Archiv der Kategorie: Allgemein

Michelangelo Antonioni: 1912 – 2007

Der Meisterregisseur Michelangelo Antonioni ist verstorben. Scheißwoche.

Google, Google News, Wikipedia engl., dt., ital., Süddeutsche, Spiegel Online, Focus Online, Welt Online, Stern.de, N-TV, Deutsche Welle.

Und hier noch das Ende von Zabriskie Point, aus der SZ:

Die 50 besten Filmroboter aller Zeiten

BenderIm Sommerloch oder zu anderen Gelegenheiten belieben vorgesetzte Redakteure den unbescholtenen Untergebenen gern mit der Beauftragung einer „Best Of“-Liste zu überraschen.

Oftmals führt dies dazu, daß die entstandenen Listen jeglicher Neutralität entbehren, wurden sie doch schnellstmöglich zusammengeschustert.

Manchmal gibt es Leserumfragen oder sowas, doch das ist natürlich auch nicht neutral, da so eine Umfrage nie und nimmer auf einem repräsentativen Schnitt durch die Weltbevölkerung fußt.

Deutlich zu merken ist dies zum Beispiel bei den Userbewertungen in der IMDb: Um abstimmen zu können, muß man sich registrieren, doch dazu lassen sich meist nur wahre Filmfans treiben.

So entsteht natürlich keine repräsentative Bewertung, sondern eine durch eine kleine Filmfangruppe „gefilterte“ Variante davon. Dies muß nicht immer schlecht sein, siehe zum Beispiel die Mechanismen der Oscarabstimmung.

Nun, diesmal sind es die Top 50 der Roboter im Film, gestaffelt nach den Kriterien

  • Plausibilität (Mit welcher Wahrscheinlichkeit könnte so ein Roboter wohl einmal gebaut werden?)
  • Coolness (Wie gut paßt der Roboter in seine Umgebung, fügt sich ein?)
  • Gefährlichkeit (Wie gefährlich ist die Bewaffnung des Roboters? Aber auch: Wie niedrig liegt die Toleranzschwelle des Roboters, den Abzug zu drücken?)
  • Comic Relief (Wie effektiv trägt der Roboter bisweilen zur Erheiterung des Filmpublikums bei?).

Nun, bei der Times findet sich also diese Hitliste, gefunden habe ich sie über BoingBoing. Dort findet sich zu jedem Roboter ein passender Filmausschnitt (weitestgehend), und bei Chime.tv kann man (coole Idee!) einfach die (in diesem Fall) Times-Webadresse eingeben und alle Clips in Reihe gucken.

Dennoch habe ich noch einige Fragen:

  • The Iron Giant fehlt leider völlig. YouTube hier.
  • Wieso ist C3-PO nur auf Platz 45? Und R2-D2 weit abgeschlagen auf der 11?
  • Und warum schafft es Johnny 5 sogar auf die 35?
  • Die Zylonen sogar auf der 32… Heul…
  • Warum um Himmels Willen ist Kitt auf der 3? Er sollte mit C3-PO tauschen, finde ich.
  • Auch fehlen Huey, Dewey & Louie aus Silent Running. Der Trailer bei YouTube. (Die Roboter wurden übrigens gespielt von Beinlosen)
  • Und nun der größte Hammer: Wo ist Bender aus Futurama? Es darf ja wohl nicht sein, daß der absolut kultigste Roboter der letzten Jahre überhaupt nicht auftaucht. Okay, neben Arnie vielleicht noch, der heute 60 wird, als Terminator – Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Da muß gleich nachgeholfen werden. Hier meine persönliche Hommage an den unvergleichlichen Bender, dem ich die Punktwertung 3-10-10-10 zuteile:

Die 50 besten Filmroboter aller Zeiten weiterlesen

Polnische Filmposter

Polnisches Alien-PosterBei BoingBoing gefunden: Diese geniale Seite mit polnischen Filmpostern seit 1940.

Links zum Beispiel das Motiv für Ridley Scotts Alien. Ziemlich gruselig, finde ich. Sieht ein wenig aus wie Zoidberg…

Auf der Seite finden sich über 200 Motive, also nehmt Euch Zeit. Hier kann man übrigens polnische Filmposter kaufen.

Ingmar Bergman: 1918 – 2007, Michel Serrault: 1928 – 2007

Ingmar Bergman ist verstorben, ebenso Michel Serrault.

Ingmar Bergman: Google, Google News, Süddeutsche Zeitung, Stern, Welt Online, Spiegel Online, Wikipedia dt., engl.

Michel Serrault: Google, Google News, Zeit, Tagesschau, Spiegel Online, Wikipedia dt., engl.

Shut Up & Sing

Jeder dürfte den Niedergang der Dixie Chicks in den USA mitbekommen haben, nachdem sie 2003 bei einem Konzert in London verlautbaren ließen:

Just so you know, we’re on the good side with y’all. We do not want this war, this violence, and we’re ashamed that the President of the United States is from Texas.

Abgesehen davon, daß es hier in Europa wohl nur den allerwenigsten einfallen würde, sich an Kritik am eigenen Staatsoberhaupt auch nur zu stören, will ich gar nicht näher auf die Kontroverse eingehen, denn das Recht der Meinungsfreiheit darf in unserer Zivilisation unter keinen Umständen angerührt werden.

Pressebild Shut up and Sing c Senator FilmDoch die Realität sieht natürlich ein wenig anders aus: Der Respekt vor fremden Meinungen ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, im Alltag bilden sich Gruppen und Grüppchen von Leuten, die „miteinander können“, eben weitgehend ähnlicher Ansichten sind.

Im Internet ist es leicht, auf anonyme Weise Andersdenkende anzufeinden, manche Trolle scheinen sich das Beleidigen anderer geradzu zum Sport gemacht zu haben. Die Motivation dahinter wird mir wohl immer verborgen bleiben.

Der Dokumentarfilm Shut Up & Sing von Barbara Kopple und Cecilia Peck greift genau dieses Thema auf: Es geht nicht um Amerika, es geht nicht um Bush oder den Irak“krieg“, sondern es geht um dieses feine, unsichtbare Räderwerk zwischenmenschlicher Reize und Reaktionen, um die Kaskaden von unkontrollierbaren und keinesfalls vorhersehbaren Abläufen aufgrund bisweilen nichtigster Anlässe. Die schier unendlich komplexe Maschinerie und deren kompetentes Manipulieren erlaubt es Schwerstverbrechern, frei herumzulaufen, während gleichzeitig völlig belanglose Ereignisse zu Horrorszenarien aufgeblasen werden können, blown out of proportion, wie man so schön sagt.

Gerade dies macht den Film so empfehlenswert: Er erzählt die Geschichte einer Äußerung und deren Folgen, aber von der anderen Seite. Jahre, nachdem Natalie Maines den oben zitierten Satz aussprach, kann der (in diesem Fall politisch) interessierte Zuschauer verfolgen, wie die Dixie Chicks sich mit der so plötzlich eskalierenden Situation konfrontiert sahen und letztlich ihren Musikstil änderten, um nicht mehr so stark von den right wing conservative rednecks abzuhängen – vielleicht nicht unbedingt allein, wohl aber auch deswegen.

Besonders berührt hat mich die Unsicherheit, mit der die Band und ihre Mitstreiter kämpften, als sie sich auf einen gemeinsamen Kurs zur Schadensbegrenzung zu einigen versuchen. Im Grunde ist es ja lächerlich, daß man in so einem Fall überhaupt an Schadensbegrezung denken muß, aber die leider oftmals durch die Medien irregeführte bzw. beeinflußte US-Öffentlichkeit revoltiert gerne, aber tendenziell eher gemeinsam, gegen etwas offiziell als Böse ausgewiesenes, also aus einer gewissen Sicherheit heraus. Alleingänge sind offenbar nur heroisch, wenn sie mit den Doktrinen des Amerikanischen Traumes vereinbaren lassen. Doch ich spekuliere schon wieder…

Ich empfehle jedermann diesen Film. Man muß weder Fan der Chicks sein, noch Country-Musik leiden können, die hier behandelte Thematik hat mit Musik rein gar nichts zu tun. Und am Ende schließt sich der Kreis, zur Zufriedenheit hoffentlich aller, auf jeden Fall aber gut für ein Schmunzeln.

Shut Up & Sing weiterlesen

Suchwörter

Ich gucke bisweilen ganz gern auch mal in meine Webseitenstatstik, die ich bei 4stats machen lasse. Lustig finde ich hierbei die Suchwörter, die die Leser hergeführt haben, hier eine aktuelle Auswahl:

Suchwörter weiterlesen