Archiv der Kategorie: Allgemein

Peter Jackson back in „Hobbit“

Hurra!

Nur: Wer führt Regie, wenn PJ nur Executive Producer sein wird?

Und: Was ist das für ein ominöses Sequel, von dem da die Rede ist? Smaug strikes back?

Naja, 2010 ist ja gar nicht mehr sooo weit weg…

Happy Birthday, Sir Arthur!

Arthur C. Clarke (c Shahidul Alam)Am heutigen Tag feiert niemand geringeres seinen 90sten Geburtstag als Sir Arthur Charles Clarke.

Erst im späten Teenageralter habe ich angefangen, seine Bücher zu lesen: Da ich als Jugendlicher 2001 – A Space Odyssey gesehen hatte und diese eine Stelle derart abgedreht fand, hab ich den ganzen Autor gleich mitabgekanzelt, ohne die Kubrick’schen Metaphern auch nur ansatzweise als solche zu erkennen. Was für eine Schande, doch ich konnte sie vor meinem 20sten Geburtstag weitestgehend ausbügeln.

Nun wird er also 90, einer der einflußreichsten Autoren der Neuzeit. Dieser Mann hat maßgeblich dazu beigetragen, die Wissenschaften in der breiten Bevölkerung populär zu machen. Der heutigen Jugend dürfte Arthur C. Clarke (auch ACC genannt) jedoch weitgehend unbekannt sein, doch gibt es nur wenige, die mehr bewegt haben als er. Wer sonst kann schon in seinen Lebenslauf schreiben, die Satelliten erfunden zu haben?

Thilina Heenatigala aus Sri Lanka (wo Sir Clarke wohnt) hat zu Ehren des Jubilars einen eigenen Geburtstagsblog ins Leben gerufen, über den Glückwünsche per Kommentar zuverlässig und sicher an Sir Clarke übermittelt werden können.

Wer noch ein paar Lesetipps möchte: Ich habe die großen Klassiker in einer Amazon-Leseliste zusammengestellt – natürlich in der englischen Ausgabe. Ich lese seine Romane wirklich gern – auch wenn ich immer wieder feststellen mußte, daß der Gute manche meiner besten Ideen schon selbst verarbeitet hat. Naja, wenigstens hab ich so ab und zu eine Rückbestätigung, daß ich nicht ganz blöde Ideen habe.

Wie ich auf Thilinas Blog entdecken konnte, hat Sir Clarke auch eine kleine Memoiren-Ansprache aufgezeichnet. Hört gut zu, was er zu sagen hat:

Foto-Credit: Shahidul Alam.

Last Week-Weihnachtstipps

Drei kleine Buchtipps zum Fest für alle, die noch das eine oder andere Geschenk suchen. Die Bücher könnten unterschiedlicher nicht sein!

Cover Going

Going – Schritt für Schritt zur Wahnsinns-Power von Peter Walker und Nancy Spinner: Ein satirisches Fitnessbuch, eine Parodie auf Nordic Walking und andere modernen Sportarten, als Geschenk geeignet für Leser von Lebenshilfebüchern, Fitnessbüchern und allgemein jedermann, der nicht von Haus aus trendresistent ist.

Dieses Buch hilft natürlich nicht beim Abspecken oder beim Sporteln, ist wohl aber eine gelungene Abwechslung für den Kaffeetisch (gibt’s das heute eigentlich noch?) sowie die Naßzelle.

Auf satirische Weise konterkariert der Autor zugleich den Massensport und das millionenschwere Trimm-Dich-Geschäft drumherum. In mehreren Kapiteln eines „Trainingsprogramms“ führt er mit Übungen und Prinzipien zum gewünschten Ziel. Zum Beispiel ist es im Kapitel über Ernährung gestattet, mit Hilfe der überaus genialen „Why Not-Regel®“ zum Beispiel ein drittes Stück Schwarzwälder Kirschtorte zu essen, sofern sich der Weg zum Beschaffen mit „Going“ bewerkstelligen läßt.

(Ich kenne übrigens auch eine gute Diät: Man darf essen, was man will, wann man will und soviel man will. Man nimmt zwar nicht unbedingt ab, aber die Diät ist wirklich super-einfach zu befolgen…)

Going ist also ein ideales kleines Geschenk für zwischendurch also, angefüllt mit einer Unzahl kleiner kreativer Anspielungen. Hinten finden sich noch weitere Buchtipps, zum Beispiel für „Das chinesische Reisbüro“ oder „Beim Clown erwischt“. Nichts allzu anspruchsvolles also, aber definitiv zum Schmunzeln. Viel Spaß! (€ 12,90)

Mönche, Meuchler, Minnesänger Hinter Mönche, Meuchler, Minnesänger verbirgt sich ein kleiner, aber sehr feiner Ausflug ins wahrlich finstere Mittelalter. Wie der Titel schon verrät, reicht der Umfang des Inhalts vom niederträchtigsten Kriminaldelikt (damals für gewöhnlich ungesühnt) bis hin zum liebestollen Verhalten verzückter Männer (wenn auch Minnesang selbst gar nicht vorkommt, wie ich mich zu erinnern meine).

Das Buch enthält ein Dutzend Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren. Manch einer dieser Autoren veröffentlicht hauptberuflich, andere schreiben nebenher und nur zum Spaß. Der Stil der Geschichten variiert, ebenso die Erzählperspektive.

Diese Sammlung ist also ein bunte Mischung wilder Geschichten, meist frei erfunden, und allesamt im Mittelalter angesiedelt. Wer auf Disney-Schlösser samt Prinzessinnen und romantischen Sonnenuntergängen hofft, wird enttäuscht. Hier wird intrigiert und gemetzgert, bis der Bader kommt und alles nur noch schlimmer macht.

Ein amüsantes Buch, dessen Lektüre sich lohnt, insbesondere wenn man selbst schon mit dem Gedanken an die Veröffentlichung eigener Werke gespielt hat: Die unterschiedlichen Stilrichtungen und das unterschiedliche Können der Autoren geben Hoffnung, selbst auch einmal den richtigen Verlag zu finden. Die Themen reichen von der Kurzgeschichte mit wenigen Personen an einem einzigen Schauplatz (einem einsamen Wirtshaus zum Beispiel) bis hin zum ambitionierten Halb-Buch, dem einige Erklärungen über die Aussprache und Grammatik von Wikinger-Namen samt deren exotischen Sonderzeichen (zum Beispiel ð) vorangestellt sind. (Haldir schreibt sich also Halðir und wird eigentlich „Franz“ gesprochen, um es mal überspitzt auszudrücken.) Pro Geschichte liest man ein halbes bis ganzes Stündchen, manchmal auch mehr, ein idealer Begleiter für die öffentlichen Verlehrsmittel oder echt langweilige Meetings.

Der Preis ist nicht ganz niedrig, dafür erhält man aber ein schickes kleines Hardcover für die Manteltasche. Nicht vergessen: Die Erlöse müssen sich immerhin neun Autoren und ein Herausgeber teilen. Ein sicherlich willkommenes Geschenk für alle Teenager, die sich gerade in der Mittelalterphase befinden, interessierte Erwachsene und angehende Schreiberlinge. (€ 14,80)

Und nun zum härtesten Brocken dieses Eintrags:

The New Pearl Harbor Völlig anders verhält es sich dahingegen mit The New Pearl Harbor – Disturbing Questions about the Bush Administration and 9/11 von David Ray Griffin.

Auf den ersten Blick wirkt das Buch aus wie eine weitere wilde Verschwörungstheorie zum 11. September. Ein amerikanischer Freund hat es mir ans Herz gelegt, zögerlich versprach ich ihm, es zu lesen. Und Junge, war das eine gute Entscheidung.

Griffin selbst schmiedet keine Verschwörungstheorien bezüglich des 11. September, und mehr als nur einmal erwähnt er mehr als deutlich, daß Kritiker der (verschiedenen!) offiziellen Versionen ohne Zugang zu den unter Verschluß gehaltenen Beweismitteln lediglich zum Deduzieren gezwungen sind, sowie daß keine der existierenden Theorien auch tatsächlich beweiskräftig sind.

Es gibt jedoch eine Menge offener Fragen. Also gilt es, den verantwortlichen Politikern die richtigen Fragen zu stellen. Dies geschieht, und Griffin selbst trägt diese in seinem Buch nur zusammen. Mit eigenen Theorien hält der Autor sich zurück – ein gutes Zeichen für eine halbwegs neutrale Berichterstattung.

The New Pearl Harbor, erstmals erschienen März 2004 und seither immer wieder überarbeitet, bietet also einen guten Überblick über die Geschehnisse des 11. September 2001 und definitiv einen guten Einstieg für interessierte Leser in die Hintergründe dieses überaus seltsamen, nichtsdestoweniger schrecklichen Terroranschlags.

Die Aufteilung des Buches in weitgehend chronologische (politische) Abschnitte, die wiederum in einzelne Ereignisse und deren Konsequenzen unterteilt sind, verspricht selbst für die größen Zweifler eine kompetente Hinführung an die Fragen, die manchen quälen. Dabei steht nicht zu befürchten, „gehirngewaschen“ zu werden, denn Griffin selbst beleuchtet alle Seiten der Argumentationen. Ungefähr ein Fünftel des Buches besteht aus Quellenangaben, bei jedem dritten Satz gibt es eine Annotation. Ein ideales Buch für Zweifler und alle, die es bleiben wollen.

Wer sich bis jetzt noch nicht mit den Hintergründen des 11. September (zuvor und danach) beschäftigt hat, findet hier also ein gutes Einsteigerbuch. Ich kann jedermann nur stark ans Herz legen, es zu lesen: Denn wieviele Geschichten (die offiziellen übrigens meistens) rund um die Anschläge nicht zusammenpassen, ist schier unglaublich. Nachdem die Sache ja auch noch lange nicht ausgestanden ist (Irak, Afghanistan und der europäische Raketenschild seien an dieser Stelle mal erwähnt), ist das Thema auch noch lange nicht zur Vergangenheit zu rechnen.

Geschickt beleuchtet der Autor die zwei „Glaubensrichtungen“, die sich rund um die unbeantworteten Fragen herauskristallisieren: Entweder gibt es eine Menge Informationen, die die US-Regierung aus offensichtlichen Gründen nicht herauszurücken bereit ist, also etwas zu verbergen hat, oder aber vereinten sich auf den 11. September eine schier unglaubliche Zahl von kaum zu fassenden Zufällen, und das wie an kaum einem anderen Tag der (jüngeren) Geschichte zuvor. Auch muß der interessierte Leser über kein besonderes Politikinteresse verfügen, der Autor führt wirklich selbst den unvorbereitetsten Leser gekonnt an den Sachverhalt heran.

The New Pearl Harbor ist ungefähr viermal so spannend wie der Da Vinci Code, auch eine Verfilmung als Polit-Thriller (sofern sie überhaupt möglich wäre) würde einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Also nochmal: Lest dieses Buch! (€ 10,99, erhältlich auch in neuerer Auflage)

PS: Ich selbst habe es leider noch nicht ganz durch, bin aber im letzten Viertel, weswegen ich mir erlauben kann, es bereits als Geschenktipp zu empfehlen.

Cloverfield

J.J. Abrams zeigt uns ein paar Minuten aus dem Monster-in-New-York-Streifen Cloverfield. (Offizielle Seite hier, samt Trailer) In den USA können Blogs, die das hier posten, eine Privatvorführung gewinnen, doch outside the 50 states gelten wohl andere Regeln…. Sieht nach meinem Geschmack aus, viel Spaß!

Streber!

Diese Meldung ist lustig: Offenbar lassen sich manche Menschen auch nach ihrer Schulzeit noch in Gruppen einteilen. Da gibt es Streber, dann solche, die Fünfe grad sein lassen… und gerade diese beiden vertragen sich untereinander wohl nicht unbedingt, und das trotz Millionengehälter. Ts, ts…