Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger – Im Hofbräuhaus (BR, Montag, 18. Mai 2026, 20.15 Uhr)

In München steht ein Hofbräuhaus und das ist ein bayerisches Nationalheiligtum, interessanterweise noch kein Weltkulturerbe, wieso eigentlich nicht, es ist der Hort der Bierseligkeit und Bier ist keine Droge, deshalb darf auch niemand behaupten, das Oktoberfest sei das größte Drogenfestival der Welt, und wer das einmal behauptet hat und nicht wieder, der darf dann zum Dank neuer OB werden. Es grünt so grün. In München gibt es Bierbarone und im Hofbräuhaus gibt es Stammtische und an den anderen Tischen setzen sich Kreti und Pleti zusammen und auch zwei Fernsehprotagonisten mit wohligen Bierbäuchen gehören dazu. Sie bekommen zusätzlich ein paar exklusive Einblicke, ein Gespräch mit dem Wirtepaar, eine Führung durch die hochindustrialisierte Bierbrauerei außerhalb des Hofbräuhauses, einen Blick in den Tanzsaal inklusive Tanzstunde, eine Challenge im Maßkrugstemmen, ein kurzes Hallo bei einem Musikerstammtisch und ein Date mit den Erfindern des Sperrbezirksongs. Es lebe die Bierseligkeit. Und alle freuen sich, dass Simon und Sebastian da waren und sie sollen doch bald wieder kommen. Glückliches Hofbräuhaus, felix Minga.

(Allerdings bleibt uns schleierhaft, was an einem Hofbräuhausbesuch grenzgängerisch sein soll – oder ist so ein Besuch schon a priori ein grenzgängerischer Akt?).

Im übrigen bin ich der Meinung, dass dieses demokratisch eminent wichtige, gigantische Gemeinschaftswerk eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks sozial unfair zulasten einkommensschwacher Haushalte finanziert wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert