How to Make a Killing

Reichtum und Tod

Auch die Reichen müssen sterben. Den Reichtum erhalten die Erben. So weit so banal. Reichtum, Erben und Tod, ein ideales Begriffspaar für Geschichten. Den Kinofilm gleichen Titels hat es 2024 schon gegeben und war wohl nicht der erste seiner Art.

Jetzt hat John Patton Ford sich das Sujet geschnappt und daraus einen eleganten, leicht verdaulichen, auf die internationale Menükarte passenden Kinofilm gemacht.

Becket (Glen Powell) steht im Stammbaum der superreichen Redfellows als Erbe an xter Stelle. Seine ledige Mutter wird vom Clan verstoßen, sie leben in nicht angemessener Umgebung. Die Mutter versucht, ihm trotzdem eine gute Erziehung und Bildung zukommen zu lassen; sie stirbt früh. Er behält eine Haarlocke von ihr, die sie an ihre Mahnung erinnert, nicht locker zu lassen und den Erbfall abzupassen, der früher oder später auf ihn zukomme. Bis er auf die Idee kommt, dem nachzuhelfen, dauert es noch ein paar Filmminuten.

Der Film beginnt mit der Nähe zum Tod. Becket ist rechtsgültig zum Tod verurteilt. In vier Stunden ist es soweit. Ein Pastor besucht ihn. Er ist mit seinem Lachfältchen sehr entspannt und fängt an, zu erzählen.

Der Film fährt mit Rückblenden fort, wie Becket mit leichter Hand und ohne Verdacht zu erwecken die ersten Verwandten, die im Stammbaum vor ihm stehen, ins Jenseits und ihre Leichen in herrlichen Särgen ins Familienmausoleum befördert.

Zwei Frauen spielen nebst seiner Mutter eine Rolle in seinem Leben. Julia lernt er schon als Kind kennen und verliebt sich. Sie wird als Erwachsene und als perfekter Vollvamp gespielt von Margaret Qualley. Ruth (Jessica Henwick) lernt er über eines seiner Opfer kennen. Das ist eine ernste Liebe, während die erwachsene Julia erpresserisch und unheilvoll auftritt. Zwei FBI-Agenten hat Becket bald an der Backe. Die halten sich lediglich an vorgeschriebene Routinen.

Der Film ist in gutem Tempo erzählt, ein illustriertes Protokoll einer Mordserie, er hält sich nicht bei Kleinigkeiten auf und ist für Überraschungen gut. Er ventiliert so ganz nebenher Klassenunterschiede, ergeht sich in der Schilderung des Lebens der Upper Class und kurz beflügelt er auch Gedanken über die Todesstrafe und die Frage, wem man trauen kann und soll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert