Produziert nach ökologischen Standards
Brunzkachel
ist das schönste von wenigen urigen bayerischen Worten aus dieser Sendung, die sich dem Bayerischen und dem Bayerntum mittels Comedyshow, wenn ich das richtig verstanden habe, verschrieben hat, was an sich keine schlechte Idee ist.
Man darf den Stellenwert von Dialekten nicht unterschätzen und das Bayerisch eines Michael Altinger, eines Simon Pearce oder einer Eva Karl Faltermeier hebt sich doch wohltuend ab vom geruchlosen Hochdeutsch des vierten Gastes im Panel, von Lisa Feller.
Eher ein Fernsehbayerisch spricht der Moderator Maxi Gstettenbauer (mein subjektiver Eindruck). Aber muss, bloß weil man den Dialekt und das Bayerische zum Thema macht, man gleich so ein fantasieloses, altbackenes Format wählen?
Dieses Raten, was wohl die Antworten in einer Umfrage gewesen seien, das war mal neu beim aufkommenden Privatfernsehen, das ist Jahrzehnte her. Und muss ein modernes Studio so aussehen, als hätte man die Holzvertäfelungen eines DDR-Studios recyclet? Dazu passt Moderators Kommentar, es handle sich hier um eine Diktatur, wobei ihm der dazu passende Möblierungshintergrund wohl nicht aufgefallen sein dürfte.
Immerhin blitzt in den Redereien beim einen oder anderen das auf, was dieses immer Faszinierende, nie endgültig zu fassende Bayerisch ausmacht. Deshalb wollen wir heute mal auf die Promimäkeleien verzichten; zwei von den Gästen haben ja schon die Gunst der Lebenslinienredaktion auf ausführliche Werbezeit im Bayerischen Fernsehen genossen.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass dieses demokratisch eminent wichtige, gigantische Gemeinschaftswerk eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks sozial unfair zulasten einkommensschwacher Haushalte finanziert wird.