Musikalische Hommage an Kreuzberg
Die Band Ton Steine Scherben hat in den 70er Jahren musikalisch den alternativ-revolutionären Geist des Berliner Stadtteils Kreuzberg ausgedrückt („Macht kaputt, was Euch kaputt macht“).
Archivclips in diesem Film von Lutz Pehnert in Co-Regie mit Ferdinand Hübner zeigen, was dort in den 70ern abgegangen ist mit Hausbesetzern, Erst-Mai-Demos und gewalttätigen Polizeieinsätzen. Die Texte dazu lieferte Ton Steine Scherben, ein halbes Dutzend Einspielungen im Film.
Den historischen Kontext von Kreuzberg nutzt der Film um heutige Künstler von Kreuzberg zu präsentieren.
Es sind dies die Sängerin Maike Rosa Vogel und die Gruppe RAPK, von denen eine schöne Anzahl von Nummern zu hören ist.
Mit diesen Künstlern spaziert der Film durch Kreuzberg. Sie erzählen von ihrem Verhältnis zum aufregenden Viertel. Die Männer der Gruppe RAPK sind hier aufgewachsen, sie alle haben einen bunt gemischten Hinergrund, was die Herkunft ihrer Eltern betrifft. Die Sängerin ist schon als Kind immer wieder hier gewesen und hat hier ihre kulturelle Heimat gefunden. Sie verspürt allerdings zur Zeit das Need zum Schreiben und Auftreten nicht, sondern jobbt in einen Second-Hand-Laden.
Es entsteht ein sympathisches Bild von Kreuzberg und man sieht nicht nur wie sich der Stadtteil enorm gewandelt hat mit all den Erscheinungen der Gentrifizierung, wie auch prinzipiell das Stadtleben sich von dem aus den 70ern unterscheidet, allein schon durch den deutlich höheren Lebensstandard.