Oha la la 2 – Neue Tests, neues Chaos

Diese DNA-Analysen

können ganz schön unerwartete Wahrheiten an den Tag bringen über die Zusammensetzung des eigenen Blutes und allerlei Fremdeinflüsse.

Daraufhin spitzte sich im Vorgängerfilm Oh la la – Wer ahnt denn sowas der Aufeinanderprall von Vorurteilen zwischen zwei Familien zu angesichts der bevorstehenden Hochzeit.

Der Clou war, dass sich im Blut von Fréderic Bouvier Sauvage (Christian Clavier), dem stolzen Bordeaux-Fabrikanten aus der Gironde, fünf Prozent Chirokee-Anteile fanden. Das muss man natürlich wissen, wenn man jetzt diesen Folgefilm vor Augen hat.

Das ist das Problem, dass dieser zweite Teil nahtlos anknüpft an den ersten und wer diesen nur noch vage präsent hat, der kommt hier ganz schnell ins Schleudern vor lauter Sortierversuchen, vor allem wer ist der Weinbauer, wer der Autohändler, wer hat die nationalistischen Vorurteile.

Gérard Martin (Didier Bourdon; der sich diesmal noch mehr einen Gag draus macht, anstatt zu sprechen mehr vernehmlich, aber undeutlich zu brummeln) ist Peugeot-Händler und reagiert allergisch insbesondere auf deutsche Autos, obwohl er selbst teils deutscher Abstammung ist.

Das ist erinnerlich, bei der ersten Ankunft im Protzschloss der Bouvier Sauvages erzürnt es ihn, lauter deutsche Luxuslimousinen davor geparkt zu sehen. Wer das im Hinterkopf hat, kann den Gag, wie er seinen bulligen Peugeot als Merces tarnt, gouttieren.

Die Hochzeit der beiden Kinder steht immer noch bevor. Die Eltern versprechen sich, dass sie diese ohne Probleme über die Bühne bringen wollen. Aber da ist dieses Restfitzelchen an Storyteig, der vom letzten Mal noch übrig geblieben ist, und so scheint es, den will Julien Hervé, Autor und Regisseur, jetzt bis zum letzten Körnchen auswalzen mit der Thematik des Nationalismus und der nationalistischen Vorurteile und der Komposition der Gene. Das kommt bemüht daher, es fehlt die Story dazu.

Bouvier Sauvage erfährt etwas von einem Cousin aus der Türkei und dann muss dem Autor auch für Martin was einfallen, das ist eine Cousine aus Algerien. Wenn die beiden Darsteller dann als ihr Cousin und Martin als Travestie-Cousine auf der Hochzeit tanzen, kann man sich gut vorstellen, dass die Schauspieler sich zuflüstern, Gottseidank haben wir das hinter uns gebracht.

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