Archiv für die Kategorie: “Frankfurt”

Das Poster zum 22. Fantasy Filmfest erinnert an die großen Klassiker und zugleich an “Matrix” – Das Programm des Fantasy Filmfests umfasste ja schon immer die verschiedensten Stile, Genres und Filmsprachen.Am 12. August startet das 22. Fantasy Filmfest (hat auch eine MySpace-Seite), eine alteingesessene Institution für Genrefans und Cineasten. Doch dieses Jahr ist alles anders: Ab sofort wandert das Festival nicht von München aus in die Diaspora, sondern startet in Berlin. München ist mit Stuttgart die letzte Station.

Ich finde das mehr als schade: Sämtliche Filmbetriebe sind doch sowieso nach Berlin gezogen (TV residiert ja hauptsächlich in Kölle, daher auch das eigenwillige Humorverständnis im deutschen Fernsehen), da war es erfrischend anders, einmal einen „lokalen“ Durchstarter zu haben, der eben hier, in der nördlichsten Stadt Italiens, anfängt und sich dann durchs Land arbeitet.

Nun wurde dem Gefallen der Masse mal wieder nachgegeben und schön brav medienmäßig nach Canossa gegangen: Erst Berlin (12.-20.8.) parallel zu Hamburg (wo die Verlagshäuser sitzen) (13.-20.8.), dann Dortmund (20.-27.8.) und Köln (20.-27.8.), vom 27.8. bis 3.9. dann Frankfurt und Nürnberg, und als Schlußlicht vom 3.-10.9. schließlich München und Stuttgart zusammen. Na super.

Ich fand’s besser, als wir noch diejenigen waren, die alle Filme zuerst gesehen hatten – und noch exklusiv darüber schreiben konnten. Also, ich zieh sicher nicht nach Berlin, dafür liebe ich mein München und die Berge viel zu sehr. Keine Chance. Für den Beruf tu ich vieles, aber nicht alles.

Und hier noch die Pressemeldung:

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Am heutigen Freitag trafen gegen 10 Uhr die Stars von Kung Fu Panda (Dreamworks) im Hotel Carlton zum Interviewmarathon ein. Dustin Hoffman, Angelina Jolie, Lucy Liu und Jack Black waren bis ca. 16 Uhr fleißig, danach entschwanden sie mit Sonnenbrillen bestückt in die Limousinen. Die Gesichter waren relativ ernst und müde, diese Bilder möchte ich dem erlauchten Blogleser nicht zumuten.

Sowieso war die von Paramount/Dreamworks eingefädelte PR-Show „das Tagesgespräch“: Am Vortag erst Morgens um 10 der Einmarsch von 3 Dutzend Panda-Kostümbären inklusive Jack Black am Cartlon Beach. Danach am Nachmittag ein Fotocall auf dem Dach des Festivalgeländes, wo Hoffman und Black herumkasperten, was das Zeug hielt. Erfreuliches Ergebnis für den Verleih: Diese Bilder tauchen zu hunderten in den großen Bildagenturen weltweit auf.

Da heute starker Regen von Monaco bis Cannes herrschte, war die Atmosphäre eher etwas ruhig und gelassen, wie auf einer normalen Fachmesse eben. Zu erwähnen sei vielleicht noch, dass Harrison Ford nun doch von den Paparazzi „abgeschossen“ wurde: Nämlich beim Lunch auf der Terrasse des Hotel Eden Roc am Cap d´Antibes. Dort nächtigt alles, was in Hollywood Rang und Namen hat.

Sean Penn, in diesem Jahr Chef der Filmjury, wirkt übrigends relativ ernst und nachdenklich, wenn er nicht gerade für den Fotocall posieren muss.

In einem Interview kritisierte er sehr stark die Politik von George Bush (aber wer tut das eigentlich nicht). Ich habe mich heute relativ früh vom Festival verabschiedet, da diverse Termine in Monaco am Samstag wichtiger sind. Ich bin ab Sonntag wieder in Cannes, daher gibt’s wohl auch erst am Sonntag wieder Fotos von „behind Cannes“.

Catherine Deneuve nach einer Pressekonferenz, selbst für ein paar Meter werden die Stars chauffiert.Wetter schlecht, Essen gut. Im Hintergrund eine üppige Luxusyacht.Bei AMPAV (American Pavillon) wurden die Sonnenschirme auf Regen umgerüstet. Auch hier ist das Essen offenbar zum Fingerlecken gut…Wenn man es von vorne nicht auf den Roten Teppich schafft, probiert man es halt durch das Hintertürchen…Hier kann sich der Film- und Medienschaffende die begehrten Einladungen für die abendlichen “Black Tie Screenings” reservieren. Dies geht sogar übers Internet. Allerdings werden nicht alle Teilnehmer gleich behandelt: Es gibt ein Punktesystem, und entsprechend seinem Festivalstatus hat man mehr oder weniger Punkte für eine Reservierung zur Verfügung.“Hands up, or you will get no Access”: “Vigipirate” ist die französische Antwort auf islamistischen Terror. Seit Ende 2001 wird in Frankreich auf jeder Fachmesse ausgiebig gefilzt. (Anm. d. Red.: Solche Kontrollen sind auch in Deutschland bei einer Vielzahl von Pressevorführungen üblich, allerdings aus Angst vor Filmpiraterie, nicht vor Terroranschlägen. Mehr Beiträge dazu in diesem Blog.)Hier rechts im Bild die Unterkünfte, die der Veranstalter den Pressevertretern kostenlos zur Verfügung stellt. Deshalb weichen die meisten auf umliegende Hotels aus… :-) Aber mal im Ernst: Über diese Pressefächer werden Presseinfos und Einladungen an die Journalisten verteilt. Aber kein Grund zum Neid: Für Material zu “Indiana Jones” beispielsweise muss man eine richtige Audienz in der Paramount-Hotelsuite abhalten. In diesem Jahr ziert man sich dort besonders: Normalerweise bekommt man selbst bei niedrigem Pressestatus (dazu später noch mehr) eine einfache Pressemappe mit CD ausgehändigt. Doch für Indy gilt: “Presskit only for Journalists with pre-scheduled Timeslot for Interview”. Eigentlich komisch, wo es doch rund 4000 Journalisten und Fotografen auf dem Festival gibt. Und einen “Timeslot” bekommt man sowieso nur, wenn man sich Monate vorher darum gekümmert hat. Rein rechnerisch dürfte Paramount somit nur einige Dutzend Pressemappen mitgebracht haben.Hier eine “Litfaßsäule” der Short Film Corner: rund 2000 Kurzfilme werden hier beworben und natürlich gescreent. Unmöglich, hier einen Trend festzulegen, zu groß ist das weltweite Angebot junger Filmemacher.Hier eines der zahlreichen Mini-Kinos, in denen die Filme des “Markets” gezeigt werden. Mittlerweile wird auch viel in digitaler Projektionstechnik gezeigt (2K bzw. 4K heißt das, glaub’ ich) (Anm. d. Red.: Das erkläre ich gern später)Alle Bilder © Mandoga Media.

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Neulich gab es die PV eines sympathischen kleinen Dokumentarfilms: The Real Dirt on Farmer John, hierzulande wohl nur Farmer John. (offizielle Webseite)

The real dirt on Farmer John PostermotivDa geht es um einen amerikanischen Bauern, der den Hof erbt und wirtschaftlich abstürzt. Dann versucht er es mit einer Künstlerkolonie, schließlich mit Bio-Erzeugnissen. Heute sind die Angelic Organics gut situierte Lieferanten einer Biokiste in der Gegend von Chicago.

Alles in allem ein interessanter, sehenswerter Film. Wäre da nicht die kleine Tatsache, daß der Autor des Films niemand anderes ist als Farmer John selbst. Hier steckt also irgendwie mehr dahinter als eine simple Doku, die ein Filmemacher über ein würdiges Subjekt gemacht hat. Wer macht schon Filme über sich selber?

Doch wenn man das erstmal geschluckt hat, kann man den Film umso mehr genießen. Denn die Lebensgeschichte des Farmer John ist wirklich weder uninteressant, noch ereignislos, zumal sie die Modeströmungen der durchlebten Zeiten widerspiegelt – daher auch die Tagline „Mit Mistgabel und Federboa“, und gehört tatsächlich verfilmt. Ich kann den Film nur empfehlen.

Wer nun Farmer John Peterson persönlich kennenlernen will, kann dies tun: Auf einer „KulTour“ wird der Film in Deutschland von ihm persönlich vorgestellt. Livemusik gibt’s von Lesley Littlefield, mehr erfahrt Ihr weiter unten bei der Pressemeldung, die unter dem Trailer kommt.

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