Bezzel & Schwarz – Die Grenzgänger – Auf dem Autohof Geiselwind (BR, Montag, 4. Mai 2026, 20.15 Uhr)

Gut gelaunt

So ein Autohof ist was für Männer, für große Buben. Deshalb dürften Sebastian Bezzel und Simon Schwarz auch bester Laune beim Besuch gewesen sein. Große Buben kriegen große Äuglein, wenn vor ihnen ein Trucker steht.

Die Bayern-Reise-Reihe von Ekki Wetzel unter redaktioneller Verantwortung von Anne Bürger, Ingmar Grundmann und Iris Messow-Ludwig scheint ein Erfolgsrezept zu sein. Die zwei wohlbeleibten Promi-Männer zusammengeschnitten auf eine bekömmliche dreiviertel Fernsehstunde als Reiseführer. Sie nehmen den Zuschauer mit zu Sehenswürdigkeiten und Funktionalien des Alltags, sie bringen Leute vor die Kamera, die sonst eher im Hintergrund agieren. Dabei überfordern sie den Zuschauer nicht.

Es sind dies touristische Erkundungen. Sie bleiben skizzenhaft und oberflächlich, können aber neugierig machen oder Infos liefern, die man noch nicht hatte oder gar etwas Neues bieten wie hier, der ungewöhnliche Autohof Strohofer Geiselwind an der A 3 zwischen Nürnberg und Würzburg.

Autobahnbau ist oft umstritten und gehasst von den Betroffenen, es gibt Enteignungen. Bauer Strohofer wollte sich nicht damit zufrieden geben, dass sein Hof und sein Gelände von der Autobahn zerschnitten wurden. Er hat aus der Not eine Tugend gemacht. Er hat nicht nur den Autohof errichtet, er hat auf dem Riesenareal eine Eventhalle hingestellt, ein Hotel, eine Kirche. Er hat als Privatmann einen Ort für die nähere und weitere Öffentlichkeit geschaffen, einen beliebten Aufenthaltsort für LKW-Fahrer mit Garage und Shop. Enkel und Enkelin, die die Geschäfte inzwischen führen, zeigen den beiden Fernsehpromis das Gelände und seine Einrichtungen.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass dieses demokratisch eminent wichtige, gigantische Gemeinschaftswerk eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks sozial unfair zulasten einkommensschwacher Haushalte finanziert wird.

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