Archiv der Kategorie: Kommentar

Kommentar zu den Reviews vom 5. März 2026

Sicher, es gibt verschiedene Arten, einen Film zu schauen; aber irgendwie liefert man sich ihm doch aus – während der Vorführung. Dann setzt die Distanzierung, die Verdauung ein, vielleicht auch die Befreiung. Und dann wird es spannend, mit anderen Filmen zu vergleichen. Dazu bieten auch die neu ins Kino drängende Filme genügend Möglichkeiten. Viele sind heute frauenthemenlastig. Aber es gibt auch solche, die mit ungewöhnlichen Protagonisten punkten, ach der Fächer ist so breit, vom Politischen bis zum Urmenschlichen, vom scharfen Blick auf einen Willkürstaat bis zur ausladenden Gefühlswelt. Ein Deutscher wirft einen kritischen Blick auf die Türkei. Zwei Belgier nehmen sich aus nächster Nähe überforderter Mütter an. Ein nordmazedonischer Naturbursche veranstaltet Lautsprecherlärm in der Landschaft. Ein pensionierter französischer Lehrer reagiert seinen Berufsfrust ab. Ein Ami trickst skrupellos an der Erbfolge rum. Eine Deutsche ist fasziniert von Frauen, die in Bezug auf Härte und Brutalität mit den Männern gleichziehen. Eine Amerikanerin wagt sich mit einem Monster ins Althollywood. Eine Afrikanerin arrangiert sich mit den Konsequenzen ihres Emanzipationsversuches. Ein animierter amerikanischer Biber wird im Kommerzkino zum Ökoaktivisten. Eine amerikanische Filmschauspielerin lässt ihren gemischten Gefühlen hemmungslos freien Lauf. Ein Deutscher landet punktgenau da, wo es ihn immer schon hingetrieben hat. Die DVD-Welt schickt einen jungen Dino durch das Coming-of-Age und lässt animierte Roboter ein moralisch fragwürdiges Eigenleben entwickeln. Das Öffentlich-Rechtliche hat eine superassimilierten Einwanderer ausfindig gemacht.

Kino
GELBE BRIEFE
Von der Willkür in der Diktatur

JEUNES MERES – JUNGE MÜTTER
Lauter Katastrophen um die Mutterschaft – aber auch Hoffnung

DJ AHMET
Pop aus Lautsprechern auf Traktoren in Nordmazedonien

MONSIEUR ROBERT KENNT KEIN PARDON
Rache auf humoristisch

HOW TO MAKE A KILLING
Seine Position in der Erbreihenfolge optimieren

NO MERCY
Gnadenlos harte Filmfrauen

The Bride! Es lebe die Braut
Unsterblicher und immer wieder recyclebarer Frankenstein.

NAWI – DEAR FUTURE ME
Der Preis für die Emanzipation einer jungen Afrikanerin

HOPPERS
Einmal mehr darf die Jugend Natur und Zukunft retten.

THE CHRONOLOGY OF WATER
Frauengefühle?

ON THE WAVE
Mit dem inneren Kompass bis zu den höchsten Wellen

DVD
PREDATOR BADLANDS
Junger Predator muss hinaus in die Welt und sich bewähren.

FIVE NIGHTS AT FREDDY’S 2
Roboter/Animatronics mit Freiheitsdrang.

TV
LEBENSLININEN: CISSÉ, DER KULT-TAXIFAHRER
Muster-Bayer

Kommentar zu den Reviews vom 26. Februar 2026

Nachdem die Berlinale am Wochenende kraftvoll politisch ihre Preise verteilt und damit die gesellschaftliche Diskursrelevanz des Kinos gestärkt hat (ein deutscher Bundesminister schien davon überfordert und musste dringend raus), gibt es noch mehr Gründe, ins Kino zu gehen und neue Filme anschauen! Es lohnt sich! Kino hat mit der Welt zu tun, wird dadurch noch wichtiger als ein Ort, wo wir einmal neunzig Minuten oder hundert oder zwei Stunden oder mehr ungestört uns ohne Hickhack konzentrieren können und das im Gefühl des Nicht-Alleinseins, des Nicht-Verlorenseins, des nicht Ausgeschlossenseins, des Aufgehobenseins in einer Gruppe von Menschen die ähnlich das Menschliche, das Wahre, das Schöne, die Aufregung, den Streit und die Versöhnung oder was auch immer die Filme bieten, suchen. Diesmal aus Japan ein Experiment mit einem breitgefächerten kulturkanonartigen Huscher zu einem urmenschlichen Instinkt, der kultureller Kompensation bedarf. Aus der Schweiz kommt fein filettiert ein Gerichtsfall aus einer Zeit, als die Männer noch wie die Affen glaubten, mit Trommeln auf die Brust die Welt und vor allem die Frauen zu beherrschen. In Mexiko kann eine differenzierte Musikkünstlerfreundschaft vor megagroßem Auditorium beobachtet werden. In Brasilien treiben zwei Promis es riskant öffentlich. Aus den USA präsentiert sich ein Oscarbegieriger als verstaubter Anpasser, ein Schauspiel für sich. Wer international dreht, kann international Fördergelder abschöpfen; und wenn er ein allgemein verständliches, materialistisches Thema sich vornimmt, steht dem Öffnen der Geldhähne nichts mehr im Wege; auch das ein Spektakel der Sonderklasse. Ein Amerikaner nimmt uns mit in seine geheime Schatzsammlung über einen von ihm verehrten grandiosen Weltstar von Sänger. In Deutschland bleiben sie auch auf der Besitzebene: eine Frau haben oder haben wollen, wird da von guten Schauspielern zum Thema gemacht verbunden mit einer Hommage an ein fränkisches Residenzstädtchen. Auf DVD kann man sich in den Irlandkonflikt hineinziehen lassen anhand der Auswirkungen auf ein Brüderpaar.

Kino

SCARLET
Das Rachethema ungeniert kultureklektisch animiert

FRIEDAS FALL
Exzellent gearbeitetes Justizdrama

TWENTY ONE PILOTS: MORE THAN WE EVER IMAGINED
Ungewöhnliches Künstlerduo

NIGHT STAGE
Je öffentlicher, desto prickelnder

MARTY SUPREME
Da will einer mit allen Mitteln einen Oscar gewinnen.

FATHER MOTHER SISTER BROTHER
Triptychon mit Emphase auf dem Spießigen

EPIC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT
Footageclip-Montage eines Fans

EIN FAST PERFEKTER ANTRAG
Betonung liegt auf „fast“.

DVD
ANEMONE
Zwei Brüder und ein Erbe

Kommentar zu den Reviews vom 19. Februar 2026

Unwirtliche Gegenden mit umso mehr Platz für Phantasie dominieren die hier besprochenen Kinoneustarts. Unwirtlich sind zwar New Yorker Wohngefilde nicht, aber für ein Mädchen, was sich seines letztendlichen Alleinseins auf dieser Welt bewusst wird, sind sie eine Wüste, die mit Megaphantasien angereichert wird. Genau so ist es mit der Sportwelt; da ist zwar viel Remmidemmi und Getue, aber ein kleines Zicklein ist so herrgottseelenallein, dass es diese mentale Wüste mit höchsten Karriereambitionen anfüllen muss. Und nochmal Amerika, das mit dem Demokratiezerstörer; da begibt sich eine Frau weit weg von allen Menschen – und trifft auf die Übelsten. Unwirtlicher als die rumänische Covid-Probinz geht gar nicht. Paris wiederum ist mehr als nur unwirtlich, wenn ein Mensch ohne Papiere sich darin durchchlagen muss. Und nochmal das Land ennet dem Atlantik, dem wir einsten so verbunden waren: den apokalyptischen Thriller beherrschen sie nach wie vor – schade, dass das auf die Politik abgefärbt hat. So richtig unwirtlich ist die Natur nicht zu bezeichnen, die in Frankreich von respektvollen Beobachtern aufgesucht wird. Recht unwirtlich wiederum kommt die Entouragenwelt um ein britisches Popsternchen rüber; kaum Luft zum Atmen, so eng ist die Blase um sie rum, erst recht keine Luft zum gscheit spielen. Unwirtlich wiederum die malerisch in Schwarz-Weiß drapierte Messilandschaft eines Verwahrlosten in der Schweiz. Und wenn im Öffentlich-Rechtlichen einfach um des Themas willen etwas mit Frauen gemacht werden muss, so ist unwirtlich als Gütesiegel nicht ganz daneben.

Kino
DUSTY BUNNY
Wie aus einem Flus ein Monster wird.

G. O. A. T.: BOCK AUF GROSSE SPRÜNGE
Keine Ziege zu klein, um Korbball zu spielen.

DEAD OF WINTER – EISIGE STILLE
Der Kälte, der Stille und bösen Menschen ausgeliefert

MADE IN EU
Auf den reaktionären Erzkommunismus folgt ein erzreaktionärer Spätkapitalismus.

SOULEYMANS GESCHICHTE
Selbst diese, seine eigene Geschichte, muss er auswendig lernen.

COLD STORAGE
Action nach Erfolgsmuster gestrickt

DAS FLÜSTERN DER WÄLDER
Der Auerhahn in freier Natur ist die Sensation.

THE MOMENT
Popstar tut sich schwer, sich selber zu spielen.

SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK
Sozialarbeiterin mit Literturmethode kontra Systemsprenger

TV
DAMEN
Es muss irgendwas mit Frauen sein.

Kommentar zu den Reviews vom 12. Februar 2026

Heute sind nicht so viele Neubesprechungen. Muss nicht am Fasching oder an der Münchner Siko liegen. Es gibt auch Filme, die kann, selbst wenn er wollte, stefe vor dem Kinostart nicht sehen. Da gibt es einen kleinen Verleih, die sprechen von einer Größenordnung von vielleicht 5000 Zuschauern pro Film, die haben nicht so ein Riesenbudget für Pressearbeit. Pressevoraufführungen, die kosten und Sichtungslinks auch, besonders, wenn man sichere haben will. Der kleine Verleih leistet sich ein Quantum von 50 sicheren Sichtungslinks pro Monat. Die verteilt er an jene Medien, die seiner Meinung nach die größte Reichweite haben. Also der Kleine unterstützt die Großen und lässt die Kleinen, selbst wenn sie berichten wollten, leer ausgehen. Eine etwas merkwürdige Firmen- und Filmphilosophie.

Neu im Kino ist ein weiterer Gazafilm, der ganz im Bereich des Kinos spielt; er funktioniert Gaza zum Filmstudio um (statt zur Riviera des Ostens). Eine Animation erzählt weich und kinderfreundlich davon, wie tief unten im Meer zum Ich zu finden ist. Eine gepflegte deutsche Dokumentation nimmt sich unaufgeregt und respektvoll ein weit verbreitetes, brisantes und gerne verschwiegenes Thema vor. Ein hochprofessionell konstruierter Thriller kommt aus L. A. Hollywood sucht mit bombastischem Aufmotzen einer Trivialgeschichte händeringend Aufmerksamkeit. Ein fiktionaler deutscher Film bemüht sich zeitgeistig um das Thema der Midlife-Crisis eines Autors und versucht die Frage zu beantworten, wie riecht ein Vater.

Kino

ONCE UPON A TIME IN GAZA
Gazawood schlägt zu!

DER LETZTE WALSÄNGER
Jeder muss lernen, sein Lied zu singen.

FASSADEN
Wie Gewalt sich in die große Liebe einschleicht.

CRIME 101
Misstrauen ist der Heizstoff des Thrillers.

WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE
Kitschgeschichte im Gewand großer Oper

DIE ÄLTERN
Autor in Krisenselbstbespiegelung

Kommentar zu den Reviews vom 5. Februar 2026

Heute tut sich im Kino eine extrem weite Spanne zwischen Furcht, Schrecken und Glück auf, geographisch wie psychologisch. In Südkorea zeigt sich eine Kluft zwischen Gegensätzlichem: Zwischen einer Einheimischen und einem Europäer vibriert es ganz zart und ein anderer Südkoreaner überschreitet sämtliche Grenzen des Anstandes, des Erlaubten, des Legalen und des guten Geschmacks, wie er um sein wirtschaftliches Überleben kämpft. In Amerika gibt es einen verwirrenden Einblick in die Bilderkatastrophen im Kopf eines Künstlers. Ein Paradejugendlicher steht im Zentrum einer deutschen Literaturverfilmung. Im Irak soll ein Mädchen für einen Massenmörder etwas Feines zubereiten. Für eine koreanischen Boyband gibt es einen Konzertfilm. An den milden Gestades eines idyllischen Alpenrandsees in Italien hat sich das Glück rar gemacht. Im Hohen Norden jenseits des Plarkreises sollen junge Menschen Freiheit von der Netzwelt und Selbstvertrauen gewinnen. An der Küste des Nordsees wird versucht, ein Stück deutscher Literatur kinematographisch zu verlebendigen.

Kino
NO OTHER CHOICE
Der Kapitalismus zwingt einen ja dazu.

WINTER IN SOKCHO
Verhalten-zart koreanisch-französische Begegnung

RETURN TO SILENT HILL
Künstlertraumata? Menschheitstraumata?

UNGEDULD DES HERZENS
Deutsche Literaturverfilmung

EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN
… auch wenn er ein blutrünstiger Diktator und Massenmörder ist.

ARCHITEKTUR DES GLÜCKS
Von einem Dorf, das vom Glücksspiel verlassen wurde.

STRAY KIDS: THE DOMINATE EXPERIENCE
Aus dem Fanshop

FOLKTALES – MIT SCHLITTENHUNDEN INS LEBEN
Die Nornen stricken an ihren roten Schicksalsfäden.

DER SCHIMMELREITER
wird doch nicht etwa Schimmel angesetzt haben?

Kommentar zu den Reviews vom 15. Januar 2026

Mit einem schmerzhaften, internationalen Rechtsbruch hat das politische Jahr als ein Geschenk für die Schlagzeilenmacher begonnen. Mit einem Bündel an Schmerzfilmen oder mit Filmen zum Thema Schmerz startet das Kinojahr in die dritte Woche, zumindest, was die hier reviewisierten Fime betrifft. Aus Spoilergründen verbieten sich zu deutliche Hinweise auf einen amerikanischen Film um ein Dienstmädchen; ein anderer amerikanischer Film indiziert Dinge, die auf gewisse Schmerzen folgen können, schon im Titel. Ein franzöisch-belgischer Film versteckt das Schmerzpotential hinter der Eleganz der Anrede. Ein alpenländisch deutschsprachiger Film verniedlicht grad gar nicht die Geburtsschmerzen. Schmerz-pur, wenn nicht der Urschmerz (eventuell der weibliche), scheint die Absicht eines deutschen Nachwuchsfilmes zu sein. Ausreißer zum Thema sind ein europäischer Film, der gediegen Wissenschaftliches liebesumrankt und die deutsche Leinwandadaption eines Boulevardstückes nimmt sich des delikaten Themas der Integration an. Auf DVD geht es in Kalifornien um eine Puppenstube samt Besetzung, die in falsche Hände gerät.

Kino

THE HOUSEMAID – WENN SIE WÜSSTE
Wenn sie es gewusst hätte, hätte sie den Job nicht angenommen und der Kinobesucher wäre um ein cleanes, nüchtern-großartiges Schauder-Horrorstück gebracht.

28 YEARS LATER: THE BONE TEMPLE
Christlich-sadistisches Oratorium

MADAME KIKA
Gut gestrauchelt kann aufregende Perspektiven eröffnen.

MOTHER’S BABY
Selbst exklusives, feinstes Dirigentinnenmilieu ist vor postnataler Depression nicht gefeit.

SILENT FRIEND
Edle, rankenhafte Darstellung des Männchen-Weibchen-Spiels in der Pflanzenwelt (Gingkobaum), zwischen Pflanzen- und Forscherwelt und innerhalb der Forscherwelt und dies auch noch an einem Ort über 100 Jahre.

SMALLTOWN GIRL
Dieser unendliche Schmerz, der vermutlich dank einer Legion von Beratern in eine unendliche Anzahl TV-tauglicher, mit Schmerzsalbe belegter Häppchen zerlegt wurde.

EXTRAWURST
Der Filmsenf zum erstklassigen Boulevard-Theaterstück ist wenig würzig.

DVD
GABBY’S DOLLHOUSE – DER FILM
Abenteuerliche Puppenhausrettungsaktion in Kalifornien

Kommentar zu den Reviews vom 8. Januar 2026

Das Familiäre dominiert bei den Filmen vom zweiten Kinostarttag in 2026, die stefe vorab sehen konnte. Familiär an einem wunderschönen Independent-Film aus den USA ist nicht nur die Liebesbeziehung zwischen den beiden Künstlern, familiär ist auch die Atmosphäre ihrer Kunst. Extrem um Familie geht es in einem amerikanischem Katastrophen-Überlebensfilm. Die ganze Familie eines Untäters eines Verbrecherregimes wird in die Folgen eines Unfalles, den er mit seinem Auto hat, hineingezogen. Die Deutschen gehen das Familiäre vom Kopf her an: sie wollen wissen, wie weit Geschwisterliebe in einem Fall für die Justiz gehen kann. Die Japaner machen sich ein Vergnügen daraus, wie Lücken im familiären Beziehungsgeflecht mit Mietmenschen gefüllt werden können. Kern einer jeden Familie ist die Liebe zwischen zwei Menschen, ganz Mainstream: zwischen Mann und Frau. Die Amis finden, so eine Liebe müsse vorher getestet werden. Familiär ist der Ton von jenem deutschen Wissensvermittler, der die Schulstuben flieht und überall auf dem Planeten vor Ort nachschaut. Im Öffentlich-Rechtlichen will bei einem aus dem Hut gezauberten Krimi so gar keine familiäre Gediegenheit entstehen.

Kino
SONG SUNG BLUE
Dieses Duo hat es tatsächlich gegeben; es scheint die anrührende Hommage verdient zu haben, auch als Hommage an die Kunst in der Provinz.

GREENLAND 2
Wir leben nun mal in einer Zeit der Katastrophen.

IT WAS JUST AN ACCIDENT – EIN EINFACHER UNFALL
Vor kompliziertem Hintergrund

SCHWESTERHERZ
Konstruktion eines Konfliktes zwischen Familienloyalität und juristischem Wahrheitsanspruch

RENTAL FAMILY
Menschliche Beziehung zu mieten

THE BAD BOY AND ME 2
An Krisen wächst die wahre Liebe.

CHECKER TOBI 3 – DIE HEIMLICHE HERRSCHERIN DER ERDE
Düst wieder mit enormem CO2-Abdruck um den Globus und fabuliert sich seine eigene Geschichte zusammen – ungecheckt.

TV
WATZMANN ERMITTELT – DIE TRÄNEN DER MADONNA
Das Drehbuch ragt hervor – mindestens gut abgekupfert – Inszenierung und Performance können nicht mithalten.

Kommentar zu den Reviews vom 1. Januar 2026

Das Kino rammt zu Jahresbeginn gleich zwei bemerkenswerte Pflöcke ein. Unvergleichlich im Meer der Neuerscheinungen erinnert ein französischer Meister brillant an den Existentialismus. Ein weiterer Film aus Frankreich zeigt, wie das mit dem freiwilligen Sterben nicht nur mit Leichenbittermiene und todernst angegangen werden kann. Im Home Entertainment rennt ein Mann um sein Leben. Dagegen tut sich das Fernsehen schwer. Das Krimiflaggschiff der ARD weiß manchmal vor lauter Last der Erfolgsgeschichte und Erwartungshaltung kaum noch, wie es gehen soll. Immerhin kann ein kleiner Einschlafkobold sich in seiner nicht angestammten Umgebung noch lange behaupten.

Kino

DER FREMDE
Ragt wie ein einsamer Monolith aus dem Ansturm neuer Filme heraus.

BON VOYAGE, MARIE
Der schönste und heiterste von den Filmen mit Exit in der Schweiz.

Home Entertainment
THE RUNNING MAN
Spektakel as Spektakel can.

TV
TATORT: DAS VERLANGEN
Ein Krimi, der sich im Labyrinth eines Theaters verheddert.

SANDMÄNNCHEN FOREVER – KARRIERE EINER KULTFIGUR
Sandmännchen selbst hätte seine Geschichte sicher nüchtern-taktischer reflektiert.

Kommentar zu den Reviews vom 25. Dezember 2025

Die Reviewbescherung fällt heute nicht so üppig aus; andere Geschenke sollen auch ihren Lebensraum haben. Was an neuen Kinofilmen besprochen ist, kann guten Gewissens empfohlen werden zur Ablenkung vom Festtagsrummel, zur Erholung vom Lärm in den familiären Gefilden. Ein skandinavischer Film schildert mit unerschöpflichem Erfindergeist ein ernsthaftes Idenitätsproblem. Die Amis vergnügen sich auf verständlichem Niveau über die Blockbusteritis. In Frankreich, und dort im Immigrantenmilieu, geht es um die Liebe, die nicht jeder für konventionell hält. Wer um die Festtage herum die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender einschaltet, ist selber schuld. stefe hat eine olle Kamelle aus Österreich gesehen und ein billiges PR-Feature für einen Kabarettisten mit einem neuen Geschäftsmodell.

Kino

THERAPIE FÜR WIKINGER
Am Mythos kratzen.

ANACONDA
Da wiehert der Blockbuster.

DIE JÜNGSTE TOCHTER
Entscheidend ist doch die Liebe von zwei Menschen.

TV
WIE KOMMEN WIR DA WIEDER RAUS?
Fernsehprodukt, das schnell Staub angesetzt hat.

LEBENSLINIEN: GÜNTER GRÜNWALD – HAUPTSACHE ANDERS
Diese Lebenslinien sind so gar nicht anders

Kommentar zu den Reviews vom 18. Dezember 2025

Heute ist alles sehr künstlerisch im Kino. Ein Animationsfilm nimmt sich die Lebens- und Überlebenskunst mit Humor vor. Ein amerikanischer Film nimmt uns mit mitten in die abgehobene Blase um einen Popstar. Bei einem europäischen Justizfilm ist die Machart künstlerisch auf Hochkulturniveau. Dann wieder amerikanisch, auch in einer bestimmten Blase, aber in der akademischen, spielt ein weiterer amerikanischer Film. Der Film einer französischen Filmemacherin schwebt wie schwerelos und instinktsicher in den Sphären von Liebe und Kälte, dies wiederum im Milieu des Filmes. Viel Fleiß und Talent legt ein amerikanischer Blockbuster in Design und Ausstattung. In Italien geht es zur Hochkultur in 80 Tagen im Sauseschritt zur Operneröffnung. Auf DVD ist Schluss mit herrlicher, britischer Monarchitis. Und im Öffentlich-Rechtlichen machen sie mal wieder einen auf Gewerbegratiswerbung.

Kino

SPONGEBOB SCHWAMMKOPF: PIRATEN AHOI!
Weil er gewachsen ist, möchte er ein Haudrauf werden.

LURKER
Macht- und Gunstkämpfe in der Blase um einen Popstar

ZWEI STAATSANWÄLTE
Frage des Weges der Wahrheit in erstickend dicht gewobenen Geheimdienstgeflechten.

SORRY BABY
Eine Me-Too-Geschichte im amerikanischen Ostküsten-Akademikerinnen-Milieu

HERZ AUS EIS
Liebe im Ephemeren

AVATAR: FIRE AND ASH
Kein Seniorenkino

LA SCALA – DIE MACHT DES SCHICKSALS
Hingehen, sich umschauen und dabei sein

DVD
DOWNTON ABBEY – DAS GROSSE FINALE
Aus und vorbei der Spaß

TV
LEBENSLINIEN: ALLES FÜR MEINE KONDITOREI
Dieser Feminismus ist Karrierismus.