Mein neues altes Ich

Nach der letzten Eizelle

Der Vorrat an Eizellen im weiblichen Körper ist von Anfang an da und begrenzt. Der hat ihr, so fängt die Dokumentaristin Louise Unmack Kjeldsen ganz persönlich an, vom ersten Moment an einen sicheren Kompass durch ihr Leben als Frau gegeben. Mit dem Verschwinden der letzten Eizelle ist der verschwunden. Sie weiß nicht mehr, was mit ihrem Leben anfangen. Ihre innere Uhr ist wie abgelaufen.

Was passiert in ihrem Hirn? Sie macht sich auf zu einer Recherchereise zu Wissenschaftlerinnen rund um den Globus. Sie befragt auch Frauen, die sie für ihre freien Antworten charmant vor die Kamera stellt.

Die Menopause der Frau, ein verschwiegenes Thema, ein Tabuthema. Dabei hat die Frau zu dem Zeitpunkt noch 30 bis 40 Lebensjahre vor sich. Diese Phase fängt für viele Frauen denkbar ungünstig an mit Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlaflosigkeit, Krankheiten, Depression, Arbeitsplatzverlust, extremen Schwankungen des Oestrogenspiegels.

Die Idee der Filmemacherin ist es, mit Aufklärung dazu beizutragen, dass Frauen mit diesen Symptomen bewusster umgehen können. Schließlich schadet es auch Männern nicht, davon eine Ahnung zu bekommen, sie haben ja auch mit diesen Frauen zu tun.

Es ist immer noch schwierig, zu dem Thema Untersuchungen finanziert zu bekommen, da die Datenbasis zur Begründung dünn ist; andererseits müssen Daten überhaupt erst erhoben werden, die den Zusammenhang zwischen den Schwankungen des Oestrogenspiegels, der Schlaflosigkeit, der Unkonzentriertheit feststellen und analysieren. Es ist eben nicht einfach Hysterie. Es scheint, dass sich die Frau als Mensch, der nicht mehr für die Reproduktion da ist, neu erfinden, neu definieren muss. Maren Kroymann spricht den deutschen Text locker und verständnisvoll.

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