Himmlischer Dildo
Das Nonplusultra der Orgasmologie entwickeln der Tüftler Thomas (Francois Cluzet) und seine Frau Fanny (Alexandra Lamy). Ein Dildo-Film also von Reem Kherici, die mit Gari Kikoine und David Solal auch das Drehbuch „nach wahren Begebenheiten“ geschrieben hat. Das Original-Erfinder-Paar ist im Abspann zu sehen.
Fanny stellt nach Jahren der Ehe fest, dass sie nie einen richtigen Orgasmus gehabt, immer aber einen vorgespielt hat. Sie möchte das ändern. Das Orgasmus-Problem soll technisch mit Hilfe eines Gerätes gelöst werden, das die entsprechenden Teile des weiblichen Geschlechts stimuliert. Das führt zu einer Reihe peinlicher Situationen mit Menschen, die keinen unbefangenen Umgang mit solchen Dingen haben.
Es wird eine materielle Notlage des Ehepaars erfunden, ob das beim Vorbild so war oder nicht, sei dahingestellt. Deshalb muss es das Haus verkaufen. Die Tochter führt Interessenten durch das Haus. Wenn dann im Atelier ein Tisch voller Dildomodelle steht, macht das Besucherpaar schnurstracks kehrt, als ob dem Haus ein Makel anhafte.
Ein weiterer Zusammenhang zwischen Orgasmus, Erotik, Liebe, Sehnsucht, Vorstellung, aber auch Macht, Herrschaft, Gewohnheit wird weitgehend ausgeblendet.
Es gibt ein kurzes Flashback an die Liebe, wie sie anfänglich war und irgendwie lieben sie sich am Schluss auch, weil eine Geschichte ja ein Ende haben muss und eine über die Erfindung eines ganz besonderen Dildos ein glückliches. Der geneigte Zuschauer lernt auch, dass mit einem wackeligen Auto über Kopfsteinpflaster zu fahren für Frauen stimulierend wirken kann. So Dinge halt.