Verwirrfernsehen
Irgendwie hat man den Eindruck, die wissen bei den Öffentlich-Rechtlichen überhaupt nicht mehr, was mit den Milliarden Gebührengeldern anfangen. Irgendwie müssen die rausgehauen, in die Pfanne gehauen werden.
Redakteurin Ulrike Lovett scheint wenig klar zu sein, wozu es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt und weshalb Millionen von Bürgern gezwungen werden, die Gebühr abzudrücken, damit auch ihr Gehalt schön regelmäßig inklusive Altersversorgung bezahlt werden kann. Sie muss Sendezeit liefern; sie muss – irgendwie – Sendezeit füllen, damit der Zuschauer nicht vor Schwarzbild sitzt. Sie muss Zeit mit Bildern füllen. Ok, das kann heute ein jeder, Bilder produzieren. Keine Ahnung, welche Weisungen die Jobbeschreibung, das Pflichtenheft der Redakteurin enthält; ob das unklar formuliert ist oder ob sie es vielleicht nicht verstanden oder willkürlich uminterpretiert hat. Wäre interessant zu erfahren. Steht in ihren Weisungen vielleicht, tröpfchenweise das English als Invasivsprache bei Titeln zu verwenden?
Die Gunst, dieses Irgendwas mit Bildern zu machen, die Sendezeit füllen, hat Redakteurin Ulrike Lovett einer Angela Graas-Castor zuteil werden lassen.
Was die Redakteurin aus ihrem offensichtlichen Weisungssalat herausliest, erschließt sich nicht aus diesem Bilderverhau, den die Redaktionsbegünstigte für sie liefert mit dieser „Dokumentation“ mit dem englischen Titelanteil, damit auch ein internationales Publikum mitbekommen kann, was für billiges Fernsehen die hier machen.
Irgendwas mit Flughafen und irgendwas mit Tieren soll es sein. Animal Takeoff, wenn ich diesen Teil des Titels betrachte, so denke ich an Tiere, die wegfliegen. Da könnte es mehrere Möglichkeiten geben, als Begleiter von Passagieren oder im Käfig im Frachtraum oder gar als blinder Passagier. So einer kommt tatsächlich vor in der Sendung, ein Geko aus China, der sich in ein Flugzeug geschummelt hat.
Takeoff wörtlich genommen würde bedeuten, Tiere, die von München wegfliegen. Da könnte man zum Beispiel einen konkreten Fall verfolgen. Könnte sich mit dem einzelnen Tier beschäftigen, mit allen Vorbereitungen, die der Besitzer tätigen muss, auch Versicherungen, speziell mit dem Tierwohl und was Tierschützer dazu meinen.
Hier in dieser Fernsehware interessieren Hintergründe und Tieferes und auch Genaueres, Nachvollziebares an Vorgängen nicht. Hier wird auf den Flughafen gegangen und wer bereit ist, sein Gesicht in die Kamera zu halten, der kommt dran. Muss auch Zeit haben. Also dominieren die Sprengstoffhunde und ihre Führer. Der Titel der Sendung gibt solches nicht her. So ist er mindestens schon eine Täuschung des Zuschauers.
Die Täuschung des Zuschauers geht weiter insofern, als Luchs auf dem Etikett steht, auf den Luchs selber schätzungsweise weniger als zehn Prozent Sendezeit entfallen. Das bekommt man noch mit, dass er nicht tot ist und dass es ihm nicht grad gut zu gehen scheint. Könnte man nachforschen, wie das prinzipiell ist. Aber das wäre Arbeit, da müssten die Fernsehleute ihre Komfortzone des tollen Auftrittes mit Kamera in Gefilden, wo sie sonst eher selten anzutreffen sind, verzichten, müssten ernsthaft recherchieren, oh la la, nö, das wäre zu viel verlangt und dann noch für schäbiges Gebührengeld, wo sind wir denn.
Einige Minuten Sendezeit nimmt die Fauna des Flughafens ein, auch das gibt der Titel nicht her, wäre an sich ein spannendes Thema, aber da müsste man was tun dafür, es auch so zu büscheln und bündeln, dass es gut genug als Beitrag für einen öffentlich-rechtlichen Sender wäre und nicht nur als Beitrag für jedermanns Youtube-Kanal.
Rote Karte des Zwangsgebührenzahlers!
Vergessen wir nicht, dieser öffentlich-rechtliche Rundfunk wurde einst gegründet, damit nie wieder extremistische, die Demokratie gefährdende Entwicklungen passieren würden; jetzt haben wir diesen fetten öffentlich-rechtlich 10-Milliarden Rundfunk und gleichzeitig das Umfragehoch einer Partei, die zumindest in Teilen „als gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft wird … und diesem Rundfunk fällt nichts anderes ein, als solch beliebige Sendungen zu produzieren und auszustrahlen, Sendungen von solch triefender Belanglosigkeit, weder informativ noch unterhaltsam … wenn wenigstens nachgefragt worden wäre, wieviele der Protagonisten Sympathien für die AfD hegen …