Dachs, Waschbär, Taube,
das ist nun nicht unbedingt eine Trio-Infernale-Traumkonstellation; aber im Animationsbereich ist alles zu machen, spielt das keine Rolle.
Der Waschbär heißt Falke, und hält sich für einen solchen, dabei ist er von Tauben großgezogen worden und die mögen ihn auch. Mit dem Dachs zusammen will Falcon einen Eisenbahnzug, in welchem sie reichlich Lebensmittel vermuten, ausrauben, um für die Tiere der Stadt ein opulentes Weihnachtsmahl zu bereiten.
Der Plan ist ausgeheckt, der Zug ausgekundschaftet, der Zug steht abfahrbereit. Falcon hat bereits alle Comoutersysteme gehackt, der Dachs, der Hans heißt, befindet sich im Führerstand. Die Eisenbahnverwaltung stellt eine Unregelmäßigkeit fest und bittet alle Passagiere, auszusteigen.
Zurück bleiben in einem Gepäckwagen jede Menge Hätschel- und Haustiere der Passagiere in Käfigen. Unverhofft fährt der Zug los. Er saust und saust, wie Filmzüge in Actionfilmen es gerne und bewährt machen, er saust wie führerlos. Falcon versucht, an die Lebensmittel zu kommen und stößt auf die Pets.
Die Medien werden auf den Zug aufmerksam und werden als weiterer Akteur im Storybündel wirksam. Die Pannen innerhalb des Zuges beginnen. Hans und Falcon werden auseinanderdividiert. Jetzt ist Lokführer Hans der Böse. Im Zug ist auch ein Polizeihund, der eine Rechnung mit Hans offen hat. Bewährte dramaturgische Strukturen.
Jetzt heißt es unter den Tieren, sich Beistand leisten, gemeinsam zu versuchen, den Lokführer zu neutralisieren und den Zug zum Stehen zu bringen. Das Aktualitätenteam vom Fernsehen hofft auf den Coup mit dem kleinen Mädchen und seinem Kätzchen; verspricht sich davon einen Karrieresprung. Und so weiter und so fort. Benoit Daffis und Jean-Christian Tassy haben diese Geschichte hemdsärmelig und ohne allzuviel Nachfrageresistenz und Sensibilität angerichtet. David Alaux, Eric Tost und Jean-Francois Tost zeichnen für die Regie. Die Social Media bekommen ihr Fett weg wie die TV-Newsmacher auch.