Witzemacherinnen
Die Frage ist nicht, ob Frauen unterhaltsam sein können, die Frage, die sich Eva Müller und Isabel Schneider stellen, ist diejenige, seit wann und mit welchen Protagonistinnen in der deutschen Fernsehunterhaltung Frauen zu Topfiguren werden konnten.
Einige von diesen Persönlichkeiten haben sie versammelt, haben sie pointiert ausstafffiert und als Talking Heads auf schwarzen Ledersesseln vor schwarzem Hintergrund ins Scheinwerferlicht gesetzt, haben ihnen Ausschnitte aus der deutschen Fernsehunterhaltung ihrer Zeit vorgespielt. In vielen sind sie selber aktiv.
Ein Grundtenorthema sind sexistische Witze und Betatschungen von Frauen durch männliche Showmaster.
Ein weiteres Thema ist die weibliche Emanzipation zu der Liebe, die sie leben möchten und dass sie das auch öffentlich machten; der lesbischen Liebe.
Herauszuhören ist, dass diese Frauen sich ihren eigenen Fernsehmarkt selbst erobern mussten und auch auf das Risiko billiger sexistischer Witze von ihrer Seit wird hingewiesen.
Der Kinogänger wird in diesem Film zum Fremdgänger in den Gefilden der Untiefen deutscher Fernsehunterhaltung, über die mit heiligem Ernst diskutiert wird. Manchmal stellt eine der Dokumentaristinnen auch Fragen.
Der Kinogänger macht einen Ausflug in die Welt der Witze und des Kabaretts; für ihn eher schwieriges Terrain. Einen anderen Zugang zum Thema des Witzemachens suchen Filme wie The Comedy und Entertainment; hierbei handelt es sich allerdings um männliche Exemplare.