Tempi passati
Waren das glückliche Zeiten für Frauen in Afghanistan unter Nato-Besatzung; sie durften sich bilden, sich mit Computern und dem Internet, mit KI beschäftigen. Manche Frauen leisteten in diesem Bereich Hervorragendes.
Von einer wahren Begebenheit aus diesem Bereich berichtet dieser Film von Bill Guttentag, der mit Jason Brown und Elaha Mahlboob auch das Drehbuch geschrieben hat. Es ist einer dieser Film, die die Welt verbessern wollen und die den Stempel der Engel-Gilde aufgedrückt bekommen haben; ein Messagefilm.
Es ist die Geschichte um die IT-Spezialistin Roya Mahboob. Sie spielt um 2017, in der Zeit, noch bevor die barfüßigen und bärtigen Taliban die größte und bestgerüstete Militärmacht der Welt, die Nato, mit Schimpf und Schande aus dem Land gejagt haben.
Roya ist computeraffin und möchte unbedingt, dass auch Frauen an den Schulen am Computerunterricht teilnehmen können. Es fehlt an Anerkennung und Geld. Sie sieht die Chance, an internationalen Frauen-Robotik-Wettbewerben teilzunehmen.
Ein Weg, nicht ohne Hindernisse, aber, das ist eine der Botschaften des Filmes, wenn man will und dranbleibt, kann ein Resultat nicht ausbleiben. Die Story ist das Quod-Erat-Demonstrandum dieser These.
Roya sucht sich die vier talentiertesten jungen Frauen aus, die sie in Herath finden kann. Es folgt eine Geschichte von Rückschlägen, Hindernissen, Schwierigkeiten und immer wieder Wettbewerbsteilnahmen auf aller Welt mit selbst gebauten Robotern.
Der Film erzählt das alles glatt, also ob auch das Kino in einer vergangenen Zeit stehen geblieben sei. Die Schauspielerinnen sind makellos geschminkt und ausgeleuchtet. Sie können wenig Persönlichkeit entwickeln. Sie sind alle dem Zweck der Sache untergeordnet.
Prinzipiell ist diese Art der Erzählstruktur und des Spannungsbogens bewährtes Hollywoodkino, das auf einen rührenden Höhepunkt hinsteuert. Das ist ein Roboter-Wettbewerb für weibliche Nachwuchsteams aus aller Welt, bei dem das Afghanistan-Team, das selbstverständlich erst in letzter Sekunde sein Gerät zusammenbasteln kann, einen Minenräumroboter präsentiert, der so leicht ist, dass er Minen aufspüren und markieren kann, ohne selbst in die Luft gejagt zu werden. Einwandfreier Entwicklungszweck.