Dinge sind zum Spielen da.
Tommy Tom und Mauzi Maus sind Freunde und zwar die besten Freunde in diesem Mitmachkino für Anfänger mit entzückenden, ganz einfachen Animationen, die für Kinoneulinge prima zu rezipieren sein dürften, so wie auch die Geschichte.
Kater Tommy Tom hat zum Einschlafen in seinem Körbchen, das auf einem Bügelbrett steht, einen Teddybär. Der ist plötzlich verschwunden.
Zusammen mit Mauzi Maus fängt er an, sein Kuscheltier zu suchen. Zuerst im Haus, der Radius weitet sich mit jedem Misserfolg. So wird aus dem Film von Joost van den Bosch und Erik Verkerk nach dem Drehbuch von Burny Bos nach den Büchern von Jet Boeke eine Abenteuer- und Entdeckungsreise durch die Welten, die auch kleinen Kindern am nächsten stehen.
Zuerst das Haus oder die Wohnung, dann kommt der Garten, der Nachbarsgarten, die Felder, der Wald – hier wird das Thema Angst angesprochen – und schließlich das Meer. Aber wo der Teddy sich aufhält und was mit ihm passiert ist, soll hier nicht gespoilert werden, dass es ein gutes Ende geben wird dagegen schon.
Es ist gerade eine angenehme Stunde, mehr wird den Kindern nicht zugemutet, mehr würde sie überfordern. Sie werden oft direkt angesprochen, sollen Hinweise geben oder warnen oder gar mitsingen. Über den pädagogischen Wert kann ich wenig sagen.
Jedenfalls machen die beiden Katzen mit den Dingen, das, was Kinder auch machen, sie spielen mit ihnen, sie rutschen das Treppengeländer herunter, bringen die Kleider im Schrank durcheinander, hüpfen auf Matratzen, machen akrobatische Übungen auf dem Wäscheseil und reiten auf Schafen; sie sind für jeden Blödsinn und jede Allotria zu haben.
Tommy Tom und Mauzi Maus begegnen anderen Tieren und vergessen dabei das Ziel ihrer Aktion, den Teddy zu finden, nicht. Sie stellen die Alltagsnützlichkeit der Umwelt erst mal auf die Probe durch geänderten Gebrauch. Sie machen das zu einem flotten, improvisatorisch wirkenden Sound, auch wenn die Gesangsmelodie vom Tommy-Song schon sehr einfach ist. Am Strand träumen sie poetisch von Bärenwolken.