Fireworks (BR Queer) (BR, Donnerstag, 9. Juli 2026, 23.15 Uhr)

Mitten im impulsiven Leben von Sizilien

gedeiht 1980 ganz unauffällig die Liebe der beiden Jungs Nino (Gabriele Pizzurro) und Gianni (Samuele Segreto). Das fällt niemandem weiter auf. Das Leben quirlt. Die Männer hocken vor der Dorfkneipe. Der Onkel von Gianni betreibt eine kleine Mofa-Werkstatt. Vom Vater heißt es, der sei im Norden am Arbeiten.

Mutter Lina (Simona Malato), kann mit dem Buben beim Onkel unterkommen. Der schickt ihn am Abend noch ein gutes Stück weit weg, ein Moped, was ein Geburtstagsgeschenk sein soll, abliefern. Den Rückweg muss er zu Fuß antreten.

Gianni wird im Dorf verspottet als Giannuzza, sein Vornamen als weiblicher Diminutiv. Er ist der Opfertyp. Andere Jungs und Männer bedrängen ihn, schminken ihm die Lippen rot. Er wird als Schwuchtel bezeichnet. Toleranz ist nicht das charakterisierende Merkmal der Dörfler.

Giuseppe Fiorello schildert das Leben in Italien attraktiv, ausladend. Es dauert bis Gianni und Nino die erste Begegnung haben. Und dann wieder bis zur zweiten. Gianni taucht bei der Familie von Nino auf. Sein Vater hat Gesundheitsprobleme, kann aber niemanden einstellen. Er installiert Feuerwerke für Dorffeste. Nino arbeitet mit seinem Vater.

Gianni bekommt beim Onkel von Nino einen Job im Steinbruch. Hier holt Nino Gianni von der Arbeit ab mit seinem Moped. Es gibt Gerüchte über die Vergangenheit von Gianni. Er stellt sich aber als ordentlicher, zuverlässiger Arbeiter an.

Die Freundschaft zwischen ihm und Nino wächst. Unauffällig. Sie gehen schwimmen zusammen. Es gibt romantische Momente. Immer wieder schauen die Leute Fußball. Es ist 1980 und die WM und Italien haben einen guten Lauf.

Wie Gianni mit Nino die Feurwerksarbeit übernimmt, weil der Vater so krank ist, enzündet sich wie ein Feuerwerk die Liebe; ein Romanze flammt auf. Sie verstecken das nicht, oder aber: in so einem Dorf bleibt nichts geheim. Da zeigt sich die hässliche Seite einer solchen Dorfgemeinschaft. Aus der Romanze wird ein Drama, dann eine Tragödie.

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