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Ganz schnell noch

Münchner Freunde der Fotokunst können, sofern sie heute noch rauswollen, die letzte Münchner Werkschau
im K41 auf dem Optimolgelände geben (weitere Infos auf der Seite). Und morgen, zu Nikolausi, können Kleider- und Modeinteressierte dem Kleiderrausch (zum letzten Mal im Salon Erna) beiwohnen.

Beide Veranstaltungen entstanden unter (Mit-)Wirkung von Anton Kammerl, der Euch ganz gepflegt auch hier mal einen Cappuccino serviert.

Filmz

Filmz-Logo

Mal wieder ein komplettes Festival versäumt: Nicht nur persönlich (ich kann ja (leider) nicht überall hinfahren), sondern auch online. Eigentlich wollte ich was zu Filmz in Mainz schreiben, doch kaum hat man dreimal geschlafen, kommt schon die abschließende Pressemitteilung, es war schön dieses Jahr mal wieder, vielen Dank auch. Scheibenhonig. Mehr Mitschreiber bräuchte man.

Nun, ich klicke mich also auf die Webseite durch, um wenigstens mal eine Spur der Atmosphäre des Festivals nachzuschmecken, und finde: Eine ziemlich gute Seite. Ordentliche Bildergalerien, geiles Design in Wespenwarnfarbe (so ähnlich hat übrigens mal ein Entwurf von (Firmenname in Umfirmierung) ausgesehen, zumindest farblich), übersichtliche Navigation, powered by WordPress.

Außerdem ist Filmz offenbar das erste deutsche Filmfest mit einem Video-Podcast (RSS-Feed hier). Die Filme sind aus der Hand geschossen, quick’n’dirty geschnitten und von bequemer Länge (ca. 1 Minute) für den schnellen iPod-Genuß (z.B. Marienplatz – Stachus). Außerdem ist praktisch jede Seite, also jeder Film, jede Podcast-Episode usw., kommentiertbar. Seeehr sympathisch! Also: Mal reinschauen!

… und sich ’ne Scheibe abschneiden in den Entscheider-Etagen, das Web ist nämlich schon Zweinull!

qotd

About once a month, after dinner, I gird up my loins such as they are, take as deep a breath as I can, throw my shoulders back as far as they will go, walk into the room with the television set, boldly turn it on, picking a channel at random, and then see how long I can stand it.

– James Thurber

Flamewar

FlamewarSo, nun hatte ich meinen ersten Flamewar, sowie erstmals Besuch von Trollen.

Für Nicht-Blogger: Ein Flame ist eine Beleidigung, bzw. eine Auseinandersetzung ohne (oder nur mit Spuren von) konstruktivem Inhalt. Ein Troll ist jemand, der sowas vorantreibt, dabei natürlich praktisch immer pseudonym bleibt und sich auch gegenüber dem Admin des Blogs hinter einer Freemail-Adresse versteckt.

Daher möchte ich nun ganz öffentlich sagen: Nett war’s, ich hab mich herzlich amüsiert über die teilweise echt skurrilen Argumentationen (als es noch halbwegs sachlich war)! Erst das Einschreiten eines Kollegen, der zum Glück einige interessante Rechercheergebnisse aus einem eigenen Flamewar parat hatte, hat die Sache zum Stillstand gebracht (derzeit zumindest).

Ab sofort gelten neue Regeln. Naja, Diese Regeln sind zwar dieselben wie schon immer, doch ich werde sie ab sofort konsequent(er) umsetzen: Trolle werden ignoriert. (Don’t feed the troll!) Auf das Löschen von Kommentaren werde ich auch in Zukunft möglichst verzichten, dazu bedeutet mir die Rede- und Meinungsfreiheit zuviel, doch wenn es gar zu heftig wird, werde ich mir auch das nochmal überlegen. Immerhin sollte ein Kommentar auch einen Inhalt haben, daher fallen die meisten Flames nicht unter die Bezeichnung „Kommentar“ und können getrost gelöscht werden.

Und das in der Adventszeit, Maria ist schon im neunten Monat, ts, ts…

Ein Beispiel für mustergültige Pressearbeit …

… war gerade in der Post (allerdings mit dem Poststempel vom 25.11., ich muß mal mit dem Briefträger reden, glaube ich).

Wie am Bild schon unschwer zu erkennen ist, handelt es sich um eine erste Vorab-Pressemappe zu Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, der am 22. Mai anlaufen wird, also in genau 170 Tagen, wenn man meinem Date Calculator-Widget glauben darf.

Neben einem stilvollem Anschreiben, das übrigens die Informationen enthält, wie man im Falle einer ausgeweiteten Berichterstattung auch an die Pressemotive Indy 4 Media Kitder drei alten Indy-Filme kommt, findet sich ein feines Heft mit allen Informationen, die das Journlistenherz begehrt:

  • Ein Aufsatz aus der Uni Yale über die Realitätsbezogenheit der Indy-Filme (der auch nicht um die Tatsache herumredet, daß so ein archäologisches Vorgehen heutzutage schlicht als Grabräuberei bezeichnet werden würde) mit Zitaten echter Archäologen, die sogar für weitere Interviews erreicht werden können,
  • Einspielergebnisse der Kinoauswertungen der anderen drei Filme,
  • Nominierungen und Preise in einer Übersicht,
  • Eine Auflistung der in den bisherigen Filmen vorkommenden Stätten und Legenden sowie deren Wahrheitsgehalt,
  • Informationen zu den in den Filmen vorkommenden Gegenständen sowie deren Wahrheitsbezug, von der Bundeslade bis zum Kreuz von Coronado,
  • Eine Weltkarte mit den Orten, an denen die diversen Szenen der bisherigen Filme spielen,
  • sowie eine Auflistung der Orte, an denen sie tatsächlich gedreht wurden,
  • Ein Indiana Jones-Quiz, das man natürlich weiterverwenden darf, mit wesentlich besseren Fragen als man in den meisten Gewinnspielen so findet. (Beispiel: „Wie heißt der Stamm, der das goldene Götzenbild in Jäger des verlorenen Schatzes beschützt?“ Antwort: Die Hovitos),
  • weitere Spielideen zum Veröffentlichen,
  • die Basis-Filmcredits der bisherigen Filme,
  • und für jeden einzelnen dieser Beiträge die Quellenangabe, teilweise sogar mit Kontaktinformationen, falls man Rückfragen hat. Auch werden hier ohne Zögern Adressen und Kontaktdaten im Auslad genannt, damit man nicht durch das Nadelöhr eines deutschen Pressebüros und mit tausend Rückfragen und Berechtigungsscheinen (Redaktionsstempel waren da mal sehr beliebt) den relevanten Ansprechpartner in den USA finden muß.

Und das, liebe Kollegen, nenne ich mustergültig!

Tapas Mixtas

Kurzfilme sind ein heikles Thema: Filmschüler drehen sie in rauhen Mengen, sehen will sie kaum jemand. Mit YouTube und anderen Webseiten wird dem Kurzfilm zwar ein neues Forum gegeben, doch finanzielle Auswirkungen auf die Produktion haben diese maximal sekundär. Auch in Redaktionen und Filmdatenbanken werden Kurzfilme stiefmütterlich behandelt, kaum einer macht sich für einen Siebenminüter dieselbe Mühe wie für einen Spielfilm. Eine undankbare Situation für alle Beteiligten.

Daher ist es umso mutiger, wenn ein Verleih sich entschließt, eine Kurzfilmrolle zusammenzustellen und diese mehr oder weniger regulär ins Kino zu bringen. So hat die W-Film unter dem Label Kurzfilmkino schon einige Kurzfilmprogramme zusammengestellt, offenbar und erfreulicherweise eine lohnenswerte Bemühung.

Tapas Mixtas So denke ich, ist es nicht die schlechteste Idee, seiner Liebsten (seinem Liebsten) am Vorabend von Nikolaus einen etwas anderen Kinoabend zu kredenzen: Tapas Mixtas heißt die aktuelle Sammlung von sechs spanischen Kurzfilmen, die mit den Längen von 17, 21, 10, 18, 19 und 14 Minuten zu Buche schlagen. Gezeigt wird die spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Wer nun Blut geleckt und sich zu einem netten kleinen Kinoabend der etwas anderen Art entschlossen hat, der möge doch bitte am 5. Dezember (das ist kommender Mittwoch) um 18:30 im Studio Isabella in der Neureutherstraße 29 in München auflaufen.