Vaiana

Baströckchen-Haribo-Kino,

so süß, so bunt, so ethnologisch-romantisch, so südseewunschtraumhaft, so schnuckelig-musical- und disneyhaft, dass jede früherer Langnese-Eiscremewerbung erblasste dagegen, ist diese Realverfilmung des Animationsstoffes (Vaiana und Vaiana 2) von Thomas Kail nach dem Drehbuch von Jared Bush, Dana Ledoux Miller und Ron Clements.

Mit zwei an Schönheit nicht zu übertreffenden Protagonisten, mit Catherine Laga’aia als Moana und Dwayne Johnson als Maui, dem Halbgott. Dieser wird zum stabilisierenden Antagonisten von Moana auf ihrer als Geschichte reell und bewährt funktionierenden mythischen Reise des Coming-of-Ages.

Die Tochter des Häuptlings des Stammes unternimmt diese Reise mit dem selbstgezimmerten Floß mit Segel und einem Hahn (oder Huhn) als Begleiter, welches die Studioanimateure für Routinegags einsetzen, so wie auf der Insel des Stammes das Schweinchen.

Das Ziel ist klar. Moana muss dieses Amulett-Herz wiederbeschaffen, damit der Stamm wieder gut leben kann, damit es wieder Fisch gibt im Meer.

Den Abenteuern auf so einer Reise sind keine Grenzen gesetzt. Das herausfordernste dürfte ein Vulkanmonster sein. Aber es gibt auch Stürme. Das Meer selber kennt Moana, schätzt sie und macht wie einsten bei Moses in der Bibel eine Gasse frei, oder es türmt sich wie eine Figur, eine mythische selbtverständlich, vor ihr auf.

Beibehalten hat der Film genauso die von Minons und Piratenfilmen inspirierten Kokosschalenarmee mit ihrem Schiff und ihren kriegerischen Auftritten als auch die sich bewegenden, das war in der Animationsvariante noch lustig, Tatoo-Figuren des Halbgottes, der malerisch aussieht wie ein richtiger Johnny-Weissmüller-Tarzangott. Was wünscht man sich mehr, wenn man sich nicht gedanklich überanstrengen will.

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