Archiv der Kategorie: Film

Die 15 Anwärter für den Doku-Oscar 2007

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat gerade die 15 Anwärter für den Doku-Oscar vorgestellt. Die Liste wird noch auf 5 Nominees eingedampft und geht dann in die Oscarverleihung. Mehr beim Hollywood Reporter, hier die Filme:

„Autism: The Musical“
„Body of War“
„For the Bible Tells Me So“
„Lake of Fire“
„Nanking“
„No End in Sight“
„Operation Homecoming: Writing the Wartime Experience“
„Please Vote for Me“
„The Price of Sugar“
„A Promise to the Dead: The Exile Journey of Ariel Dorfman“
„The Rape of Europa“
„Sicko“
„Taxi to the Dark Side“
„War/Dance“
„White Light/Black Rain“

Star Trek auf HD DVD

James T Kirk Star TrekNeu ist die Nachricht ja nicht, aber daß Star Trek (die Originalserie, mit Kirk, Spock und Pille) auf HD-DVD rauskommt (am 29.11. geht’s los), ist schon eine Meldung wert. So wird ein Trekkie-Kinoabend mit der Doppel-Episode Talos IV – Tabu (Englisch: The Menagerie) in Düsseldorf und in München am 28. November stattfinden, in anderen Städten schon früher. Inhaltsangabe hier und hier. Die Kontaktdaten für Pesseanfragen gebe ich an Journalisten gerne weiter.

Mit Vorsicht zu genießen ist jedoch die Ankündigung, daß es sich um eine digital aufgepeppte Version handelt. Paramount Home Entertainment schreibt dazu auf der Webseite:

Rechtzeitig zur Veröffentlichung von Raumschiff Enterprise als komplett überarbeitete „Remastered-Version“ – mit neuen digitalen Effekten, überarbeitetem Sound und hochauflösendem HD Bildmaterial – zeigt Paramount Home Entertainment die einzige Doppelfolge der Serie in ausgewählten Kinos.

Die Frage ist natürlich, ob der Fan überhaupt neue Effekte und neuen Sound will. Denn den Charme der Serie machen natürlich die Originaleffekte und der Originalsound aus. Hoffen wir, daß Paramount sich nicht in die Nesseln setzt wie ein gewisser George Lucas, der seinen Klassiker in den Augen der meisten Fans völlig verhunzt hat, indem er ihn 1997 verschlimmbessert hat, von der „Han shot first„-Debatte ganz zu schweigen.

artechock präsentiert… El Amarillo

El AmarilloArtechock präsentiert El Amarillo am kommenden Sonntag. Am 2. Dezember gibt es dann noch Wide Awake. Mehr Infos zur Reihe hier und hier. Und hier noch die Infos von artechock.de:

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Hacker Girls

Einer der ersten Computer war ENIAC, der Electronic Numerical Integrator And Computer, gebaut 1946. (Der allererste Computer überhaupt war übrigens Konrad Zuses Z3 von 1941.)

Hacker GirlsNun lese ich bei BoingBoing, daß die Gruppe der sechs Frauen, die ENIAC einst programmierten, in Vergessenheit geraten war – dabei sind doch die (heute) älteren Ladies der ideale Stoff für einen bittersüßen Film, bevorzugt aus dem Hause Working Title.

Auf jeden Fall entsteht derzeit eine Dokumentation, die sich sehr interessant anhört, und wer Lust hat, kann sich mit einer Spende an der Produktion beteiligen. Einen Verleih zu finden, wäre natürlich schon eine ganz andere Spende für die Macher. Hier ein Foto von einigen von ihnen, links die Regisseurin Kathy Kleiman.

Eröffnung des Asia Filmfest 2007

Asia Filmfest 2007 LogoSoeben bin ich von der Eröffnungsparty des Asia Filmfest 2007 heimgekommen, zuvor habe ich der Premiere von Vexille beigewohnt.

Ganz kurz: Der Film ist ein klassischer Mainstream-Anime, der den Eindruck erweckt, man hat ihn nur deshalb animiert, weil er unmöglich real zu drehen gewesen wäre. Die Handlung (fanatischer Forscher mit Gott-Komplex gegen aufrichtige Mitglieder einer Spezialeinheit, die auch noch Liebeswirren über die Kontinente hinweg ausgesetzt Vexille Bild Asia Filmfestsind, in einer Materialschlacht oberster Kajüte mit nichts weniger auf dem Spiel als der Rettung unserer Welt) reißt einen nicht weiter vom Hocker, denn so liefen die tagträumerischen Weltrettungsepen der 80er auch ab.

Die Animation ist dahingegen faszinierend, denn sie unterscheidet sich gewaltig von der Perfektion, die wir durch Pixar-Werke mittlerweile gewohnt sind:

Die Leute, die die 3D-Landschaften erschaffen haben, müssen während der Gestaltung sicherlich einige Mäuse (und Sehnenscheiden) aufgearbeitet haben, so beeindruckend ist das, was man sehen kann (ich gehe hier nicht auf Details ein, da man sofort zu spoilern gezwungen ist).

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Into the Wild

Into the Wild PosterAm gestrigen Mittwoch gab es die Pressevorführung zu Sean Penns Into the Wild. Ein sehr beeindruckender Film, sofern man die Hintergründe kennt. Kennt man diese nicht (so wie ich vor der Vorführung), hat man während des Films einen völlig anderen, und zwar völlig falschen Eindruck.

— Ab hier Spoiler! —

Die Handlung des Films ist bestechend einfach: Ein junger Mann, aus sicheren Verhältnissen stammend, und gesegnet mit einer ordentlichen Portion Hirnschmalz, beschließt, das College noch zu Ende zu machen und dann der verhaßten, spießigen und sinnentleerten Gesellschaft seiner Umgebung (dies erstreckt sich praktisch auf ganz Amerika) den Rücken zu kehren und seinen inneren Frieden in der weiten Natur zu suchen. Nach ersten Erfahrungen abseits der Zivilisation verwirklicht er seinen großen Traum, sich in den Weiten Alaskas mit der Natur zu messen. Er läßt sich in der Einsamkeit aussetzen, wandert einen Tag geradeaus und entdeckt einen verlassenen Bus, den er als Wohnstatt nutzt. Into the Wild weiterlesen

Free Rainer: Kinotour

Zu Hans Weingartners neuem Film Free Rainer – Dein Fernseher lügt wird es eine Kinotour geben. In Anwesenheit des Regisseurs und / oder Moritz Bleibtreu bzw. Elsa Sophie Gambard mit anschließendem Publikumsgespräch zu folgenden Terminen:

Termine Kinotour Free Rainer

Werkstattkino: Spezialitäten

Leider habe ich vergessen, die Mail zu posten, daher nun einen Tag zu spät: Im Werkstattkino laufen derzeit ein paar gewaltige Kinoklassiker in Kombination mit neuen Perlen. Ich kann echten Filmfans nur empfehlen, weiterzulesen.

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BloodSpell: Der erste Machinima

BloodSpell 1

Beim Pflichtblog BoingBoing hab ich gestern diese Meldung gefunden: Der erste Film in Spielfilmlänge (feature film), der komplett von mit einer Spiel-Engine gerendert wurde, ist BloodSpell. Er kann bequem und legal online angeguckt werden, oder auch für die offline-Degustation heruntergeladen werden. (In beiden Fällen kann es sein, daß die Server derzeit unter einer gewissen Auslastung stehen.) Auch ist es möglich, sich per Mail informieren zu lassen, wenn das DVD-Image zum Download bereitsteht.

Ich bin so frei und gebe noch schnell die erfrischend entspannte Warnung zu Beginn des Films wieder:

Photography of this film is NOT prohibited.
We do NOT ask the audience to be vigilant.
If your pal has a cameraphone, please do NOT inform us,
because we don’t give a stuff.

If you share, redistribute, show, copy or
perform this film, we will NOT:
*Sue your grandmother.
*Install a rootkit on your PC.
*Try to make computers illegal to close the „analog hole“.

Sharing is not stealing.

Piracy is a crime.
So please don’t steal any boats.

Mehr Informationen zur Rechteverwaltung bei Creative Commons oder Wikipedia.

Creative Commons Logo

Während ich dies hier schreibe, gucke ich gerade die ersten Minungen des Streifens. Bis jetzt gibt es nur ein Mittelalter-Fantasy-Gemetzel, unterlegt mit harter Popmusik. Um Magie aufzurufen, schneiden sich die Figuren ständig die Handgelenke auf: Dies könnte bei echten Fans zu nachhaltigen Durchblutungsstörungen führen. Ich kann mir gut vorstellen, daß es in naher Zukunft noch möglich sein dürfte, diesen Machinima qualitativ und insbesondere dramaturgisch zu toppen, doch durchlebe ich so manche Erinnerung an meine wilden D&D-Zeiten… Aber ein echtes Urteil darf ich mir natürlich erst erlauben, wenn ich den ganzen Film gesehen habe. Erste dramturgische Versuche glaube ich übrigens ab 11:18 beim Einmarsch der Mönche zu erkennen…

Siehe auch meinen Post zu MMOvie und zum Machinima Festival Europe. Zu Deutsch: Nicht die Bewegung zu einem neuen Filmkult verschlafen!

BloodSpell 2

 

 

 

 

 

Nachtrag: Ich habe nun den ganzen Film gesehen, er wurde mit der Engine von Neverwinter Nights (jüngere Version) gerendert. Die Handlung folgt dem Abenteuer eines Mönchs, der im Verlauf der Handlung seine Bestimmung erkennt, konsequent handelt, und dadurch sein Ziel erreicht. Der Film ist dramaturgisch nur rudimentär gestaltet, zumal er die ganze Zeit der Hauptperson folgt. Lediglich Gegenschüsse oder Szenendetails aus einem anderen Blickwinkel verlassen die Hauptperson. Weitere Handlungsstränge sind nicht zu erkennen. Die Sprecher leisten ganze Arbeit (sind jedoch wohl Laien), und die Produktion muß ziemlich Spaß gemacht haben. Der Film ist nur für Fans und am Thema Machinima Interessierten zu empfehlen. Dennoch, ein guter Auftakt, sehen wir was noch kommen wird.

(Dieser Post wurde schon am Abend des 22.10. zu Ende geschrieben, ich habe die automatische Veröffentlichung jedoch auf 23.10. vormittags festgelegt, da ich noch den Loriot-Kommentar veröffentlicht habe.)

Nachtrag: Dieser Post wurde gefunden, konnte nicht gelesen werden, und so hab ich ihn kurz erläutert.