert es die Medienhure. Auch beim Spiegel findet sich ein Bericht.