Hola Frida

Viva la Vida! (Es lebe das Leben!)
Ja, die Kahlo

Kunstgeschichte fürs frühe Kindesalter.

Als sie sechs Jahre alt war, so ein Text im Anspann, hatte Frida Kahlo eine enge Freundschaft zu einer imaginären Freundin ihres Alters. Das zeigt vielleicht die immense Vorstellungskraft der später berühmten Künstlerin.

Der Film von Karine Vézina und André Kadi illustriert in einfacher, entzückender Animation Kindheit und Jugend der mexikanischen Malerin. Er führt durch das bereits reiche Fantasieleben dieser prägenden Zeit. Der Vater war Fotograf. Der bat sie, Fotos zu kolorieren.

Frida selbst fängt früh mit einem Skizzenbuch an. Sie lässt sich beeindrucken von einer Erzählung der Zapoteken, dem Volk der Wolken, die in Wolkengebilde Tiere hineininterpretierten. Sie selbst hat zapotekisches Blut.

Der Film schlendert über die Märkte, durch die City. Musikalisch ist er breit gefächert, die Mariacchis fehlen nicht. Frida erlebt Krankheit, körperliche Behinderung mit einem sehr dünnen Bein, das mit einer Schiene gestützt wird. Sie hat Nahtoderlebnisse und muss erfahren, dass ihr Wunsch, Ärztin zu werden, keine Selbstverständlichkeit ist. Sie wird in der Schule gemobbt. Das stachelt ihren Ehrgeiz an. Von zuhause wird sie vorbehaltlos gefördert. Den mexikanischen Totenkult nutzt sie auf eigene Weise zum Begräbnis ihrer Beinschiene. Krankheit kennt sie auch von ihrem Vater. Der ist Epileptiker. Kinderfreundliche Kunstfrüherziehung auf leichte und doch nicht oberflächliche Weise.

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