Die Reichen sind nicht besser geworden
als sie es in Ready or not – Auf die Plätze fertig tot schon waren.
Diesmal, wiederum im Film von Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett nach dem Drehbuch von Guy Busick und R. Christopher Murphy, heißt der superreiche Clan Danforth. Der alte Herr, Chester (David Cronenberg), will nicht mehr. Er gibt den Ring ab. Seine Kinder Titus (Shawn Hatosy) und Ursula (Sarah Michelle Gellar) drücken ihm ein Kopfkissen so lange aufs Gesicht, bis ihn das Zeitliche segnet. So sind die Gebräuche bei den Reichen.
Bei der Hochzeit von Grace (Samar Weaving) geht etwas schief, das prachtvolle Gebäude wird abgefackelt, mit ihm viele der Gäste. Sie tritt, das ist die Eröffnungsszene des Filmes, voll belämmert auf die Stufen vor dem in Flammen stehenden Steinpalazzo, hockt sich hin. Sie findet sich im Krankenhaus wieder. Und in den Fängen des Danforth-Clans. Samt ihrer plötzlich aufgetauchten Schwester Faith (Kathryn Newton).
Die zwei Schwestern werden als Neulinge im Clan wie gehabt zur Menschenjagd freigegeben. Sie finden sich halbbetäubt und aneinander gefesselt auf dem Rasen des weitläufigen Golfplatzes um das Familienschloss wieder. Die Jagd und die Mörderei können beginnen. Wer überlebt, darf in einer satanischen Zeremonie heiraten.
Pech für den Film, wenn man vorher gerade Kill Bill von Tarantino ebenfalls im Kino gesehen hat und noch ganz hin ist, von der meisterlichen Art, wie und was dieser an Bildmaterial zu den einzelnen Szenen bereitstellt und wie er es montiert. Dann wirkt dieser Film bestenfalls als Hokuspokus-Kino, als deftig-wohlfeiles Reichenbashing.