Archiv der Kategorie: Film

Cloverfield ist zum Kotzen!

… scheinen zumindest manche Zuschauer zu finden, denn das Cloverfield Barf Syndrome geht um. Ich selbst hab bei Dancer in the Dark, wo ich in der dritten Reihe saß, auch rausgehen müssen, so schwindlig war mir. Und da gab’s keine panische Monsterstory. Man darf also gespannt sein. Ich sitze jedenfalls, wie immer, ganz hinten.

Cloverfield revealed

Vor wenigen Stunden ist in den USA nun endlich Cloverfield angelaufen (hier und hier mehr). Die wenigen bis jetzt erhältlichen Kritiken jubeln, auch wenn der Film wohl kein absolutes Meisterwerk ist. „8 von 10“ und „70%“ ist so ungefähr der Tenor. In anderen Beiträgen (Foren, Blogs) wird teilweise derart hemmungslos gespoilert, daß ich nicht verlinke. Und hoffe, daß es bald eine PV gibt. Auf englisch. Bis dahin: Follow the red tomato!

Conan Reloaded

Das letzte Gerücht, das ich bezüglich Conan gehört habe, besagt, daß es nach Conan the Barbarian und Conan the Destroyer einen weiteren Film (mit Arnold Schwarzenegger) unter dem Titel King Conan geben sollte. Der kurze „Bericht“ ist ewig her, ein möglicher Film liegt wegen der derzeitlichen politischen Betätigung von Arnie natürlich auf Eis.

Nun lese ich bei BeyondHollywood, daß doch glatt eine Neuverfilmung von Conan the Barbarian geplant ist. Offenbar ist diese News nicht neu, doch ist sie das für mich und reißt mich ziemlich vom Hocker. Wofür braucht es bitteschön eine Neuverfilmung? Geld, natürlich. Aber mir mag diese Zerfleischung der Klassiker ganz und gar nicht gefallen. Die neuen Filme werden ja auch nicht besser, nur gefälliger. Die Situationen, in denen irgendwelche Stuntleute von Klippen hängen, werden noch prekärer (und damit unrealistischer) sein, die Sprüche noch platter, die Zuschauer ohne Kenntnis des Originals noch begeisterter und so weiter und so fort: Die Rechnung geht auf. Geld regiert die Welt.

Doch mal ehrlich: Ist sowas nicht jammerschade? Wer kann denn bitteschön gegen einen jungen Arnold Schwarzenegger anstinken? Gegen James Earl Jones? Gegen den rauhen Charme von John Milius‘ Inszenierung?

Sollen sie doch lieber einen neuen Film drehen, meinetwegen sogar aus der Conan-Reihe, aber die Heiligtümer nicht antasten.

Cloverfield: gekonntes Marketing

Aufgrund eines Kommentars habe ich mich ein wenig bei Merzmensch umgesehen, der sich offenbar gewaltig auf Cloverfield freut. Hier erstmal ein Teaser, wie er letztes Jahr vor Transformers lief, und nach dem man nichtmal wußte, wie der Film heißt.

Ich bin ganz baff, mit welchem Aufwand online subtil geworben wird. Da gibt es nicht nur Fake-Nachrichten in einer Menge Sprachen, sondern auch eine komplette Webseite der Firma Tagruato, die im Film wohl eine entsprechende Rolle spielt, samt unternehmenskritischem Skandal-Blog, und natürlich auch einen echt bescheuerten Werbespot samt Webseite für ein fiktives Erfrischungsgetränk namens Slusho! (das von Tagruato hergestellt wird)
Wer sich jetzt an Fake-Webseiten wie Schnick und Schnack (war für Hornbach, wie ja mittlerweile jeder mitbekommen haben dürfte) oder den Spiderman-Corporate Blog von Sony (siehe dort ganz unten) erinnert fühlt, hat völlig recht. Nur ist dieses Paar Schuhe eben nicht nur eine Nummer größer und auch deutlich wagemutiger als die Werbebemühungen hierzulande. Selbst die großen Medienhäuser in den USA konnten nicht rausfinden, was Sache war, nachdem der erste Teaser ohne Titelbezug oder sonstwas vor Transformers geschaltet war, hier ein klassischer Ausschnitt von CNBC, 1:36 Minuten „Nachrichten“ mit dem Inhalt Null:

Ab hier Spoiler! Ihr wurdet gewarnt!

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False Advertising in Filmtrailern?

Der mir sonst als Apple-Kolumnist bekannte David Pogue weist in seinem Blog bei der New York Times auf einen zugegebenermaßen wirklich befremdlichen Zustand hin: Den Unterschied zwischen Trailern und dem dazugehörigen Film.

Cineasten wissen natürlich schon lang, daß der Trailer oft die besten Szenen eines Films vorwegnimmt, in manchen Fällen sogar das Ende verrät (diese Art Fauxpas stammt wohl aus einer Zeit, in der die Allgemeinheit noch nicht bildgenau vorspulen konnte, da nahm man es wohl nicht so genau mit den Spoilern) und in noch selteneren Fällen gar besser ist als der Film selbst. Wie oft habe ich mich wegen des Trailers auf einen Thriller gefreut und mußte dann ein Drama durchsitzen oder ähnliches. Die Macht der Montage eben.

Und manchmal passiert es eben, daß Material im Trailer auftaucht, das im Film gar nicht vorkommt. In manchen Fällen mag dies dem Zuschauer sonnenklar sein und somit „erlaubt“. Ich erinnere mich mit Freuden an diesen herrlichen Teaser, der anfängt wie eine unschuldige Jane Austen-Sommerschnulze:

Eine Frau in keusch-barockem Kleid frohlockt durch den lichten Wald, sanft blühen die Gräser, die Sonne spielt mit dem Wind. Der Sprecher etabliert etwas wie „Es war eine Zeit der Unschuld. Die junge Lady Windermere folgte dem Ruf ihres Herzens…“, während das Mädchen mit offenbar gewaltig vor Liebe bebendem Herzen auf eine am Rand einer Klippe gelegene Holzhütte zustürmt, so schnell wie es die Anmut eben erlaubt. Dort klopft sie an die Tür, diese fliegt auf und trifft das Mädchen, das daraufhin über den Rand der Klippe ins Meer stürzt. In der Tür steht Frank Drebin (Leslie Nielsen aus der Nackten Kanone) und wundert sich, daß keiner draußen steht. Kurzer Schnitt auf das Meer, wo die Haie gerade die Frau zerfleischen. Frank Drebin zuckt die Schultern und macht die Tür wieder zu.

Zuerst wird also die Erwartungshaltung für eine Romanze im viktorianischen Zeitalter geschürt, die Frauenherzen im Kino blühen auf, während die der Männer tendenziell zusammenschrumpeln, durch den Twist wird dies jedoch umgekehrt – sehr hübsch. (siehe auch From Dusk till Dawn) Jedem Zuschauer ist klar, daß diese Szene wohl kaum in der Nackten Kanone 33 1/3 auftauchen dürfte (findet wer den Teaser im Internet?), daher ist sowas durchaus legitim. Doch um zu den Erfahrungen von David Pogue zurückzukommen:

Er hat sich die Trailer von National Treasure – Book of Secrets angesehen und ist daraufhin ins Kino gegangen. Doch dort fehlten einige der angedeuteten Szenen (und die damit einhergehenden Handlungsstränge), deswegen fragt David Pogue sich zurecht, ob es nicht eine Grenze gibt, ab der ein Trailer zum „False Advertising“ wird.

Ich finde, er hat recht. Da man die Ware Film nicht bei Nichtgefallen zurückgeben kann, ist die Verantwortung der Hersteller natürlich höher anzusetzen als bei „nicht-flüchtiger“ Ware, die vor dem Kauf eingehend untersucht werden kann. Als Filmjournalist entfernt man sich zwangsläufig vom Kino-Ritual der Zuschauer, die geworben werden, zahlen, Werbung sehen und dann womöglich nicht das bekommen, was ihnen in der Werbung vorgemacht wurde. Sowas fällt einem dann gar nicht so auf. Hoffen wir, daß das nicht zur Regel wird.

Nachtrag: Yannick hat einen sehr geilen Fake-Trailer zu „Shining“ gefunden, der das ganze auf humoristische Weise verdeutlicht. Siehe Kommentare.

Here we go again!

Weiter im Text: Vor kurzem ist bei Vanity Fair ein langer, exklusiver Artikel zum neuen Indiana Jones erschienen, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Weihnachten war übrigens super, nur leider bin ich jetzt erkältet.

Peter Jackson back in „Hobbit“

Hurra!

Nur: Wer führt Regie, wenn PJ nur Executive Producer sein wird?

Und: Was ist das für ein ominöses Sequel, von dem da die Rede ist? Smaug strikes back?

Naja, 2010 ist ja gar nicht mehr sooo weit weg…

Cloverfield

J.J. Abrams zeigt uns ein paar Minuten aus dem Monster-in-New-York-Streifen Cloverfield. (Offizielle Seite hier, samt Trailer) In den USA können Blogs, die das hier posten, eine Privatvorführung gewinnen, doch outside the 50 states gelten wohl andere Regeln…. Sieht nach meinem Geschmack aus, viel Spaß!

Aggressives Guerrilla-Marketing für DVD-Start

Eine sehr aggressive, sicherlich nicht unbedingt hundertprozentig legale, aber dafür echt genial coole Guerilla-Marketingkampagne für den DVD-Start von Superbad hat sich Sony in den USA ausgedacht:

Das im Film vorkommende Pseudonym „McLovin“, das für einen gefälschten Führerschein verwendet wird, damit die entsprechende Figur (ein rechtes Krischperl übrigens) Alkohol kaufen kann, hat sich in den USA wohl zu einem Kultwort entwickelt. Sony reagierte darauf, indem es ebendiesen falschen Führerschein der DVD beilegte.

McLovin Die Hawaiianischen Behörden* wiederum reagierten auf diesen Publicity Stunt wohl etwas pikiert, doch die Argumentation, daß das Kärtchen an entscheidenden Stellen nicht mit einem echten Führerschein (der in den USA üblicherweise statt eines Ausweises benutzt wird, ohne Führerschein existiert man also praktisch nicht) übereinstimmt, glättete die Wogen wohl auch nicht vollends. Die sollen sich mal nicht so anstellen, das ist doch ein echt guter Gag!

Hier hab ich von dieser netten Sache erfahren, der Autor hat es wiederum von diesem Blogeintrag.

Und so hat sich das im Film zugetragen:

*Es ist wahrscheinlich der geilste Job der Welt, Beamter auf Hawaii zu sein. Könnte ich mir echt vorstellen.