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Kommentar zu den Reviews vom 21. Mai 2020

Kino, wo bleibst Du? (Es gibt Gerüchte, die von einer Wiederbelebung des Kinos handeln; hoffentlich bald Schluss mit dem Coronanotprogramm, diesem Konjunktivprogramm, was wäre, wenn Corona nicht wäre…!)

Heute vor allem: sehr, sehr persönlich. 

Kino

WER WIR SIND UND WER WIR WAREN – HOPE GAP

Eine falsche Entscheidung nach Jahrzehnten rückgängig machen – hart für die Partnerin. 

GIPSY QUEEN

Nach den Träumen des Vaters geformt.

ANTON BRUCKNER – DAS VERKANNTE GENIE

Groß – und doch kaum Anerkennung durch die Zeitgenossen. Das Einfache braucht wohl Distanz, bis dessen Größe erkannt werden kann. 

DVD

AQUARELA

Ein Tropfen nur… und noch einer … und plötzlich … gigantisch, gewaltig. 

DIE LIEBE FRISST DAS LEBEN – TOBIAS GRUBE, SEINE LIEDER UND DIE ERDE

Brechtisch inspiriert und doch sehr persönlich vor dem Hintergrund von Abgründen.

TV

LEBENSLINIEN: FÜR UNS ZÄHLT JEDER ATEMZUG

Mit einer Beatmungsmaschine dem Leben Jahre abgetrotzt. 

Wer wir sind und wer wir waren – Hope Gap

Im falschen Zug

So fing vor 29 Jahren die Ehe von Grace (Annette Bening) und Edward (Bill Nigh) an. Jetzt ist deren Sohn Jamie (Josh O‘ Connor) ausgezogen von zuhause. Behaglich hat sich das Ehepaar in einem Häuschen an der britischen Kanalküste eingerichtet. Bald schon zeigt Regisseur und Drehbuchautor William Nicholson, wie außerordentlich Unbehagliches sich da eingenistet hat. 

Grace arbeitet zuhause an einer Gedichtanthologie, Edward unterrichtet Geschichte; einprägsam erzählt er seinen Studenten, wie im Weltkrieg verletzte Soldaten auf Karren geladen wurden, die dann extra schnell über holprige Strassen gefahren wurden, wodurch einige der Verwundeten in den Straßengraben fielen und da man nur vorwärts geschaut habe, waren das quasi nur Materialverluste.

Wenn Edward nach Hause kommt, spielt sich ein Ritual ab. Grace hat noch einen erkalteten halben Tee neben sich stehen, Award kümmert sich darum, tischt die Tasse ab und bereitet ihr einen neuen. Derweil löchert sie ihn pausenlos mit Fragen, ob es ihm gut gehe, ob er glücklich sei. Von ihm kommen nur wortkarg mürrische Antworten. 

Kennengelernt hatten sie sich auf einem Bahnsteig, auf welchem Edward Bill-Nighy-mäßig weltverloren dastand. Er ließ sich widerstandslos in ihr Weltbild einbauen, und ist deshalb in den falschen Zug gestiegen. Diesen Waschlappen von Mann spielt Nighy überzeugend. 

Und ist es doch nicht. Bei der Besprechung mit der Mutter eines Schülers erlebt und erfährt er anderes und beschließt die Trennung. Die muss nun Grace, unterstützt von ihrem ebenfalls beziehungslosen Sohn, ausbaden. 

Grandios spielt Annette Benning den Kampf dieser Frau, deren umgekehrte norasche Puppenstube von einem Moment auf den anderen um die Hauptfigur, um die die Liebe ihres Lebens seit 29 Jahren kreiste, verzichten muss. Ihr Liebes- , genauer: Ehebegriff ist religiös fundiert: dass eine Trennung nicht möglich sei. 

William Nicholson schildert diesen Kampf der plötzlich allein gelassenen Frau wie einen Thriller mit allen psychologischen Raffinessen, auch mit dem komischen Einsprengsel, dass Grace sich als erstes einen Hund zutut und diesen Eward nennt oder mit dem ernsthaften Verweis auf tiefe Poesie. Und aus der Literatur die Erkenntnis: es gibt immer Menschen, die diesen vermeintlich einmaligen Schicksalsschlag schon durchgemacht und auch überlebt haben. 

Gipsy Queen

Underdog-Sport.

Boxen ist ein Underdog-Sport. Nicht nur für Männer. Wer hart eingesteckt hat im Leben, der kann bei diesem Sport hart austeilen; wer tiefe Verletzungen erlitten hat im Leben, der hat eine Motivation, die zum Nichtaufgeben, zum Siegen reicht. 

Die solches erlebt und erlitten hat in diesem neuen Film von Hüseyin Tabak (der mit Das Pferd auf dem Balkon in bester Erinnerung geblieben ist), heißt Ali (Alina Serban). 

Ali ist Roma. Von ihrem ehrgeizigen Vater wurde sie zu Jugendboxweltmeisterin getrimmt – und nicht für die Ehe. Folge davon sind zwei uneheliche Kinder; wirklich süßer Cast Goldjunge Mateo (Aslan Yilmaz Tabak) und nicht weniger Goldmächen Esmeralda (Sarah Caramo Valiejos). 

Beim zweiten Kind reicht es dem Vater. Er verstößt die Tochter brutal. Sie muss sich in Hamburg selbst durchschlagen. Wohnung findet sie nur dank der Schauspielanfängerin Mary (Irina Kurbanova), bei der sie mit den Kindern unterkommen kann. 

Ali geht auf den Arbeiterstrich. Für 5 Euro die Stunde findet sie einen Job. Der wirkt insofern hochaktuell, als sich die Arbeiter vorher einen Mundschutz überziehen müssen für die Abbrucharbeiten, bei denen Ali ihren Mann stellt. 

Oder sie arbeitet als Putzkraft im Boxclub „Die Ritze“. Chef ist der großartige Tobias Moretti inklusive Hamburch-Diktion als Tanne. Neben ihm beeindruckt Catrin Striebeck als Thekenkraft Gloria. 

Im Boxclub bahnt sich allmählich das Märchen an, das für solche Fälle die Gemüter berührt, das aus dem Film ein Kämpferinnen- und Gefühlskino erster Güte macht. 

Im Drehbuch, das auch von Hüseyin Tabak stammt, sind die nötigen Hindernisse und Twists vorgesehen, die die hilflose Frau schier abstürzen und immer am Rande des Ruins agieren lassen. Aber der Zuschauer kann beruhigt sein, kann sich auf ihr Kämpferinnenblut verlassen. 

Am Ende des Vorspanns friert das Bild ein, das anschließend in ansprechende Zeichnungen übergeht. 

Der Film punktet mit einer prima Auswahl an exzellent spielenden Darstellern, mit einer leicht nachvollziehbaren Story und einer stimmigen Milieuschilderung. 

Gipsy Queen wurde Ali schon vom Vater genannt, auch das natürlich eine brutale Erniedrigung in der falschen Erhöhung; dabei will sie doch nur eine ehrbare Frau sein; das ist vielleicht etwas zu sozialromantisch in der Konstruktion ihrer Figur. 

Anton Bruckner – Das verkannte Genie

Anton Bruckner

Er war seiner Lebtag Lehrer. Immer auch in St. Florian bei Linz. Er litt unter mangelnder Anerkennung. Deshalb bedeutet ihm der Ehrendoktor aus Wien so viel, mehr noch als die Anerkennung durch den Kaiser. Er schrieb Musik für die großen, klassischen Orchester. 

Pech hatte er mit Frauen. Geprägt wurde er durch die kirchliche Liturgie, den Barock. Aber er blieb eigentständig gegenüber den berühmten Komponisten. Hatte eine Affinität zu Wagner. Seine Sinfonien sind sehr einfach aufgebaut, aber durch diese einfache Grundstruktur sind sie ausbaufähig zu enormer Wucht. 

Sicher, man könnte sich auch bei Wikipedia  informieren. Aber Reiner E. Moritz baut seine einführende Dokumentation recht didaktisch auf wie eine anderthalbstündige Lektion zu Bruckner. Er fängt musiktouristisch an, indem er sich einer Reise der amerikanischen Brucknergesellschaft anschließt. So ergibt sich Bildbeifang an Büsten, Gedenktafeln und Kirchen, an Bildern aus der reizvollen Gegend um Linz. Die Sängerknaben von St. Florian, bei denen Bruckner gesungen hat. 

Moritz geht der Reihenfolge der Biographie nach, verzichtet auf Klatsch, aber seine Interviewpartner wissen Anekdotisches. Es sind Menschen, die beruflich mit Bruckner zu tun haben: Wissenschaftler, Archivare, Museumsleiter, Organisten, Chorleiter, Dirigenten. 

Die analytischsten Aussagen kommen vom Dirigenten Kent Nagano. Musikpraktisch dominiert zusehends Valery Gergiev, der sich zu Bruckner äußert und in einer fantastischen Barockkirche mehrere Sinfonien von Bruckner dirigiert, woraus viel zu hören ist, während die Kamera sich an den Malereien und der Ausstattung der Kirche labt. 

Orchestermusikern und Chorsängern kann bei der Arbeit zugeschaut werden – und der Nachcoronamensch wundert sich, wie das mit der Ausübung dieser Berufe, die so intensive Nähe zum Mitmenschen fordert, weitergehen soll, falls solche nur noch mit Masken erlaubt sein wird. Zwischendrin liest der Schauspieler Cornelius Obonya, mäßig präpariert, aus zeitgenössischen Musikkritiken vor. 

Lebenslinien: Für uns zählt jeder Atemzug (R, Montag, 18. Mai 2020, 22.00 Uhr)

Eine ganz normale Familie

Manuela stammt aus einem Dorf in Niederbayern. Rundum glückliche Jugend. Keine Brüche. Michel stammt aus Persien, studiert in Deutschland. Sie lernen sich beim Tanz kennen. Liebe, Heirat, Kinder, einige Jahre bis zur Revolution in Persien. Dann zurück nach Deutschland. Zwei Kinder. Hausbau. Guter Job für Michel als Ingenieur in der Computerbranche. Bilderbuchhafte Lebensläufe. 

Bis zum Tag, an dem Manuela „den Hebel umstellte“, als sie vom Arzt die Diagnose ALS für ihren Mann Michel vernahm verbunden mit der Perspektive eines Lebens, das nur noch drei Jahre dauern würde. Das ist jetzt auch schon über zehn Jahre her. 

Jasmin Cilesiz Linhart (Redaktion Sonja Hachenberger) berichtet von dieser Familie, lässt sie selber erzählen, in Erinnerungen kramen und natürlich ist die Erkrankung ihres Mannes das zentrale Thema. 

Heute braucht er rund um die Uhr einen Pfleger, er kann sich nur noch mit den Augen bemerkbar machen, wird künstlich beatmet und künstlich ernährt; arbeitet jedoch noch von zuhause aus, hält den Kontakt zu seinen Kollegen, bei denen er beliebt ist. 

Die Kinder haben sie ins Internat gesteckt. Manuela hat an einem bestimmten Punkt, als es darum ging, auf Maschinen zu verzichten, sich für das Leben ihres Mannes entschieden; wodurch sie noch einige gemeinsame Jahre dem Schicksal abzwicken konnten; eine Selbstverständlichkeit für Manuela; es ist Liebe, wenn sie auch den Begriff so nicht benutzen würde; Kraft gibt ihr auch die Religion. 

Was diese Lebenslinien hochaktuell macht, ist die Coronakrise, die über Nacht das Selbst- und Lebensverständnis einer ganzen Luxusgesellschaft in Frage gestellt hat. Insofern ist es ein optimistischer Film; Krisen sind da, um daran zu reifen, um sich daran weiterzuentwickeln. 

Kommentar zu den Reviews vom 14. Mai 2020

Wir lassen uns von der Corona-Politik nicht das Genick brechen!

Kino

GERMANS AND JEWS – EINE NEUE PERSPEKTIVE

Unsere Gegenwart gibt mehr als nur Anti- und Antiantisemitismus her. 

STILLSTEHEN

Renitenz als Methode. Ausgefuchste Psychopatientin.

MAY, DIE DRITTE FRAU

Müssen Frauen sich das bieten lassen?

3100 MEILEN – LAUFEN FÜR DIE SEELE

Immer im Karree von früh bis spät, 52 Tage lang. 

LOVE SARAH

Frauen unter der geistigen Knute des Afghanistankrieges. 

DVD

JUDY 

Der hohe Preis des Kinoruhms.

BRAINIOUS – DAS POTENTIAL UNSERER KINDER

Wie weit lässt sich Intelligenz im Frühstadium manipulieren?

Stillstehen

Über intelligente Obstruktionsrenitenz

Was will man mit einem Menschen, genauer: einer Menschin, machen, die einfach sich nicht integrieren lässt, die schnell zu einem Weihnachtsmann, der sie im Supermarkt anrempelt, ins Auto steigt, fickt und anschließend das Auto vergnügt und scheinbar grundlos abfackelt. 

Die statt Tschüss oder Danke oder Aufwiedersehen zu sagen, das Auto abfackelt, das ist Julie (Natalia Belitski), die anschließend widerstandslos sich in den „Zoo“, wie der Direktor Herrmann (Martin Wuttke) meint, ins „Ensemble“ einliefern lässt, also in die Psychiatrie. 

Was tun mit einem Menschen, der so sein Unglück ausstellt, nämlich das gestörte Mutterverhältnis, und sich nicht helfen lässt, kein Interesse an einer Besserung hat und die einen Pfleger nach dem anderen verschleißt, weil sie hocintelligent ist und die Überlegungen der Pfleger und Therapeuten kennt und durchschaut und entsprechend aushebelt? 

Julies Therapeutin Agnes (Luisa-Céline Gaffron) ist da anders, sie hat mehr Geduld, mehr Interesse. Selbst ist sie zwar auch eine miserable Mutter. Ihr eigenes Kind spricht nicht mit ihr, mit allen anderen Menschen schon. Das ist im Film von Elisa Mishto eine kleine Nebenhandlung. 

Der Hauptstrang ist das Thema der Systemsprengerin Julie. Sie verjubelt ihr Erbe. Da ist ein schönes Haus dabei. Wenn sie ein Haus anzündet, dann soll ihr Vermögensberater Herr Schmidt (Matthias Bundschuh) das regeln. Julie zeigt sich in Gelddingen ahnungslos. 

Julies Tick sind die gelben Gummihandschuhe. Diese setzt sie ganz bewusst ein, um sich die Freiheit des Ticks zu sichern, denn wenn die Leute glauben, das sei ein Tick, dann lassen sie sie in Ruhe. 

Elisa Mishto inszeniert ihr Thema mit unbändiger Kinolust. Jedes Bild ist eine Wonne. Die Musik antörnend. Und die Schauspieler bringt sie dazu, so zu spielen, dass man nicht mehr auf die Idee kommt, sie könnten auch anders. Das fällt überaus positiv auf bei Jürgen Vogel. Der spielt eine Charge, einen Reinigungsunternehmer, bei dem Julie sich bewerben soll, da sie ja kein Geld mehr hat. Endlich mal ein Vogel ohne diese anbiedernde Bauchschauspielerei, die die meisten Regisseure ihn machen lassen: und also ordentlich interessant! 

Wobei Julie auch ihn bewusst austrickst und sich als nicht anstellbar gibt, um anschließend zu Agnes zu äußern, das habe doch Spaß gemacht. 

Allerdings kommt das Buch, das auch Elisa Mishto geschrieben hat, im Laufe des Filmes ins Schlingern. Vor der letzten Konsequenz der intelligenten Obstruktion schreckt die Filmemacherin zurück und biegt den Stoff auf Rundung. Gekünstelt wirkt das anhand der eingestreuten Theorie- oder Grundlagenschnipsel, die von der Ameise, dem Stillstand, dem Vater, der zuviel Bewegung und dem Herzinfarkt ausgehen, wie Julie dank dem dicken Rainer (Giuseppe Battiston), der nicht reden könne, doch plötzlich die Befreiung aus dem selbstgebastelten Gefängnis wagt und zur korrigierten Moral findet. 

May, die dritte Frau

Hochromantischer Bilderbogen

Jedes Bild könnte ein romantisches Gemälde sein im sanften Weichzeichner Vietnams. 

Ash Mayfair führt ihren Film über May (Nguyen Phuong Tra My) ein wie einen gehobenen Erotikfilm. Es dreht sich alles nur um das eine. Sowieso in Seidenplantagenbesitzers Verhältnissen, der bereits zwei Frauen und mehrere Kinder hat und jetzt wird ihm die blutjunge May zugeführt, über deren Hintergrund wir nichts erfahren, nur dass sie selbstverständlich schicksalsergeben und unwissend ist. 

Die wirtschaftlichen Verhältnisse beim Großgrundbesitzer, der Film spielt im ausgehenden 19. Jahrhundert, sind herrschaftlich mit Personal und einer Nähe zum Buddhismus. Es gibt, obwohl die Verhältnisse nicht städtisch, sondern tropisch dschungelhaft landwirtschaftlich sind, höfisches Zeremoniell. Die Nacht der Entjungferung ist formal geregelt. 

Ash Mayfair erzählt wie in einem erlesenen Erotikfilm. Es dreht sich ja eh nur alles um das eine und wer das Geld hat, das ist ein Mann, der befiehlt und als Nachkomme ist ein Junge mehr wert als ein Mädchen, insofern soll die Frau, auch wenn es die dritte ist, sich bemühen, einen Jungen zur Welt zu bringen. 

Lange wird in dem Film überhaupt kein Wort gesprochen, was diesen Erotikfilm-Eindruck noch verstärkt. Das erste Mal geht es um Wirtschaftliches. Ein Kalb wurde geboren und es wird diskutiert, ob man es verkaufen soll und was mit dem Geld zu machen sei. 

Dann wird wieder lange nicht gesprochen. Wie in so einem feudalen Anwesen auch kaum gearbeitet wird, eventuell Wäsche aufgehängt, mehr zu Dekor-Zwecken oder die Kamera interessiert sich für ein Detail der Seidenherstellung aus den Kokons, auch das mehr aus fotografisch-symbolischem Interesse. 

Die Frauen des Herrschers nähern sich einander an, sie tauschen Tipps aus. Nach und nach bekommt das Gemälde der perfekt organisierten Menschlichkeit und formal integrierten Liebe Risse. 

Immer mehr nimmt sich Symbolik ihren Platz. Wobei die Bilder romantisch bleiben, selbst eine erhängte Frau wirkt poetisch mitten im Dschungel. Es gibt das Totenschiff und die Kamera entdeckt Furchen, Unebenheiten am Gewölbe des unterirdischen Flusses, des Hades. 

Oder ein Schmetterling setzt sich auf das Augenlid eine jungen Frau im Sarg. Allmählich seziert Ash Mayfair diese scheinbar perfekte Welt als ganz und gar nicht tragbar für viele, die da mitmachen, die da gezwungen werden, mitzumachen, die da hineingeboren und früh verheiratet werden. Die Liebe sucht sich bei aller formalen Strenge und Herrschaftlichkeit ihren Weg in diesem atemberaubend schönen, vietnamesischen Bilderbogen.