Archiv der Kategorie: Filmpreis

Oscar-Prognose 2010

Hier meine Prognose für die Oscars 2010. Wie immer so neutral eingeschätzt wie möglich und nicht das pure Wunschdenken:

Nachtrag: Tja, da lag ich mal wieder gewaltig daneben. Hier die Gewinner, diesen Eintrag editiere ich später noch um.

  • Bester Film: Avatar (lieber wäre mir District 9 gewesen)
    • Gewonnen hat The Hurt Locker. Fein! (0 Punkte für mich)
  • Bester Hauptdarsteller: Morgan Freeman (obwohl Jeff Bridges (der Dude!) immer noch keinen Oscar hat!)
    • Gewonnen hat Jeff Bridges, ich hätte mich einfach trauen sollen. (0)
  • Beste Hauptdarstellerin: Gabourey Sidibe
    • Gewonnen hat Sandra Bullock, aber ich habe The Blind Side nicht gesehen. (0)
  • Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz (obwohl Stanley Tucci ihn genauso verdient hätte)
    • Gewonnen: Christoph Waltz, yesss! (1)
  • Beste Nebendarstellerin: Anna Kendrick
    • Gewonnen hat Mo’Nique. Tja. (1)
  • Beste Regie: Kathryn Bigelow (mein persönlicher Favorit wäre allerdings Quentin Tarantino gewesen)
    • Gewonnen: Kathryn Bigelow (2)
  • Bestes Originaldrehbuch: The Hurt Locker (mein Favorit: A Serious Man)
    • Gewonnen: The Hurt Locker (3)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: An Education (mein Favorit: District 9)
    • Gewonnen: Precious (3)
  • Beste Kamera: Avatar (mein Favoit: Inglourious Basterds)
    • Gewonnen: Avatar (4)
  • Bester Schnitt: Inglourious Basterds (alternativ: District 9)
    • Gewonnen: The Hurt Locker (4)
  • Beste Art Direction (Szenenbild): Avatar (die Ausstattung war ja nun wirklich nicht zu schlagen)
    • Gewonnen: Avatar (5 Punkte hab ich mittlerweile)
  • Bestes Kostümdesign: Coco avant Chanel (Coco Chanel! Natürlich gibt’s den Oscar für das kleine Schwarze!)
    • Gewonnen: The Young Victoria (5)
  • Bestes Makeup: Star Trek (keine Ahnung, ist geraten)
    • Gewonnen: Star Trek (6)
  • Beste Filmmusik: Up
    • Gewonnen: Up (7)
  • Bester Filmsong: „Almost There“ von Randy Newman
    • Gewonnen hat „The Weary Kind“ aus Crazy Heart (7)
  • Beste Tonmischung: Avatar (da rappelt’s im Karton, äh, im Kino)
    • Gewonnen: The Hurt Locker (7)
  • Bester Tonschnitt: Inglourious Basterds (ist Wunschdenken)
    • Gewonnen: The Hurt Locker (7)
  • Beste Visuelle Effekte: Avatar (District 9 hatte zuwenige davon und Star Trek hat das schwarze Loch nicht verstanden, das ärgert mich)
    • Gewonnen: Avatar (8)
  • Bester Animationsfilm: Up (The Princess and the Frog war zu Disney-glatt, daran ist man schon gewohnt, und bei Fantastic Mr. Fox hat man erst gesehen, was Wallace and Gromit für eine Arbeit gewesen sein muss.)
    • Gewonnen hat Up. Hurra! (9)
  • Bester Ausländischer Film: Un propèthe (Das weiße Band ist trotz deutschen Geldes für mich ein österreichischer Film)
    • Gewonnen: El secreto de sus ojos (9)
  • Bester Dokumentarfilm: The Cove (Wunschdenken)
    • Gewonnen hat The Cove! Ich lag erstaunlich oft richtig! (10)
  • Bester Kurzdokumentarfilm: China’s Unnatural Disaster (oder The Last Truck, beides schön heiße politische Themen)
    • Gewonnen hat Music by Prudence (10)
  • Bester Animierter Kurzfilm: Wallace and Gromit in „A Matter of Loaf and Death“ (muss natürlich sein)
    • Gewonnen hat Logorama (10)
  • Bester Kurzfilm: The New Tenants (geraten)
    • Gewonnen hat The New Tenants (11 Vorhersagen in 24 Kategorien habe ich richtig, nicht schlecht. Obwohl, das sind ja nichtmal 50%…)

Zur Info: Leider habe ich auch dieses Jahr nicht jeden Film sehen können, der nun im Oscar-Rennen ist. Daher musste ich einen Teil meiner Entscheidungen aus den Aussagen von Kollegen über die anderen Filme ableiten. In manchen Fällen konnte ich nur raten. Dieser Eintrag wird wahrscheinlich nach der Oscarverleihung um die Gewinner erweitert.

Ich bin gespannt, ob ich den Amazon-Gutschein von gutschein-codes.de gewinne!

Nachbemerkung: Hätte ich doch The Hurt Locker gesehen…

Der Preis der deutschen Filmkritik

Der Preis der deutschen Filmkritik ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Filmkritikern vergeben wird (VdFk-Seite). Hier die Preisträger für das Kinojahr 2009:

Bester Spielfilm: Das weiße Band (von Michael Haneke)

Bestes Spielfilmdebüt: Salami Aleikum (von Ali Samadi Ahadi)

Bester Darsteller: Burghart Klaußner (Das weiße Band, Regie: Michael Haneke)

Beste Darstellerin: Birgit Minichmayr (Alle Anderen, Regie: Maren Ade)

Bestes Drehbuch: Michael Haneke (Das weiße Band, Regie: Michael Haneke)

Beste Kamera: Christian Berger (Das weiße Band, Regie: Michael Haneke)

Bester Schnitt: Hansjörg Weißbrich (Sturm, Regie: Hans-Christian Schmid)

Beste Musik: Fabian Römer (Die Tür, Regie: Anno Saul)

Bester Dokumentarfilm: Achterbahn (von Peter Dörfler)

Ehrenpreis: Ron Hollway (bereits im Dezember vergeben)

Bester Experimentalfilm: Painting Paradise (von Barbara Hlali, bereits im April vergeben)

(Die Nennung unterlag einer Sperrfrist bis 15.2., 20:30 Uhr)

Golden Globes 2010

Hier die Liste aller Gewinner der Golden Globes 2010.

Wie erwartet, stach Avatar die Mitnominierten im Bereich Drama (offenbar so großzügig wie möglich interpretiert) aus, aber auch in der Regie, was ich für ungerechtfertigt halte. Allein Tarantinos Spiel mit den Sprachen in Inglourious Basterds war meiner Meinung nach einen Filmpreis wert. Mag Camerons Avatar alle finanziellen Superlative sprengen, wirkliches Regiekönnen sehe ich in der Runderneuerung von Pocahontas, die hauptsächlich im Computer stattfand, wo Schauspieler nicht widersprechen und um 17 Uhr einfach abgeschaltet werden können, nicht.

Offen und ehrlich fand ich, dass The Hangover im Bereich Comedy doch glatt (500) Days of Summer (der für meine Begriffe viel eher ein Drama als Avatar oder Inglourious Basterds ist) abgehängt hat. The Hangover ist meines Erachtens der neue There’s Something about Mary und einer der lustigsten Filme der letzten Jahre.

Robert Downey jr. muss ja ordentlich liefern in Sherlock Holmes (ich hab die PV noch vor mir, Kollege Wortvogel durfte die englische PV angucken, ich muss mit der deutschen Synchro vorliebnehmen), wenn er Matt Damon (jaja) für The Informant! ausstechen konnte und Michael Stuhlbarg, der in A Serious Man wirklich brillierte.

Meryl Streep, so denke ich, hatte es eher leicht mit ihrer Performance in Julie & Julia, denn die echte Julia Child, die auf YouTube leicht gefunden werden kann, war offenbar tatsächlich so überdreht wie in der Kinoversion dargestellt. So etwas übertriebenes nachzustellen, ist sicher nicht so schwer wie subtilere Charakterzüge auf die Leinwand zu bringen.

Schön, dass Das weiße Band ebenfalls gewonnen hat – ich hab ihn leider immer noch nicht gesehen. Jaja, Bildungslücke, aber ich will Texte auch verkaufen können und in diesem Fall hatte ich halt keinen Abnehmer.

2010 wieder 10 (statt 5) Filme im Oscar-Rennen um den besten Film

Die Academy hat bekanntgegeben, dass ab 2010 wieder 10 Filme ins Rennen um den besten Film gehen werden. Zuletzt war das 1943 der Fall, Casablanca hat damals gewonnen. Hier die Meldung.

Ach ja: Am 2. Februar werden die Nominierungen bekanntgegebn, und am 7. März ist es wieder soweit.

Werbepausen der Oscars

Um sie auf eine DVD (Single Layer) brennen zu können, musste ich die Oscarverleihung von den Werbepausen befreien. Dabei ergab sich die Gelegenheit zu sehen, in welchem Verhältnis die Werbung zum Inhalt stand, und wie sie (bereits von den Oscar-Machern) positioniert war. Ich denke, man kann viel hineininterpretieren in die Position der Pausen.

Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass ganz am Schluss keine Werbepause mehr kommt (Endspurt, besonders feierliche Stimmung oder einfach nur von mir übersehen?), und dass es zwei Gruppen von eher kürzeren Werbepausen gibt, dazwischen eher vereinzelte, längere. Bin gespannt, was andere dort hineinanalysieren können.

Ich denke nicht, dass ich eine Werbepause übersehen habe, auch wenn manche wirklich kurz waren. Hat die Positionnierung der Pausen einen tiefenpsychologischen Sinn für die US-Prime Time, wurden die Pflichtpausen eher möglichst schnell abgefeiert, oder hat man die Pausen irgendwo hineingequetscht, wo sie am wenigsten zu stören schienen? Was meint Ihr?

Bei einer guten Analyse würde man jetzt natürlich noch Show-Phasen und die einzelnen Preisverleihungspunkte genauer auseinanderpfriemeln, damit man das noch besser sehen kann, aber das tu ich mir jetzt nicht an.

Länge und Verteilung der Werbepausen bei den Oscars 2009Nettolänge und Bruttolänge der Oscarverleihung 2009 im Vergleich

Oscar-Gedanken

Ich habe mir beim (etwas späten) Angucken (der Aufzeichnung) der Oscarverleihung natürlich so meine Gedanken gemacht:

Red Carpet-Show von Pro7:

  • Haben die bei Pro7 nicht wenigstens zwei Mikros? Eines wird fest am Gätjen montiert, das andere kann er dem jeweiligen Gast vor die Nase halten. Besonders deutlich traten die Nachteile der Ein-Mikro-Technik beim Grüßen der Baader-Meinhof-Delegation an die schlafende Heimat zu Tage, also schon zu Beginn. Das besserte sich dann langsam, doch besser wäre es mit zwei Mikros. Dann hört man wenigstens zuverlässig alles.
  • Heidi Klum sieht aus, als hätte man ihr zwei Fleischpflanzerl unter die Backen implantiert (so auch auf diesem aktuellen Plakat Heidi Klum mit Fleischpflanzerl-Backen, in dem sie einen Schwarm Fische als Rock trägt, ). Ich bin aber auch voreingenommen, weil ich sie nicht besonders mag. Sie sieht süß aus und alles, aber die Augen lächeln nie mit, sie wirkt trotz aller Schönheit kalt und abweisend. Auch ist sie unhöflich, wenn sie das Interview einfach so verlässt, trotz allem Starrummel.
  • Bullys Anwesenheit war eine echte, nette Überraschung. Man sieht ihn allerdings dann nicht mehr, was ich verstehen kann, weil er ja bei den Oscars, zumindest dieses Jahr, wenn überhaupt, nur Zuschuer ist. Oscar-Gedanken weiterlesen

Deutscher Oscar-Pessimismus: Eine selbsterfüllende Prophezeihung?

Auch wenn sich das rote Zitat im Artikel relativiert, hat die Kombination der beiden oberen Zeilen auf den ersten Blick dann doch eine völlig andere Bedeutung. Aus der täglichen Rundmail von Spiegel Online:

Oscar-Pessimismus beim Spiegel, gefühlter

Im Artikel wird erklärt, wieso die „sechs“ deutschen Filme, die im Rennen um einen Oscar stehen, auf extrem harte Konkurrenz treffen werden. Ach was, „harte Konkurrenz“ bei den Oscars? Für unsere tollen deutschen Filme? Nicht doch. Der Rest der Welt dreht ja auch nicht unbedingt schlechte Filme, was ja hinlänglich bekannt sein dürfte.

Viel interessanter finde ich jedoch die Tatsache, dass in solchen Fällen plötzlich jeder Coproduktions-Credit einen Film zu einem deutschen Film macht, oder gar Österreich zu diesem Zwecke quasi wieder annektiert wird. Was ist überhaupt ein deutscher Film?

Deutscher Oscar-Pessimismus: Eine selbsterfüllende Prophezeihung? weiterlesen

Oscar-Vorfreude

Die Oscars rollen an (bei uns auf Pro7), die Tweets, den ich seit ca. einer Woche regelmäßig „followe“, sind voll von Artikeln zum Thema. Die Fine Brothers (siehe dieser Post) spoilen in diesem Video alle Best Picture-Gewinner … ever. Sehr nett.

Auch leicht geeky, aber nicht uninteressant, sind diese fünf Filmhelden, die erst durch das mehr oder weniger bewusste Nichtstun den Tag retten.

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Die Oscarnominierungen

Wie so oder ähnlich erwartet, führen Benjamin Button, Slumdog Millionaire, Frost/Nixon, Milk und The Reader die diesjährigen Oscarnominierungen an. Hier die Nominierungen bei oscars.org und ein Info-Artikel der IMDb. Meine eigenen Einschätzungen später, ich hab’s gerade eilig… Ist ja noch Zeit bis zur Verleihung!

Golden Globes 2009

Heute nacht wurden die Golden Globes vergeben, also die Filmpreise der in Hollywood ansässigen Auslandspresse. Große Abräumer waren der wirklich unheimlich gelungene Slumdog Millionaire, Kate Winslet und Steven Spielberg, der für sein Lebenswerk (mal wieder) geehrt wurde. Der Baader Meinhof Komplex ging leer aus.

Unter den Kollegen gilt Slumdog Millionaire als großer Oscar-Favorit (ich teile diese Meinung), daher hier die beiden Trailer: