Archiv der Kategorie: Fan Fiction

Der Pitch zum Prequel

Bits und Pieces zum neuen Star Trek (ein Prequel, wie könnte es anders sein?) schwirren ja in einer Fülle durchs Web, daß ich gar nichts mehr darüber berichten wollte (ja, Simon Pegg spielt den jungen Scotty, Eric Bana den Bösen und Leonard Nimoy ist auch an Bord), aber dieses schrille Video über den Pitch, den Regisseur J.J. Abrams in Wirklichkeit wohl anders abgeliefert hat, ist wirklich zum Schießen – und teilt einige nette Seitenhiebe aus. (via Peter-Noster)

und wenn alle Stricke reißen, hier dasselbe Video auf YouTube:

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Ab nach Örnsköldsvik!

Im schwedischen Örnsköldsvik findet am morgigen Samstag das erste Brick Film Festival Nordeuropas statt. (via BoingBoing) Die Frage ist, ob ein Tag allein für das Festival ausreicht, allein bei YouTube gibt es für den Suchbegriff „Lego“ 42.800 Einträge.

Die Seite scheint ausschließlich auf schwedisch gehalten, doch ich blogge dies in relativer Eile, denn gleich gehe ich zu einer Einladung. Hier der Trailer zum Legofilmfest, und hier bzw. unten ein gutes Beispiel für einen Legofilm. Wer sehen will, was das Stop-Motion-Verfahren für eine Arbeit ist (wie eigentlich alles beim Filemachen), findet hier noch ein extra Video, das kurz erklärt, wie der Bowling Ball überhaupt hüpfen kann.

MMOvie

Apropos digitales Filmfest: Vorhin bin ich bei BoingBoing über einen Begriff gestolpert, den ich schonmal wußte, wieder vergessen habe und nun schon eine Weile gesucht habe: Machinima heißen die Filme, in denen Figuren und Szenarien aus Computerspielen Verwendung finden. Der Grund ist klar: Jedermann kann fast beliebiges drehen, und das praktisch zum Nulltarif.

Natürlich hab ich gleich mal zu YouTube rübergecheckt und herumgesucht, und dabei ist mir der Trailer für MMOvie, also scheinbar der Trailer für den ersten „offiziellen“ World of Warcraft-Film in die Hände gefallen (was man heute halt so „offiziell“ nennt). Wer den anschaut, hat sofort kapiert, was genau Machinimas (Machinimen? Machinime?) sind – und daß sie auch ganz witzig und ironisch sein können:

Interessant an dieser Stelle: In meinem ersten Interview mit John Lasseter (A Bug’s Life? Toy Story 2? Ich weiß es nicht mehr) fragte ich den Großmeister der animierten Spielfilme (des westlichen Kulturkreises zumindest), ob und wann es denn seiner Meinung nach möglich sein werde, auch Stimmen und Geräusche volldigital zu erschaffen, anstatt sie, wie auch in Computerfilmen noch immer üblich üblich, von realen Quellen aufzunehmen. Er hat mich nicht verstanden, glaube ich, denn er hat nichts geantwortet, was ich mir gemerkt hätte. Dabei halte ich meine Frage, mit deren Beantwortung sich die analoge von der digitalen Welt restlos getrennt haben wird, für noch immer brandaktuell. Vielleicht find ich ja irgendwann die MD wieder, dann kann ich mal gucken, was er so gesagt hat.

Mehr zu MMOvie hier und hier. Und wie WoW Anwendung in unserer Welt findet, parodieren die Simpsons immer noch am besten. (schnell angucken, bevor’s wieder offline ist!)

Virales Marketing

Neulich habe ich ja zum Thema Synchronisation auch auf die Verschwäbelung bekannter Film- und TV-Szenen hingewiesen. Nun bin ich beim Werbeblogger auf diese geniale Variante von Star Wars gestoßen:

Und wo ich schon dabei bin, hier noch ein echt gutes Beispiel für die Kapazitäten, die bei der Dramaturgie der deutschen TV-Produktionen offenbar noch brach liegen. Ich glaub, ich habe noch nie was derart hirnverbranntes gesehen! Es ist ja verständlich, daß die Produzenten wollen, daß auch der letzte TV-Zuschauer dramaturgisch noch mitkommt, aber immer dieses kleinste-gemeinsame-Nenner-TV fügt allen anderen richtige Schmerzen zu! Daß das noch niemandem aufgefallen ist…

UFOs über Haiti

Es gab eine Zeit, da galten die Filmtricks aus Hollywoods Schmieden noch als pure Magie. Laien brachten sich durch ihr Hobby schon an den Rande der Privatinsolvenz, wenn sie nur Schnittsysteme für ihre VHS-, S-VHS-, Video8- oder Hi8-Kameras kauften. An Tricks war gar nicht erst zu denken. Abgesehen von fest in der Kamera verbauten Gimmicks, (echten) Explosionen oder Stop Motion-Animationen mit der alten S8-Kamera (Einzelbildschaltung ist noch heute ein Vorrecht der Filmkamera oder einer Capture-Software) konnten Spezialeffekte getrost vergessen werden.

Die Einführung des iMac DV mit IEEE1394-Schnittstelle, von Apple schlicht wie sexy FireWire genannt, brachte ab Oktober 1999 zusammen mit iMovie jedermann den digitalen Videoschnitt mit ersten kleinen Effekten in die Wohnzimmer. Was bis September an Studioeinrichtung noch zehntausende gekostet hatte, war nun für einen Bruchteil des Preises zu haben. Auch wenn sich mit der 10GB-Festplatte noch keine großen Sprünge machen ließen, war eine Zeitenwende eingeläutet.

Heute bin ich bei diesem Spiegel-Artikel über ein selbstgemachtes Video gestolpert, das meines Erachtens am besten zeigt, wie stark sich die Welt in diesen acht Jahren verändert hat. Nicht nur die Technik ist besser geworden, auch das Bewußtsein der Menschen hat sich verändert. Nur die wenigsten hätten in den 90ern ihre selbstgedrehten Filme öffentlich gemacht, wer heute bei den üblichen Videoportalen nachschaut, findet Millionen und Abermillionen von teilweise wirklich katastrophal schlechten Filmchen. Doch manche Perlen sind dabei, und diese UFO-Sichtung, angeblich über Haiti, symbolisiert für mich, daß die Flußrichtung großartiger Arbeiten nicht mehr nur allein von großen Studios hinaus in die Welt geht, sondern nun allüberall zu spüren ist. Allein das *gasp* am Anfang wirkt gekünstelt, beim Rest muß man schon sehr genau hinsehen. Hätte der Autor, barzolff814, statt Ufos Autos animiert, hätte wohl kaum jemand einen Fake vermutet. Großartig!

Re: Echte Cineasten

Im Juli habe ich über das Gefängnis von Cebu berichtet, in dem die Gymnastik auf dem Hof als große Showtanzperformance zu den Tönen der großen Popklassiker stattfindet.

Nun, auch ich bin einem Irrtum aufgesessen. Es ist nicht alles Gold, was glänzt, und ich packe mich hiermit an der eigenen Nase: Die Tanzvorführungen sind offenbar nicht wirklich freiwillig entstanden, wie der untenstehende Bericht zeigt. So wie’s aussieht, könnte die Video-Leidenschaft des Aufsehers nun wie ein Bumerang für Menschenrechte zurückkommen, millionenfach verstärkt durch die große Beliebtheit im Web (derzeit 5,1 Mio. Aufrufe).

(via Defamer)

Talentshow

Ich war gerade dabei, YouTube nach Videos von Trockeneis und Feuer zu durchforsten, weil ich mich gefragt habe, ob man über Waldbränden statt Wasser nicht einfach Trockeneis (als Pulver oder in Form von Pellets) abwerfen könnte, da dies möglicherweise eine deutlich bessere Löschwirkung pro Gewichteinheit hat, keine Wasserschäden verursacht und den Brandherd wesentlich besser kühlt als Wasser.

Dabei ist mir aufgefallen, daß es in Amerika scheinbar gewaltig in Mode ist, Trockeneisbomben zu bauen, deren Explosion zu filmen und dies online zu stellen. Während mir manche dieser Videos die Tränen meiner romantisch verklärten Jugenderinnerungen an diverse Sprengungen in die Augen trieben, verschlug es mir beim Folgenden die Sprache. Dieser junge Mann hier, der sich adamsniper nennt und angeblich 28 Jahre alt ist (was er garantiert nicht ist), hat eine klasse Satire hinbekommen. Auch wenn das Video noch nicht viel hermacht, so oder ähnlich hat Steven Spielberg damals auch angefangen:

Der Humor ist derart trocken, ich bin richtig begeistert. Allerdings habe ich noch keines seiner anderen Videos gesehen, daher weiß ich nicht, ob das ein Glückgriff war oder nicht.

Zwei Filmrätsel, eines als Stöckchen

In der Blogosphäre, Bloggingen und wie auch immer die Gemeinschaft aller Blogger so genannt wird, gibt es sogenannte Stöckchen. Nüchtern betrachtet, sind das einfach nur Online-Kettenbriefe, doch im Gegensatz zu den früheren Leite-das-hier-sofort-weiter-sonst-wirst-Du-schon-morgen-von-einem-Zementmischer-überfahren-Briefen sind die Stöckchen eigentlich ganz witzig: Dank der Trackbacks, die üblicherweise in den Kommentaren des jeweiligen Blogs auftauchen, kann man leicht die Spur des jeweiligen Stöckchens verfolgen.

Nun bin ich auf zwei Filmrätsel gestoßen: Das eine ist echt spannend (und läuft noch bis zum 4. August), das andere ist ein Stöckchen-Derivat: Wer die Lösung zur aktuellen Frage als erster findet, darf die nächste Frage in seinem eigenen Blog stellen. Der nächste Gewinner darf dann die nächste Frage… Nur: Leider ist kein Ende definiert. Das könnte also spannend werden – oder langweilig. Wer einsteigen will, hier geht’s los!

Das Verfolgen ist nicht immer einfach, manchmal findet sich der nächste Link irgendwo in den Kommentaren. Wer sich nicht mühsam durch alle Kommentare klicken will, findet hier den derzeitig aktuellen Stand der Dinge mit allen bisherigen 28 Stationen, einfach die einzelnen Buchstaben des Swoosh anklicken. Um 21:30 Uhr geht’s dann beim letzten Gewinner weiter, denn der sitzt gerade beim Abendessen…

PS: Noch nie hab ich mich dermaßen über die Copy-Paste-Funktion gefreut wie jetzt: SSSSSWWWOOOOOOOOOOOOSSSSHHH +1 +1. Danke, Abspannsitzenbleiber!

Update: Für heute ist Schluß, morgen um 10 Uhr geht’s bei Knurrunkulus weiter.

Nachtrag vom 6.8.: Bei dhaunsch gibt es einen Eintrag, der das Stöckchen mit allen Stationen verfolgt. So muß man eben nicht ständig dem weißen Hasen folgen…