Archiv der Kategorie: Fan Fiction

Monster Camp

Die Rollenspieler unter uns (ich war mal ein ganz aktiver, zu Pen & Paper-Zeiten) sollten sich Monster Camp auf keinen Fall entgehen lassen. Ich habe schon nach dem Trailer entschieden, dass ich diesen Film sehen muss.

Beim Live-Rollenspiel (LARP – Live Action Role Playing) schlüpfen die Spieler tatsächlich in die von ihnen verkörperten Spielfiguren. Im klassischen, normalen Rollenspiel sitzt man um einen Tisch, der Spielleiter erläutert die Spielsituation, und die Spieler entscheiden, was ihre Charaktere (Spielfiguren) in der Fantasiewelt anstellen. Die Ergebnisse reichen von taktisch geschicktem Teamwork bis zu selbstmörderischem Blödsinn, Hauptsache, es macht Spaß. Beim Liverollenspiel dahingegen verkleiden sich die Spieler als ihre Spielfiguren, die Fantasiewelt verschmilzt mit der unseren, die Spieler/Charaktere laufen in Folge dann tatsächlich durch den Wald / das Burgverlies / des Bauern Maisfeld, schwingen ihre Gummischwerter oder verzaubern sich gegenseitig mit durch straffe Regeln festgelegte Magie. Bei Kämpfen sind Schiedsrichter zugegen, die verhindern, dass groß gewachsene Rollenspieler einfach die kleineren, aber im Spiel vielleicht mächtigeren oder geschickteren Gegenspieler ignorieren oder umhauen, um einen Kampf doch zu gewinnen.

Monster Camp ist eine Doku über Liverollenspiele, wie es sie weltweit gibt. Ich freue mich schon sehr auf den Film, der bei uns leider noch keinen Starttermin hat.

Trailerrecycling

Ein Freund hat mich auf diesen Trailervergleich zwischen Batman (1989) und The Dark Knight (2008) hingewiesen. Erschreckend: Beide Trailer sind praktisch identisch. Was mag hinter dieser Psychologie stehen? Von sublimer Psychologie über eine Standard-Köderrezeptur für die Massen bis zur simplen Faulheit eines Cutters ist alles möglich:

See more funny videos at CollegeHumor

Nachtrag vom 13.5.08: Ein findiger Kollege (und offenbar Batman-Fan) hat ein wenig nachgeforscht und kam zu der überraschenden Erkenntnis, dass der 1989er-Trailer dem 2008er-Trailer nachempfunden wurde. Hier die Auflösung, hier der Originaltrailer von 1989. Dafür liegt dieser Eintrag jetzt zusätzlich in der Kategorie „Fan Fiction“.

BloodSpell ready for Download

Scheinbar hat mein Blogeintrag von vor einiger Zeit ausgereicht, mich auf eine exklusive Mailingliste zu setzen. Gerade wurde ich darüber informiert, daß der Machinima Bloodspell nun als fertiges DVD-Image zum Herunterladen bereitsteht. Derzeit saugt mein Rechner (völlig legal übrigens) die zwei Scheiben mit 4,36 und 4,22 GB (in der PAL-Version, fertig zum Brennen), auf der Download-Webseite gibt es auch eine DivX- bzw. eine Quicktime-Version. Auch kann man sich ein Cover laden (das hätte ich allerdings in die ISO-Datei gepackt, als DVD-ROM-Extra), drucken, in eine Hülle packen und dann das Ganze ins Regal stellen. Was andere Kollegen so denken, findet sich in der Press-Sektion und Pressematerial gibt’s auch.

Viel Spaß also beim ersten Machinima in DVD-Qualität zuhause!

Sweding is so hot right now

Jetzt, wo Be Kind Rewind nun auch bald hierzulande im Kino zu sehen sein wird, könnte die Sweding-Mode nun auch zu uns rüberschwappen. Mit zweieinhalb Monaten Verspätung. Aber dafür gibt’s eben schon eine Menge fertiger „Sweded Movies“ bei YouTube zu sehen. Und auf eine geswedete Version eines schwermütigen deutschen Dramas bin ich nicht wirklich scharf. Außer, sie ist unfreiwillig komisch, was eigentlich unausweichlich ist. (via BoingBoing)

Hier zum Beispiel Jurassic Park:

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Star Wars Photoshopping Contest

Die Idee ist zwar nicht wirklich neu, hatten wir solche Montagen zum Beispiel schon damals in unserer Abizeitung, doch die Motive sind fast alle gelungen: Bei Worth 1000 gibt es heute einen Star Wars Photoshopping Contest, also das Fotomontieren von Berühmtheiten in die Welt von Luke & Leia. „Prinzessin Beia“ hier löst schon erstes Schmunzeln aus – wer würde sie schon aus dem Todesstern retten wollen? Da helfen wohl weder Reichtum noch Ruhm! (via BB)

Princess BeiaNachtrag: Bei Freenet gibt es eine schauderhafte Fotoshow von Stars, wie sie im normalen Leben aussehen würden, sowie eine kleine Sammlung ausgewählter Filmklischees.

24 1994

Es ist doch einfach unglaublich, wie schnell sich die Zeiten ändern. Ich habe meine erste e-Mail im Jahre 1995 geschrieben (glaube ich), damals noch als Student der LMU. Wie 24 funktioniert hätte (oder eher nicht), wenn die Serie zu dieser Zeit angesiedelt gewesen wäre, zeigt College Humor (dort übrigens in weit besserer Qualität):

BloodSpell: Der erste Machinima

BloodSpell 1

Beim Pflichtblog BoingBoing hab ich gestern diese Meldung gefunden: Der erste Film in Spielfilmlänge (feature film), der komplett von mit einer Spiel-Engine gerendert wurde, ist BloodSpell. Er kann bequem und legal online angeguckt werden, oder auch für die offline-Degustation heruntergeladen werden. (In beiden Fällen kann es sein, daß die Server derzeit unter einer gewissen Auslastung stehen.) Auch ist es möglich, sich per Mail informieren zu lassen, wenn das DVD-Image zum Download bereitsteht.

Ich bin so frei und gebe noch schnell die erfrischend entspannte Warnung zu Beginn des Films wieder:

Photography of this film is NOT prohibited.
We do NOT ask the audience to be vigilant.
If your pal has a cameraphone, please do NOT inform us,
because we don’t give a stuff.

If you share, redistribute, show, copy or
perform this film, we will NOT:
*Sue your grandmother.
*Install a rootkit on your PC.
*Try to make computers illegal to close the „analog hole“.

Sharing is not stealing.

Piracy is a crime.
So please don’t steal any boats.

Mehr Informationen zur Rechteverwaltung bei Creative Commons oder Wikipedia.

Creative Commons Logo

Während ich dies hier schreibe, gucke ich gerade die ersten Minungen des Streifens. Bis jetzt gibt es nur ein Mittelalter-Fantasy-Gemetzel, unterlegt mit harter Popmusik. Um Magie aufzurufen, schneiden sich die Figuren ständig die Handgelenke auf: Dies könnte bei echten Fans zu nachhaltigen Durchblutungsstörungen führen. Ich kann mir gut vorstellen, daß es in naher Zukunft noch möglich sein dürfte, diesen Machinima qualitativ und insbesondere dramaturgisch zu toppen, doch durchlebe ich so manche Erinnerung an meine wilden D&D-Zeiten… Aber ein echtes Urteil darf ich mir natürlich erst erlauben, wenn ich den ganzen Film gesehen habe. Erste dramturgische Versuche glaube ich übrigens ab 11:18 beim Einmarsch der Mönche zu erkennen…

Siehe auch meinen Post zu MMOvie und zum Machinima Festival Europe. Zu Deutsch: Nicht die Bewegung zu einem neuen Filmkult verschlafen!

BloodSpell 2

 

 

 

 

 

Nachtrag: Ich habe nun den ganzen Film gesehen, er wurde mit der Engine von Neverwinter Nights (jüngere Version) gerendert. Die Handlung folgt dem Abenteuer eines Mönchs, der im Verlauf der Handlung seine Bestimmung erkennt, konsequent handelt, und dadurch sein Ziel erreicht. Der Film ist dramaturgisch nur rudimentär gestaltet, zumal er die ganze Zeit der Hauptperson folgt. Lediglich Gegenschüsse oder Szenendetails aus einem anderen Blickwinkel verlassen die Hauptperson. Weitere Handlungsstränge sind nicht zu erkennen. Die Sprecher leisten ganze Arbeit (sind jedoch wohl Laien), und die Produktion muß ziemlich Spaß gemacht haben. Der Film ist nur für Fans und am Thema Machinima Interessierten zu empfehlen. Dennoch, ein guter Auftakt, sehen wir was noch kommen wird.

(Dieser Post wurde schon am Abend des 22.10. zu Ende geschrieben, ich habe die automatische Veröffentlichung jedoch auf 23.10. vormittags festgelegt, da ich noch den Loriot-Kommentar veröffentlicht habe.)

Nachtrag: Dieser Post wurde gefunden, konnte nicht gelesen werden, und so hab ich ihn kurz erläutert.

Bavarian Pulp Fiction

Die neu aufkommende Lust, vorhandene Spielfilme und Serien neu zu synchronisieren, treibt immer skurrilere Blüten. Während die 24– oder auch Star Wars-Ausschnitte auf Schwäbisch noch geradezu professionell neu vertont wurden, und der neue Ausschnitt aus Stirb Langsam 4.0 (s.u.) einem einmal mehr die Lachtränen in die Augen treibt, versuchen es anderswo völlige Laien einfach selbst: Scheinbar haben sich hier ein paar Jungs mit dem Mikro vor den Computer gesetzt und einfach eine bairische Tonspur (mit teilweise sehr kruden Dialogtexten) für Pulp Fiction selbst eingespielt. Hier ist das Ergebnis:

Nicht unerwähnt bleiben darf hierbei natürlich auch nicht die Fucking Short Version von Pulp Fiction sowie die Typography-Version. Überraschen lassen!

Analog zur hier gezeigten Bayern-Version gibt es auch eine Menge weiterer Werke, als da wären: Star Wars, Full Metal Jacket, und auch Knight Rider:

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