Wenn Schafe Krimis lösen,
dann benützen sie dazu Malfarbe und ihre Pfoten, mehr sei nicht ausgeplaudert, sonst ist der Krimi ja kein Krimi mehr.
Das ist eine andere Art der Kommunikation von Tier zu Mensch als eben erst im Kinderfilm Jazzy, Chaos im Regenwald mit Gebärdensprache und Übersetzungsapparatur am Arm.
Hier im Film von Kyle Balda mit einem komplexen Aufbau des Autorengeflechtes sprechen die Schafe untereinander Synchronsprecherdeutsch, das genau jene Doppelbödigkeit vermissen lässt, die möglicherweise im englischsprachigen Original die Sinnhaftigkeit der Filmes vermitteln könnte. Denn die kann nicht am Kriminalfall selber liegen. Der wird nicht unbedingt spannungsfördernd erzählt.
Es bleibt überhaupt vorerst unklar, dass Schäfer George eines unnatürlichen Todes gestorben ist. Wie das ruchbar wird, ist immer noch offen, wer daran und wieso ein Interesse gehabt haben könnte.
Ok, zu dem Zeitpunkt taucht seine Tochter auf. Doch der extrem doof gezeichnete Dorfpolizist ist nicht gerade motiviert für Aufklärung.
Ein Thema wird mit dem Winterlamm angedeutet, dass solche innerhalb der Schafsherde als Außenseiter gelten.
Es gibt ein schnuckeliges Dorf. Hier taucht ein blonder, grünschnabelhafter, bebrillter junger Mann mit Kamera auf. Er sei von der Zeitung. Er habe von dem Kulturfest des Dorfes gehört, ist enttäuscht, dass das lediglich aus drei Ständen mit Nippes und Krimskrams besteht und reist wieder ab. Da er mit seinem Auto in einen Baum fährt, kehrt er ins Dorf zurück und ist dabei, wie die Schäferleiche entdeckt wird, mischt sich beobachtend, fotografierend und kommentierend in die Ermittlungen ein.
Im Dörfchen gibt es auch den Metzger, der nach dem Schaffleisch schielt.
Der Abspann wiederum offenbart, dass Herden von Animationszeichnern mit der Herstellung des schwer einzuordnenden Filmwerkes befasst waren, dessen Reiz mir schleierhaft bleibt.