Endlich Urlaub machen.
Endlich wollen die drei Jungs Justus (Julius Weckauf), Peter (Nevio Wendt) und Bob (Levi Brandl) sorglos und auf eigene Faust Urlaub machen.
Dass sie älter werden, sieht man daran, dass Peter mit seinem eigenen Auto unterwegs ist und seine beiden Kumpels fahren kann. Allerdings hat Bob inzwischen ein Mädchen, Jelena (Momo Beier), kennengelernt. Sie sitzt im Rollstuhl und scheint ein Ass in Computerhacking zu sein. Sie können die Jungs jetzt wirklich nicht mitnehmen.
Aber wie in dieser wunderbaren Krimiserie in der Regie von Tim Dünschede nach dem Buch von Anil Kizilbuga zu erwarten, kommt es anders und zwar als man denkt.
Ein anonymer Hilferuf mit verstellter Stimme erreicht sie. Es geht um einen Schatz auf der Toteninsel Makato. Zu Beginn blickt der Film zurück auf die Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ein Soldat birgt eine Tontafel. Um die dreht sich die Geschichte.
Hinter der Tontafel ist eine dubiose Bande her. Dank Jelena können die drei Fragezeichen eine erste Spur aufnehmen. Ein Bindeglied zur Verbrechergang ist der nicht ganz saubere Junge Skinny (Filip Schnack). Er hat die Jungs auf die Spur gebracht.
Es wird ein abenteuerlicher Urlaub, teils zur See, teils auf tropendschungelhafter Insel mit nicht allzu freundlich gesinnten Zeitgenossen. Gerade hier erinnert der Film in seiner Machart an das großartige Kino der 70er Jahre. Mit dem Sound auf der Tonspur geht er nicht sparsam, sondern großzügig um.
Eine besondere Wonne ist es, den Jungs über die verschiedenen Folgen hinweg zuzuschauen, wie sie in der Zeit ihres Heranwachsens in prima künstlerischen Händen sich zu ernstzunehmenden Darstellern entwickeln, denen Teamgeist nicht fremd sein dürfte. Auch die erwachsenen Darsteller verstehen, bestens zu unterhalten mit einer ausgewogenen Mischung aus Ernst- und Chargenhaftigkeit, was gerade beim (deutschen) Kinderfilm nicht gerade eine Selbstverständlichkeit ist, bei sie nur allzu gerne in der Nähe von Knallchargen und Tollpatschen angesiedelt werden.