Archiv für die Kategorie: “Hamburg”

Seit ich aktiver twittere (warum sagt mir auch niemand, dass es selbst-aktualisierende Software gibt? Ich dachte immer, ich muss die Webseite offen haben und ständig Reload klicken), habe ich für mich ein völlig neues Medium entdeckt. Tatsächlich schließt Twitter eine Lücke zwischen Chat und Blog.

Twitterern sage ich damit nichts Neues, aber während ein Chat nicht-öffentlich und persönlich ist, ein Blog dahingegen total öffentlich aber eher ohne persönliche Ansprache (wenn man von den Kommentaren mal absieht), ist Twitter genau das Ding dazwischen. Jeder schreit in den Raum, was er so macht. Was alleine ziemlich doof ist, macht Spaß, wenn man Follwer hat und selbst anderen followt followen tut folgt. Wer in der Grundschule bei der Mengenlehre aufgepasst hat, kapiert’s schnell: Die Menge derer, die einem folgen, ergibt die eigenen Empfänger, also den persönlichen „Sendekreis“, und die Menge derer, denen man folgt, sind die Sender, die man empfängt. Das können völlig unterschiedliche Gruppen sein. Wenn ich also über Twitter etwas erfahre, und das dann selber nochmal twittere, hat sich diese Nachricht ein Stück weiter verbreitet, zumindest für die Empfänger, die mir folgen, nicht aber denen, denen ich folge. Capisce? Nicht uninteressant, aber natürlich ist einfach nur Tweets nachplappern doof.

Doch es ist ziemlich interessant, zu sehen, wieviel Aktivität ständig stattfindet. So twittert der Schauspieler Stephen Fry oft und gerne, gerade hat er uns (seinen Followern) erzählt, wie er momentan auf dem Weg zu einem Dreh in Mexiko in Tijuana am Zoll steht. Das ist zwar keine Nachricht, aber es ist interessant, die Bewegungen und Tätigkeiten mancher Leute zu verfolgen, während man selber am Computer sitzt und was völlig anderes macht. Hat was … urbanes. Fühlt sich so 21. Jahrhundert an.

Nun, was ich eigentlich erzählen wollte: Bei Twitter habe ich Daniela Leistikow gefunden, eine Hamburger Filmjournalistin, die unter filmkritikerin.de einen eigenen Blog zum Thema Film führt. Der ist zwar noch recht jung, aber Danielas Aktivität ist stetig und offenbar voller Energie, und auch bei Twitter schickt sie unter ihren derzeit 37 Followern sehr aktiv Filmthemen herum. Nach einigen Berlinale-Einträgen in ihrem Blog gibt es nun nicht wenige Oscar-relevante Einträge, insbesondere möchte ich hier auf die schöne Zusammenstellung der Trailer der Filme, die für den Golden Raspberry Award ausgezeichnet sind, hinweisen. Da kann man sich nochmal auf der Zunge zergehen lassen, was für ein Käse gedreht wird…

Und nun hör ich auf, denn ich muss

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Das Poster zum 22. Fantasy Filmfest erinnert an die großen Klassiker und zugleich an “Matrix” – Das Programm des Fantasy Filmfests umfasste ja schon immer die verschiedensten Stile, Genres und Filmsprachen.Am 12. August startet das 22. Fantasy Filmfest (hat auch eine MySpace-Seite), eine alteingesessene Institution für Genrefans und Cineasten. Doch dieses Jahr ist alles anders: Ab sofort wandert das Festival nicht von München aus in die Diaspora, sondern startet in Berlin. München ist mit Stuttgart die letzte Station.

Ich finde das mehr als schade: Sämtliche Filmbetriebe sind doch sowieso nach Berlin gezogen (TV residiert ja hauptsächlich in Kölle, daher auch das eigenwillige Humorverständnis im deutschen Fernsehen), da war es erfrischend anders, einmal einen „lokalen“ Durchstarter zu haben, der eben hier, in der nördlichsten Stadt Italiens, anfängt und sich dann durchs Land arbeitet.

Nun wurde dem Gefallen der Masse mal wieder nachgegeben und schön brav medienmäßig nach Canossa gegangen: Erst Berlin (12.-20.8.) parallel zu Hamburg (wo die Verlagshäuser sitzen) (13.-20.8.), dann Dortmund (20.-27.8.) und Köln (20.-27.8.), vom 27.8. bis 3.9. dann Frankfurt und Nürnberg, und als Schlußlicht vom 3.-10.9. schließlich München und Stuttgart zusammen. Na super.

Ich fand’s besser, als wir noch diejenigen waren, die alle Filme zuerst gesehen hatten – und noch exklusiv darüber schreiben konnten. Also, ich zieh sicher nicht nach Berlin, dafür liebe ich mein München und die Berge viel zu sehr. Keine Chance. Für den Beruf tu ich vieles, aber nicht alles.

Und hier noch die Pressemeldung:

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Zu Hans Weingartners neuem Film Free Rainer – Dein Fernseher lügt wird es eine Kinotour geben. In Anwesenheit des Regisseurs und / oder Moritz Bleibtreu bzw. Elsa Sophie Gambard mit anschließendem Publikumsgespräch zu folgenden Terminen:

Termine Kinotour Free Rainer

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Hamburg bei NachtZuerst mal: Ich bin wieder da, es waren wirklich schöne Tage in Hamburg und auf Helgoland. Nur schade, daß unsere Ferienwohnung im letzten Moment wegen Einbruch abgesagt worden ist, und wir daher vier Nächte in drei verschiedenen Unterkünften zubringen mußten.

Beim Abarbeiten meiner Mails (ich fange dabei immer bei den neuesten an, in der Hoffnung, daß manche Sachen sich bereits wieder erledigt haben) bin ich über die skurrile Meldung gestolpert, daß die meisten Radiosender den Spot zu Uwe Bolls Postal nicht spielen wollen:

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Neulich gab es die PV eines sympathischen kleinen Dokumentarfilms: The Real Dirt on Farmer John, hierzulande wohl nur Farmer John. (offizielle Webseite)

The real dirt on Farmer John PostermotivDa geht es um einen amerikanischen Bauern, der den Hof erbt und wirtschaftlich abstürzt. Dann versucht er es mit einer Künstlerkolonie, schließlich mit Bio-Erzeugnissen. Heute sind die Angelic Organics gut situierte Lieferanten einer Biokiste in der Gegend von Chicago.

Alles in allem ein interessanter, sehenswerter Film. Wäre da nicht die kleine Tatsache, daß der Autor des Films niemand anderes ist als Farmer John selbst. Hier steckt also irgendwie mehr dahinter als eine simple Doku, die ein Filmemacher über ein würdiges Subjekt gemacht hat. Wer macht schon Filme über sich selber?

Doch wenn man das erstmal geschluckt hat, kann man den Film umso mehr genießen. Denn die Lebensgeschichte des Farmer John ist wirklich weder uninteressant, noch ereignislos, zumal sie die Modeströmungen der durchlebten Zeiten widerspiegelt – daher auch die Tagline „Mit Mistgabel und Federboa“, und gehört tatsächlich verfilmt. Ich kann den Film nur empfehlen.

Wer nun Farmer John Peterson persönlich kennenlernen will, kann dies tun: Auf einer „KulTour“ wird der Film in Deutschland von ihm persönlich vorgestellt. Livemusik gibt’s von Lesley Littlefield, mehr erfahrt Ihr weiter unten bei der Pressemeldung, die unter dem Trailer kommt.

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Rapid Eye Movies meldet, daß Unholy Women ab Donnerstag auf Kinotour geht. Mehr Infos in nachfolgender Pressemeldung oder unter der total logisch deduzierbaren Webadresse kowai-onna.jp. Dabei wären unholy-women.com und .de noch zu haben gewesen, ebenso unholywomen.com und .de, sowie eine Vielzahl weiterer Endungen.

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