Mutiny

Verlässlichkeit –
„Matteo, Sie gehen auf die Brücke und pusten der Schlampe das Licht aus.“

Das sind robuste Sätze, die keine Zweideutigkeiten zulassen, die den soliden, handicrafted Actionstreifen von Jean-Francois Richet nach dem Drehbuch von J. P. Davis und Lindsay Michel charakterisieren und ihn vorwärtsbringen.

Man ist trotzdem ein Mensch und fragt Menschen in Not, ob man ihnen helfen könne oder „Wir müssen hier raus“, ein Satz, der klar die nächsten Handlungen vorgibt, aber auch erschwerend „Wir können keinem vertrauen“.

Die Brücke im eingangs zitierten Satz gibt zu verstehen, dass wir uns im Hauptteil des Filmes auf einem Frachtschiff befinden, irgendwo im asiatischen Meer; die ‚Admiral‘ ist gerade aus dem Hafen von Bangkok ausgelaufen. Und niemanden würde es wundern, wenn nicht alles sauber wär mit der Fracht.

Verlässlichkeit ist gegeben, dank Jason Statham als Cole Reed und unter falschem Namen an Bord. Verlässlichkeit, weil man bei diesem Schauspieler immer auf der richtigen Seite sich befindet. Seine Biographie muss mit ein paar Schatten bekleckert sein, sonst wäre er nicht auf den Job als Bodyguard beim Besitzer von KMG gekommen. Der ist ihm unendlich dankbar, weil er ihm vor fünf Jahren das Leben gerettet hat. Die Beziehung ist familiär. Der Chef will die Firma verkaufen, damit der Sohn nicht belastet ist mit dem Lebenswerk des Vaters und mit dem Geld sein eigen Ding machen kann.

Der Film dröselt seine Erzählung anders auf. Er fängt mit einem klassichen Autocrash mitten im nächtlichen Bangkok an und erzählt dann, wie es dazu gekommen ist.

Auf den Chef von Reed wird nach der Feier, bei der der Verkauf der Firma zelebriert wird, ein Anschlag verübt. Reed überlebt. Das wird die Startrampe für seine Action, nach der er sich immer noch aus den Zeiten als Polizist sehnt und wovon er beim gemütlichen Job für den superreichen Boss zu wenig hat.

Reed will klären, wer hinter dem Tod seines Chefs steckt. Die Spur führt zur ‚Admiral‘. Auf dem Containerschiff wird über solides Hide, Hit and Run sich alles weitere ergeben. In letzter Minute vor dem Auslaufen stößt Annabelle Wallis (auch sie ist bei IMDb ohne Rollenname aufgeführt) zur Schiffsmannschaft. Die Kommunikation nach außen ist notleidend. Immerhin gibt es minmalen Kontakt zu einem Patrouillenboot der guten Amis mit einem eindrücklichen Kapitän. Es findet sich auch nicht deklarierte ‚Fracht‘ an Bord.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert