Archiv der Kategorie: Blogging

Hollywoodspeak decoded

Das seine Menge Aussagen in jedem noch so wohlmeinenden Arbeitszeugnis versteckt sind, weiß jeder. Ebenso verhält es sich bei Ärzten, die sich bisweilen mit lateinischen Notizen gegenseitig darüber informieren, ob der überwiesene Patient ein hypochondrischer Volldepp und Nervtöter ist oder tatsächlich (körperliche) Hilfe braucht.

Nun werden wir ja täglich mit einer Flut von schickem PR-Talk konfrontiert (alle, nicht nur die Journalisten), in dem sich auch so manche Wahrheit verbirgt. Ken Levine, ein Hollywood-Autor, hat ein paar der üblichen Schlagwörter für uns in normales Englisch übersetzt, hier sein Blogeintrag dazu. Mit Dank an meinen ehemaligen Drehbuchstudienkommilitonen Yannick, der doch glatt was aus seinen Anlagen gemacht hat.

Cat Brothers

Die Webseite urlesque.com hat für den 9.9.09 zu einem katzenfreien Tag im Internet aufgerufen. Ich als fast lebenslanger Katzenliebhaber kann das natürlich nicht dulden und bin froh, Euch heute extra einen herrlichen Katzengag (sogar mit Filmbezug) von der großartigen Seite I Can Has Cheezburger? liefern zu können. Natürlich bedarf es keiner Erläuterung:

funny pictures of cats with captions
see more Lolcats and funny pictures

Willkommen, Stefe!

Kommentator Stefe hat angeboten, unter diesem Pseudonym die eine oder andere sporadische Review zu liefern. Ich habe gerne zugestimmt und freue mich auf „die eine oder andere Filmkritik“. Die erste geht morgen online, zu Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Und wieder bin ich auf einen Artikel rund um die neuen Medien gestoßen, den ich ziemlich unverschämt finde. Über diesen Tweet wurde ich auf den Artikel „How to make money with Twitter“ von Mediadonis aufmerksam. Abgesehen davon, dass ich einen Nick wie Mediadonis für eher ungeeignet halte (in diesem Fall wegen eines scheinbar übermäßig ausgeprägten Selbstbewußtseins), ist der dahinterstehende Autor Marcus Tandler selbst Fachmann für Suchmaschinenoptimierung und ähnliches Online-Marketing. Er schreibt auf englisch, so ist anzunehmen, weil dann die mögliche Verbreitung seines Textes größer ist, also mehr potentiellen Benefit hat.

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Lesetipp: „Die Meinungsfreiheit als Sondermüll“

Nicht selten zeige ich in diesem Blog die Versuche der Wirtschaft auf, die Presse für ihre Zwecke zu nutzen, in diesem Fall natürlich hauptsächlich im Filmjournalismus. Nun habe ich den Blogpost mit dem passenden Titel Die Meinungsfreiheit als Sondermüll gelesen, der die Unsinnigkeit der Internetzensur (#zensursula) laiengerecht aufbereitet und mit guten Beispielen erklärt. Also ein Lesetipp für alle, und zum Weiterleiten bestens geeignet, um Unwissende oder bis dato Uninteressierte „up to scratch“ zu bringen. Via Udo Vetters Lawblog.

Einzige Anmerkung meinerseits: Mitnichten werden alle Verleumdungen über das Internet von der Polizei akribisch verfolgt.

John Cusack, Twitter und 2012

John Cusack twittert eifrig unter seinem Nick shockozulu. Der bekannte und beliebte Schauspieler spielt außerdem in Roland Emmerichs 2012 die (oder zumindest eine) Hauptrolle.

Nun twitterte Cusack, dass Sony ihn bat, den Filmstart via Twitter zu unterstützen. Rein zwischenmenschlich sehe ich keinerlei Problem darin, dass man einen Beteiligten an einem Film bittet, positive oder gar keine Stimmung für den Film zu machen. Das ist nur natürlich. Selbst wenn es beim Dreh Schwierigkeiten gegeben haben sollte, ist es ja nur menschlich, dass man nicht wünscht, dass jemand einem nachträglich in den Pool sch.. pinkelt.

Nun ist der Filmverleih kein Kumpel und John Cusack als Hauptdarsteller kein Jedermann. Immerhin über 20.000 Follower verfolgen Cusacks Tweets, und diese dürften, da Internet-affin und sicherlich selber Blogger, Twitterer, Facebooker und Myspacer Social Networker, als begehrenswerte Multiplikatoren gelten. Dann multipliziere ich doch mal:

Ich frage mich: Ist die Bitte von Sony an Cusack, den Film zu unterstützen, moralisch verwerflich oder nicht? Einerseits gibt es keinerlei Verpflichtung für Cusack, positiv über den Film zu twittern, und natürlich ist es nur im Sinne von Sony, dass der Film einen guten Start hat. Andererseits dürfte 2012 ohnehin keine Probleme bekommen, seine Kosten wieder reinzuspielen und obendrauf noch einen hübschen Gewinn zu erwirtschaften. Wenn Cusack oder andere Beteiligte über den Film twittern wollen, dann tun sie es sicherlich auch ohne Aufforderung, positiv wie negativ.

Doch wenn ein so großes Unternehmen Cusack direkt anspricht und bittet, Werbung für den Film über seinen privaten Twitter-Kanal zu machen, dann ist das für meine Begriffe doch reichlich unverschämt. Klar muss Cusack nicht, aber dass der Verleih überhaupt gefragt hat, ist ja wohl die Höhe.

Warum ist das die Höhe? Wenn man früher in einem Geschäft bedient wurde, hieß es an der Kasse oft „Empfehlen Sie uns weiter“. Das ist ganz normal und quasi schon eine Verabschiedungsformel. Doch wenn mich dahingegen der Geschäftsführer abends privat anruft und sagt: „Ich hab nachgeforscht, Du hast Doch viele Freunde. Empfiehl denen doch bitte aktiv mein Geschäft“, dann ist das doch reichlich unverschämt, oder nicht? Analog dazu heißt das: Da John Cusack bei 2012 mitspielt, steht zu hoffen (mehr nicht), dass er vielleicht positiv über seine Erfahrungen und den Film berichtet oder lieber gar nicht, wenn seine Erfahrungen und Eindrücke negativ sind. Bis hierhin reicht der gute Ton. Wenn er aber extra aufgefordert wird (im Urlaub übrigens, momentan berichtet er aus Irland), positiv die Werbetrommel zu rühren, noch dazu in einem eher privaten Umfeld, dann ist das echt frech. Und unpassend.

Und ganz normal für die heutige Zeit, leider. So wie übrigens auch diese Linktausch-Angebote, die ich immer wieder bekomme. Da wollen Kino/Film-Blogs sich mit meinem verlinken (oder auch Billigflugvermittler, wtf?), und ich soll im Gegenzug den anderen Blog, den ich überhaupt nicht kenne, der womöglich nichtmal gut ist, und den es vielleicht noch gar nicht gibt (oder nicht mehr, wie diesen hier), empfehlen. Dass dieser Blog eine völlig andere Zielgruppe hat als allgemeine Filmblogs, ist offenbar völlig egal. Es geht irgendwelchen Marketingagenturen bei diesen Schnellstartprojekten immer nur um Klicks, Page Impressions, Pageranks und lauter anderen Businesskäse. Mir geht es darum, zu schreiben, wozu ich Bock habe, und lesen können es Menschen (Menschen!), die auch Bock dazu haben. Da brauch ich keine Traffic-Pumpe, denn wer einen Blog wie diesen sucht, wird ihn schon finden. Und diese anonymen Massen, die scheinbar nur zum Klicken da sind, um irgendein Businessmodell am Funktionieren zu halten, interessieren mich überhaupt nicht.

Bin ich schon so vergrämt, dass ich behaupte, früher war alles besser? Sind diese Traffic-Businessideen was fundiertes? Braucht man zum Leben wirklich Google? So, und jetzt runter von meinem Rasen!

Blogging 2.0 – In the Loop

Ich schreibe nicht so oft hier, wie ich gerne würde. Doch in den letzten Monaten hat sich mein Online-Leben stark verändernt: Mit Twitter kann man alle möglichen Kleinigkeiten ohne großes Aufhebens sofort bloggen, microblogging heißt das. Ich nutze Twitter mittlerweile sehr intensiv.

Außerdem habe ich seit rund zwei Wochen ein iPhone. Es ist unglaublich, wie sehr das kleine Gerät mein Leben beeinflusst hat. Allein die Tatsache, dass man in der Früh nicht mehr seinen Computer einschalten muss, um vor Verlassen des Hauses noch schnell die Mails zu kontrollieren! Praktisch überall ist man so gut vernetzt wie zuhause vor dem „Zentralrechner“, und das, wenn gewünscht, den ganzen Tag. Solange man sich bewusst ist, dass man nicht kommunizieren muss, sondern nur kann, wenn man eben möchte, ist das absolut genial. Und mit dem iPhone kann man natürlich auch twittern. Ich kenne kein anderes Gerät, dass die Bezeichnung „Handy“ überhaupt noch verdient.

Nichtsdestotrotz werde ich hier natürlich auch weiterhin bloggen. So wie meine vier derzeit stummen Coblogger (hint, hint). Ich muss mich allerdings erst in mein neues Online-Dasein eingewöhnen. Bis dahin könnt Ihr Euch mit mir wundern, wieso In the Loop hier noch keinen Verleih zu haben scheint.


In the Loop

Kurze Auszeit

Wie man an den letzten Blogeinträgen schon erkennen konnte, bin ich gerade schwer beschäftigt und komme kaum zu den ganzen weitgehend optionalen Web2.0-Tätigkeiten. Nun kommt es noch dicker. Doch von vorn:

Ein Bekannter der Familie brauchte Hilfe bei der Organisation eines Kongresses. Da bin ich, zusammen mit anderen, im Dezember eingesprungen und habe seither nebenher ausgeholfen. Mit dem Nahen des Kongresses stieg auch der Arbeitsaufwand (geradezu exponentiell), und so war auch ich nur noch selten im Kino zu sehen in den letzten Wochen.

Nun geht’s los mit dem Kongress und ich bin für 10 Tage weg. Wenn ich darf, werde ich twittern. Wenn ich zurück bin, gönne ich mir noch ein paar Tage Auszeit, denn ich bekomme Besuch von einer alten Brieffreundin aus L.A. und werde ihr natürlich Bayern zeigen (nach Neuschwanstein wollen sie alle irgendwie…), und dann geht’s wieder los. Hier, und bei (Firmenname in Umfirmierung). Hmm, nicht zuviel verraten! Aber wenigstens habe ich noch ein paar neue Zitate für die Kopfzeile zusammengetragen. Also, bis die Tage!

PS: Sollte einer der anderen Autoren hier was bloggen, soll’s mir nur recht sein. 🙂

Thousand Faces

Als Johannes Bonke vor einigen Jahren bei den Münchner Pressevorführungen aufgetaucht ist, war er wie jeder andere Neuzugang: Ambitioniert, jung, den Kopf voller Ideen, vor Energie nur so sprühend. So fängt es immer an, und mit der wachsenden Erfahrung stoßen sich auch die Hörner ab. Wer ein paar Jahre „dabei“ war, ist routiniert, abgebrüht, souverän, aber deswegen nicht unbedingt abgestumpft.

Nicht so Johannes. Seine Energie schien im Übermaß vorhanden zu sein, und nach einem Bilderbuchstart begann er sich schnell auf Interviews zu konzentrieren. Schon bald zog er nach Berlin, denn in der Hauptstadt tut sich natürlich deutlich mehr in Sachen Interviews, Pressekonferenzen und Roten Teppichen und so weiter als in München.

Ab und zu habe ich ihn wiedergetroffen, wenn ich mich selbst nach Berlin oder Hamburg begeben habe, um wichtigen Events beizuwohnen, und auch so stehen wir in – wenn auch sehr lockerem – Kontakt.

Heute hat mir Johannes erzählt, dass sein Geschäftspartner und er mit Thousand Faces eine neue Webvideoserie gestartet hat, eine Art Pressearbeit-Vlog. Nach den ersten Folgen denke ich: Absolut nicht uninteressant, noch etwas rauh an den Ecken in den ersten Folgen, doch definitiv Potential. Hier mal folge Eins, der Rest bei 3Min.