Leider habe ich vergessen, die Mail zu posten, daher nun einen Tag zu spät: Im Werkstattkino laufen derzeit ein paar gewaltige Kinoklassiker in Kombination mit neuen Perlen. Ich kann echten Filmfans nur empfehlen, weiterzulesen.
Archiv der Kategorie: Kultfilme
Bavarian Pulp Fiction
Die neu aufkommende Lust, vorhandene Spielfilme und Serien neu zu synchronisieren, treibt immer skurrilere Blüten. Während die 24– oder auch Star Wars-Ausschnitte auf Schwäbisch noch geradezu professionell neu vertont wurden, und der neue Ausschnitt aus Stirb Langsam 4.0 (s.u.) einem einmal mehr die Lachtränen in die Augen treibt, versuchen es anderswo völlige Laien einfach selbst: Scheinbar haben sich hier ein paar Jungs mit dem Mikro vor den Computer gesetzt und einfach eine bairische Tonspur (mit teilweise sehr kruden Dialogtexten) für Pulp Fiction selbst eingespielt. Hier ist das Ergebnis:
Nicht unerwähnt bleiben darf hierbei natürlich auch nicht die Fucking Short Version von Pulp Fiction sowie die Typography-Version. Überraschen lassen!
Analog zur hier gezeigten Bayern-Version gibt es auch eine Menge weiterer Werke, als da wären: Star Wars, Full Metal Jacket, und auch Knight Rider:
Der Pitch zum Prequel
Bits und Pieces zum neuen Star Trek (ein Prequel, wie könnte es anders sein?) schwirren ja in einer Fülle durchs Web, daß ich gar nichts mehr darüber berichten wollte (ja, Simon Pegg spielt den jungen Scotty, Eric Bana den Bösen und Leonard Nimoy ist auch an Bord), aber dieses schrille Video über den Pitch, den Regisseur J.J. Abrams in Wirklichkeit wohl anders abgeliefert hat, ist wirklich zum Schießen – und teilt einige nette Seitenhiebe aus. (via Peter-Noster)
und wenn alle Stricke reißen, hier dasselbe Video auf YouTube:
All Glory to the Hypnotoad!
Wie konnte ich als Fan ausgerechnet *das* verpassen? Beim Affenheimtheater ist diese Info schon über eine Woche alt und bei Blade Runners Universum noch älter! Ich fahre nie wieder in den Urlaub! Uäääh! (sichzusammenreiß)
Es gibt einen ersten Trailer zum nächsten Futurama-Film: Bender’s Big Score heißt er, und er erscheint am 27. November in den USA als DVD.
Ich bin nicht sicher, ob ich auf die Region 2-DVD warten kann, zumal mich die deutsche Synchro von Futurama ja noch nie vom Hocker gerissen hat, aber das Internet macht’s ja möglich, noch dazu völlig legal und ohne Versandkosten.
Hollywoods Kopfgeburten
Eine schon immer problematische Angelegenheit ist, wenn Filmemacher Themen anpacken, von denen sie nichts verstehen. Hier bieten sich drei Auswege an:
- Gründliches Informieren über den tatsächlichen Sachverhalt einer Sache nicht nur vor dem Dreh, sondern schon bei der Ideensammlung.
- Beschäftigung mit dem Sachverhalt auf einer (vermeintlich) höheren geistigen Ebene, meist unter Vernachlässigung der tatsächlichen Gegebenheiten und ohne genaue Information über diese.
- Vorsätzliches Ignorieren der eigenen Unwissenheit, konsequentes Überrollen aller eventuellen Hindernisse (Logik, Naturgesetze und so) und gutmeinender Ratschläge (meist von besser informierten Untergebenen) zur Durchsetzung der eigenen Vorstellung eines Sachverhalts.
Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Soeben durch Shia LaBeouf angekündigt (mit Video): Der Name des vierten Indy-Abenteuers lautet Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull. Quelle: MTV Movies Blog.
Ich finde den Titel, wie auch schon der MTV Movies Blog schreibt, sehr Temple-of-Doom-y. Hoffen wir, daß der Film keine pralle in den 1940ern angesiedelte Fantasyklamotte wird, sondern ein anständiger Indiana-Jones-Streifen. Doch Moment – was genau macht ihn denn aus, unseren Indy? Ich fürchte, ich werde mal wieder entdecken, daß ich aus einer weiteren Kultfilmreihe herausgewachsen bin.
Nachtrag vom 12.9.2007:
@ RW: Natürlich weiß ich, was unseren Indy ausmacht, doch es fällt schwer, das kurz & knapp in Worte zu fassen. Das ist ja die Kunst beim Filmemachen. 🙂
Nun sind außerdem erste Informationen zu einer potentiellen Handlung ans Licht gekommen, zumindest wurde von MTV in die Richtung von Kristallschädeln recherchiert.
Happy Birthday, Peter!
Heute vor 82 Jahren wurde Peter Sellers geboren, meiner Meinung nach einer der besten Schauspieler, die das Komödienfach je gesehen hat.
Bei ihm können sich sämtliche noch so fantastischen Akteure noch heute einiges lernen, sein Talent und seine Wandlungsfähigkeit sind unerreicht. In meinen Augen ist Peter Sellers, der im Privatleben eher schwierig und cholerisch gewesen sein soll, das Ideal, dem heutige Schauspieler nacheifern sollten, wissend, daß sie sein Genie ohnehin nie erreichen können werden.
Sein unzeitiges Ableben im Jahre 1980 erschütterte die Welt, sein Werk ist unvergessen, sein Name gehört zu den Fundamenten der Filmkunst und ist Schwergewichten wie Jack Lemmon, Walter Matthau, aber auch Billy Wilder, Carl Laemmle oder Samuel Goldwyn ebenbürtig, gleichauf mit den Unvergeßlichen, zu denen ich Charlie Chaplin oder Stan Laurel zähle.
Wer über den Tellerrand der von ihm nicht einmal so sehr geliebten Pink Panther-Reihe hinwegblickt, entdeckt zuerst einmal natürlich Dr. Seltsam, dann aber auch das Komödien-Bonbon Die Maus, die brüllte mit Peter Sellers in einer Dreifachbesetzung, und den wirklich genialen Ladykillers. Ich persönlich fand seinen großen Knaller Der Party-Schreck übrigens gar nicht so gewaltig, wenn auch streckenweise urkomisch.
Auch ich als großer Fan habe bis heute nur die Minderzahl seiner Filme gesehen, doch ich setze große Stücke auf (legales) Video on Demand über das Internet. Das Urnengrab von Peter Sellers befindet sich bei London, genauergenommen exakt hier. Ich habe es besucht, als ich vor einigen Jahren in London war.
Zur bequemen Auseinandersetzung mit Peter Sellers habe ich Euch, wie könnte es auch anders sein, ein paar Links und Videos zusammengetragen.
Allen voran zum herzlichen Lachen dieser Ausschnitt aus The Return of the Pink Panther, mit dem Burt Kwouk als Clouseaus Butler Cato. Ganz kurz ist auch Herbert Lom als Chief Inspector Dreyfus zu sehen. Zum einen ein gutes Beispiel für eine gute deutsche Synchro (der Originalton wurde nämlich weitgehend erhalten), und aus meiner Sicht allein den Oscar für Sounddesign und Tonschnitt wert. Ein tolles Spiel von Zeitraffer und Zeitlupe, von objektiver und (naja, fast) subjektiver Kamera. Ganz nebenbei so ziemlich die einzige Filmszene, bei der ich mir regelmäßig und zuverlässig fast in die Hose mache vor Lachen, während mir die Lachtränen die Wangen runterlaufen.
Peter Sellers in der IMDb, bei Wikipedia, seine offizielle Webseite, eine große Fanwebseite. Ein WDR-Artikel, von dem ich das Bild stibitzt habe, zu seinem 80sten vor zwei Jahren hier.
Als Videos finden sich ein großartiges Interview mit Michael Parkinson hier, Teil 1, 2, 3 und 4. Ein Making of zu „The Life and Death of Peter Sellers“ (für den Sacha Baron Cohen besser gecastet gewesen wäre als Geoffrey Rush, wie ich meine), Teil 1 und 2. Zu Dr. Strangelove dieser Interviewausschnitt, in dem Peter Sellers verschiedene englische Akzente vorführt, und sein Auftritt bei der Muppet Show darf natürlich auch nicht fehlen. Eine aufwendige BBC-Doku, hier der erste Teil, der Rest über die Related Search-Funktion dorten. Ein Ausschnitt mit Peter Sellers als seekranker, durch die Umstände geradezu hypnotisierter Soldaten aus Die Maus, die brüllte hier. Sein letztes Engagement in einer Serie von Werbespots für Barclays, die Ausgezehrtheit durch seine Herzkrankheit ist Peter Sellers hier, kurz vor seinem Tode, deutlich anzusehen.
Ein persönlicher Traum ist für mich in Erfüllung gegangen, als ich nach einem Gruppeninterview Julie Andrews persönlich meine Aufwartung machte und ihr mit wohlformulierten Worten meine Ehrerbietung für das Werk ihres Mannes darbrachte, welche ich sie ihm auszurichten bat, was sie, erfreut meine Hand schüttelnd, versprach.
An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, daß die Neuverfilmung des Pink Panther einfach nur stinkt. Steve Martin kann, so genial er sein mag, Peter Sellers definitiv nicht das Wasser reichen, nicht in diesem Fall.
Just like the Movies

Am 11. September kommt die Ausstellung „Just like the Movies“ nach Berlin, in die Oranienstraße 164. In der dortigen Galerie Sakamoto Contemporary wird die mehrfach ausgezeichnete Ausstellung von Michael Kosakowski gezeigt.
Anhand der Pressemeldung (siehe unten) läßt sich nicht unbedingt sofort erschließen, was genau die Ausstellung ausmacht, doch der Beispielfilm von der Webseite sagt in wenigen Bildern alles – und beeindruckt zutiefst.
Anbei ein (im September 1993 von mir geschossenes) Foto vom (Dach des) World Trade Center, das diesen Post thematisch untermalen soll.
Man muß die oft so stark betonte amerikanische Betroffenheit(sromantik), meist vertreten durch patriotische Insignien vor der stolz wehenden US-Flagge, nicht generell nachvollziehen können, um diese künstlerische, aber doch konkrete Auseinandersetzung mit den schrecklichen Terroranschlägen vom 11. September 2001 annehmen zu können.
Hier zuerst noch der Trailer, unten dann die Pressemeldung.
Filmrätselstöckchen #157
Nachdem ich beim Filmrätsel nun auch einmal als erster richtig gelegen habe, geht ging es nun hier um 23.30 weiter. Ich habe bei Knurrunkulus Finding Forrester richtig „erkannt“ und darf nun eine eigene Rätselfrage auf die Beine stellen. Alle bisherigen Rätselstationen bei dhaunsch.
Puh, ganz schöne Action, die ganzen Screenshots zu machen. Ich hab insgesamt sieben, dazu noch 3 Zugaben und am Schluß den Titel.
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Tja, so schnell kann’s gehen, wenn die Schwarmintelligenz vieler Teilnehmer sich übers Internet bildet. Es handelte sich um den meines Erachtens zweitbesten Film aller Zeiten, Dirty Rotten Scoundrels. (Nummer 1 ist und bleibt der hier.) dhaunsch hat gewonnen, bei ihm geht es um Mitternacht weiter.
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Hier also Bild Nummer 1:
Details zu Futurama
Auf dem MTV Movies Blog gibt es erste Details zum ersten der vier direct-to-DVD-Futurama-Filme: Bender trifft Al Gore bei der Präsidentschaftsauszählung 2000, es gibt ein mysteriöses Tatoo auf Frys Arsch, ein Crewmitglied wird peinlicherweise geköpft und mehr. Ich kann den 27. November wirklich kaum erwarten!