You, Me & Italy

Das Luderchen und das Glück

Der Originaltitel dieses Film von Kat Coiro nach dem Drehbuch von Ryan Engle und Kristin Engle, lautet ‚You, Me & Toscany‘, der „deutsche“ Titel, wie bekannt, ‚You Me & Italy‘, da hat sich vielleicht wer was gedacht dabei. Egal.

Diese Art Film besticht durchaus durch eine gewisse Ehrlichkeit, indem sie gar nicht erst vorgibt, mehr sein zu wollen, als was sie ist: leichte Sommerkost, kalorienarm und mit viel Süßstoff.

Die Geschichte vom Luderchen, was ein abgrundtief guter Mensch ist und dazu noch ein verkanntes Kochtalent, aber vom Schicksal, Eltern tot, gebeutelt und dem die Geschichte ein schönes Ende bereitet.

Anna (Halle Bailey) ist dieses Geschöpf, naiv, direkt und keineswegs geknickt. Sie schlägt sich durch als Wohnungssitterin. Der Film stellt sie vor, elegant gekleidet, mitten in New York spazierend mit einem Luxushündchen. Man nimmt ihr die reiche Dame ab.

Die Dame des Hauses kehrt überraschend zurück, erwischt sie und Anna ist den Job los. Ihre Freundin Claire (Aziza Scott), die Rezeptionistin in dem Appartmenthaus, kann ihr auch nicht weiterhelfen. Sie landet in einer Bar. Mit den letzten Kreditkartenbeträgen kauft sie sich einen Hamburger und lernt Matteo (Lorenzo de Moor), einen Italiener, kennen. Der jettet um die Welt, ist im feinen Hotel einquartiert. Er sei im Immobiliensektor tätig. Für eine Liebesnacht ist er zu erschöpft.

Am nächsten Morgen findet Ann im leeren Bett neben sich die nötigen Infos, die ihr einen spontanen Trip nach Italien ermöglichen. Sie landet in der Toscana. Findet zu seinem leerstehenden Haus, entdeckt den Schlüssel und quartiert sich ein.

Bis dahin ist mit ihren wenigen Begegnungen eine erste, sorglose Ladung Italianitá in den Film geflossen. Es wird ihrer deutlich mehr werden, dieser überschwänglichen Emotionalität. Mit solcher wird sie in der Familie molto con emozione aufgenommen, nachdem die Mutter (Isabella Ferrari) und die Nonna (Stefania Casini) entdeckt haben. Die glauben nämlich, der Wunsch ist der Vater dieser Festlegung, sie sei die Braut ihres verlorenen Sohnes Matteo, der sich vor einem Jahr abschiedlos aus der Toskana abgesetzt hat.

Die Verwechslungskomödie, in dem alle ihren Part spielen, nimmt ihren Lauf. Es funkt noch der Halbbruder von Matteo rein, Michael (Regé-Jean Page), der der eigentlich brave Sohn und Weinbauer ist. Und ein „Brod“ von Anna dazu. Flirt, ik hör dir Trapsen.

Turbulent entwickeln sich die Dinge weiter, wie Matteo selbst auftaucht und die von der Familie schon sicher geglaubte Hochzeit näher rückt. Davor ist noch das jährliche Fassrennen im Ort, das zwischen den Halbbrüdern ausartet, nicht in Minne.

Auch die Info, dass Anna ein Kochtalent sei, breitet sich aus; rechtzeitig zu dem Moment, in welchem Papa Vincenzo (Paolo Sassanelli) nicht einsatzfähig ist. Temporeich und temperamentvoll und immer auf der Klaviatur menschlicher Schwächen und Fehler spielend erreicht der Film seinen Endspurt und alle werden sie am Schluss Fehler einsehen und Luderchen, das bis dahin glaubte, immer alles zu ruinieren, wird ein sehr, sehr guter und sehr, sehr glücklicher Mensch werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert