Archiv der Kategorie: Allgemein

To boldly go where no man has gone before

Ich bin wahrlich kein fanatischer Trekkie, doch sollte nicht unerwähnt bleiben, daß William Shatner in Star Trek 11 (in der Pipeline) nicht dabei sein wird, wohl aber Leonard Nimoy. Meldet zumindest Beyond Hollywood. Dies wirft Fragen auf, denn a) ist Kirk tot und b) ist Star Trek XI ein Prequel.

Auch wenn Vulkanier wesentlich älter werden als Menschen, würde mich ein faltiger junger Spock doch etwas stören. Aber ich begebe mich hier auf extrem dünnes und rutschiges Glatteis, denn wenn schon die oberflächliche Recherche ergibt, daß z.B. bei Wikipedia offenbar eine Diskussion tobt, ob etwas namens T’plana-hath in die Vulkanier-Sektion des großen dortigen Star Trek-Portals aufgenommen werden soll oder nicht (es handelt sich hierbei wohl um eine natürlich fiktive vulkanische Philosophin), daher bekenne ich mich zur nahezu kompletten Unwissenheit und halte die Klappe.

Hier jedenfalls eine Videoaufzeichnung von William Shatner (auf seinem eigenen Videochannel, wie es scheint), der von den neuen Entwicklungen in Star Trek XI erzählt, und als Ausgangspunkt Star Trek bei Wikipedia. Die offizielle Seite sollte hier natürlich auch erwähnt werden. Dieses älteren YouTube-Video hier scheint wohl die erste Erwähnung des Prequels zu sein, in dem Shatner wohl noch mitspielen sollte wollte:

Jubel für die Transformers

Mit einer doppelseitigen Anzeige in der Variety, dem wohl bekanntesten Filmbranchenblatt überhaupt, informierte die Paramount Hollywood über den großen Erfolg, mit dem Tansformers gestartet ist: Mit $155.405.412 domestic gross to date sichert sich der Film den Titel „Biggest Opening Week of All Time„.

Aber Moment, was steht denn da klitzeklein darunter? „For a Non-Sequel-Film„. Aha, und was heißt das nun genau?

Der Defamer, ein wirklich lesenswerter Blog über Hollywood Gossip, hat die Aussage relativiert. Wie ich ja auch schonmal anmerkte, halte ich nicht viel von diesen Definitionsspielchen, auch wenn der jeweils hinter so einer Meldung stehende Erfolg durchaus berechtigt sein mag.

Transformers Variety Scan via Defamer

(Bild und Montage via Defamer)

Journalismus liegt mir wohl im Blut

Die Meldung, daß die halb vergessenen Young Indiana Jones Chronicles (offizielle Seite) nun auf DVD erscheinen werden (nach 15 Jahren!) hat mich an eine amüsante Episode aus meiner, naja, journalistischen Vergangenheit erinnert.

Ich war noch Schüler, als ich 1992 hörte, daß George Lucas nach München kommen würde, um seine neue TV-Serie, eben die Young Indiana Jones Chronicles, vorzustellen. Damals (vor der unsäglichen Star Wars Special Edition von 1997, in der Greedo zuerst schießt, und den für Fans gewöhnungsbedürftigen Episoden I, II und III) hatte ich noch gewaltige Ehrfurcht vor dem Mann, der die Holy Trilogy erschaffen hatte, und der nur drei Jahre zuvor zusammen mit Steven Spielberg den genialen Indiana Jones and the Last Crusade ins Kino gebracht hatte. Zu einer Zeit, als digitale Tricks übrigens noch furchtbar aussahen. Journalismus liegt mir wohl im Blut weiterlesen

Kult urpur

Café Kosmos AußenansichtHeute habe ich, auf der anderen Seite der Kreuzung vom Gabriel Kino, wo die große Mehrzahl der Münchner Pressevorführungen stattfinden, das Café Kosmos entdeckt. Früher war dort ein Fotogeschäft (über 40 Jahre lang), nun ist dort eine auf den ersten Blick gewaltig kultige, dank Astra-Ausschank auch mutige junge Kneipe mit erfreulich wenig Sitzplätzen eingezogen.

Das Nierentisch-Ambiente lädt zum Verweilen ein, und eine Vielzahl von kleinen originellen Originalen aus den 50ern setzen stilvolle Kontrapunkte. Ich denke, ich werde in Zukunft den einen oder anderen Cappuccino im Café Kosmos einnehmen. Für alle Interessierte hier mehr Fotos. Übrigens mein erstes Flickr-Album, nur so zum Ausprobieren.

Filmemacher unter sich

Dietrich Brüggemann Pressebild von First Steps

Der junge Filmemacher Dietrich Brüggemann, der letztes Jahr mit seinem Spielfilmdebut Neun Szenen erste Preise gewinnen konnte, führt einen interessanten Blog, siehe auch die Blogroll dieses Blogs.

Während manche von uns Freien sich bisweilen um die Auftragslage Sorgen machen müssen und die Kollegen mit Festanstallungen entsprechend beneiden, verlieren wir auch ganz gern mal den Blick für den Rest der Branche, deren letztes Kettenglied vor dem hitting the market wir Journalisten darstellen: Auch die Regisseure haben es nicht leicht. Ebensowenig wahrscheinlich alle anderen, die irgendwie selbständig wurschteln. Ach, ich bin fürs Grundgehalt.

Dietrichs aktueller Blogeintrag, Meine Armut kotzt mich an, greift die aktuelle Verdienstsituation von Filmregisseuren in Deutschland auf und mündet in einen interessanten Einblick in den Status Quo der deutschen Regieszene. Lesenswert!

(Bildquelle)

Mike TV

Daß Michael Moore immer wieder gern Infos zu seinen neuesten Aktionen und Gedanken per e-Mail verschickt, ist ja weithin bekannt. Nun aber habe ich (und alle anderen Maillist-Abonnenten, nehme ich an) eine Mail von seinem Team erhalten, die unter anderem bekanntgibt, daß das Team um Michael Moore ein „truth squad“ eingerichtet hat, mit dem sie sie Berichterstattung der Medien in Bezug auf Pharmaindustrie und Krankenversicherung durchleuchten werden.

Wenn das mal nicht nach bluttriefender Revolution riecht! Die Mail klingt so, als hätte sie jemand, der anonym bleiben will, ohne Mr. Moores Einverständnis, unter dem vielsagenden Absender „Webmaster„, an dessen e-Mail-Verteiler geschickt:

Absender: maillist@michaelmoore.com

Betreff: Mike T.V.

Tuesday, July 10th, 2007

Today, Michael Moore will be on CNN again for Part Two with Wolf Blitzer, (Did you see Part One? And our response?), a new appearance on Larry King Live with Dr. Sanjay Gupta (appearing, we assume, to apologize for his factual errors), and a rerun of Mike’s appearance on Jon Stewart from 13 days ago.

Those of us who maintain Michael’s website have started a truth squad. Watch for our daily reports on how the media lies, distorts and carries the water for Big Pharma and Big Insurance.

We’ll leave you with this analysis of how the mainstream media deals with Michael Moore.

Thanks!

Webmaster
MichaelMoore.com

Nun, egal, wer obige Mail nun aus welchen Beweggründen herumgeschickt haben mag – seht selbst, wie Michael Moore bei CNN auftrat:

Nachtrag vom 11. Juli: Mehr dazu hier.

Harry Potter und die Heiligkeit der Buchvorlage

Ich bin Harry Potter-Fan.

Ein glühender.

Meine persönliche Begegnung mit dem Zauberlehrling kam erst mit dem ersten Potter-Hype in Deutschland zustande, das war so um den dritten Band herum, glaube ich. Als plötzlich jeder Potter las, war ich überzeugt, daß es sich um ein Pop-Strohfeuer handelte und maß dem ganzen keine weitere Bedeutung bei. Doch als selbst die größten Couch Potatoes mir, einer alten Leseratte, empfahlen, mehr zu lesen, war mir klar: Dem muß ich auf den Grund gehen. Harry Potter mußte ein triviales Rührstück sein, das den kleinsten gemeinsamen Nenner aller potentiellen Kunden anspricht. Pulp Fiction also. Ich wollte Harry Potter hassen. Harry Potter und die Heiligkeit der Buchvorlage weiterlesen

Sicko wirkt

Michael Moore deutet ja ganz gerne an, daß er es gut fände, wenn wegen seines Filmes ordentlich Bewegung käme in die breite Bevölkerung der USA:

Go to your address book on your computer now and send out that e-mail to everyone you know and tell them to find their way to the theater this week. This film stands the chance of igniting a movement. Let’s not let this moment pass.

(Quelle, letzter Absatz)

Während die Realität noch weit entfernt ist von tatsächlichen Demonstrationen, Sternmärschen oder gar drastischeren Aktionen gegen die Krankenversicherungsindustrie der USA, sollte dennoch erwähnt werden, daß sich tatsächlich etwas tut unter den Sicko Flyer ThumbnailKinobesuchern.

Diesen Bericht wollte ich vor einigen Tagen nicht extra posten, aber die dort beschriebene Stimmung stellt dennoch ein Fünklein dar, und scheint nicht nur einmal vorgekommen zu sein. Und Feuer entstehen ja bekanntlich aus Fünklein.

Nun entstand auch diese Flyer-Aktion, mit der sämtliche Kandidaten für die nächste Präsidentschaftswahl aufgefordert werden sollen, unter keinen Umständen Wahlkampfgelder von den HMOs, den Health Maintenance Organizations, anzunehmen. (Lustiger Name übrigens: Gesundheitswartungsorganisationen, fast genauso lustig wie Krankenkasse, klingt beides irgendwie nach Siechenhaus und generell halbgaren Entscheidungen…) Auf der Webseite von MoveOn, einer Organsation für political education, gegründet 1998, läuft die Aktion (derzeit) zwar nur für eine Woche, aber man kann sich nach Anmeldung den hier als Thumbnail angezeigten Flyer runterladen, selber drucken und verteilen – blaues Hemd oder T-Shirt gewünscht.

Nachdem Sicko bei uns ja erst am 11. Oktober startet und unser Versicherungssystem nach der Gesundheitsreform sicherlich von den wenigsten aus dem Effeff rezitiert werden kann, werden wir uns der Einfachkeit halber zurücklehnen und zusehen, wie Amerika (re)agieren wird auf Mister Moores neuen Streifen. Der ist sicher spannend, augenöffnend und erschütternd, keine Frage, wird sicherlich die Herzen der Zuschauer mit Moores kindgleich unschuldigem Tonfall und seinen berühmten simplen Fragen im Sturm erobern, aber wahrscheinlich auch einige kleine Fakten unterschlagen – wir werden sehen.

Nachtrag vom 6. Juli, nachmittags: Auf seiner Webseite hat Michael Moore nun ein internes Memo eines der im Film genannten Versicherer veröffentlicht. In dem Memo wird auf den Film eingegangen, aber auch aufgezeigt, wo Michael Moore in den Augen des Autoren falsche Schlüsse gezogen bzw. den Fokus der Betrachtung bewußt schief gewählt hat.

kleine Presseschau

Ich mag es ja eigentlich nicht, mehrere Infos in einen Post zu quetschen, aber manches muß eben doch gesagt werden:

  • Ich hätte nie, nie, niemals geglaubt, daß es den Comic Book Guy (übrigens das Alter Ego von Matt Groening, hab ich mal irgendwo in einem Interview gelesen) wirklich gibt.
  • Al Gores Sohn wurde verhaftet – wenigstens in einem umweltfreundlichen Toyota Prius mit Hybridmotor. Das wird natürlich Wasser auf den Hämemühlen der Klatschblätter sein und man wird sehen können, wie ernst es denen dann doch mit ihren teilweise recht großspurigen Umweltschutzglaubensbekenntnissen ist.
  • Für Michael Bay zu arbeiten, scheint anstrengender zu sein als unter anderen Regisseuren.
  • Eine interessante Zusammenstellung von Recyclingbemühungen bei Disney-Klassikern hier, Quelle BoingBoing.
  • Diese schöne Zusammenstellung der 20 Best „That Guys“ of All Time lohnt sich wirklich, leidet aber unter schlechtem HTML: Die Namen der Personen korrespondieren nicht immer mit ihren Bildern, so heißt Danny Trejo (#15) in der mir vorliegenden Ansicht noch Noah Emmerich (#14). Und leider fehlt Jeffrey Jones, der mir vom Gewicht abgesehen angeblich ähnlich sieht, gänzlich.

Sex and the City: The Movie

Mit Sex and the City habe ich so meine Erfahrungen. Während meiner Zeit in der Film-PR bei Premiere fand sich mein Name unter einer Pressemeldung, laut derer die Serie auf unserem Sender zu sehen sein würde. Noch am selben Tag stellte man weiter oben in der Hierarchie jedoch fest, daß doch Pro7 das Rennen gemacht hatte und ich mußte ein Dementi für eine Meldung herausgeben, die aus der Sicht der Öffentlichkeit auf meinem Mist gewachsen war. Eine meiner liebsten Erfahrungen aus der Medienbranche…

Nun kommt der Film, meldet der Defamer, sich auf die Variety beziehend. Und weil ich heute nicht so viel Zeit zum Bloggen hatte, steht dies nun auch überall online.